Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
1. Einleitung. 2
2. Globalisierung. 3
3. Das Moseltal. 6
3.1 Geomorphologische Entstehung des Moseltals 7
3.2 Klima 8
3.3 Hunsrück. 8
3.4 Eifel 8
4.Landwirtschaft, der Weinbau 9
5. Tourismus. 10
5.1 Die Dachmarke Mosel. 11
6. Fazit. 12
Literatur 15
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1. Einleitung
„Trotz der Nähe des stolzeren Rheines hat das Moseltal schon immer eine ganz besondere Anziehungskraft auf die Reisenden und Ferienfahrer ausgeübt. Jeder Besucher der Mosel wird verstehen, wenn er die überwältigende Schönheit des Landschaftsbildes - stetig wechselnd durch die zahllosen Windungen des Mosellaufes - , das milde Klima und die wohltuende Stille dieses Nebentales des lebendigeren Rheinstromes erlebt hat. Wie sich diese Anziehungskraft durch die Jahrhunderte erhalten hat, davon gibt die Überfülle von geschichtlichen Zeugnissen, die in fast jedem Städtchen und Dörfchen des Moseltales zu finden sind, eine lebendige Vorstellung. Kein deutscher Strom, selbst der Rhein nicht, haben so früh schon begeisterte Lobsänger aufzuweisen, wie die Mosel.“ (STOLLFUß 1952: 13) Dies ist die Einleitung des Reiseführers „Mosel, Führer und Wanderbuch“ aus dem Jahre 1952 von Dr. Erich STOLLFUß, in dem der Leser Tipps und Anregungen erhält, um durch das Moseltal von Koblenz bis Trier zu wandern. Er beschreibt darin, dass diese Region eines der beliebtesten Wanderziele dieser Zeit ist. Zudem ist das Moseltal eine der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands. Schon die Römer pflanzten an ihren Hängen Wein an. Heute, wie zur Zeit des Wanderbuches, zählt die Mosel zu den beliebtesten touristischen Zielen in Deutschland. Einige Höhepunkte an ihren Ufern sind das Deutsche Eck in Koblenz, die Burg Elz oder die Porta Nigra in Trier, um nur einige von ihnen zu nennen. Doch wie steht das Moseltal in Zeiten der Wirtschaftskrise da?
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema Tourismus im Moseltal. Speziell mit der Frage: Welche Potenziale hat der Tourismus im Moseltal - sind sie schon ausgereizt oder ist es eventuell möglich neues Potenzial zu gewinnen? Da es heutzutage kaum ein Phänomen gibt das unsere Gesellschaft mehr beeinflusst als die Globalisierung, soll die Theorie der Globalisierung bemüht werden. Alles ist miteinander vernetzt, das gilt speziell für den Tourismus. Denn eine Region konkurriert in der heutigen Zeit mit vielen Orten auf der ganzen Welt. Sie muss schon etwas Spezielles bieten um Touristen für sich zu gewinnen. In diesem Zusammenhang wird das Angebot der Mosel betrachtet. Daher wird zuerst einmal die Theorie der Globalisierung genauer erörtert. Danach geht der Autor auf das Landschaftsbild und die Entstehung ein. Dann folgt eine Betrachtung der Landwirtschaft und anderer Industrien sowie ein Blick auf die Statistiken des Statistischen Landesamtes Rheinland - Pfalz. Abschließend folgt ein Fazit.
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2. Globalisierung
Globalisierung ist ein Begriff, der schon seit geraumer Zeit in der Geographie verwendet wird. Doch obwohl dieser Begriff im Alltag so gebräuchlich ist, ist es schwer ihn genau abzugrenzen. Wie Ulrich Beck es in seinem Werk „Was ist Globalisierung? Irrtümer des Globalismus - Antworten auf Globalisierung“ (1997) formuliert: „Globalisierung ist sicher das am meisten gebrauchte - missbrauchte -und am seltensten definierte, wahrscheinlich missverständlichste, nebulöseste und politisch wirkungsvollste (Schlag- und Streit-) Wort der letzten, aber auch der kommenden Jahre“ (BECK 1997: 42). Das Wort ’Globalisierung’ entstand in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, aber erst in den 90ern fand es eine weite Verbreitung. Es gibt verschiedene Ansätze den Begriff Globalisierung zu definieren. Nach der enzyklopädischen Definition ist der Begriff ein Schlagwort der Politik, Ökonomie und Soziologie zur Bezeichnung transnationaler vernetzter Systeme, Gesellschaften und Märkte. Er ist eine Bezeichnung für die zunehmende weltweite Durchdringung von Märkten. Dies geschieht vor allem durch die wachsende Bedeutung der internationalen Finanzmärkte und des Welthandels. Diese Bedeutung wächst durch die intensive Ausrichtung von multinationalen Unternehmen, den so genannten „Global Players“. All dies wird begünstigt durch neue Telekommunikationstechniken, sowie durch Finanzierungsinnovationen. Dabei wird diskutiert, inwieweit die Einflussmöglichkeit einer nationalen (Wirtschafts-)Politik durch die Globalisierung eingeschränkt wird und welche Beschäftigungseffekte daraus erwachsen.
In der enzyklopädischen Definition werden mehrere Aspekte der Globalisierung angesprochen. Doch meistens wird der Begriff nur auf seine ökonomischen Prozesse reduziert. Dabei benötigt man zur Erklärung dieses Phänomens alle Dimensionen des Begriffs. Beck geht auf diese Dimensionen wie folgt ein: „Globalisierung meint das erfahrbare Grenzenloswerden alltäglichen Handelns in den verschiedenen Dimensionen der Wirtschaft, der Information, der Ökologie, der Technik, der transkulturellen Konflikte und der Zivilgesellschaft, und damit im Grunde genommen etwas zugleich Vertrautes und Unbegriffenes, schwer Begreifbares, das aber mit erfahrbarer Gewalt den Alltag elementar verändert und alle zu Anpassungen und Antworten zwingt.“ (BECK 1997: 44)
Aus BECKS Aussage lässt sich schließen, dass der Begriff der Globalisierung einen Prozess umschreibt der außer einer wirtschaftlichen Dimension noch eine politische,
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eine gesellschaftliche, eine kulturelle und eine kommunikationstechnische Dimension besitzt. Der Begriff der Globalisierung charakterisiert jene rasanten Veränderungen, denen sich die Welt seit Jahrzehnten ausgesetzt sieht. Es gibt kaum ein Thema aus Wirtschaft, Politik und Kultur, das heute ohne seine globalen Bezüge diskussionsfähig wäre.
Im Jahre 1986 erarbeitete Immanuel WALLERSTEIN ein Konzept um die Entwicklungen, die die neue globale Wirtschaftssituation mit sich bringt, zu beschreiben. Er geht davon aus, dass Regionen und Staaten unterschiedlich stark von der Globalisierung profitierten. Für diese etablierte Ungleichheit zwischen Regionen und Staaten verwendet WALLERSTEIN die Begriffe Zentrum, Semiperipherie und Peripherie. Als Zentrum bezeichnet er die Staaten und Regionen, die hochwertige Produkte erzeugen und somit vom internationalen Austausch profitieren. Diese Profiteure besitzen meist eine vergleichsweise fortschrittliche Sozialstruktur. Daneben existieren die Regionen und Staaten der Peripherie. Sie sind teilweise freiwillig, teilweise erzwungen, weniger entwickelt und bringen deshalb minderwertigere Produkte in den internationalen Austausch ein, die deshalb einen geringeren Erlös einbringen. Der Begriff Semiperipherie bezeichnet eine Lage zwischen diesen beiden Extrema.
Die Globalisierung wird auch kritisch als kulturelle Gleichmachung bezeichnet. Denn durch die neuen Transport- und Kommunikationsmittel sind wir in der Lage, fast jeden Winkel unserer Erde erreichen zu können. Somit sind die Voraussetzungen für eine Reduktion der kulturellen Vielfalt geschaffen worden. Im Fernsehen, Rundfunk oder Internet wird ein Lebensstil vermittelt und geprägt, der dem Standard der westlichen, hochentwickelten Länder entspricht und deshalb gerade in weniger entwickelten Ländern als Maßstab und somit als anstrebenswert gilt. Die westlichen Industrieländer geben den Ton an, ob in der Mode, der Musik oder dem Essen. Die Kommunikations- und Informationssysteme verändern die unterschiedlichen nationalen wie regionalen Kulturen bis in alltägliche Gewohnheiten hinein (BROCK 2008: 156).
Weltweit entstehen einheitliche Standards, da dies in den wirtschaftlichen und finanziellen Interessen der Unternehmen liegt. Denn somit können sie durch Massenproduktion Kosten einsparen und ihre Produkte dann mit großangelegten Werbekampagnen international durchsetzen. Die „Global Player“ der Unterhaltungs-und Konsumindustrie sind die wichtigsten Urheber dieses Prozesses der kulturellen
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Arbeit zitieren:
Daniel Hamann, 2009, Das Moseltal, München, GRIN Verlag GmbH
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