Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Seminararbeit in der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
Gründungs- und Innovationsmanagement
T O P S I M - General Management II
Unternehmensplanspiel / Simulation
Vertrieb der ICopix AG
André Wycisk
Studiengang: Betriebswirtschaftslehre
II
I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis ... II
II. Abbildungsverzeichnis ... III
1. Einleitung ... 1
2. Unternehmensziele und -strategien der ICopix AG ... 1
3. Geschäftsverlauf der ICopix AG auf Basis von Managemententscheidungen ... 3
4. Derzeitiger Stand bei Übergabe an das neue Management ... 12
5. Zukunftsplanung der ICopix AG ... 14
6. Kritik an Managemententscheidungen ,,lessons learned" ... 15
Literaturverzeichnis ... 17
III
II. Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 :
Stückkosten und Deckungsbeiträge für Copy I im Zeitverlauf
Abb. 2:
Entwicklung des Gesamtdeckungsbeitrages im Zeitverlauf
Abb. 3:
Umsatzprognose vs. realer Umsatz im Zeitverlauf
1
1. Einleitung
Wir haben den in Pension gegangenen Vorstand der ICopix AG abgelöst und die
sechs wichtigsten Managementpositionen Vertrieb, Einkauf, Personal, Finanz- und
Rechungswesen, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung neu besetzt.
Das Portfolio bestand anfangs nur aus dem Schwarz-Weiß-Kopierer Copy I alt. Als
Vertriebsmanager war ich für die Preisgestaltung sowie die Absatz- und Umsatz-
prognose zuständig. Zudem habe ich auf Basis von Marktforschungsberichten die
Konkurrenz eingeschätzt und in Zusammenarbeit mit unserer Entwicklungsabteilung
Produktverbesserungen abgestimmt, um unseren Kopierer optimal zu positionieren.
Unter Berücksichtigung unserer Fertigprodukte auf Lager habe ich anschließend
Produktionsaufträge an die Fertigung vergeben. Des Weiteren hatte ich die Verant-
wortung über das Werbebudget, Investitionen in unser Unternehmensimage und das
gesamte Vertriebspersonal. Zusammenfassend habe ich den gesamten Marketing-
Mix der ICopix AG ausgearbeitet und umgesetzt.
In Kapitel zwei werden zunächst die Unternehmensziele und -strategien auf Basis
einer theoretischen Fundierung vorgestellt. Kapitel drei beschreibt den Geschäftsver-
lauf der letzten sechs Jahre und spiegelt unsere wichtigsten Entscheidungen wider.
Dabei lege ich den Schwerpunkt auf mein Ressort. Das vierte Kapitel widmet sich
dem derzeitigen Stand unseres Unternehmens und wie wir im Vergleich zur Konkur-
renz aufgestellt sind. In Kapitel fünf gehe ich kurz auf die zukünftige Planung der
ICopix AG ein und stelle dem neuen Management erste Absatz- und Umsatzprogno-
sen auf Basis einer antizipierten Marktentwicklung zur Verfügung. Zudem gebe ich
einige Ratschläge bzgl. wichtiger Investitionen. Die Arbeit endet mit einer Zusam-
menfassung der begangenen Fehler und Verbesserungsvorschläge, um diese in Zu-
kunft zu vermeiden.
2. Unternehmensziele und -strategien der ICopix AG
Das primäre Ziel der ICopix AG ist es, einen großen Marktanteil zu erreichen, da
dies ein Hauptbestandteil von Porters generischer Strategie der Kostenführerschaft
darstellt, die wir anstreben. Porter (1997, S. 63-64) verdeutlicht, dass diese Strategie
eine aggressive Erweiterung von Fertigungsanlagen erfordert, um so Kostensenkun-
gen durch Erfahrungskurveneffekte zu erreichen. Des Weiteren sollen sowohl Aus-
gaben für Werbung und Vertrieb als auch für Forschung und Entwicklung minimiert
und variable Kosten sowie Gemeinkosten einer strengen Kontrolle unterzogen wer-
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den. Allerdings sollten Qualität und Service nicht komplett den Kürzungen zum Op-
fer fallen. Neben einem hohen Marktanteil kann z.B. auch ein günstiger Bezug von
Rohstoffen ein Wettbewerbsvorteil sein, der dann den Kostenvorsprung sicherstellt.
Das Design des Produktes sollte einfach sein, um den Fertigungsprozess möglichst
effizient hin zur Massenfertigung zu gestalten, um so die Belieferung aller wichtigen
Konsumentengruppen zu garantieren. Das hohe Absatzvolumen führt schließlich
auch zur Kostenreduzierung im Einkauf. Die Strategie erfordert jedoch ein aggressi-
ves Preismanagement sowie hohe Anfangsinvestitionen und die Bereitschaft anfangs
auch Verluste in Kauf zu nehmen. Wenn die Strategie etabliert werden kann, schützt
sie das Unternehmen gegen alle fünf Wettbewerbskräfte und bildet gleichzeitig hohe
Eintrittsbarrieren.
Da eine aggressive Preissetzung zur Durchsetzung unseres Ziels erforderlich ist,
wählten wir die Penetrationsstrategie. Dieses preispolitische Instrument garantiert ein
schnelles Wachstum des Absatzvolumens und generiert trotz geringer Stückkosten-
deckungsbeiträge hohe Deckungsbeiträge bei den Gesamtkosten. Skaleneffekte füh-
ren zu Kostensenkungen und längerfristig kommt es durch die Expansion zu Erfah-
rungskurveneffekten. Außerdem sinkt durch einen niedrigen Preis das Risiko eines
Fehlschlages. Kurzfristig wird der gewinnmaximale Preis unterboten, da die Strate-
gie auf langfristige Gewinne abzielt. In einem Markt mit hoher Preiselastizität ist sie
besonders effektiv (vgl. Simon und Fassnacht, 2009, S. 328-330).
Ein weiteres Ziel neben dem Marktanteil ist die Schaffung einer guten Reputation bei
den Konsumenten. Über diese beiden strategischen Ziele hinaus verfolgen wir zudem
ein finanzielles Ziel, die Maximierung des Shareholder Value. Dabei stehen vor al-
lem ein steigender Aktienkurs sowie höhere Dividendenzahlungen im Fokus unserer
Bemühungen (vgl. Welge und Al-Laham, 2001, S. 119-120; zitiert aus Thompson
und Strickland, 1995, S. 33). Um die Reputation der ICopix AG nachhaltig positiv zu
beeinflussen, definierten wir daher zwei untergeordnete strategische Ziele. Zum ei-
nen sind dies die Berücksichtigung ökologischer Aspekte bei der Produktion und
zum anderen die Erreichung eines hohen Beschäftigungsniveaus.
Die Zufriedenheit der Abnehmer, die Generierung eines großen Marktanteils und die
Kostenreduzierung stellen die wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Unterneh-
mung dar. Nur so werden Potenziale freigesetzt, die positiv auf wertorientierte Ziele
wie den Shareholder Value wirken und so das Bestehen des Betriebes langfristig
gewährleisten. Ein finanzielles Ziel wie der Shareholder Value unterstützt zudem die
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