Gliederung
Verzeichnis der Schaubilder/Tabellen 3
1 Einleitung 4
2 Akteure und deren Ziele 4
2.1 Entstehung der Verbände und ihre Ziele 5
2.2 Regulator 5
2.2.1 Public Interest Theory 5
2.2.2 Ökonomische Theorie der Regulierung 6
2.2.2.1 Der Ansatz von Stigler 6
2.2.2.2 Das Modell von Peltzman 7
2.2.2.3 Das Modell von Becker 8
3 Gründe für Regulierung 9
3.1 Marktversagen 9
3.1.1 Unvollkommene Märkte 9
3.1.1.1 Gründe 9
3.1.1.2 Lösungsmöglichkeiten 10
3.1.2 Externe Effekte 10
3.1.2.1 Gründe 10
3.1.2.2 Lösungsmöglichkeiten 11
3.2 Regulierung durch Einflussnahme der Verbände 12
3.2.1 Arten der Einflussnahme 13
3.2.1.1 Überzeugen 14
3.2.1.2 Verhandeln 15
3.2.1.3 Druck ausüben 16
3.2.1.3.1 Initiierung kollektiven Handelns im politischen Bereich 16
3.2.1.3.2 Initiierung kollektiven Handelns im Marktbereich 17
3.2.1.3.3 Nutzung des Finanzierungspotentials 18
3.2.2 Mögliche Wirkungen der Einflussnahme durch Verbände 19
1
4 Resümee 21
5 Anhänge 22
6 Literaturnachweis 25
2
Verzeichnis der Schaubilder/Tabellen
Abbildung 1 Darstellung des optimalen Regulierungsniveaus im Modell von Peltzman
Abbildung 2 Konsumenten- und Produzentenrente auf einem Monopolmarkt
3
1 Einleitung
Die Einflussnahme durch Verbände trifft bei den Medien regelmäßig auf großes Interesse. Oft ist dabei von Lobbyismus im negativen Sinn die Rede. Doch die Arbeit der Verbände stellt in den westlichen Demokratien einen unverzichtbaren Bestandteil der Politik dar. So sagt Schendelen:
Warum dies so ist werde ich in der folgenden Arbeit - Einflussnahme von Verbänden auf die staatliche Regulierung - aufzeigen. Ich werde die Akteure, ihre Ziele und Werkzeuge, die Notwendigkeit einer Regulierung von Märkten sowie die Folgen der Einflussnahme durch die Verbände darstellen.
Dazu werde ich zuerst die Akteure und deren Ziele benennen und dabei besonders auf die verschiedenen Regulierungstheorien und -ansätze eingehen. Später in der Arbeit werde ich aufzeigen, woraus sich eine Notwendigkeit zur Regulierung ergibt bzw. wie und warum die Verbände den Regulator zu Regulierungsmaßnahmen bewegen.
In diesem Zusammenhang werde ich auch die Folgen der Einflussnahme durch die Verbände darstellen und zum Schluss noch eine kurze Zusammenfassung meiner Ergebnisse liefern.
2 Akteure und deren Ziele
In diesem Kapitel werde ich mich mit den beiden Hauptakteuren, die bei der Regulierung eine Rolle spielen, beschäftigen. Dies sind zum Einen die verschiedenen Interessenverbände, zum Anderen der Regulator.
1 vgl. Teuber 2001, S. 17
4
2.1 Entstehung von Verbänden und ihre Ziele
Im Allgemeinen wird von einer weitgehenden Heterogenität der Interessen und Ziele der einzelnen Individuen ausgegangen. In bestimmten Bereichen jedoch, gibt es Überschneidungen der Interessen. Um diese Interessen zu fördern oder durchzusetzen, finden sich, je nach Präferenz einzelne Individuen zu Gruppen zusammen. Haben sich einzelne Individuen mit gleichen Interessen zu einer Gruppe zusammengefunden, kann sich daraus ein Interessenverband bilden. 2 Verbände oder Interessengruppen verfolgen die unterschiedlichsten Ziele und existieren in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Bekannte Beispiele sind hierbei die Gewerkschaften, Arbeitnehmerverbände, Kirchen, Wirtschafts- oder Branchenverbände, Wohlfahrtsverbände, Verbände für einzelne Berufsgruppen wie Anwälte oder Ärzte, Bauernverbände, Umweltverbände und so weiter. Alle Verbände jedoch haben ein Ziel, sie wollen ihre Macht und ihren Einfluss dahingehend einsetzen, die Entscheidungen des Regulators zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Das heißt, sie wollen Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen, um ihre „Mitglieder in den Genuss von Sondervorteilen, die vornehmlich materieller Natur sind, gelangen“ 3 zu lassen.
Die Werkzeuge, auf welche die Verbände zurückgreifen um ihre Ziele zu erreichen, werde ich in Kapitel 3.2 dieser Arbeit darstellen.
2.2 Regulator
Der Regulator stellt den Empfänger der Bemühungen der Verbände, ihre Ziele zu erreichen, dar. Dabei stehen die Verbände in Konkurrenz zu anderen Verbänden, die sich ebenfalls bemühen, ihre Ziele mit Hilfe des Regulators zu erreichen.
2 vgl. Daumann 1999, S. 31
3 vgl. ebd.
5
2.2.1 Public Interest Theory
Die Grundidee der Public Interest Theory basiert auf der Annahme eines unvollkommenen Marktes, welcher durch den Regulator, völlig uneigennützig, dahingehend reguliert wird, das aus der Monopol- oder Oligopolsituation auf diesem Markt keine Wohlfahrtsverluste für die Volkswirtschaft resultieren. Es wird von einem uneigennützigen Regulator ausgegangen. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass die Regulierung ohne Kosten zu bewerkstelligen ist sowie davon, dass der Regulator in der Lage ist, das Marktversagen durch seine Regulierung vollständig zu heilen. Das Ziel der Regulierung soll also darin liegen, dem regulierten Unternehmen keinerlei Monopolrenten zu lassen. 4
2.2.2 Ökonomische Theorie der Regulierung
Im Gegensatz zur Public Interest Theory wird bei den unterschiedlichen Ansätzen der ökonomischen Theorie der Regulierung von einem eigennutzgeleiteten Verhalten ausgegangen. Der Regulierer möchte wiedergewählt werden und die unterschiedlichen Interessengruppen ihre Wohlfahrt maximieren. Im Folgenden werde ich die wichtigsten Ansätze der ökonomischen Theorie der Regulierung, nämlich jene von George Stigler, Sam Peltzman und Gary Becker vorstellen. Welche Möglichkeiten die Interessengruppen dabei haben, Einfluss auf den Regulator auszuüben, werde ich in Kapitel 3.2.1 - Arten der Einflussnahme - aufzeigen.
2.2.2.1 Der Ansatz von Stigler
Stiglers Ansatz betrachtet die Macht zur Zwangsausübung als Ressource, die nur dem Staat zur Verfügung steht. Das Ziel der Interessengruppen besteht darin, den Regulator insoweit zu beeinflussen, dass er seine Macht zur Zwangsausübung zu ihrem Nutzen einsetzt. Dabei stehen die Interessengruppen untereinander um die
4 vgl. Knieps 2005, S. 80f
6
Arbeit zitieren:
2009, Einflussnahme von Verbänden auf die staatliche Regulierung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Gewaltenteilung nach Montesquieu
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit, 19 Seiten
Die unmögliche Teilung der Staatsgewalt bei Hobbes(und ein Vergleich m...
Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
Seminararbeit, 19 Seiten
Über den Wandel der Auffassung von Staat und Politik am Modell von Ari...
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hausarbeit (Hauptseminar), 37 Seiten
Die Liberalisierung des Agrarhandels und seine Auswirkungen auf die EU
VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen
Seminararbeit, 20 Seiten
Three Worlds of Welfare Capitalism?
Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten
Hausarbeit, 18 Seiten
Repräsentative Demokratie versus plebiszitäre Demokratie
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Seminararbeit, 47 Seiten
Anonym hat den Text Einflussnahme von Verbänden auf die staatliche Regulierung veröffentlicht
Digitales Geld - Die Auswirkungen von Technologie und Regulierung auf ...
Die Auswirkungen von Technolog...
Karsten Schulz
Die Einflussnahme der Tabaklobby auf das Bundesnichtraucherschutzgeset...
Analyse einer geheimen Strateg...
Katrin Busch
Wettbewerb und Regulierung auf dem deutschen Fernsehmarkt
Deregulierungsbedarf und Umset...
Katharina Wacker
Die staatliche Einflussnahme auf den Tabakkonsum von Kindern und Jugen...
Christian Ueltzhöffer
Die Haftung von Gesellschaftern einer GmbH auf Grund von Einflussnahme...
Vom qualifiziert faktischen Ko...
Karolin Wappler
Der Wettbewerb in der Energiewirtschaft zwischen staatlicher Regulieru...
Torsten Stefaniak, Ulrich Ehricke
Übersicht der Chinesischen Tierkreiszeichen - Die 12 Tierkreise und i...
Lehrtafel für Praxisräume, Leh...
Frank Behrendt, Yun Yi Na
0 Kommentare