Die Confessio Augustana
Studienarbeit im Fach Kirchengeschichte
Verfasst von:
Thomas Schleicher
Nürnberg, den 12.03.2002
Inhalt
1 Die Confessio Augustana – So bekannt wie bedeutsam? 1
2 Entstehung und Intention der Confessio Augustana 2
3 Inhalt und Kernaussagen der Confessio Augustana 4
3.1 Vorrede 1. Teil 4
3.2 Die Artikel des Glaubens und der Lehre 5
3.2.1 Artikel 1 – Von Gott 5
3.2.2 Artikel 2 - Über die Erbsünde 6
3.2.3 Artikel 3 – Über den Sohn Gottes 6
3.2.4 Artikel 4 - Von der Rechtfertigung 6
3.2.5 Artikel 5 - Vom Predigtamt 7
3.2.6 Artikel 6 - Vom neuen Gehorsam 7
3.2.7 Artikel 7 - Von der Kirche und ihrer Einheit 7
3.2.8 Artikel 8 - Von der Wirklichkeit der Kirche 8
3.2.9 Artikel 9 – Von der Taufe 8
3.2.10 Artikel 10 – Vom Abendmahl 8
3.2.11 Artikel 11 – Von der Beichte 8
3.2.12 Artikel 12 – Von der Buße 9
3.2.13 Artikel 13 – Von den Sakramenten 9
3.2.14 Artikel 14 – Von der Kirchlichen Ordination 9
3.2.15 Artikel 15 – Von den Kirchengebräuchen 10
3.2.16 Artikel 16 – Von der Staatlichen Gewalt und gesellschaftlichen Ordnungen 10
3.2.17 Artikel 17 – Von der Wiederkunft und dem Gericht Jesu Christi 10
3.2.18 Artikel 18 – Von der Freiheit des Willens 10
3.2.19 Artikel 19 – Von der Ursache der Sünde 10
3.2.20 Artikel 20 – Von Glauben und Guten Werken 11
3.2.21 Artikel 21 – Von der Heiligenverehrung 11
3.2.22 Schluss des ersten Teils 11
3.3 Vorrede zum zweiten Teil 12
3.4 Die Artikel von den abgeschafften Missbräuchen 12
3.4.1 Artikel 23 – Vom Priesterberuf und Ehestand 12
3.4.2 Artikel 24 – Von der Messe 13
3.4.3 Artikel 25 – Von der Beichte 14
3.4.4 Artikel 26 – Von den kirchlichen Gebräuchen 14
3.4.5 Artikel 27 – Von den Mönchsgelübden 14
3.4.6 Artikel 28 – Von der Gewalt der Kirche 15
3.5 Schluss 16
4 Zu guter letzt 17
5 Literaturverzeichnis 18
1 Die Confessio Augustana – So bekannt wie bedeutsam?
Noch heute ist das Augsburger Bekenntnis in den lutherischen Kirchen eine der essenziellen Grundlagen. Die Confessio Augustana wird sogar häufig als die wichtigste Bekenntnisschrift der sich an Luther orientierenden Kirchen und Gemeinschaften betitelt. Wie aber kommt es dazu? Was macht diese Schrift, die ihre große Bedeutung im Jahre 1530 am Reichstag in Augsburg unter Beweis stellen sollte, so bedeutsam? In unmittelbarem Zusammenhang mit diesem Werk steht der Name eines Theologen, der sich, neben Martin Luther, im Hinblick auf die Religionsstreitigkeiten und die Zeiten der Reformation durchaus hervorgehoben hat - Philipp Melanchthon. Der Lutherfreund, Philosoph und Reformator gilt zu weilen als der sanfte Pol an Luthers Seite und manch einer ist froh, dass die Confessio Augustana aus der ungleich diplomatischeren Feder Melanchthons stammt und nicht von dem „rhetorischen Haudrauf“ Luther zu Papier gebracht wurde, obgleich dessen Werke sicherlich oft mitreißender und unterhaltsamer waren. Als Verfasser oder besser hauptsächlicher Verfasser der „CA“, wie das Augsburger Bekenntnis im folgenden des öfteren abgekürzt wird, war Melanchthon mitverantwortlich bzw. höchstwahrscheinlich maßgeblich an dem Gehalt der Confessio Augustana und ihrer eigentlichen Intention beteiligt.
Die CA ist in ihrem historischem Kontext vielen ein Begriff und auch die Konsequenzen ihrer Verlesung sind weitgehend bekannt. Jedoch wesentliche Fakten, wie der Grund ihrer Entstehung, die eigentliche Absicht hinter diesem Vermächtnis Melanchthons oder der eigentliche Gehalt der Bekenntnisschrift, sind vielen noch unbekannt.
Was mich zu diesem Thema bewogen hat, war zum einen die eigene Unwissenheit im Hinblick auf die Confessio Augustana, die ich mir nach wenigen Seiten der Fachlektüre eingestehen musste und wahrscheinlich in manchen Bereichen auch jetzt noch muss, zum anderen ein eher dogmatisches Interesse an den Kernaussagen und Bekenntnissen dieser Schrift, die für die Christen, die sich zu Luther bekannten essenziell sind. Die Beschäftigung mit dem Augsburger Bekenntnis brachte mir vor allem eine Einsicht, nämlich, dass man über dieses Thema am besten gleich Bücher schreibt und wahrscheinlich genügend Menschen dies bereits getan haben. Im folgenden wird nun versucht einen Überblick über die Confessio Augustana zu geben, so wie ihre wesentlichen Aussagen darzustellen.
2 Entstehung und Intention der Confessio Augustana
Die „CA“, wie die Confessio Augustana, oder das Augsburger Bekenntnis von vielen Theologen „liebevoll“ betitelt wird, zählt zu den sogenannten Bekenntnisschriften, die für die Zeit des 16. und 17. Jahrhunderts und der religiösen Lehrstreitigkeiten typisch sind. Solche Schriften, zumeist polemisch verfasst, sollten Auskunft geben über Häresie, also Irrlehre, und Wahrheit, sprich was aus Sicht der/des Verfasser/s zu glauben sei und was nicht. Des weiteren beinhalten sie die grundlegenden dogmatischen oder systematisch theologischen Gedanken der Autoren, also beispielsweise die Einstellung zur Göttlichkeit oder Menschlichkeit Christi, die Anerkennung oder eben Nicht-Anerkennung der Jungfrauengeburt etc. und geben somit einen Überblick über die Eigenschaften einer religiösen Richtung oder Gemeinschaft.
Auf Anweisung des Kurfürsten hin reichte Melanchthon eine Verteidigungsschrift beim Kaiser ein, welche Auskunft geben sollte über die Lehren der Protestanten. Dies geschah bereits im Vorfeld des Reichstages. Schon vorher gab es verschiedene Abhandlungen über diese Lehren, die sogenannten „Artikel“.
Der erste Entwurf, der eingereicht wurde, stieß jedoch, beim Kaiser und der römischen Kirche auf Ablehnung und Melanchthon wurde mit den „404 Thesen“ des Luthergegners Johannes Eck konfrontiert, die die protestantischen Schriften als Ketzereien abtaten. Somit sah er sich gezwungen, seine eingereichtes Bekenntnis zu überarbeiten und so nahm er sich mehrere der vorhandenen Schriften, auch Luthers und erarbeitete aus ihnen das sogenannte Augsburger Bekenntnis.
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Arbeit zitieren:
Thomas Schleicher, 2002, Die Confessio Augustana, München, GRIN Verlag GmbH
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