Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Sprachwandel: Einflüsse auf die deutsche Sprache in der Vergangenheit. 3
2. 1. Lexikalischer Wandel des Deutschen. 3
2. 2. Chronologie wichtigster Entlehungsquellen. 4
3. Erweiterung des Lexikons: neue Wörter werden aufgenommen 5
3.1. Fremdwort 5
3.2. Wortbildung: Derivation, Komposition, Neologismus. 6
3.2.1. Derivation 6
3.2.2. Komposition. 6
3.2.3. Neologismus 7
4. Eintritt der Fachsprachen 7
5. Anglizismus. 8
5.1. Klassifizierung der Anglizismen 9
6. Sprachuntersuchung von Illustrierten aus unterschiedlichen Bereichen. 9
6.1. Auswertung der Sprachuntersuchung der Fachzeitschriften 10
6.2. Auswertung der Sprachuntersuchung der Bravo 13
7. Fazit. 16
8. Literaturverzeichnis. 17
8. 17
2
1. Einleitung
Die Schwerpunkte meiner Hausarbeit liegen auf der Untersuchung der Fachsprachen- und Jugendsprachenentwicklung. Die Entwicklungstendenzen werden mithilfe von Illustrierten herausgearbeitet. Eine genauere Aussage bezüglich des Entwicklungsstandes ist nur durch einen direkten Vergleich auf vorausgehende Ergebnisse möglich, die mir nicht zur Verfügung stehen.
Zu Beginn der Arbeit wird eine Übersicht gegeben, welcher Bereich des Sprachwandels mit dem lexikalischen Wandel betroffen ist. Außerdem werden die wichtigsten Entlehnungsquellen aufgezeigt. Im Anschluss werden die bedeutendsten sprachlichen Einflüsse charakterisiert. Im nächsten Schritt wird die Fachsprache thematisiert, woraufhin insbesondere auch verschiedene Anglizismenformen klassifiziert werden. Im Anschluss folgt die Auswertung der Sprachuntersuchung der Zeitschriften. Zum Schluss ziehe ich noch ein Fazit.
2. Sprachwandel: Einflüsse auf die deutsche Sprache in der
Vergangenheit
Die Gegenwartssprache ist durch die hohe Anzahl der vorkommenden Anglizismen gekennzeichnet. Das Phänomen der Entlehnung ist jedoch nicht ausschließlich eine neuzeitliche Erscheinung, denn fremde Sprachen haben in der Vergangenheit die deutsche Lexik beeinflusst.
Im Folgenden wird ein historischer Einblick dargeboten, um den Zugang zu der aktuellen Situation der Sprachentwicklung zu erleichtern und die Untersuchung darauf zu aufzubauen.
2. 1. Lexikalischer Wandel des Deutschen
Das Zwiebelmodell von Nübling enthält verschiedene Sprachbereiche: Die Kernbereiche bilden die Phonologie, die Morphologie und die Syntax. Dagegen bilden die Außenhüllen der Zwiebel die Pragmatik, die Lexik und die Graphie. 1 Mit diesem Modell wird veranschaulicht, dass die Lexik im Vergleich zu den Kernbereichen anfälliger ist für Veränderungen. Die Lexik unterliegt kulturhistorischen, sozialpolitischen und ökonomischen Einflüssen. Sogar die Mode beeinflusst die Lexik. Dagegen sind grammatische Innovationen, wie der i- Umlaut,die schwache Verbkonjugation oder der Ausbau der Klammerbildung, eher ein
1 Nübling: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen, S. 2. 3
langwieriger Prozess, zu deren Durchsetzung es mehrere Jahrhunderte bedarf. Die Einführung neuer Begriffe ins Deutsche schließt daher weitgehend die Übernahme fremder, grammatischer Strukturen aus. 2
Es sind aus dem Lateinischen viele Substantive entlehnt worden, die z.T. auch mit ihrer Pluralform übernommen worden sind, dennoch hat es nicht zur Herausbildung einer neunten, produktiven Pluralform 3 des Deutschen geführt. Ein Beispiel ist das Wort „Tempus“ und die lateinische Pluralform „Tempora“. 4
2. 2. Chronologie wichtigster Entlehungsquellen
Zu Beginn dieses Abschnittes ist anzumerken, dass die Bezeichnung „Entlehnung“ als Sammelbegriff für die verschiedenen Formen der Entlehnungen, u.a. Lehnwort und Lehnbildung, gebraucht wird. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den gegenwärtigen Einflüssen auf die Lexik, sodass es meines Erachtens nicht angemessen ist, die Unterschiede der vergangenen Entlehnungen darzustellen, insbesondere weil sie größtenteils assimiliert sind.
Der Sprachkontakt mit verschiedenen Sprachgemeinschaften führt als eine Form des kulturellen Austausches zu ersten Entlehnungen aus der Sprache der Kelten, der Slawen und auch der Römer zur Zeit des Althochdeutschen (im Folgenden Ahd.) in die deutsche Sprache. Das neuhochdeutsche (im Folgenden nhd.) Wort „Grenze“ ist aus dem polnischen „granica“ entlehnt. Da jedoch die Entlehnung der überwiegend lateinischen Begriffe schon früh stattfindet, unterliegen diese denselben Lautwandelprozessen und unterscheiden sich nicht von den Erbwörtern des Deutschen. 5 Nur etymologisch werden diese Begriffe als Entlehnungen identifiziert. Der nhd. Begriff „Mauer“ ist beispielsweise aus dem Lateinischen „mūrus“ entlehnt und hat dieselbe Entwicklung wie das Erbwort „Bauer“ durchlaufen. Auch die Flektierbarkeit zeigt diese vollkommene Assimilation an.
Latinisierte Wörter griechischer Herkunft sind auch ins Deutsche übernommen worden wie „Kirche“ oder „Bischof“, wobei das Lateinische als Mittlersprache fungierte. Vereinzelt wird auch Griechisch durch das Gotische vermittelt. Im Ahd. sind dadurch die Begriffe „Engel“ und „Teufel“ eingeführt worden. Im Mittelhochdeutschen (im Folgenden Mhd.) wird Latein als die Gebersprache durch das Französische abgelöst. Gallizismen werden durch
2 Nübling: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen , S. 135.
3 ich zähle die Pluralformen -en und -n als eine Form der Pluralbildung.
4 Nübling: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen, S. 135.
5 Ebd., S. 137 f. 4
Niederländisch als die Mittlersprache übermittelt. Die eingeführten Begriffe wie „Turnier“ und „Tanz“ deuten auf die Entwicklung einer Neuerung der höfischen Kultur hin. Im Spätmhd. werden italienische Ausdrücke und durch die Hanse, auch niederdeutsche Ausdrücke, in die deutsche Sprache integriert. Eindeutige Beispiele sind „Konto“ und „brutto“. Im Humanismus und zur Renaissance werden wieder überwiegend lateinische und griechische Begriffe ins Deutsche eingeführt. Im Barock sind es dann erneut die Italienismen wie „Oper“ und „Konzert“, die Zugang in die deutsche Sprache finden. In der sogenannten Alamodezeit sind es nochmals die Gallizismen wie „Toilette“ oder „Frisur“, die ins Deutsche übernommen werden. 6
Ab dem 18. Jahrhundert tauchen die Anglizismen aus den englischen Sprachgebieten erstmals auf, die ich im weiteren Verlauf dieser Arbeit ausführlich untersuchen werde. Im Folgenden werden die verschiedenen Formen dargestellt, die die deutsche Lexik gegenwärtig verändern.
3. Erweiterung des Lexikons: neue Wörter werden aufgenommen
Die Bezeichnung Sprachwandel ist ein umfangreicher Begriff, den ich im Folgenden nur auf den Bereich der Erweiterung des Lexikons reduzieren möchte. Untergegangene Wörter und verdrängte Begriffe werden nicht berücksichtigt.
Im Anschluss werden Auswirkungen, die zur Lexikerweiterung führen, vorgestellt.
3.1. Fremdwort
Als Fremdwort ist ein aus einer anderen Sprache in den allgemeinen Wortschatz übernommenes Wort. 7 Fremdwörter transferieren fremdsprachliche Merkmale ins Deutsche, wozu Orthographie, Lautform und Flexion zählen. Der englischsprachige Begriff „Computer“ enthält die Lautkombination [pju], wie sie im Deutschen nicht vorkommt. Hinsichtlich der Morphologie weisen sie auch überwiegend einen fremden Plural auf. Wortfeldbildung ist mit Fremdwörtern ungünstig, da sie meistens einen neuen Inhalt bezeichnen. Die Bildung von Komposita kommt bevorzugt vor.
6 Nübling: Historische Sprachwissenschaft des Deutschen, S. 138.
7 Stedje: Deutsche Sprache gestern und heute, S. 28. 5
Arbeit zitieren:
Duygu Oecaldi, 2009, Sprachwandel: Fachsprache und Jugendsprache, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Duygu Oecaldi's Text Sprachwandel: Fachsprache und Jugendsprache ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Duygu Oecaldi hat den Text Sprachwandel: Fachsprache und Jugendsprache veröffentlicht
Duygu Oecaldi hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare