Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis...................................................................................................................... 2
1. Der Untersuchungsgegenstand. 3
2. Die Autoren. 4
2.1. Platon 4
2.2. Plutarch. 4
3. Jenseitsvorstellungen bei Platon. 5
3.1. Jenseitsvorstellungen im Gorgias. 5
3.2. Jenseitsvortellungen im Phaidon 8
3.3. Jenseitsvorstellungen in der Politeia. 11
4. Jenseitsvorstellungen bei Plutarch 12
5. Vergleichende Zusammenfassung. 15
5.1. Gemeinsamkeiten 15
5.2. Unterschiede 16
6. Schlussbetrachtung 17
7. Literaturliste 18
7.1. Primärliteratur. 18
7.2. Sekundärliteratur 18
2
1. Der Untersuchungsgegenstand
Diese Ausarbeitung soll sich auf den Aufsatz „Jenseitsmythen bei Platon und Plutarch“ von Wilfried Eisele 1 beziehen. Da die untersuchten Platontexte leicht zugänglich sind, werden in den entsprechenden Abschnitt dieser Ausarbeitung Platons Quellentexte reflektiert. Für den Abschnitt über Plutarchs Jenseitsvorstellungen wird dann ausschließlich auf den oben genannten Text Bezug genommen.
Um dies angemessen zu bewerkstelligen, wird es nötig sein, in einem ersten Abschnitt die beiden Autoren etwas näher vorzustellen. Dabei wird es nicht darum gehen eine detaillierte Biografie von Platon beziehungsweise von Plutarch aufzuzeigen, vielmehr werden die für diese Arbeit wichtigen Lebensdaten benannt und kurz betrachtet sowie später in die Interpretation der jeweiligen Texte mit einfließen.
Anschließend werden die Jenseitsvorstellungen von Platon an Hand von drei Schriften analysiert: Gorgias, Phaidon und Politeia. Das sind auch die Quellen, auf die sich Eisele in seinem Aufsatz beschränkt, so dass für diese Ausarbeitung die Auswahl übernommen wird. Bei Plutarch wird, wie oben bereits gesagt, auf den Text von Eisele eingegangen. Da es sich um ein zweistündiges Referat handelte, war nicht die Zeit auch bei ihm die Primärtexte zu interpretieren. Deshalb wurde sich dort, wie auch in dieser Ausarbeitung, auf die Sekundärliteratur des Seminars beschränkt.
Abschließend werden die vorgestellten Jenseitsmythen miteinander verglichen, wofür zusammenfassend die Gemeinsamkeiten und Unterschiede hervorgehoben und kommentiert werden.
1 Eisele, Wilfried: Jenseitsmythen bei Platon und Plutarch. In: Labahn, Michael; Lang, Manfred (Hrsg.): Lebendige Hoffnung - Ewiger Tod ?! Jenseitsvorstellungen im Hellenismus, Judentum und Christentum; Leipzig; 2007; S.315-340.
3
2. Die Autoren
2.1. Platon 2
Platon wurde zwischen März und Mitte Juli des Jahres 427 vor Christus als Sohn des Ariston und der Periktione in Athen geboren und hieß eigentlich Aristokles. Er war einer der bedeutendsten griechischen Philosophen der Antike und starb 348/347 vor Christus. Platon erhielt wahrscheinlich die beste athenische Bildung, unter anderem auch bestehend aus Ringkampf und Militärdienst, und schrieb in seinem siebten Brief, der wohl als echt gelten darf, dass er es vorhabe umgehend politisch aktiv zu werden. Seine eigenen, negativen politischen Erfahrungen lassen Platon diesen Wunsch sehr schnell ändern. Er erlebt das Regiment der Dreißig von 404/403 vor Christus (eine Schreckensherrschaft nach Beendigung des Peloponesischen Krieges an der auch Verwandte Platons teilnahmen 3 ) ebenso mit wie den Prozess und das Todesurteil sowie dessen Vollstreckung gegen seinen Lehrer Sokrates im Jahre 399 vor Christus.
Nach seiner ersten Italienreise nach Athen zurückgekehrt gründet Platon eine Schule für Philosophie, die Akademie, die er selber über vier Jahrzehnte leiten sollte. An der Schule sollten Menschen zu Politikern ausgebildet werden, wie Platon sie sich idealtypisch vorstellte.
2.2. Plutarch 4
Plutarch wurde um 46 nach Christus in Chaironeia als Sohn einer vornehmen Familie geboren und war griechischer Schriftsteller, Philosoph und Biograph. Er studierte Rhetorik sowie an der athenischen Akademie platonische Philosophie und lernte auf verschiedenen Reisen ganz Griechenland, Kleinasien und Ägypten kennen. Auf diesen Reisen besuchte er auch mehrfach Rom. Plutarch bekleidete in seiner Heimatstadt mehrere kommunale Ämter und hatte über mehrere Jahre eines der höchsten Priesterämter inne. Er war mit einigen Römern freundschaftlich verbunden, so zum Beispiel mit Mestrius Florus, einem Vertrauten des Kaisers Vespasian.
2 Für diesen Abschnitt werde ich mich fast ausschließlich, wo nicht wird es deutlich geamcht werden, auf folgende Quelle beschränken: Reichert, Eckhard: Platon. In: Bautz, Friedrich-Wilhelm (Hrsg.): Biografisch-Bibliografisches Kirchenlexikon; Herzberg; Bd. VII;1994; Spalten 723-726.
3 Bordt, Michael: Platon; Freiburg/Basel/Wien; 1999; Spalte 18-19.
4 Für diesen Abschnitt beschränke ich mich ausschließlich auf folgende Quelle: Frenschkowski, Marco: Plutarch. In: Bautz, Friedrich-Wilhelm (Hrsg.): Biografisch-Bibliografisches Kirchenlexikon; Herzberg; Bd. XIV;1998; Spalte 1363-1372.
4
Da Kirchenväter wie zum Beispiel Hieronymus Plutarch auf Grund seiner tiefen Humanität oft lobend erwähnten, ist er der Autor des neutestamentlichen Jahr-hunderts, von dem das meiste Schrifttum erhalten ist. Dabei war Plutarch weder ein Historiker, noch ein eigenständiger Philosoph im eigentlichen Sinne. Vielmehr referierte er mit Interesse die Diskussionen seiner Zeit und bediente sich dabei verschiedener Denkströmungen, wenngleich Platon ihm als geradezu unfehlbar galt.
3. Jenseitsvorstellungen bei Platon
3.1. Jenseitsvorstellungen im Gorgias
Im Gorgias wird ein Gespräch zwischen Sokrates und einem seiner Gegner, Kallikles 5 , dargestellt, in dem Sokrates seinen Gegenüber vom richtigen, philosophischen Lebensweg überzeugen will.
Der Gorgias setzt damit, im Vergleich zu den beiden anderen Quellen in dieser Ausarbeitung zu untersuchenden Platontexten, am frühesten ein und kennt zwei Zeitstufen. Laut Platon urteilten in der früheren Zeit Lebende über Lebende, das heißt, dass die Seelen noch im Körper dessen waren, über den gerichtet werden sollte. Dadurch sei der Charakter des Menschen, sprich seine Seele, von materiellen Eigenschaften wie Kleidung überdeckt worden. Außerdem seien die Richter auf ihre menschlichen Sinnesorgane beschränkt gewesen, was dazu geführt habe, dass sehr viele Fehlurteile gefällt worden seien. Daraufhin änderte Zeus die Gerichtspraxis. Von diesem Zeitpunkt an richteten laut Platon körperlose Richter über körperlose, anonyme Seelen, wodurch gerechte Urteile gefällt worden seien. 6 Hier setzt der Bericht Platons in Gorgias „5.62 Zustand der Seelen“ 7 , ein. Sokrates, als Sprecher der platonischen Vorstellungen, geht davon aus, dass sich mit dem Tod einer Person Körper und Seele voneinander trennen ohne dabei ihre spezifische Form zu verändern 8 . Sowohl der Körper als auch die Seele spiegelten dabei die Lebensweise des Verstorbenen wieder.
5 Zur Peson des Kallikles: Dalfen, Joachim: Platon. Werke; Bd. VI 3; Göttingen; 2004; S. 132-137.
6 Eigler, Gunther (Hrsg.): Platon. Werke in acht Bänden; Bd. 2; Darmstadt; 1988; S. 491-495.
7 Ebd.; S. 4 95.
8 Vgl. Ebd.
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Arbeit zitieren:
Mario Westphal, 2008, Jenseitsvorstellungen bei Platon und Plutarch, München, GRIN Verlag GmbH
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