Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
Paartherapie. 1
Was ist eine Paartherapie? 1
2.1.1 Begriff 1
2.1.2 Geschichtliche Entwicklung. 1
2.2.1 Gründe für eine Paartherapie. 2
2.2.2 Ziele/Chancen der Paartherapie 3
Therapie. 3
2.3.1 Formen 3
2.3.2 Ablauf. 4
2.4 Mögliche Problematiken / Grenzen. 7
2.5 Anlaufstellen 7
Schlussfolgerung 8
II
Literaturverzeichnis
Bornstein, Marcy T. Jellouschek, Hans
Kaiser, Peter „Partnerschaft und Paartherapie“
Lutz, Wolfgang „Lehrbuch der Paartherapie“
Neuburger, Robert „Mythos Paar“ - Was Paare verbindet
1. Einleitung
Für viele Menschen ist eine glückliche und erfolgreiche Beziehung noch immer eines der wichtigsten sozialen Ziele. Eine Beziehung ist eine auf Dauer festgelegte Beziehung zwischen zwei Menschen. In der Gesellschaft sind Lebensbereiche wie Sexualität, Elternschaft aber auch Altern und Sterben untrennbar mit einer Partnerschaft verbunden. In der westlichen Welt gilt die Monogamie und sie wird auch von den Partnern gefordert. Partnerschaften beginnen schon in jungen Jahren. Diese halten wegen der schnellen individuellen Entwicklung jedoch immer nur recht kurz. Die höchste Ebene der Beziehung ist aber noch immer die Ehe. Jedoch wo zwei individuelle Menschen auf einander treffen entstehen Konflikte die teilweise nur durch professionelle Hilfe beseitigt werden können. Hier tritt die Paartherapie ein.
Paartherapie
Was ist eine Paartherapie?
2.1.1 Begriff
In der Gesellschaft wird das Wort „Therapie“ immer noch mit einer Krankheit in Verbindung gebracht. In einer Beziehung leidet meist immer nur ein Partner und das ist der Mensch, der den Weg zu einem Paartherapeuten vorschlägt. Das Ziel einer Paartherapie ist, das die Liebe wieder fließen kann und das Paar sich wieder wohl fühlt und keiner von beiden an seelischen- oder leiblichen Problem leidet 1 . Die Paartherapie unterscheidet sich aber deutlich von einer Einzeltherapie. Eine Einzeltherapie ist hier nicht möglich, weil die Probleme durch bei Individuums entsteh und nur durch bei gelöst werden kann. Der Therapeut benötigt beide Meinungen und die Kommunikation zwischen beiden Parteien ist ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg der Therapie.
2.1.2 Geschichtliche Entwicklung
In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde durch die beiden großen Kirchen eine Weiterentwicklung der vorhandenen Eheberatung angestrebt. Die Fachkräfte sollten spezialisiert werden und somit wurden verschiedene Ausbildungsgänge geschaffen. Die fachliche Ausrichtung war tiefenpsychologisch. Das bedeutet, dass die Probleme in der Ehe bzw. Partnerschaft in der Entwicklung und der Geschichte des einzelnen Partners gesucht wurden. In den ersten Jahren war die Paartherapie eine reine Einzeltherapie 2 . Die betroffenen Personen, meistens Frauen, konnten sich in speziellen Beratungsstellen Hilfe holen.
Zur gleichen Zeit wurde in den USA die „systemische Therapie“ entwickelt. Diese Therapie bezog sich nun nicht mehr auf das einzelne Individuum sondern das Paar
1 Jellouschek, Seite 10.
2 Jellouschek, Seite 17.
1
oder die ganze Familie wurde in die Therapie einbezogen 3 . Es wurde ein neuer Grundgedanke gefasst: Wenn die Familie oder das Paar gut zusammenarbeitet und redet geht es auch dem einzelnen gut. Dies bezieht sich auf die gesamte Familie, denn die Paarbeziehung hat unter anderem auch große Auswirkungen das Wohl des Kindes betreffend. Wenn ein Kind Probleme mit der Entwicklung hat, dann oft auch deshalb, weil das Zusammenspiel des Systems nicht funktioniert.
2.2.1 Gründe für eine Paartherapie
Vor 60 Jahren gab es weder Eheberatungsstellen noch gab es Paartherapeuten in Deutschland. Dennoch war die Scheitungsquote schwindend gering. Das wirft natürlich die Frage auf ob es damals keine oder weniger Eheprobleme gab. Eine so einfache Schlussfolgerung würde jedoch die historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten dieser Zeit außer Acht lassen.
Die Menschen in der Zeit hatten Existenzprobleme durch die Nachkriegszeit und konnten ihre Energie nicht nur in die Ehe bringen, sondern mussten um das Überleben kämpfen. Es war einfach nicht der Raum für Beziehungsprobleme vorhanden. In der heutigen Zeit kämpfen wir seltener um das Überleben sondern können unsere Aufmerksamkeit voll auf die Beziehung richten. Dadurch entstehen ganz neue Problembereiche, die es vor 40 Jahren noch nicht gab.
Ein weiterer Grund dafür, dass es früher weniger Scheidungen gab als heute, ist der äußere Einfluss 4 . Durch den starken christlichen Einfluss wurden weit aus weniger Ehen geschieden, da es nach dem christlichem Glauben eine Auflösung der Ehe nicht gibt 5 . Menschen die sich Scheiden lassen wollten, wurden durch den Staat und durch die Kirche sanktioniert.
Beide Gründe sorgen dafür, dass sich viele Ehepartner vor 60 Jahren mit ihrer Ehe arrangiert haben, was heute kaum einer ertragen würde. Viele Menschen behaupten, dass die Scheidungsrate heutzutage so hoch sei, weil die Menschheit nicht beziehungsfähig ist. Dies ist jedoch nicht richtig. Wir haben viel höhere Ansprüche an eine Beziehung als früher. Wir suchen unser eigenes Glück in einer Beziehung und somit hat die Beziehung einen viel größeren Stellenwert in unserem Leben als es noch vor 60 Jahren üblich war.
Durch diesen Qualitätsanspruch, den wir an unsere Beziehung stellen, scheitern wir häufig. Es gibt kein Plan für eine „perfekte Beziehung“. Genauso wenig ist der Aufbau einer Beziehung genetisch in unserem Körper verankert. Aus diesem Grund suchen Paare Beratungsstellen auf. Sie suchen Unterstützung und Rat, wie man eine Beziehung richtig führt. Nur so können beide Partner sich helfen und vor allem sich weiterentwickeln.
3 Lutz, Seite 37.
4 Partnerschaft.
5 Jellouschek, Seite 14.
2
Die Paare lernen, wie sie sich verändern müssen und wie sie ihre Ansprüche in der Beziehung umsetzen können 6 . Oft kommt es zu unrealistischen Bildern einer Beziehung, die durch Mithilfe des Therapeuten abgebaut werden können. Für Beziehungsprobleme gibt es keine „Roten Pfaden“. Der Therapeut muss jede Paartherapie auf die Betroffenen abstimmen und dazu braucht es Gespräche.
2.2.2 Ziele/Chancen der Paartherapie
Das Ziel einer Paartherapie ist es, einem Paar, das in einer schwierigen, streitbelasteten Beziehung steckt, zu helfen. Das Paar soll wieder zu sich finden und seine Liebe zu einander neu entdecken. Die Paartherapie soll verloren gegangenes Vertrauen aufbauen und dem Paar helfen zu kommunizieren 7 . Viele Paare fühlen sich unverstanden von ihrem Partner. Sie reden aneinander vorbei und die Pläne für die Zukunft können auseinander gehen. Genauso kann eine Paartherapie helfen, wenn der eine Partner fremdgeht. Häufig auch verläuft die Beziehung sehr einseitig. Einer der beiden will alle Entscheidungen treffen. Er entscheidet über Geld, Urlaub, Kinder und sexuelle Aktivitäten. Durch diese Umstände leidet der andere Partner sehr und es entstehen Defizite in der Beziehung. In der Regel treffen mehrere dieser Punkte zusammen. Die Paartherapie kann bei diesen Problemen helfen. Die Analyse der Lebensgeschichten kann häufig das Verhalten des Partners erklären bzw. der Partner kann seinen Partner besser verstehen. Das unbeschwerte Reden in dieser Therapie hilft dem Einzelnen sich zu öffnen und seine Ängste und Enttäuschungen zu äußern. Häufig erkennen die Klienten erst in der Therapie, dass sie völlig irrationale Erwartungen an ihren Partner haben.
Therapie
2.3.1 Formen
Wie eine Paartherapie in der Praxis durchgeführt werden sollte und worauf sich der therapeutische Schwerpunkt zu richten hat, wird kontrovers diskutiert und ist von Fall zu Fall verschieden. Aus den unterschiedlichen theoretischen Ansätzen haben sich verschiedene Formen der Paartherapie entwickelt, von welchen folgend nur einige besonderes gängige Formen beispielhaft erläutert werden: Psychoanalytische Paartherapie
Eine Paartherapie ist eine Form der Psychotherapie, die der Bearbeitung von Konflikten in Paarbeziehungen dient. Für die Entstehung und das Fortdauern von Paarkonflikten geht die Psychoanalyse davon aus, dass neurotische Dispositionen
6 Neuburger, Seite 67.
7 Partnerschaft
3
beider Partner zugrunde liegen, die wie Schlüssel und Schloss zusammen passen 8 . Es sind bei beiden Partnern bestimmte Konflikte aus früheren seelischen Entwicklungsphasen nicht verarbeitet worden.
Die Paartherapie hat zunächst die Aufgabe, einen Rahmen zu schaffen, in dem beide Partner ihre Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen zum Ausdruck bringen können. Dies kann dann der Ausgangspunkt für eine Verständigung sein, in der ein Verständnis der Partner für die Konflikte, die eigenen Anteile daran und die Persönlichkeit des anderen entsteht 9 . Im Idealfall wird dadurch eine vertiefte seelische Beziehung mit mehr Flexibilität, Toleranz, Offenheit und Nähe möglich und es kann eine neue Basis für ein Leben miteinander (und nicht gegeneinander) entstehen 10 . Das Freiburger Stresspräventionstraining für Paare Neue Forschungen ergaben, dass der Alltagsstress und die Kommunikationsschwierigkeiten ein großes Problem für eine Beziehung ist. Den meisten Stress erleidet man außerhalb der Beziehung und dieser überträgt sich dann auf die Beziehung 11 . Dieser Stress kann der Beziehung gefährlich werden wenn er nicht rechtzeitig bewältigt wird. Aus diesem Grund wurde diese Therapieform entwickelt. Sie hilft dem Paar ihren Stress so abzubauen, dass die Beziehung nicht darunter leidet.
Die Emotions-Fokussierte Paartherapie
Meist sind es emotionale Schwierigkeiten, die Menschen in eine Psychotherapie führen. Viele Klienten leiden unter einem Übermaß an unangenehmen Emotionen, wie Angst oder Scham, einem Mangel an angenehmen Emotionen, wie Freude oder Stolz, oder darunter, überhaupt keine Emotionen mehr zu haben, wie bei bestimmten Formen der Depression 12 .
In der Emotions-Fokussierten Paartherapie werden Emotionen als Quelle für Information genommen, um so an die Hintergründe zu gelangen. In der Paartherapie ist diese Therapieform eine recht neu angewandte Therapie, die aber bereits große Erfolge in der Paartherapie erzielt hat.
2.3.2 Ablauf
Das Erstgespräch:
Das erste Kennenlernen ist ein schwieriger Part der Therapie. Das Paar, das zum Therapeuten geht, ist häufig unsicher und manchmal auch ängstlich. Grund dafür ist unter anderem, dass viele Probleme die in der Paartherapie angesprochen werden, sehr persönlich sind und die Probleme sich erst nach und nach aufgebaut haben. Für
8 Lutz, Seite 10.
9 Jellouschek, Seite 32.
10 Kaiser, Seite 257.
11 Jellouschek, Seite 32.
12 Kaiser, Seite 323.
4
den Therapeuten ist die Situation genauso schwierig. Er kann sich nicht vorbereiten und weiß nicht, was für Probleme auf ihn zukommen werden. Der Therapeut hat meistens keinen Einblick in das Leben des Paares und hat somit keine Ahnung von der Geschichte und der Herkunft des Paares. Es muss im ersten Schritt ein kennen lernen stattfinden, um den weiteren Weg der Therapie zu ebnen. Der gute Kontakt zwischen Klienten und Therapeuten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit. Es muss eine gegenseitige Vertrauensbasis aufgebaut werden und beide Parteien müssen sich gut aufgehoben fühlen.
Im Erstgespräch stellt der Therapeut dem Paar die unterschiedlichsten Fragen, um das Paar näher kennen zu lernen. Die Fragen drehen sich um die Lebenssituation und die einzelnen Personen. Der Therapeut stellt sich natürlich auch selber vor. Er erzählt eventuell von seinem Werdegang und der Institution, für die er arbeitet. Dem Paar ist es selbstverständlich auch erlaubt, dem Therapeut Fragen zu stellen. Somit können Unklarheiten und Unsicherheiten beseitigt werden. Der Therapeut gibt nun den beiden Klienten die Chance, ihre Sicht der Beziehungsprobleme zu schildern, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit sehr stark von der Sicht des Partners unterscheidet. Es wird versucht, dass Problem zusammenzufassen und dem Paar ihre Probleme im Ganzen darzustellen. Das Erstgespräch kann sich auch über mehrere Sitzungen hinziehen, wenn die Ergebnisse nicht dem entsprechen, was sich der Therapeut vorstellt 13 .
Blick auf die Gegenwart
In der zweiten Phase fasst der Therapeut in der Regel die Ergebnisse des Erstgespräches zusammen, um an der Kommunikation des Paares zu arbeiten. Die Kommunikation des Paares ist häufig das größte Problem. Durch viele „Schieflagen“ in der Beziehung entstehen große Probleme in der Lebensorganisation 14 . Jeder Mensch braucht seinen Freiraum, der häufig durch den Partner eingeengt wird. Andererseits benötigt der einzelne Partner das Gefühl, sicher in der Beziehung gebunden zu sein. Eine wichtige „Schieflage“, die häufig auftritt, ist, dass der eine Partner immer gibt und der andere immer nur nimmt. Es muss immer eine gewisse Polarität zwischen den Partnern bestehen, denn sonst verliert die Beziehung das Gleichgewicht. Eine fehlende Polarität sorgt für viele Streitigkeiten und sorgt immer dafür, dass einer der Partner sich ungewollt verändern muss.
13 Jellouschek, Seite 32.
14 Jellouschek, Seite 44.
5
Blick in die Vergangenheit
In dieser Phase der Paartherapie versucht der Therapeut, die begangenen Fehler zu erörtern und mit dem Paar zu einem Ziel zu kommen. In dieser Phase kommt es häufig vor, dass die Partner zu Einzelgesprächen gerufen werden. Jeder soll, ohne Druck durch den Partner, seine Sicht erzählen. So kann der Therapeut besser beurteilen, aus was für Gründen die Streitigkeiten entstanden sind. Er probiert ihnen aufzuzeigen, wie sie sich kennen gelernt haben und aus was für Gründen sie ein Paar geworden sind 15 . Sind die Erlebnisse aus der Vergangenheit der Beziehung einzeln aufgearbeitet, findet wieder ein Treffen zu dritt statt. Jetzt hat der Therapeut einen Überblick über die Gedanken und Empfindungen des Einzelnen.
Zweiter Blick in die Vergangenheit
Wie Paare miteinander umgehen hat auch immer etwas damit zu tun, wie sie in ihrer Herkunftsfamilie aufgewachsen sind. Wenn ein Mann beispielsweise alles bestimmen möchte und in der Beziehung eine dominante Rolle einnehmen möchte und dies zu schweren Konflikten führt, bezieht es sich häufig auf das „Paarwerden“. Der Mann war vermutlich der „Held“, der die Frau aus einer schwierigen Familiären-oder Beziehungssituation befreite und durch die Hochzeit sie komplett aus den alten Fängen rettete. Häufig war der Mann dann zu Hause auch der „Held“. Er sollte das erreichen, was der Vater nie erreicht hat. Ganz im Gegenteil zu der Frau. Sie war die behütete „Prinzessin“, die sich den mädchenhaften Anforderungen der Eltern anpasste 16 .
Diese Konstellation kann zu Schwierigkeiten in der Beziehung führen. Der Mann denkt sich
er hat weiterhin der „Held“ zu sein und die Frau denkt ihr Mann erwartet noch immer die kleine unschuldige „Prinzessin“. Aber die Frau wehrt sich nun gegen das Verhalten. Als Kind wurde sie in die Rolle gesteckt und nun probiert sie sich zu befreien. Sobald dieses der Krise zugrunde liegende Verhalten durch die Klienten erkannt wird, ist ein großer Schritt in der Therapie erfüllt. Dem Paar kann jetzt klar werden, dass das Verhalten von ihnen eine nicht erfüllte Entwicklungsaufgabe ist. Der Mann muss lernen, auch einmal seine Rüstung abzulegen und sich seiner Partnerin anzuvertrauen und muss ihr die Möglichkeit geben, Einfluss auf sein Leben zu haben.
Wenn das alles erkannt wurde, besteht auch die Möglichkeit, dass die „DU-Vorwürfe“ aufhören. Ein „Du-Vorwurf“ ist zum Beispiel: „Du bist schuld an allem“.
Blick in die Zukunft
Bei dem Blick in die Zukunft werden Vorraussetzungen geschaffen, um dem Paar eine Chance auf einen Neuanfang zu schenken. Das Paar einigt sich mit dem Therapeuten auf Gewisse Vereinbarungen, die aber im Laufe der Zeit immer wieder
15 Jellouschek, Seite 50.
16 Jellouschek, Seite 54.
6
angepasst, präzisiert und erweitert werden müssen 17 . Die Probleme aus der Vergangenheit sollen so verringert bzw. aus der Welt geschaffen werden. In den meisten Fällen, fällt hier schon die Entscheidung wie das Paar ihr Leben weiterleben will. Sollte sich das Paar für einen Neuanfang entscheiden, treffen beide Seiten diese Entscheidung. Wenn eine Trennung vorgeschlagen wird, ist die Entscheidung meist einseitig getroffen wurden. Aber die Partner haben in der Therapie gelernt mit dem Partner und sich selber im Reinen zu sein. Somit kann eine Trennung häufig friedlich durchgeführt werden. Nachsorge
Viele Therapeuten führen nach einer gewissen Zeit eine Nachsorge durch. Dies geschieht meistens 6 Monate bis 12 Monate nach der Beendigung der Therapie. Das Nachgespräch kann telefonisch oder schriftlich durchgeführt werden 18 . Ein Nachgespräch Angesicht zu Angesicht ist ebenfalls möglich und wünschenswert. Für den Therapeuten ist es wichtig den Erfolg seiner Arbeit zu sehen. Genauso wichtig ist es für das Paar, um nicht in alte Gewohnheiten zurück zu fallen. Dies verstärkt somit die positive Wirkung der Therapie.
2.4 Mögliche Problematiken / Grenzen
In vielen Beziehungen merkt nur ein Partner, dass ein Konflikt entsteht. Für den anderen sind die Vorwürfe des anderen häufig nicht zu verstehen. Beide Teile in einer Beziehung müssen zu einer Paartherapie bereit sein, sonst kann die Therapie kein Erfolg haben. Für viele Leute hat das Wort „Therapie“ ein bitteren Beigeschmack und gesellschaftlich immer noch ein schlechten Ruf.
In der Therapie müssen beide Partner in der Lage sein sich zu öffnen und ihre Probleme erkennen und an diesen arbeiten. Dies ist häufig ein Problem wegen der mangelnden Kommunikationsbereitschaft.
2.5 Anlaufstellen
Die Kirche bietet mehrere Organisationen an, die sich um die Paartherapie kümmern. Wie zum Beispiel die Caritas und das Diakonische Werk. Es gibt auch Beratungsstellen, die vom Staat geführt werden. Information darüber gibt meistens auf der Homepage der einzelnen Städte.
Deutschland weit gibt es Pro-Familia Beratungsstellen. Pro-Familia ist eigentlich eine Organisation für „Selbstbestimme Sexualität“ die sich aber zusätzlich mit dem Thema Ehe- bzw. Paartherapie befasst.
In den Gelben Seiten sowie im Internet haben sich viele Psychotherapeuten eingetragen, die sich auf Paartherapien spezialisiert haben
17 Jellouschek, Seite 61.
18 Bornstein, Seite 145
7
Schlussfolgerung
Ich bin der Meinung, dass eine Paartherapie ein sehr guter Schritt ist wenn eine Beziehung an schweren Konflikten leidet. Viele Paare haben Kinder und die sind meisten die Leidtragenden in einer Beziehung. Selbst wenn in der Paartherapie nur eine freundschaftliche Trennung zustande kommt ist dies als Erfolg zu verzeichnen. Nur leider ist es immer noch gesellschaftlich nicht angesehen und somit gehen viele Paare nicht zur Paartherapie obwohl so viel geklärt werden könnte. Falls ich in diese Situation mal kommen sollte wäre ich sofort bereit diese zu besuchen und so meine Beziehung zu retten.
8
Arbeit zitieren:
Jonas Bahlmann, 2008, Die Paartherapie , München, GRIN Verlag GmbH
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