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Inhaltsverzeichnis Seite
Dienstleistungsspektrum 1
Standortauswahl 2
2.1 Marktanalyse 2
2.2 Zukünftige Entwicklung des Marktgebietes 4
2.3 Risiken und andere Einflüsse 4
2.4 Lage des Betriebes 4
2.5 Anforderungen an das Grundstück 4
Betriebsplanung 3 5
3.1 Baurecht 5
3.2 Arbeitssicherheit und Unfallverhütung 6
3.3 Brandschutz 6
3.4 Umweltschutz 8
3.5 Betriebsausstattung 9
Investitionsplanung 9
4.1 Grundlagen der Investitionsrechnung 9
4.2 Grundlagen der Finanzierung 10
4.3 Ermittlung des Kapitalbedarfs 11
4.4 Rentabilitätsvorschau 12
Quellenverzeichnis 13
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1 Dienstleistungsspektrum
Die Planung einer Existenzgründung im Kfz-Gewerbe geschieht in der heutigen Zeit vor
dem Hintergrund gesättigter Märkte. Um so wichtiger ist es, Gedanken zum
Unternehmensziel und dem damit verbundenen Marktpotential bereits im Vorfeld der
Investitionsentscheidung zu entwickeln. Die gewählte Strategie muss darauf abzielen,
durch geschickte Kombination von angebotenen Dienstleistungen ein
Unternehmenskonzept zu entwickeln, das die im Markt vorhandenen Lücken besetzt.
Durch ein spezialisiertes oder überdurchschnittliches Leistungsangebot kann
Kundenpotential gewonnen und dauerhaft an den Betrieb gebunden werden.
Die Gründung einer Kfz-Werkstatt, die ausschließlich auf Wartung und Reparatur
orientiert ist, bringt insbesondere bei Existenzgründungen einige Vorteile. Das maximale
Marktpotential für diese „Freie Werkstatt“ besteht aus allen Fahrzeughaltern im
Einzugsbereich. Es fällt somit leichter einen Kundenkreis aufzubauen.
Die notwendigen Investitionen verringern sich, da z. B. der Bau von Ausstellungsräumen
entfällt. Die Kapitalbindung hierfür, und die damit evtl. verbundene Finanzierung des Neu-
und Gebrauchtwagenbestandes entfällt. Nachteilig ist der je nach Umfang der zu
betreuenden Fahrzeugpalette hohe Aufwand zur Beschaffung der technischen
Informationen, Werkstattausstattung und Mitarbeiterqualifikationen. Grundsätzlich gilt,
dass die Kunden mit ihren Fahrzeugen erst nach Ablauf der Garantiezeit die Freie
Werkstatt aufsuchen. Das heißt, die Kundengewinnung ist unabhängig vom
Neuwagenverkauf und erfordert zusätzlichen Aufwand.
Ist die Entscheidung für die Freie Werkstatt gefallen, bestehen innerhalb dieses
Marktsegments die Möglichkeiten, als Generalist, d. h. Durchführung sämtlicher
Reparaturen an allen Fahrzeugen im Einzugsgebiet, oder als Spezialist aufzutreten. Die
Spezialisierung kann einmal hinsichtlich der zu betreuenden Marken erfolgen, zum
anderen können lukrative Dienstleistungssparten besetzt werden (z. B. Klimaanlagen,
Standheizungen usw.).
2
2 Standortauswahl
Die Auswahl eines geeigneten Standortes ist die erste wichtige Festlegung nach dem
Entschluss, eine Freie Werkstatt zu gründen. Der Betrieb sollte in seiner Umgebung
möglichst viele Kunden für die angebotenen Dienstleistungen vorfinden und für sie leicht
und bequem erreichbar sein.
Die Standortqualität hat einen entscheidenden Anteil am Erfolg oder Misserfolg des
Unternehmens und kann in der Regel später nicht nachgebessert werden.
2.1 Marktanalyse
Die Ermittlung des vorhandenen Marktpotentials ist Voraussetzung für die Festlegung der
Betriebsgröße und für die Ertragsvorschau der nächsten Jahre.
Die Marktanalyse entsteht aus der sinnvollen Verknüpfung von ortsbezogenen Zahlen,
statistischen Größen und Erfahrungswerten:
• Einwohnerzahl: Sie ist statistischen Veröffentlichungen zu entnehmen oder bei der
zuständigen Behörde (Einwohnermeldeamt, Kreisbehörde) zu erfragen.
• Motorisierungsgrad (Anzahl der Fahrzeuge pro Einwohner): Es gibt Studien und
Prognosen zur Entwicklung der Motorisierung (Veröffentlichungen und
Einschätzungen von Verbänden und Forschungsinstituten für eine langfristige
Prognose. Quelle: z. B. Shell-Studie).
• Zulassungszahlen: Sie sind bei der Zulassungsstelle oder der Kreisbehörde zu
erfragen. Diese Zahlen sind vergangenheitsbezogen, aber exakt.
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• Betreuungsfaktor: Er wird durch das Kundenverhalten bestimmt. Für Freie
Werkstätten können Marktanalysen zufolge ca. 20 % angenommen werden (Quelle
z. B. DAT-Kundendienstreport).
• Wartungs- und Reparaturbedarf je Fahrzeug: Für PKW können nach
Marktanalysen ca. 5 Stunden angenommen werden (Quelle: z. B. DAT-
Kundendienstreport, TÜV-Report).
• Anzahl und Angebot der konkurrierenden Betriebe (Wettbewerber): Eigenanalyse
des Standortes.
Eine Marktanalyse ergibt folgende Zahlen:
Tabelle 1 (Quelle: In Anlehnung an das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe: Marktanalyse für verschiedene Dienstleistungsbetriebe. In: Planung und Einrichtung von Kfz-Betrieben. Hrsg. Wirtschaftsgesellschaft des Kraftfahrzeuggewerbes mbH. 3. Aufl. Bonn 1998, S. 16)
Das Einzugsgebiet, das den Fahrzeugbestand und die Konkurrenzsituation bestimmt, ist nur mit Ortskenntnis eindeutig festzulegen. Es gilt: 20 % der Fahrzeughalter lassen Wartungs- und Reparaturarbeiten in einer Freien Werkstatt durchführen. Zur Ermittlung der Anzahl der in der Werkstatt benötigten Monteure wird die Werkstattleistung (in Stunden pro Jahr) durch die Anzahl der produktiven Monteurstunden pro Jahr geteilt; diese schwanken je nach Bundesland (Feiertage) und Tarifvereinbarungen zwischen 1.300 und 1.500 Stunden pro Jahr.
Arbeit zitieren:
Matthias Arnold, 2002, Unternehmensgründung einer freien KFZ-Werkstatt in ländlicher Umgebung, München, GRIN Verlag GmbH
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