Inhaltsverzeichnis
1. Begriffsbestimmungen von Taboo Words, Euphemismus und Dysphemismus 3
1.1. Taboo Words 3
1.2. Euphemismen 3
1.2.1. Positive und negative Euphemismen 4
1.2.2. Unconscious und conscious Euphemisms 5
1.3. Dysphemismen 6
1.3.1. Four letter words 6
1.3.2. Euphemistic Dysphemisms 7
2. Tabuwandel im Laufe der Zeit 7
3. Euphemismen im Wandel der Zeit 8
4. Taboo words und political correctness 8
5. Methoden der Euphemismenbildung 9
5.1. Phonologisch 9
5.1.1. Remodellings 5.1.2. Phonologisch
5.2. Semantisch 9
5.2.1. Lehnwörter 5.2.2. Metaphor 10
5.2.3. Metonymy 5.2.4.Circumlocutin 5.2.5. Hyperbole 11
5.2.6. Undersatement 5.2.7. Litote 5.2.8. Vagueness 11
5.2.9. Negative Präfixierung 5.2.10. Zusatz certain’ 12
5.2.11. Blendung’ mit Wissenschaft
6. Fazit 12
7. Literaturangaben 13
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1. Begriffsbestimmungen von Taboo Words, Euphemismus und Dysphemismismus
1.1 Taboo Words
Geht man etymologisch vor, so stellt man fest, dass der Begriff ‚tabu’ ursprünglich aus dem Polynesischen stammt, genauer gesagt aus dem Tonganischen. Es handelt sich dabei um die Heiligung eines mit ‚Mana’( geheimnisvolle, übernatürliche Kraft) erfüllten Menschen oder Gegenstandes, dessen Berührung verboten ist und früher sogar zur sofortigen Tötung führen konnte. 1
In Sprachgebrauch unseres Kulturkreises versteht man unter dem Begriff ‚tabu’ soviel wie unverletzlich, unantastbar. Die Traditionen der gesellschaftlichen Etikette, gesellschaftliche Einflüsse wie Alter, Geschlecht, Bildung und sozialer Status der Gesprächspartner sind hier wichtige Einflussgrößen, genauso wie die Sprechsituation (Vgl. Grice: Speech act theory) 2 . Die Dinge, die wir Menschen am meisten fürchten: den Tod, die Toten und das Übernatürliche auf der einen Seite, die ‚Fakten des Lebens’ wie Sexualität, Fortpflanzung, körperliche Absonderungen auf der anderen Seite sind bei uns sprachlich tabuisiert 3 . Eine leicht andere Definition liefert John Ayto:
„Death and killing, disease, sexual activity, dishonesty, drunkenness, nakedness, fatness, ugliness, old age, madness- anything that we’re ashamed of,” 4 und weiter: “If we cannot bring ourselves to break the taboos, alternative methods must be found” 5 Hier schlägt die Stunde der Euphemismen. Sie erfreuen sich sowohl bei Einzelpersonen als auch bei Behörden und Institutionen großer Beliebtheit. 6
1.2. Euphemismen
Der Begriff Euphemismus ist griechischen Ursprungs (von Eu- phemia) und kann vielleicht am besten mit „Wohlreden“ zusammengefasst werden. Er definiert sich als „mildernde, verhüllende, beschönigende Umschreibung für ein anstößiges oder unangenehmes Wort.“ 7
“Euphemism means (the use of a ) milde or vague or periphrastic expression as a substitute for blunt precision or disagreeable.” 8
1 Duden Fremdwörterbuch. Artikel ‚Tabu’ und ‚Mana’. Mannheim 2001
2 Allan, Keith/Burridge, Kate: Euphemism and Dysphemism. Language as a shield and weapon. Oxford
University Press 1991, p. 225
3 Rawson,Hugh: A dictionary of Euphemism. Oxford University Press 1985, p.1
4 Ayto, John: Euphemisms. Over 3,000 ways to avoid being rude or giving offence. London 1993,p.3
5 Ebd., p.2
6 Vgl. Rawson (1981)
7 Duden, Artikel ‚Euphemismus’
8 Fowler, Henri W./Burchfield,Robert W.: The new Fowler’s modern English usage. Oxford 1996, p.57
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„Euphemisms are characterized by avoidance language and evasive expression;” 9 “mild, agreeable, or roundabout words used in the place of coarse, painful or offensive ones.” 10 “Euphemism is the set of communicative strategies we’ve evolved to refer to a topic under a taboo, while actually contravening its terms.” 11
Holder unterscheidet zwischen vier unterschiedliche Motivationen der Euphemismen-Verwendung: Umgehung, Heuchelei, Prüderie und Täuschung. 12 Rawson unterscheidet positive und negative Euphemismen.
1.2.1. Positive und negative Euphemismen
“The positive euphemisms inflate and magnify, making the euphemized items seem altogether grander and more important than they really are. The negative euphemisms deflate and dimish.” 13
Dem Gebrauch positiver Euphemismen liegt der Wunsch zu Grunde, der eigenen Umgebung ein freundlicheres Antlitz zu verpassen. So können dieser Kategorie all die phantasievollen Berufsbezeichnungen zugeordnet werden, die das Selbstbewusstsein des Ausübenden verbessern, indem sie den Berufsstatus erhöhen: custodian für janitor (selbst Euphemismus für caretaker), counsel für lawyer, help für servant ( selbst ein alter Euphemismus für slave) oder die vielen Komposita mit engineer (exterminating engineer, mattress engineer, publicity engineer etc.).
Die vielen institutionellen Euphemismen gehören ebenfalls dieser Kategorie an (madhouse -> mental hospital, college -> university) oder kleine Geschäftseinrichtungen die in emporiums, parlors oder salons umbenannt werden.
Selbst vor geographischen oder demographischen Gegebenheiten macht der Gebrauch positiver Euphemismen nicht halt, so im Falle des wahrlich nicht grünen Greenland oder bei der Umbenennung kleiner burgs in cities.
Die negativen Euphemismen sind defensiver Natur, sie versuchen die Macht des tabuisierten Begriffes außer Kraft zu setzen und alles womit die Menschen nichts zu tun haben wollen aus dem Sprachgebrauch auszuklammern.
Negative Euphemismen gab es schon im antiken Griechenland. In einigen Kulturen ist es verboten, den Namen Gottes (God -> Lord) oder auch von Satan (der zum deuce erhöht wird, zum good man, great fellow oder zum verallgemeinerten devil) auszusprechen.
9 Allan/Burridge (1991), p. 3
10 Rawson (1981), p. 1
11 Ayto, John (1993), p. 2
12 Holder R.W.: A dictionary of Euphemisms. Oxford University Press 1995
13 Rawson (1981), p. 1
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Arbeit zitieren:
Ulrich Ackermann, 2005, Euphemismus, Dysphemismus und Taboo Words im Englischen, München, GRIN Verlag GmbH
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