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1. Einleitung 3
2. Geschichtlicher Überblick 3
3. Was ist Alkoholismus? 4
4. Epidemiologie 4
5. Konsumklassen 5
6. Entstehung der Sucht 6
6.1 Ätiologie 6
6.2 Männer und Alkohol 7
6.3 Komorbidität 7
6.4 Phasenmodell nach Jellinek 8
7. Klassifikation 8
7.1 nach Jellinek 8
7.2 nach Cloninger 9
8. Verlauf 9
9. Ausstieg aus der Sucht 9
10. Folgen 10
10.1 Missbrauch 10
10.2 Abhängigkeit 10
11. Fazit 11
12. Literaturverzeichnis und Internetquelle 12
1. Einleitung
Die gesundheitliche Situation von Männern ist erst seit wenigen Jahren Gegenstand der Gesundheitsforschung (vgl. Faltermaier, 2005). Epidemiologische Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass es hinsichtlich Mortalität, Morbidität und dem Umgang mit der Gesundheit geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. So zeigen Männer häufiger als Frauen ein unangemessenes Bewältigungsverhalten, welches sich z.B. im Alkohol- oder Drogenkonsum darstellt (ebd.). Obwohl wesentlich mehr Männer als Frauen alkoholabhängig sind, gibt es bisher keine spezifischen Angebote zur Suchtbehandlung für männliche Betroffene (vgl. Wolkerdorf, 2007). Die folgende Hausarbeit befasst sich mit dem Alkoholismus. Nach einem kurzen geschichtlichen Überblick zum Thema Alkohol und der Definition wird auf das Vorkommen der Erkrankung in Deutschland eingegangen und im weiteren Verlauf auch auf die Entstehung der Abhängigkeit. Bei der Betrachtung soll außerdem auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede Bezug genommen werden. Auf therapeutische Maßnahmen wird in dieser Hausarbeit nicht eingegangen.
2. Geschichtlicher Überblick
Schon im Altertum war der Konsum von alkoholischen Getränken weit verbreitet. Alkohol diente als Nahrungs-, Genuss- und Rauschmittel. Die Entstehung beruhte allerdings zu dieser Zeit ausschließlich auf dem Verfahren der Gärung. Erst durch das technische Verfahren der Destillation, zu Beginn der Industrialisierung, war die Produktion hochprozentiger Alkoholika möglich. Von Ärzten wurden im Folgenden erstmals direkte Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und dem Auftreten bestimmter Erkrankungen erkannt (vgl. Gastpar et al., 1999). Der Arzt Benjamin Rush war der Erste, der sich mit dem Alkoholismus aus medizinischer und psychologischer Sicht auseinandersetzte und die Abhängigkeit vom Alkohol als „Krankheit des Willens“ betitelte (vgl. Lindenmeyer, 1999, S.1). Der Alkoholkonsum basiert i.d.R. zunächst einmal auf einer freien Entscheidung. Bis zu diesem Zeitpunkt (Anfang der 1770er Jahre) wurde die Trunksucht vielmehr als Sünde oder gar Verbrechen angesehen. Der Physiologe E. M. Jellinek entwickelte zu Beginn der 1940er Jahre ein Krankheitsmodell, welches auch heute noch die Basis für die Behandlung der Alkoholabhängigkeit bildet (ebd.). Seit 1969 ist der Alkoholismus in Deutschland als
Krankheit anerkannt, wodurch er sich faktisch nicht von anderen Erkrankungen unterscheidet, deren Ursache multifaktoriell ist. Durch die rechtliche Anerkennung ist auch die Leistungspflicht der Sozialversicherungen gewährleistet (vgl. DHS, 2005). Auch wenn rechtlich eine klare Klassifizierung stattgefunden hat, herrscht weiterhin vielfach die Meinung, dass die Betroffenen selbst die Schuld an ihrer Sucht tragen.
3. Was ist Alkoholismus?
Synonym für die Bezeichnung Alkoholismus werden auch andere Begriffe verwendet: Alkoholkrankheit, Alkoholabusus, chronischer Alkoholismus, Trunksucht (vgl. Lindenmeyer, 1999). Wenn die psychische oder physische Abhängigkeit vom Alkohol einen solchen Grad entwickelt hat, dass auf körperlicher, seelischer oder sozialer Ebene deutliche Störungen vorherrschen, wird von Alkoholabhängigkeit gesprochen. Unvermögen zur Abstinenz und Kontrollverlust werden als die zwei wesentlichen Kriterien zur Beschreibung einer Abhängigkeit genannt. Kontrollverlust bedeutet, dass es dem abhängigen Menschen nicht möglich ist, seinen Konsum vor dem Eintreten des Rausches zu beenden (vgl. Kruse & Schettler, 1994). Mit der international gebräuchlichen und standardisierten Klassifikation von Krankheiten (ICD 10) wird Alkoholabhängigkeit diagnostiziert, wenn mindestens drei der folgenden acht Kriterien in den letzten Jahren auftraten:
1. Starker Wunsch nach Alkohol, 2. Herabsetzung der Kontrollfähigkeit hinsichtlich Beginn, Ende und Menge des Konsums, 3. Alkoholkonsum, um Entzugssymptomatik zu mindern, 4. Körperliche Entzugssymptome, 5. Toleranzsteigerung, 6. Einengung der Verhaltensmuster in Bezug auf Alkohol, 7. Alkoholkonsum führt zu Vernachlässigung anderer Interessen, 8. Trotz offensichtlicher Folgeschäden wird weiter getrunken (vgl. Burger & Mensink, 2003).
4. Epidemiologie
In den westlichen Industriestaaten ist der Alkoholismus die häufigste psychische Erkrankung bei Männern. Bei Frauen treten nur Angststörungen noch häufiger als Alkoholabhängigkeit auf (vgl. Lindenmeyer, 1999). Die Menge des Alkoholkonsums variiert zwar teilweise stark zwischen den verschiedenen Kulturen, so lag der Pro-Kopf-Konsum (reiner Alkohol in Liter) im Jahr 2000 bei 10,4 in Deutschland und bei 6,5 in Japan (vgl. DHS, 2003, S.13). Allerdings trinken Frauen in allen Kulturen konsistent weniger alkoholische Getränke, als
Arbeit zitieren:
Andreas Hansen, 2009, Suchterkrankungen bei Männern , München, GRIN Verlag GmbH
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