6WHOOXQJJGHUU6WXQGHH„In der Wichtelwerkstatt!“ LQQGHUU8QWHUULFKWVHLQKHLWÄVom Wünschen und Schenken zu Weihnachten.“
Katja Schiemann 09.12.2009 „Vom Wünschen und Schenken zu Weihnachten - In der
Wichtelwerkstatt “
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1.1 Grobziele der Unterrichtsstunde 2
1.2 Feinziele der Unterrichtsstunde
1.2.1 Wissens- und Könnensziele 2
1.2.2 Soziale und emotionale Ziele 3
1.2.3 Sprachlich-kommunikative Ziele 4
1.2.4 Sensomotorische Ziele 6
1.3 Diagnostische Absicht 7
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2.1 Allgemeine Lern- und Leistungsvoraussetzungen innerhalb der Klasse 8
2.2 Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Stunde 12
2.3 Schüleranalysen - individuelle Lernvoraussetzungen 14
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3.1 Sachaspekt
3.1.1 Sachinformation - Das Geschenk zu Weihnachten 35
3.1.2 Werte und Normen in unserer Gesellschaft 36
3.2 Der Vermittlungsaspekt 37
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4.1 Didaktisch-methodische Struktur 39
4.2 Rahmenplanbezug 45
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1
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und einen Ablaufplan.
Artikulation verbessert werden.
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Die Klasse M1 an der XY-schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, besteht aus insgesamt 8 Schülern: 2 Mädchen und 6 Jungen im Alter von 9 bis 10 Jahren. Alle 8 Schüler befinden sich derzeit im 4. Schulbesuchsjahr. In dieser Zusammensetzung verbringen 6 der 8 Schüler seit dem 1. Schulbesuchsjahr den Schulalltag miteinander. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres 2009/2010 kamen 2 neue Schüler hinzu. Ein Schüler, D., wurde schulintern in die Klasse M1 versetzt, war Mitschülern und Lehrern also bekannt, während ein weiterer Schüler, Dc., von der Allgemeinen Förderschule in XX zur Langzeitdiagnostik in unsere Klasse kam.
Es finden nahezu alle Unterrichtsvorhaben im festen Klassengefüge statt, was den Schülern Sicherheit und Beständigkeit vermittelt und zu einem engen Klassenverband geführt hat. Auch D. und Dc. konnten sich so schnell sozial integrieren. Gelegenheit zur Exploration über den Klassenverband hinaus erhalten die Schüler im Rahmen des Sportunterrichts, der wöchentlich stattfindenden, interessenspezifischen AG’s, der Hofpause und im Rahmen von individuell gestalteten Einzelförderungssituationen, Chorproben oder ähnlichen Veranstaltungen.
Der Klassenleiter Herr Werner hat die Klasse im Februar 2008 übernommen. Weiterhin vervollständigen die PmsA Frau M. und mit 25 Stunden in der Woche die Betreuerin Frau Arndt das Team der U3. Ich habe seit dem Oktober 2008 Gelegenheit, mir im Rahmen von Unterrichtshospitationen und eigenem Unterricht ein Bild über die Schüler zu machen. Seit Januar 2009 unterrichte ich die Klasse im Fach Deutsch, Mathe, Sachkunde und Musik. Grundlegend handelt es sich um eine harmonische, angstfreie, durch Motivation und gegenseitige Akzeptanz geprägte Lernatmosphäre innerhalb der Klasse. Dennoch ist an dieser
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Stelle auf die leistungspezifische, für diese Schulform typische, Heterogenität hinzuweisen, welche im Rahmen der Schüleranalysen signifikant verdeutlicht wird. Insgesamt herrscht beim Großteil der Klasse eine hohe Regelakzeptanz. Insbesondere die beiden neuen Schüler D. und Dc., aber auch P., haben leider immer wieder Schwierigkeiten sich an disziplinäre Vorgaben zu halten. Aus diesem Grund habe ich zu Beginn des Schuljahres ein neues System eingeführt, welches den Schülern auch während des Unterrichts ein zeitnahes Verhaltensfeedback ermöglicht. Dies entspricht einem Ampelsystem, bei dem die Namen der Schüler entweder auf „grün“ (gutes VH), „gelb“ (Vorsicht!) oder „rot“ (Stopp! Dein VH ist nicht Ordnung!) gesetzt werden können. Die Schüler reagieren gut auf dieses System und sind bemüht sich wieder in den „grünen Bereich“ zu manövrieren, wenn ihr Name versetzt werden musste.
Die Schüler gehen weitestgehend respektvoll und freundlich miteinander und mit den Erwachsenen um. Sie sind insgesamt bemüht, sich an Regeln und Normen zu halten. Das Motiv der sozialen Erwünschtheit spielt unter den Schülern eine bedeutende Rolle. Während des Unterrichts müssen sie dennoch immer wieder an drei primäre Ziele, anhand unmissverständlicher Piktogramme an der Tafel visualisiert, erinnert werden:
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Diese drei Entwicklungsziele sind für jeden einzelnen Schüler dieser Klasse von Bedeutung und in der Regel genügt bei fast allen Schülern ein nonverbaler Impuls (das Zeigen auf das entsprechende Piktogramm), um die Schüler an das Einhalten dieser Regeln zu erinnern. Soziale Ab- und Zuneigungen lassen sich ohne viele Worte anhand eines Soziogrammes erklären.
Aus diesem Soziogramm geht deutlich hervor, dass auf gelegentliche Spannungen zwischen
den beiden Mädchen 5 und / zu achten ist. Dies ist auf einen gewissen geschlechtsspezifischen Konkurrenzkampf zurückzuführen. Mit Hilfe gezielt gewählter Sozialformen im Unterricht (zeitweise gezielt gewählte Partnerarbeit oder absichtliche Aufteilung in verschiedene Gruppen) gehe ich auf diesen Sachverhalt ein. Gerade in angebahnten gemeinsamen Lernsituationen gelingt es beiden Schülerinnen mittlerweile gut zusammenzuarbeiten.
'F wird von zwei Schülern (5 und $) zeitweise abgelehnt und gemieden. Auch in diesem Fall achte ich in der Planung meines Unterrichts darauf ihn gezielt zu integrieren und seine soziale Stellung zu festigen. Diese Maßnahmen geben ihm Sicherheit und wirken sich positiv auf sein Verhalten im Unterricht und in den Pausen aus.
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' ist ein Schüler, der große Schwierigkeiten mit der eigenen Verhaltensregulation hat. Er neigt
zur Arbeitsverweigerung und zu verbalen Kraftausdrücken, wenn Anstrengungsbereitschaft von ihm gefordert wird. Dieser Tatsache begegnet das Team mit Hilfe des „Ampelsystems“, guter Zusprache und expliziter Motivation in Verbindung mit dem Übertragen von besonderen Aufgaben, der Bitte um besondere Hilfen und natürlich mit der Darbietung von Konsequenzen („wenn du deine Aufgabe jetzt nicht erfüllst, musst du es nachher in deiner Pause tun!“). Obwohl D. ein tendenziell unruhiger und lauter Schüler ist, ist er aufgrund seiner hilfsbereiten und zugewandten Art Erwachsenen und Mitschülern gegenüber beliebt und fest im
Klassenverband integriert. Gerade mit 3 verbindet ihn mittlerweile eine Freundschaft. Besonders gern übernimmt er Verantwortung für den deutlich kleineren $. Trotz seiner häufig vorkommenden Aggressionen aufgrund einer auffallend geringen Frustrationstoleranz ist er ein anlehnungsbedürftiger und liebenswerter Schüler.
Auch 'F ist ein Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Verhalten. Er verfügt kaum über eine Anstrengungsbereitschaft und eine geringe Frustrationstoleranz und verweigert sich manchmal gleich zu Beginn einer Aufgabenstellung. Auch in seinem Fall gilt es ihn in besonderem Maße zu motivieren und Erfolgserlebnisse zu schaffen. Äußerungen wie: „Das mache ich nicht!“ oder ähnliches ist zunächst zeitweise kaum Beachtung zu schenken, da er häufig dennoch zu arbeiten beginnt und sich auf diese Art und Weise lediglich Aufmerksamkeit und Zuwendung zu verschaffen versucht. Im Unterricht achte ich also vorwiegend darauf, ihn positiv zu verstärken und ihm die gewünschte Zuwendung zu verschaffen wenn er arbeitet und sich an die Regeln hält.
3 ist ein Schüler mit einem hohen Leistungspotential. Es ist darauf zu achten, dass er sich
nicht an negativem Verhalten von D., an dem er sich stark orientiert, ein Beispiel nimmt und seinerseits den Unterricht stört, sondern ihn für leistungsstarkes Verhalten hervorzuheben und zu loben.
Auch 7%HX einem Schüler der in der Tendenz leicht zu lenken ist und über eine gute Regelakzeptanz verfügt tendiert zeitweise dazu negatives Verhalten (Unterrichtsstörungen) aus dem Wunsch nach sozialer Akzeptanz nachzuahmen.
Besonders hervorzuheben ist die intensive, über den Schulalltag hinausgehende Freundschaft
zwischen $XQGG7%| . Besonders um Sprachhemmungen bei A. abzubauen und Leistung-und Anstrengungsbereitschaft bei Beiden zu erhöhen, ist diese soziale Besonderheit im
Unterricht zu berücksichtigen. Der Tatsache, dass 7%| besondere Schwierigkeiten hat seine Aufmerksamkeit auf unterrichtimmanente Vorgänge zu richten, begegne ich indem zumeist
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Katja Schiemann 09.12.2009 „Vom Wünschen und Schenken zu Weihnachten - In der Wichtelwerkstatt!“
Frau M. oder ein Mitschüler die Aufgabe erhält ihm die Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen (durch Motivation, besondere Zuwendung, Einzelhilfestellung und freundliche Ansprache).
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Insgesamt herrscht ein motiviertes, aber heterogen anstrengungsbereites Lern- und Arbeitsklima in der Klasse M1.
Die Schüler haben an diesem Mittwoch bereits den Morgenkreis und eine anschließende, arbeitsintensive Deutschstunde erlebt. Daran schließt sich eine kurze Obstpause und eine 30minütige Hofpause, während derer die Schüler Gelegenheit zur Regeneration und zum körperlichen Spannungsabbau durch Bewegung (z.B. Fußball spielen) haben. Aufgrund der sozialen Kontakte - auch außerhalb des Klassengefüges - auf dem Schulhof kommt es allerdings zeitweise auch zu Auseinandersetzungen und Spannungen unter den Schülern oder mit Schülern anderer Klassen. Die Schüler kommen um 10:20 Uhr ins Schulhaus zurück und haben dann regulär lediglich 5-10 Minuten, um individuelle Befindlichkeiten anzusprechen oder zu klären. So kann es in dieser Sachkundestunde vorkommen, dass Spannungen der Hofpause mit in den Unterricht getragen werden. In der Regel versuche ich Konflikte noch vor Unterrichtsbeginn zu schlichten. Gerade D., P. und Dc. kehren allerdings zeitweise mit einem erhöhten Aggressionspotential und offensichtlichen Missstimmungen aus der Hofpause zurück, ohne den Grund dafür thematisieren zu wollen bzw. zu können. In diesem Fall reagiere ich mit einem freundlichen und ruhigen Umgangston, Verständnis und lasse den Schülern zu Unterrichtsbeginn einige Minuten Zeit, ohne sie anzusprechen, um ihnen Gelegenheit zu verschaffen ihre Emotionen wieder zu normalisieren. Aus diesen Gründen ist diese 3. Stunde am Mittwoch gut geeignet um offene Unterrichtsformen wie Stationsarbeit anzubieten, die zusätzlich eine hohe Abwechslung bietet und so angelegt ist, dass die Schüler einen Wechsel von kognitiver und motorischer Anstrengung erwartet.
Die Schüler haben sich in den vergangenen Stunden bereits alle gleichermaßen mit der Thematik des Wünschens und Schenkens zu Weihnachten beschäftigt. In dieser Stunde greifen also alle Schüler auf eine gewisse Basissensibilisierung für die Thematik zurück. Wie aus der Stellung der Stunde hervorgeht handelt es sich bei der 6. Stunde der Einheit schwerpunktmäßig um eine Sachkundestunde. Allerdings sind, aus Gründen der Ganzheitlichkeit des Unterrichts auch Elemente anderer Unterrichtsfächer enthalten (insbesondere des Unterrichtsfaches Deutsch).
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Arbeit zitieren:
Katja Schiemann, 2010, Prüfungslektion II Geistigbehindertenpädagogik Sachkunde, München, GRIN Verlag GmbH
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