Stellung der Stunde Ä:DVLFKGLUZQVFKH³in der Unterrichtseinheit: ÄVom Wünschen und Schenken zu Weihnachten.³
Inhaltverzeichnis Seite
1. Lehr- und Lernziele
1.1 Grobziele der Unterrichtsstunde 1
1.2 Feinziele der Unterrichtsstunde
1.2.1 Wissens- und Könnensziele 1
1.2.2 Soziale und emotionale Ziele 3
1.2.3 Sprachlich-kommunikative Ziele 4
1.2.4 Sensomotorische Ziele 5
1.3 Diagnostische Absicht 6
2. Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Schüler
2.1 Allgemeine Lern- und Leistungsvoraussetzungen innerhalb der Klasse 8
2.2 Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Stunde 11
2.3 Schüleranalysen - individuelle Lernvoraussetzungen 13
3. Sachanalyse
3.1 Sachaspekt
3.1.1 Sachinformation Der :XQVFK HWWHO X:HLKQDFKWHQ 34
3.1.2 Lese- und 6FKUHLENRPSHWHQ HQ 35
3.1.3 SozLDOH.RPSHWHQ HQ 37
3.2 Der Vermittlungsaspekt 38
4. Didaktisch - methodische Analyse
4.1 Didaktisch-methodische Struktur 42
4.2 Rahmenplanbezug 49
5. Verlaufsplanung 51
6. Literaturverzeichnis 58
7. Anhang
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Die Klasse M1 an der Schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, besteht aus insgesamt 8 Schülern: 2 Mädchen und 6 Jungen im Alter von 9 bis 10 Jahren. Alle 8 Schüler befinden sich derzeit im 4. Schulbesuchsjahr.
In dieser Zusammensetzung verbringen 6 der 8 Schüler seit dem 1. Schulbesuchsjahr den Schulalltag miteinander. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres 2009/2010 kamen 2 neue Schüler hinzu. Ein Schüler, D, wurde schulintern in die Klasse M1 versetzt, war Mitschülern und Lehrern also bekannt, während ein weiterer Schüler, C, von der Allgemeinen Förderschule in Ribnitz-Damgarten zur Langzeitdiagnostik in unsere Klasse kam. Es finden nahezu alle Unterrichtsvorhaben im festen Klassengefüge statt, was den Schülern Sicherheit und Beständigkeit vermittelt und zu einem engen Klassenverband geführt hat. Auch D und C konnten sich so schnell sozial integrieren. Gelegenheit zur Exploration über den Klassenverband hinaus erhalten die Schüler im Rahmen des Sportunterrichts, der wöchentlich VWDWWILQGHQGHQ LQWHUHVVHQVSH]LILVFKHQ $*¶V GHU +RISDXVH XQG LP 5DKPHQ YRQ LQGLYLGXHOO gestalteten Einzelförderungssituationen, Chorproben oder ähnlichen Veranstaltungen. Der Klassenleiter Herr Werner hat die Klasse im Februar 2008 übernommen. Weiterhin vervollständigen die PmsA Frau M und mit 25 Stunden in der Woche die Betreuerin Frau A das Team der U3. Ich habe seit dem Oktober 2008 Gelegenheit, mir im Rahmen von Unterrichtshospitationen und eigenem Unterricht ein Bild über die Schüler zu machen. Seit Januar 2009 unterrichte ich die Klasse im Fach Deutsch, Mathe, Sachkunde und Musik. Grundlegend handelt es sich um eine harmonische, angstfreie, durch Motivation und gegenseitige Akzeptanz geprägte Lernatmosphäre innerhalb der Klasse. Dennoch ist an dieser Stelle auf die leistungspezifische, für diese Schulform typische, Heterogenität hinzuweisen, welche im Rahmen der Schüleranalysen signifikant verdeutlicht wird. Insgesamt herrscht beim Großteil der Klasse eine hohe Regelakzeptanz. Insbesondere die beiden neuen Schüler D und C, aber auch P, haben leider immer wieder Schwierigkeiten sich an disziplinäre Vorgaben zu halten. Aus diesem Grund habe ich zu Beginn des Schuljahres ein neues System eingeführt, welches den Schülern auch während des Unterrichts ein zeitnahes Verhaltensfeedback ermöglicht. Dies entspricht einem Ampelsystem, bei dem die Namen der Schüler entweder DXI ÄJUQ³ JXWHV 9+ ÄJHOE³ 9RUVLFKW RGHU ÄURW³ 6WRSS 'HLQ 9+ LVW
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nicht Ordnung!) gesetzt werden können. Die Schüler reagieren gut auf dieses System und sind bemüht VLFKZLHGHULQGHQÄJUQHQ%HUHLFK³]XPDQ|YULHUHQZHQQLKU1DPHYHUVHW]WZHUGHQ musste.
Die Schüler gehen weitestgehend respektvoll und freundlich miteinander und mit den Erwachsenen um. Sie sind insgesamt bemüht, sich an Regeln und Normen zu halten. Das Motiv der sozialen Erwünschtheit spielt unter den Schülern eine bedeutende Rolle. Während des Unterrichts müssen sie dennoch immer wieder an drei primäre Ziele, anhand unmissverständlicher Piktogramme an der Tafel visualisiert, erinnert werden:
Diese drei Entwicklungsziele sind für jeden einzelnen Schüler dieser Klasse von Bedeutung und in der Regel genügt bei fast allen Schülern ein nonverbaler Impuls (das Zeigen auf das entsprechende Piktogramm), um die Schüler an das Einhalten dieser Regeln zu erinnern. Soziale Ab- und Zuneigungen lassen sich ohne viele Worte anhand eines Soziogrammes erklären.
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Aus diesem Soziogramm geht deutlich hervor, dass auf gelegentliche Spannungen zwischen den beiden Mädchen R und L zu achten ist. Dies ist auf einen gewissen geschlechtsspezifischen Konkurrenzkampf zurückzuführen. Mit Hilfe gezielt gewählter Sozialformen im Unterricht (zeitweise gezielt gewählte Partnerarbeit oder absichtliche Aufteilung in verschiedene Gruppen) gehe ich auf diesen Sachverhalt ein. Gerade in angebahnten gemeinsamen Lernsituationen gelingt es beiden Schülerinnen mittlerweile gut zusammenzuarbeiten.
C wird von zwei Schülern (R und A) zeitweise abgelehnt und gemieden. Auch in diesem Fall achte ich in der Planung meines Unterrichts darauf ihn gezielt zu integrieren und seine soziale Stellung zu festigen. Diese Maßnahmen geben ihm Sicherheit und wirken sich positiv auf sein Verhalten im Unterricht und in den Pausen aus.
D ist ein Schüler, der große Schwierigkeiten mit der eigenen Verhaltensregulation hat. Er neigt zur Arbeitsverweigerung und zu verbalen Kraftausdrücken, wenn Anstrengungsbereitschaft YRQ LKP JHIRUGHUW ZLUG 'LHVHU 7DWVDFKH EHJHJQHW GDV 7HDP PLW +LOIH GHV Ä$PSHOV\VWHPV³ guter Zusprache und expliziter Motivation in Verbindung mit dem Übertragen von besonderen Aufgaben, der Bitte um besondere Hilfen und natürlich mit der Darbietung von Konsequenzen ÄZHQQ GX GHLQH $XIJDEH MHW]W QLFKW HUIOOVW PXVVW GX HV QDFKKHU LQ GHLQHU 3DXVH WXQ³ Obwohl D ein tendenziell unruhiger und lauter Schüler ist, ist er aufgrund seiner hilfsbereiten und zugewandten Art Erwachsenen und Mitschülern gegenüber beliebt und fest im Klassenverband integriert. Gerade mit P verbindet ihn mittlerweile eine Freundschaft. Besonders gern übernimmt er Verantwortung für den deutlich kleineren A. Trotz seiner häufig vorkommenden Aggressionen aufgrund einer auffallend geringen Frustrationstoleranz ist er ein anlehnungsbedürftiger und liebenswerter Schüler.
Auch C ist ein Schüler mit besonderen Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Verhalten. Er verfügt kaum über eine Anstrengungsbereitschaft und eine geringe Frustrationstoleranz und verweigert sich manchmal gleich zu Beginn einer Aufgabenstellung. Auch in seinem Fall gilt es ihn in besonderem Maße zu motivieren und Erfolgserlebnisse zu schaffen. Äußerungen wie: Ä'DVPDFKHLFKQLFKW³RGHUlKQOLFKHV ist zunächst zeitweise kaum Beachtung zu schenken, da er häufig dennoch zu arbeiten beginnt und sich auf diese Art und Weise lediglich Aufmerksamkeit und Zuwendung zu verschaffen versucht. Im Unterricht achte ich also vorwiegend darauf, ihn positiv zu verstärken und ihm die gewünschte Zuwendung zu verschaffen wenn er arbeitet und sich an die Regeln hält.
P ist ein Schüler mit einem hohen Leistungspotential. Es ist darauf zu achten, dass er sich nicht an negativem Verhalten von D, an dem er sich stark orientiert, ein Beispiel nimmt und
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seinerseits den Unterricht stört, sondern ihn für leistungsstarkes Verhalten hervorzuheben und zu loben.
Auch T, einem Schüler der in der Tendenz leicht zu lenken ist und über eine gute Regelakzeptanz verfügt tendiert zeitweise dazu negatives Verhalten (Unterrichtsstörungen) aus dem Wunsch nach sozialer Akzeptanz nachzuahmen.
Besonders hervorzuheben ist die intensive, über den Schulalltag hinausgehende Freundschaft zwischen A und X. . Besonders um Sprachhemmungen bei A abzubauen und Leistung- und Anstrengungsbereitschaft bei Beiden zu erhöhen, ist diese soziale Besonderheit im Unterricht zu berücksichtigen. Der Tatsache, dass X. besondere Schwierigkeiten hat seine Aufmerksamkeit auf unterrichtimmanente Vorgänge zu richten, begegne ich indem zumeist Frau M oder ein Mitschüler die Aufgabe erhält ihm die Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen (durch Motivation, besondere Zuwendung, Einzelhilfestellung und freundliche Ansprache).
2.2 Lern- und Leistungsvoraussetzungen für die Stunde
Insgesamt herrscht ein motiviertes, aber heterogen anstrengungsbereites Lern- und Arbeitsklima in der Klasse M1.
Am Mittwoch beginnt der Schulalltag mit einem morgendlichen Erzählkreis. Hierbei orientieren die Schüler sich in Bezug auf den Wochentag, Datum und Jahreszeit. Erwartungsgemäß werden die Schüler in dieser 2. Unterrichtsstunde optimal leistungsfähig sein, da sie im Erzählkreis noch nicht kognitiv anstrengend arbeiten mussten und es sich tageszeitlich gesehen um eine optimale Zeit handelt in Bezug auf das Leistungsvermögen aller Schüler. Aus diesem Grund habe ich mich für eine relativ arbeitsintensive Stunde entschieden. Die Schüler haben eine kurze, 5-minütige Pause nach dem Erzählkreis, bevor der Deutschunterricht beginnt.
Im Rahmen des Deutschunterrichts besitzen die Schüler Kenntnisse bezüglich der Grapheme und Phoneme A, M, L, I, O, E, U, N, T, P, R, S, D und W. Alle Buchstaben wurden im Rahmen eines handlungsorientierten, ganzheitlichen und über alle Sinneskanäle ablaufenden Unterrichts eingeführt und gefestigt. Sie sind alle weitestgehend dazu in der Lage große und kleine Buchstaben zu unterscheiden.
In meinem Deutschunterricht orientiere ich mich an dem erweiterten Schreib- und Lesebegriff (siehe Sachanalyse dieser Arbeit).
Alle Schüler verfügen über die Kompetenz Situationen, Personen, Gegenständen, Bildern, Bildzeichen (Piktogramme), Signalwörtern und teilweise Ganzwörtern Bedeutungen und
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Arbeit zitieren:
Katja Schiemann, 2010, Prüfungslektion Sopäd. VH Deutsch: Vom Wünschen und Schenken zu Weihnachten, München, GRIN Verlag GmbH
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