Inhaltverzeichnis Seite
1. Lehr- und Lernziele
1.1 Grobziele der Unterrichtsstunde 1
1.2 Feinziele der Unterrichtsstunde
1.2.1 Wissens- und Könnensziele 1-2
1.2.2 Soziale und emotionale Ziele 2-3
1.2.3 Sprachlich-kommunikative Ziele 3-4
1.2.4 Sensomotorische Ziele 4-5
1.3 Diagnostische Absicht 5
2. Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Schüler
2.1 Allgemeine Lern- und Leistungsvoraussetzungen innerhalb der Klasse 6-7
2.2 Lern- und Leistungsvoraussetzungen der Stunde 8
2.3 Schüleranalysen - individuelle Lernvoraussetzungen 9-24
3. Verlaufsplanung 25-31
4. Literaturverzeichnis 32
5. Anhang
Katja Schiemann - „Die 8 - ACHTung, wir lernen eine neue Zahl kennen.“
→ Schulung von lexikalischen Abrufprozessen beim Benennen und Lesen der
→ Förderung des basalen Dialogs und des Sprachverständnisses.
Katja Schiemann - „Die 8 - ACHTung, wir lernen eine neue Zahl kennen.“
Die Klasse U3 an der X-schule, einer Schule zur individuellen Lebensbewältigung, besteht
aus insgesamt 6 Schülern: 2 Mädchen und 4 Jungen im Alter von 8 bis 9 Jahren. Alle 6
Schüler befinden sich derzeit im 3. Schulbesuchsjahr.
In dieser Zusammensetzung verbringen die Schüler seit dem 1. Schulbesuchsjahr den
Schulalltag miteinander. Seit Beginn des aktuellen Schuljahres 2008/2009 wurde die Klasse
jedoch geteilt, so dass sich aktuell nur noch 6 Schüler in der Klasse befinden. Es finden
nahezu alle Unterrichtsvorhaben in diesem festen Klassengefüge statt, was den Schülern
Sicherheit und Beständigkeit vermittelt und zu einem engen Klassenverband geführt hat.
Gelegenheit zur Exploration über den Klassenverband hinaus, erhalten die Schüler im
Rahmen des Sportunterrichts, der wöchentlich stattfindenden, interessenspezifischen AG’s,
der Hofpause und im Rahmen von individuell gestalteten Einzelförderungssituationen,
Chorproben o.ä. Veranstaltungen.
Der Klassenleiter Herr W. hat die Klasse im Februar 2008 übernommen. Weiterhin
vervollständigen die PU Frau X und mit 20 Stunden in der Woche die Betreuerin Frau Y das
Team der U3. Ich habe seit dem Oktober 2008 Gelegenheit, mir im Rahmen von
Unterrichtshospitationen und eigenen Unterrichtsversuchen, ein Bild über die Schüler zu
machen. Seit Januar 2009 unterrichte ich die Klasse im Fach Deutsch, Mathe, Sachkunde und
Musik.
Grundlegend handelt es sich um eine harmonische, angstfreie, durch Motivation und
gegenseitige Akzeptanz geprägte Lernatmosphäre innerhalb der Klasse. Dennoch ist an dieser
Stelle auf die Leistungspezifische, für diese Schulform typische, Heterogenität hinzuweisen,
welche im Rahmen der Schüleranalysen signifikant verdeutlicht wird.
Insbesondere hervorzuheben ist die bemerkenswerte Regelakzeptanz innerhalb dieser Klasse.
Es gibt kaum Probleme im Rahmen disziplinärer Vorgaben. Die Schüler gehen weitestgehend
respektvoll und freundlich miteinander und mit den Erwachsenen um. Sie sind ausnahmslos
bemüht, sich an Regeln und Normen zu halten. Das Motiv der sozialen Erwünschtheit spielt
unter den Schülern eine bedeutende Rolle. Während des Unterrichts müssen die Schüler von
Zeit zu Zeit an 3 primäre Ziele, anhand unmissverständlicher Piktogramme an der Tafel
visualisiert, erinnert werden:
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Katja Schiemann - „Die 8 - ACHTung, wir lernen eine neue Zahl kennen.“
1. Sei leise!
2. Hör’ zu!
3. Melde dich, wenn du etwas sagen möchtest!
Diese 3 Entwicklungsziele sind für jeden einzelnen Schüler dieser Klasse von Bedeutung und
in der Regel genügt ein nonverbaler Impuls (das Zeigen auf das entsprechende Piktogramm),
um die Schüler an das Einhalten dieser Regeln zu erinnern.
Die gruppendynamische Situation innerhalb des Klassenverbandes lässt sich ohne viele Worte
anhand eines Soziogramms aussagekräftig darstellen:
Aus dieser Darstellung geht hervor, dass es ausschließlich zwischen den beiden Schülerinnen
Regina und Linda gelegentlich zu problematischen Interaktionen kommt. Dies ist auf einen
gewissen Konkurrenzkampf zwischen den Mädchen zurückzuführen. Es ist im Schulalltag
auf diese Problematik zu achten und intervenierend zu agieren.
Besonders hervorzuheben ist die intensive, über den Schulalltag hinausgehende Freundschaft
zwischen Andreas und Torsten . Besonders um Sprachhemmungen bei Andreas abzubauen
und Leistung- und Anstrengungsbereitschaft bei Beiden zu erhöhen, ist diese soziale
Besonderheit im Unterricht zu berücksichtigen.
Auffällig ist auch, dass Peter, obgleich er nicht aktiv abgelehnt wird, zu ausnahmslos allen
Schülern ein distanziertes Verhältnis hat. Er hat innerhalb der Klasse keine Freunde, spielt
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Arbeit zitieren:
Katja Schiemann, 2009, Hospitationsbesuch Mathematik , München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Umgang mit Mengen und Zahlen an der Schule für Geistigbehinderte
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