Inhaltsverzeichnis
1. Motivation 3
2. Sprache 3
3. Bewerbung. 4
4. Anreise bzw. Abreise 5
5. Wohnheim 5
6. Die Stadt 6
7. Semesterbeginn 7
8. Lehrveranstaltungen 8
9. Studienalltag und Studentenleben 9
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1. Motivation
Im Jahr 2002 entschloss ich mich dazu, ein Jahr im Ausland zu studieren und zog dabei, aufgrund von großem Interesse, eine Partneruniversität in einem skandinavischen Land in Betracht. Mein Entschluss fiel auf Norwegen, was sich durch meine Neigung und Sympathie hinsichtlich der Mentalität, Modernität, Lebensqualität und des Musikbereiches in diesem Land erklären lässt.
Ich bin durch Berichte in Uni-Zeitschriften, wie z. B. Unicum, auf die Möglichkeit von Auslandsstudien aufmerksam geworden, habe mit großer Neugier die Erfahrungsberichte der Studenten gelesen und Informationen auf Veranstaltungen und beim Auslandsamt der Technischen Universität Berlin eingeholt. Zu diesem Zeitpunkt hieß es, dass sich noch zu wenige Studenten ins Ausland wagen und es viele verfügbare Plätze an den skandinavischen Universitäten und Hochschulen gibt. Einige meiner Ziele und Motivationen waren:
die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse
neue Erfahrungen hinsichtlich Kommunikationsfähigkeit, Organisation und Selbständigkeit
Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit
der Kontakt mit neuen, internationalen Studenten und Landesbewohnern das Interesse, ein fremdes Land und dessen Kultur und Bildungseinrichtungen kennen zu lernen.
2. Sprache
Ich bewarb mich schließlich um einen Platz am Geisteswissenschaftlichen Institut der Universität von Bergen und begann bereits in Berlin mit der Teilnahme an einem Norwegisch-Sprachkurs. Insgesamt belegte ich den Kurs über zwei Semester am Institut für Skandinavistik der Humboldt-Universität zu Berlin, erhielt dabei eine tolle Einführung in diese Fremdsprache und auch einige Kenntnisse über Land, Leute und Bräuche. Als Wegweiser diente das wirklich „erfrischende“ Buch „Et år i Norge“ für Neueinsteiger. Es ist nicht unbedingt notwendig für Erasmusstudenten die Landessprache zu erlernen, da in Norwegen die englische Sprache von einem sehr großen Teil der Bevölkerung beherrscht
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wird, zudem erscheinen Informationsblätter an der Universität und in der Öffentlichkeit, wie z. B. Bibliothek oftmals zweisprachig, auf Norwegisch und Englisch. Für Austauschstudenten wird zusätzlich ein umfangreiches Verzeichnis von Kursen und Vorlesungen mit Englisch als Unterrichtssprache herausgegeben. Dadurch, dass ich meine Norwegischkenntnisse direkt im Ausland anwenden und festigen konnte, habe ich tatsächlich in 1,5 bis 2 Jahren diese komplett neue Sprache fließend verstehen, sprechen und schreiben gelernt. In meiner Wohnheimküche wurde beispielsweise die Tageszeitung „Bergens Tidende“ abonniert, was meine Lesefähigkeiten zusätzlich stark verbesserte. Ich kann wirklich zum Erlernen der Sprache ermutigen, denn oft sind die norwegischen Wörter vom Deutschen abgewandelt und ähneln sich stark. Teilweise bastelte ich im Gespräch norwegische Wörter in Anlehnung an deutsche zusammen und stellte fest, dass diese dann sogar existierten - der Fantasie und Intuition sind keine Grenzen gesetzt! Wer gern wissen möchte, warum Norweger bei dem deutschen Verkaufsschlager- und Marketingwort „Superknüller“ anfangen zu schmunzeln, sollte sich wirklich mit der Sprache befassen.
3. Bewerbung
Im März 2003 erhielt ich schließlich die Zusage von der TU Berlin, in das Austauschprogramm ERASMUS aufgenommen worden zu sein. Es folgten danach per Post Broschüren und Anträge der norwegischen Gast-Universität, darunter auch die Bewerbung um einen Wohnheimplatz, der jedem Erasmusstudenten garantiert wird. Es gibt auch die Möglichkeit, sich privat eine Unterkunft z. B. in einer Wohngemeinschaft zu organisieren. Im Internet finden sich dazu Adressen (www.hybel.no), doch dabei ist es vorteilhafter die Landessprache zu beherrschen. Mutige können sich auch erst vor Ort um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern, doch wer gut vorbereitet und entspannt im Gastland ankommen möchte, nimmt lieber die Möglichkeit des Wohnheimplatzes wahr, der bei Bewerbung bequem reserviert wird.
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Arbeit zitieren:
M.A. K. Peukert, 2004, Erfahrungsbericht: Studieren in Norwegen, München, GRIN Verlag GmbH
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