INHALTSVERZEICHNIS
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1. Einleitung 1
1.1. Ziel der Arbeit 1
1.2. Aufbau der Arbeit 1
1.2. 1
1.2. 1
2. Ausgewählte Theoriefelder der Sportwissenschaft 2
2.1. Sportmedizin 2
2.2. Sportbiomechanik 3
2.3. Bewegungswissenschaft 3
2.4. Trainingswissenschaft 4
2.5. Sportinformatik 5
2.6. Sportpsychologie 7
2.7. Sportpädagogik 7
2.8. Sportsoziologie 9
2.9. Sportpolitik 10
2.10. Sportrecht 11
2.11. Weitere Theoriefelder der Sportwissenschaft 12
2.11. 12
3. Zusammenfassung 12
3. 12
4. Literaturverzeichnis 13
4.1. Internetverzeichnis 14
4.1. 14
II
1. Einleitung
Das Thema dieser Hausarbeit lautet „Die Interdisziplinarität der Sportwissenschaft“. Schon aus diesem Titel lässt sich ersehen, dass unter dem Dach der Sportwissenschaft eine Vielzahl an Disziplinen zuhause ist.
Zunächst jedoch muss definiert werden, was der Begriff Wissenschaft eigentlich bedeutet und welche Ziele mit einer Wissenschaft im Allgemeinen verfolgt werden. Eine Definition von Wissenschaft im Brockhaus Lexikon lautet wie folgt:
„Der Inbegriff des durch Forschung, Lehre und überlieferter Literatur gebildeten, geordneten und begründeten, für gesichert erachteten Wissens einer Zeit; auch die für seinen Erwerb typische methodisch‐systematische Forschungs‐ und Erkenntnisarbeit sowie ihr organisatorisch‐institutioneller Rahmen. Hauptziel der W. ist die rationale, nachvollziehbare Erkenntnis der Zusammenhänge, Abläufe, Ursachen und Gesetzmäßigkeiten der natürlichen wie der historischen und kulturell geschaffenen Wirklichkeit...“ 1
In Bezug auf die Sportwissenschaft bedeutet dies im Speziellen, dass ein nachvollziehbarer Zusammenhang zwischen den einzelnen Disziplinen (Theoriefeldern) bestehen muss, was unter anderem durch Grupes Sicht auf die Sportwissenschaft als „Sammelbezeichnung […], hinter der kein einheitliches Bild […] steht“ 2 , bekräftigt wird.
Geschichtlich betrachtet wurde die Verbindung von Sport und Wissenschaft besonders durch die Gründung des Deutschen Sportbundes im Jahr 1950 intensiviert, was auch in dessen Gründungssatzung nachzulesen ist. Eine akademische Anerkennung des Sports erfolgte erst Ende der 60er Jahre mit der Errichtung von sportwissenschaftlichen Professuren an wenigen Universitäten. 1970 wurde schließlich auf Drängen des DSB von der Bundesregierung das Bundesinstitut für Sportwissenschaft eingerichtet.
Durch die Entwicklung des Sports zu einem Massenphänomen entdeckten auch Politik, Medien und Wirtschaft die Möglichkeiten, die sich durch den Sport für diese eröffneten 3 , womit auch gleichzeitig eine Verbindung zum Thema dieser Arbeit hergestellt ist. 1.1. Ziel der Arbeit
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Sportwissenschaft auf ihre Interdisziplinarität hin zu untersuchen und aufzuzeigen, inwiefern und weshalb in der Sportwissenschaft interdisziplinär gearbeitet wird. 1.2. Aufbau der Arbeit
Im Folgenden werden einige ausgewählte Theoriefelder der Sportwissenschaft einzeln vorgestellt und kurz analysiert. Dadurch wird die Arbeit zum einen übersichtlicher, zum anderen lassen sich für die zusammenfassende Bewertung Parallelen einfacher aufzeigen
1 Brockhaus Lexikon 1988
2 Grupe 2007, S. 30
3 Vgl. Grupe 2007, S.23ff
1
und auch wissenschaftlich belegen.
Als literarische Grundlage werden vor allem die Werke von Herbert Haag Einführung in das Studium der Sportwissenschaft (1991) sowie Theoriefelder der Sportwissenschaft (2003) herangezogen.
In der Zusammenfassung wird abschließend ein Fazit gezogen und Erkenntnisse wiedergegeben, die durch die Bearbeitung der einzelnen Theoriefelder im Hinblick auf das Ziel der Arbeit gewonnen werden konnten.
2. Ausgewählte Theoriefelder der Sportwissenschaft
2.1. Sportmedizin
Die Sportmedizin ist kein eigenes Studienfach, aber seit 2003 zumindest als Wahlfach im Studium der Humanmedizin etabliert. Weiterhin gibt es für die Sportmedizin jedoch keine spezifische Facharztausbildung. Die Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ wird zumeist von Allgemeinärzten, Internisten oder Orthopäden erworben. Die bedeutendste Organisation für die Sportmedizin in Deutschland ist die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) mit über 10000 Mitgliedern 4 .
In dieser Arbeit wird die Sportmedizin nicht als Spezialgebiet der angewandten Medizin vorgestellt, sondern als interdisziplinäres Theoriefeld der Sportwissenschaft. Eine vom Weltverband der Sportmedizin (FIMS) seit 1977 akzeptierte Definition wurde von Hollmann bereits im Jahr 1958 formuliert:
„Sportmedizin beinhaltet theoretische und praktische Medizin, welche den Einfluss von Bewegung, Training und Sport sowie den von Bewegungsmangel auf den gesunden und kranken Menschen jeder Altersstufe untersucht, um die Befunde der Prävention, Therapie und Rehabilitation sowie dem Sportler dienlich zu machen.“ 5
Wie andere Mutterwissenschaften der Sportwissenschaft ist die Sportmedizin also keine in sich geschlossene Disziplin, sondern ein Querschnittsfach, dessen ganzheitliche Orientierung durch die oben stehende Definition unterstrichen wird.
Das Augenmerk der Sportmedizin liegt laut Völker im Wesentlichen auf den „akuten und chronischen Reaktionen sowie Anpassungsmechanismen des gesunden und kranken Organismus in jeder Altersklasse auf jegliche Art und Dosis von Bewegung“ 6 . Parallel dazu nennt Haag einige Themenbereiche der Sportmedizin 7 , die sich mit anderen Teildisziplinen der Sportwissenschaft überschneiden oder sich mit diesen verknüpfen lassen, wodurch ein interdisziplinäres Arbeiten innerhalb der Sportwissenschaft wiederum belegt wird. Zwei Beispiele seien genannt:
4 Vgl. Völker 2003, S. 7
5 Hollmann 2000
6 Völker 2003, S. 9
7 Vgl. Haag 1991, S. 121‐122
2
•
Sport in bestimmten Gruppen (Frauensport, Kindersport)
Weitere Beispiele ließen sich aufführen, etwa die Verbindung der Sportmedizin im orthopädischen Bereich mit dem Feld der Sportbiomechanik oder die Verknüpfung psychologischer Aspekt der Sportmedizin mit dem Feld der Sportpsychologie. 2.2. Sportbiomechanik
Die Sportbiomechanik befasst sich im Wesentlichen mit der Bewegung als eine Verhaltensdimension des Menschen. „Es geht um die dabei wirksamen inneren und äußeren Kräfte sowie um das Zusammenspiel von Bewegungsapparat, mechanischen Kräften und Körperbewegung“ 8 . Nicht nur im Leistungssport, sondern auch im Breitensport werden mit Hilfe der Sportbiomechanik Fragen zur Bewegung sowie zum Haltungs‐ und Bewegungsapparat bearbeitet. 9
Die Analyse von sportlichen Bewegungen stellt den größten Aufgabenbereich der Sportbiomechanik dar. Durch die im Prinzip unbegrenzte Anzahl an sportlichen Bewegungsmöglichkeiten wird deutlich, weshalb die bis heute verfügbaren Messmethoden (Kinemetrie, Dynamometrie, Elektromyographie u.a.) nur auf eine geringe Fülle von Bewegungen anwendbar sind. An weiterer Forschung ist dementsprechend vor allem der Hochleistungssport interessiert, bei dem die „biomechanische Bewegungsanalyse zur Optimierung von sportlichen Bewegungen aus dem Techniktraining […] nicht mehr wegzudenken“ 10 ist. Auch für die Entwicklung von Material (z.B. Laufschuhe, Sportgeräte, Sportstätten mit ihren Bodenbelägen) liefert die Sportbiomechanik wertvolle Ergebnisse.
Als Teilbereich der Biomechanik ist die Sportbiomechanik ein interdisziplinär ausgerichtetes Theoriefeld der Sportwissenschaft. Wissen aus anderen Fachgebieten (vor allem Biologie und Physik) wird dabei vorausgesetzt, die Methoden dieser Fachgebiete werden genutzt. Ferner wird die Sportbiomechanik häufig über den Untersuchungsgegenstand definiert, wodurch sie wiederum weniger auf ein typisches Methodeninventar zu begrenzen ist 11 . 2.3. Bewegungswissenschaft
„Bewegungswissenschaft ist der wissenschaftliche Bereich, in dem Erkenntnisse über das Phänomen der Bewegung im Allgemeinen und der sportlichen Bewegung im Besonderen gewonnen und verschiedene […] Bewegungstheorien entwickelt werden“ 12 . Für die Sportwissenschaft ist damit der Teilbereich der Bewegungswissenschaft eindeutig gekennzeichnet. Die Interdisziplinarität dieses Teilbereiches wird besonders im Hinblick auf vier verschiedene Kategorien der Betrachtungsweisen deutlich, die Göhner in Anlehnung an Roth und Willemczik aufzählt 13 :
8 Haag 1991, S. 126
9 Vgl. Zschorlich 2003, S. 28
10 Zschorlich 2003, S. 42
11 Vgl. Zschorlich 2003, S. 29
12 Haag 1991, S.198
13 Vgl. Göhner 2003, S. 47
3
Arbeit zitieren:
Philipp Habermann, 2009, Interdisziplinäre Sportwissenschaft, München, GRIN Verlag GmbH
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