Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis. III
1 Einleitung 1
2 Multimediale Datentypen und Dokumente. 2
2.1 Text 4
2.2 Bild 5
2.3 Audio 5
2.4 Video. 6
3 Architektonische Perspektive auf Multimedia-Datenbanken 7
3.1 Komponenten multimedialer Datenbank-Systeme. 7
3.2 Datenmodelle (logische Sicht) 8
3.3 Datenhaltung (physische Sicht) 10
4 Anforderungen an Multimedia-Datenbanken 11
4.1 Quality of Service. 11
4.2 Informationsextraktion und Information Retrieval 12
4.3 Speicherverwaltung 12
4.4 Formatunterstützung. 13
4.5 Manipulation multimedialer Daten. 13
5 Zusammenfassung und Ausblick 13
Literaturverzeichnis V
II
Abkürzungsverzeichnis
API Application Programming Interface BLOB Binary Large Objekt Codec Programm oder Gerät, das digitale Videos komprimiert und dekomprimiert DBMS Datenbankmanagementsystem DML Data Manipulation Language IR Information Retrieval LDU Logical Data Unit MIDI Musical Instrumental Digital Interface MMDB Multimedia-Datenbank MPEG Moving Picture Experts Group MP3 MPEG Layer 3 W3C World Wide Web Consortium WAV Wave Datenformat
Abbildungsverzeichnis
Abb. 2-1: Medienkategorien
Abb.3.1-1: Referenzarchitektur multimedialer Datenbanksysteme Abb. 3.3-1: Empfehlung zur Datenhaltung in Medienunternehmen
III
Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen:
Technische Grundlagen
1 Einleitung
Medienunternehmen stehen seit dem Wandel zur Informationsgesellschaft vor wachsenden Anforderungen was Multimediasysteme anbelangt. Ein entscheidender Schritt in der Medienbranche war die Digitalisierung von Daten. Durch sie wurde es möglich, dieselben Inhalte auf mehrere Darstellungsformen zu übertragen (sog. Mehrfachnutzungsstrategie). Begünstigt wurde dieser Fortschritt durch das Verschmelzen der Branchen Telekommunikation, Informationstechnologie und Medien (sog. Medienkonvergenz). Die rasante Entwicklung von stationären und mobilen Endgeräten bietet seitdem eine Vielfalt an Vertriebsmöglichkeiten multimedialer Inhalte. Dieser technologische Wandel in Produktion, Verwaltung und Vertrieb stellt jedoch neue technische Anforderungen an Multimedia-Datenbanken (MMDB). Konventionelle Datenbanken eignen sich wegen enormer Datenmengen und unterschiedlicher Strukturen der Medientypen kaum noch, um multimediale Daten adäquat verwalten zu können. Das Thema Multimedia-Datenbank in Medienunternehmen ist ein relativ neuer Bereich auf dem Gebiet der Informationswirtschaft und verdient wegen seiner praktischen Relevanz besondere Aufmerksamkeit und ist deshalb Gegenstand dieser Arbeit.
Ähnlichkeit mit Datenbank-Systemen scheinen sog. Content-Management-Systeme zu haben, die sich heutzutage fast in jedem Großunternehmen finden lassen. Aber im Unterschied zu MMDB beschränkt sich deren Aufgabe auf die „Trennung von (redaktionellen) Inhalten, also Texten und Bildern, und ihre Präsentation in Gestalt eines Layouts und einer Navigationsstruktur“ 1 . Wegen ihrer eingeschränkten Funktionalität bei der Verwaltung multimedialer Daten sollen sie in dieser Untersuchung nicht betrachtet werden.
Im Folgenden werden die Grundlagen multimedialer Datenbanken dargestellt. Einleitend werden in Kapitel 2 die Eigenschaften multimedialer Daten und Dokumente erläutert und der Begriff der „multimedialen Systeme“ definiert. In Kapitel 3 wird eine Referenzarchitektur für MMDB, die Geeignetheit
1 Tscherteu (2003).
1
unterschiedlicher Datenmodelle und Fragen der Datenhaltung diskutiert. Anschließend gibt Kapitel 4 einen Überblick über die grundsätzlichen Systemanforderungen an MMDB. Kapitel 5 fasst die vorangegangenen Erkenntnisse zusammen.
2 Multimediale Datentypen und Dokumente
„Ein Multimediasystem ist durch die rechnergesteuerte, integrierte Erzeugung, Manipulation, Darstellung, Speicherung und Kommunikation von unabhängigen Informationen gekennzeichnet, die in mindestens einem kontinuierlichen (zeitabhängigen) und einem diskreten (zeitunabhängigen) Medium kodiert sind.“ 2 Nach dieser Definition hat ein MMDB die Aufgabe, multimediale Daten zu speichern und zu verwalten. Daher ist es zweckmäßig, die Grundlagen multimedialer Daten und Dokumente zu untersuchen, um anschließend die Anforderungen an MMDB näher spezifizieren zu können.
Im Mittelpunkt stehen hier die Medientypen Bild, Graphik, Audio und Video sowie die Grundlagen ihrer Präsentation und Struktur. Abbildung 1 zeigt einen Überblick der gängigen Datentypen. Dabei wird eine Differenzierung zwischen statischen und kontinuierlichen Medien vorgenommen. Wichtig ist diese Unterscheidung vor allem deshalb, weil kontinuierliche Medientypen im Vergleich zu statischen zeitabhängig sind und wesentlich mehr Speicherplatz beanspruchen. Dasselbe gilt für Audiosequenzen und Kombinationen der beiden kontinuierlichen Medientypen. 3
Innerhalb eines Medientyps findet man außerdem folgende Einteilung von Daten: „(I) Rohdaten zur Beschreibung unformatierter Informationseinheiten, z.B. als Folge oder Menge von Symbolen, Pixels oder Abtastwerten (sog. BLOBs). (II) Registrierungsdaten erlauben die korrekte Interpretation der Rohdaten, z.B. durch Kodierung und Größe eines Bildes.(...)
(III) Beschreibungsdaten sind im wesentlichen redundante Informationen für Suchanfragen, z.B. textuelle Bildbeschreibung. Sie können sowohl unstrukuriert als auch strukturiert vorliegen.“ 4
2 Steinmetz (2000), S.13.
3 Vgl. Lehner (2001), S. 58.
4 Merten / Grauer (1999), S. 55.
2
Arbeit zitieren:
Emanuel Fonth, 2003, Multimedia-Datenbanken in Medienunternehmen: Technische Grundlagen, München, GRIN Verlag GmbH
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