Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abk ürzungsverzeichnis II
A. Kapitel 1 - Definition III
B. Kapitel 2 - Gegenstand, Anwendungsgebiete, Geschichte,
erster Einblick in die Spieltheorie III
I. Gegenstand III
II. Anwendungsgebiete IV
III. Geschichte IV
C. Kapitel 2 - Berühmte Probleme in der Spieltheorie V
I. Gefangenendilemma V
II. Kampf der Geschlechter (Battle of the Sexes) VIII
III. Tit-for-Tat-Strategie IX
IV. Nullsummenspiele vs. Win-Win-Strategie XI
V. Übertragung auf die Mediation XII
Literaturverzeichnis XIII
I
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
a.A. Andere Ansicht a.F. Alte Fassung a.M. Andere Meinung Bekl. Beklagte BerGer. Berufungsgericht bpws. beispielweise bzw. beziehungsweise ggf. gegebenenfalls grnd. grundsätzlich Kl. Kläger h.A. herrschende Auffassung h.M. herrschende Meinung i.S.v. im Sinne von i.V.m. in Verbindung mit
II
Spieltheorie in der Mediation
A. Kapitel 1 - Definition
Die Spieltheorie befasst sich mit der Analyse von Systemen mit mehreren Akteuren. Sie stellt ein Teilgebiet der Mathematik dar und versucht unter anderem das rationale Entscheidungsverhalten der Akteure aus sozialen Konfliktsituationen abzuleiten. Dabei hängt der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen der Gegenspieler ab, was sie von der klassischen Entscheidungstheorie abgrenzt. 1 Bei der klassischen Entscheidungstheorie werden nämlich ausschließlich Situationen betrachtet, in denen gegen die Natur gespielt wird. Dabei steht das Wort Natur für eine Wahrscheinlichkeitsverteilung über Umweltzustände, die vom eigenen Verhalten unabhängig ist. 2
B. Kapitel 2 - Gegenstand, Anwendungsgebiete, Ge-
schichte, erster Einblick in die Spieltheorie
I. Gegenstand
Gegenstand der Spieltheorie sind Entscheidungssituationen, in denen das Ergebnis von den Entscheidungen mehrerer Entscheidungsträger abhängig ist und nicht nur von der Entscheidung eines Einzelnen. 3 Die Zahl der Spieler ist unbegrenzt, man spricht deshalb oft von n-Personen-Spielen oder Mehrpersonenspielen, und Ihnen stehen bestimmte Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die sie zur Erreichung ihres Ziels einsetzen können. Die unterschiedlichsten Situationen werden dabei mathematisch als Spiel modelliert. Ziel ist es für ein gegebenes Spiel eine „Lösung“ zu ermitteln. Was nun als Lösung betrachtet werden soll, hängt davon ab, unter welchen Voraussetzungen das Spiel gespielt werden soll. Voraussetzungen können z. B. Fähigkeiten, Ziele oder Informationen der Spieler sein. In der Natur der Spieltheorie liegt, dass man oft mit Unsicherheit konfrontiert ist. So weiß man z.B. nicht, wie sich die Gegner verhalten, welche Strategien sie verfolgen und in wie weit sie rational handeln. Außerdem können zufällige Ereignisse Einfluss
1 http://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie
2 Rieck, Spieltheorie - Eine Einführung, 6. Auflage 2006, S. 20
3 Holler, Illing, Einführung in die Spieltheorie 4. Auflage 2000, S. 1
III
Spieltheorie in der Mediation
auf den Verlauf des Spiels nehmen. Durch diese Unsicherheiten entsteht ein Bezug zur Wahrscheinlichkeitsrechnung, die somit auch ein wichtiges Werkzeug für die Spieltheorie ist.
Hauptaugenmerk bei der Spieltheorie sind demnach komplexe Entscheidungssituationen (Spiele), in deren Rahmen die Spieler nacheinander oder gleichzeitig bestimmte Aktionen vornehmen. Dabei wird von jedem Spieler eine Strategie gewählt, die ihm auf jeder Stufe eine Handlung vorschreibt. Zur Lösung der Spiele entstehen Gleichgewichte, in denen kein Spieler seine Strategie ändern will, da er sich durch einseitiges Abweichen schlechter stellen würde (sog. Nash-Gleichgewicht). Anders gesagt, in einem Nash-Gleichgewicht hat kein einzelner Spieler einen Anreiz, seine Strategie zu ändern, falls auch der andere Spieler seine Strategie beibehält. Es ist möglich die Entscheidungssituationen durch eine spieltheoretische Analyse so zu strukturieren, dass man in der Lage ist, sich in die Situation des anderen zu versetzen und dessen Aktionen zu verstehen und zu antizipieren und so die Unsicherheit über dessen Verhalten zu reduzieren. Hierfür müssen die Spieler aber den künftigen Verlauf möglichst weit überblicken, um Rückschlüsse ziehen zu können, welche Aktionen die besten Ergebnisse erzielen würden.
II. Anwendungsgebiete
Angewandt wird die Spieltheorie vor allem im Operations Research, in den Wirtschaftswissenschaften, in der ökonomischen Analyse des Rechts als Teilbereich der Rechtswissenschaften, in der Politikwissenschaft, in der Soziologie, in der Psychologie, in der Informatik und seit den 1980ern auch in der Biologie. 4
III. Geschichte
Die Geburtsstunde der Spieltheorie als eigenständige Wissenschaftsdisziplin innerhalb der Ökonomie schlug 1944 mit der Veröffentlichung von "Theory of games and economic behavior" von John von Neumann und Oskar Morgenstern. Sie gilt auch noch heute als Grundlage der Spieltheorie.
4 http://de.wikipedia.org/wiki/Spieltheorie
IV
Arbeit zitieren:
Andreas Kelm, 2009, Spieltheorie in der Mediation, München, GRIN Verlag GmbH
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