II
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
1 EINLEITUNG - 1 -
2 ANFORDERUNGSMANAGEMENT - 3 -
2.1 Definition des Anforderungsmanagements - 3 -
2.2 Notwendigkeit des Anforderungsmanagements - 4 -
2.3 Ziele des Anforderungsmanagements - 5 -
2.4 Aufgaben des Anforderungsmanagements - 6 -
3 APPLIKATIONSARCHITEKTUR - 8 -
3.1 Definitorische Abgrenzung der Applikationsarchitektur - 8 -
3.2 Ziele einer Applikationsarchitektur - 11 -
4 VERBINDUNG VON ANFORDERUNGSMANAGEMENT UND ENTWURF VON
APPLIKATIONSARCHITEKTUREN - 12 -
4.1 Bedeutung des Anforderungsmanagements für die Entwicklung einer Applikationsarchitektur - 12 -
4.2 Anforderungsarten bei der Entwicklung einer Applikationsarchitektur - 13 -
4.3 Die Berücksichtigung des Anforderungsmanagements in den Phasen der Architekturentwicklung - 14 -
4.3.1 Vorgehensweise nach TIEMEYER - 14 -
4.3.2 Architecture Development Method (ADM) - 16 -
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK - 19 -
LITERATURVERZEICHNIS - 21 -
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Anforderungsdefinition und dem Projektrisiko - 4 -
Abb. 2: Die Zielhierarchie des Anforderungsmanagements - 5 -
Abb. 3: Bestandteile der Unternehmensarchitektur - 8 -
Abb. 4: Prozessmodell zur Entwicklung einer IT-Architektur. - 15 -
Abb. 5: Basisstruktur des Architecture Development Cycle................................................................- 17 -
IV
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung ADM Architecture Development Method Aufl. Auflage bzw. beziehungsweise DV Datenverarbeitung EAM Enterprise Architecture Management engl. englisch et al. et alii etc. et cetera f. folgende ff. fortfolgende ggf. gegebenenfalls IT Informationstechnologie lat. lateinisch S. Seite TOGAF The Open Group Architecture Framework u.a. unter anderem usw. und so weiter vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
- 1 - 1Einleitung
In der Vergangenheit ist der Aufbau der Informationstechnologie (IT) in den meisten Unternehmen evolutionär und damit unkoordiniert gewachsen. TIEMEYER (2007, S. 75 f.) stellt dar, dass Entscheidungen oftmals aus dem Tagesgeschäft heraus ohne strategischen Bezug getroffen wurden. So entstanden - unternehmensweit gesehen - große Unterschiede bezüglich der eingesetzten Applikationen, Betriebssysteme, Programmiersprachen, Hardware, Werkzeuge und weiteren IT-Komponenten. Die eingesetzten, heterogenen Applikationen sind oft nicht für eine Zusammenarbeit geschaffen worden. Folglich ist gerade bei bereichs- oder unternehmensübergreifenden Arbeitsabläufen eine Vielzahl an selbsterstellten Schnittstellen nötig geworden und es gibt Redundanzen in den Daten oder den Anwendungsfunktionen. Für den Support ist ein Spezialist für jedes System notwendig, die folglich über Herrschaftswissen verfügen. Dieser „Wildwuchs“ macht das Handling der IT unübersichtlich und verschlingt im Betrieb Unmengen an Geld und Ressourcen. Eine geordnete IT-Governance durch das Management ist somit wesentlich erschwert.
Auf der anderen Seite verspüren die Unternehmen durch die stärker werdende Globalisierung und Internationalisierung der Märkte einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Zusätzlich erfordern der Wandel von Anbieter- zu Nachfragemärkten sowie kürzere Produktlebenszyklen eine stärkere Kun-denorientierung und damit schnellere Reaktionszeiten, Flexibilität und Innovationsfähigkeit (vgl. SCHMELZER und SESSELMANN 2008, S. 1 f.). Hierdurch und durch die Entstehung neuer Technologien entstehen Anforderungen an Unternehmensapplikationen, die rasch und kostengünstig umzusetzen sind. Andernfalls drohen Wettbewerbsnachteile.
Die Lösung dieser Problematik verspricht eine entsprechende IT-Architekturarbeit. Applikationsarchitekturen bieten einen Ausgangspunkt, die Vielzahl betrieblicher Applikationen und ihrer Schnittstellen in der Art eines Bauplans geordnet darzustellen und systematisch zu verbessern. Dabei sorgt die Architekturarbeit für eine integrierte Gesamtsicht auf alle für das Unternehmen relevanten Aspekte unter Rückkoppelung auf die Geschäftsprozesse und die Unternehmensstrategie und setzt durch die Definition von Standards und Rahmenbedingungen für den IT-Einsatz die Grundlage für einen flexiblen und kostengünstigen Betrieb und eine im Bedarfsfall schnelle Anpassung von Applikationen (vgl. TIEMEYER 2007, S. 76). Zusätzlich können weitere angestrebte Ziele wie Vermeidung von Redundanz, Wiederverwendung bestehender Komponenten sowie Beherrschung der Komplexität im Betrieb der erstellten Applikationen erreicht werden. Durch die Architekturarbeit wird folglich die IT-Governance unterstützt.
Bei der Entwicklung von Applikationsarchitekturen ist es elementar, alle Anforderungen einzu- sammeln sowie den Überblick über diese zu behalten. Folglich ist ein professionelles Anforde-
- 2 -rungsmanagement notwendig, da hierdurch eine zentrale Verwaltung der sich aus vielfältigen Quel-len und in vielfältigen Formen ergebenden Anforderungen erreicht werden kann (vgl. DÖRNEMANN und MAYER 2003, S. 1). Das Anforderungsmanagement zählt heute zu den Kerntechnologien bei der Neuentwicklung von Produkten (vgl. VERSTEEGEN 2004, S. 1) und hat sich auch bei der IT-Architekturarbeit in Unternehmen als vorteilhaft erwiesen. Werden die Anforderungen nicht voll-ständig berücksichtigt, so kann es schließlich zu Fehlentwicklungen bei der Architekturentwicklung mit entsprechenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit kommen.
Ziel nachfolgender Arbeit soll sein, einen Überblick zu verschaffen, warum das Anforderungsmanagement eine so wichtige Rolle bei der Entwicklung von Applikationsarchitekturen spielt und deshalb notwendigerweise damit zu verbinden ist. Dazu werden in Kapitel zwei zunächst die Grundlagen des Anforderungsmanagements dargestellt. Nach einer Begriffsdefinition erfolgt eine kurze Einführung über die Notwendigkeit des Anforderungsmanagements. Anschließend werden die Ziele sowie Aufgaben des Anforderungsmanagements herausgearbeitet. In Kapitel drei werden nach einer definitorischen Abgrenzung des Begriffs Applikationsarchitektur sowie der Einordnung in die Unternehmensarchitektur die Ziele einer Applikationsarchitektur vorgestellt. In Kapitel vier wird zunächst die Bedeutung des Anforderungsmanagements für die Entwicklung einer Applikationsarchitektur dargelegt. Anschließend werden die Anforderungsarten, die dabei zu berücksichtigen sind, aufgelistet. Abschließend werden beispielhaft zwei Methoden zur Architekturentwicklung vorgestellt, die dem Anforderungsmanagement eine besondere Bedeutung beimessen. In letztem Kapitel fünf werden die Ergebnisse der Seminararbeit kurz zusammengefasst und ausblickend beurteilt.
- 3 - 2Anforderungsmanagement
Gemäß einer Untersuchung der STANDISH GROUP (1995, S. 5) ist das Scheitern von Projekten in mehr als 20 Prozent durch unvollständige oder sich ändernde Anforderungen verursacht. Diese Risiken können durch das Anforderungsmanagement minimiert werden. Nachfolgende Abschnitte nehmen nach einer Begriffsdefinition eine kurze Erläuterung über die Notwendigkeit des Anforderungsmanagements vor und geben eine Übersicht zu den Zielen sowie Aufgaben des Anforderungsmanagements.
2.1 Definition des Anforderungsmanagements
Das Anforderungsmanagement spielt eine exponierte Rolle im Bereich der Produktentwicklung bzw. -anpassung. Die vorliegende Arbeit konzentriert sich bei der Verwendung des Begriffs auf den Bereich der IT bzw. deren Peripherie.
Um eine Definition des Anforderungsmanagements vornehmen zu können, ist zunächst die Erläuterung des Begriffsteils Anforderung (engl. Requirements) notwendig. Hier existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen, die an dieser Stelle nicht alle wiedergegeben werden. Eine Aufstellung liefert VERSTEEGEN (2004, S. 2 f.). Im Folgenden wird sich an der Definition von DÖRNEMANN und MAYER (2003, S. 1) orientiert, die eine Anforderung als eine „bestimmte Bedingung, Eigenschaft oder Fähigkeit, die ein System erfüllen soll“ beschreiben. Dabei bedeutet System im vorliegenden Kontext die in Kapitel drei näher vorgestellte Applikationsarchitektur.
Das Management der Anforderungen definiert VERSTEEGEN (2004, S. 4 f.) als einen kontinuierlichen Prozess, der die einzelnen Anforderungen identifiziert, dokumentiert, kommuniziert, verfolgt und verwaltet. Dabei umfasst dieser Prozess nicht nur die Anforderungen selbst, sondern auch die Änderungen dieser Anforderungen. Es handelt sich somit nicht um die statische Einmalsammlung, sondern um die dynamische Verwaltung der Anforderungen. Ohne das explizite Management werden Anforderungen ggf. nicht oder zu spät als solche erkannt, werden vergessen oder bleiben aus sonstigen Gründen unberücksichtigt. DÖRNEMANN und MAYER (2003, S. 3) stellen fest, dass die Anforderungen im Laufe des Projekts von verschiedenen Beteiligten und in unterschiedlicher Granularität kommen. Ein Endanwender wird andere Anforderungen an das zukünftige System stellen, als ein IT-Verantwortlicher. Weiterhin werden die Anforderungen im Laufe der Entwicklung immer detaillierter. Das Anforderungsmanagement umfasst somit alle Anforderungen der am Entwicklungsprozess direkt oder indirekt Beteiligten sowie deren dynamische Entwicklung während der Projektlaufzeit.
Arbeit zitieren:
Markus Stub, 2009, Verbindung von Anforderungsmanagement und Entwurf von Applikationsarchitekturen, München, GRIN Verlag GmbH
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