INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG. 4
2. WAS SOLL MAN VOR DEM ESSEN TUN ? 6
3. WIE VERHÄLT MAN SICH WÄHREND DES ESSENS ? 9
4. WELCHE RITUALE GIBT ES NACH DEM ESSEN ? 14
5. SONSTIGE RITUALE 16
6. FAZIT 18
Literatur : 20
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1. EINLEITUNG
Das Wort „Islam“ stammt aus dem Arabischen. Es ist abgeleitet von dem Wort „Salam“, was auf deutsch übersetzt Frieden bedeutet. Islam heißt also übersetzt: „Frieden finden durch Hingabe an Gott“, und bezeichnet die Religion, die der Prophet Muhammad zwischen 610 und 632 nach der Geburt Jesu begründete. Muhammads Offenbarungen sind im Koran, dem heiligen Buch des Islams schriftlich niedergelegt. Der Koran ist das Wort Allah’s. Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Allah ist der einzige Gott. Der Islam ist unter anderem verbreitet in Saudi-Arabien, Algerien, Libyen, Ägypten, Syrien, Palästina, Jordanien und noch vielen anderen Ländern.
Unsere Informationen haben wir aus einem Buch von Al-Ghazzali, das ins Deutsche übersetzt wurde von Hans Kindermann. Das Buch heißt „Über die guten Sitten beim Essen und Trinken“ und ist so etwas wie ein antiker Knigge. Die von Ghazzali be-handelten Sitten haben sich im Laufe der Jahrhunderte so gut wie gar nicht geändert und sind, was eigentlich sehr erstaunlich ist, heute noch für jeden gebildeten, frommen Muslim richtungsgebend. Unser Knigge dagegen, der aus der 2. Hälfte des
18. Jahrhunderts stammt, ist heute eigentlich schon reichlich veraltet. Nachfolgend werden wir uns auf die besonders wichtigen Essenrituale konzentrieren.
Nahrungsmittel, die im Islam verboten und erlaubt sind. Erlaubt heißt auf arabisch Halal und verboten Haram.
Verbotene Nahrungsmittel:
• Schweinefleisch und Tierfett. Der einzige Grund, den Al-Ghazzali angibt, warum Muslime kein Schweinefleisch essen ist ganz einfach nur, weil Gott, also Allah, es durch den Koran verboten hat. Und als Muslime soll man sich dem Willen Gottes unterwerfen. Und auf die Weisheit und Allwissenheit Gottes vertrauen. Wir haben uns aber mit mehreren Muslimen unterhalten, die uns als weiteren Grund die Unreinheit des Schweins genannt haben, das heißt besonders Schweine haben Würmer, die Krankheiten übertragen sollen.
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• Tiere, die nicht nach dem Islamischen Gesetz geschlachtet wurden, sind auch verboten. Nach dem islamischen Gesetz schlachten bedeutet, dass das Tier von einem Muslim geschlachtet werden muss, indem er das Tier auf den Boden drückt und seine Kehle mit einem scharfen Messer so durchschneidet, dass die 3 Hauptschlagadern durchgeschnitten sind und das Blut frei herausfließt. Während er die Kehle durchschneidet muss er folgende Worte wiederholen: „Bismillah Allah - u - Akbar
• Auch das Fleisch von schon toten Tieren (die nicht durch Schlachten gestorben sind) dürfen Muslime nicht essen.
• Weitere verbotene Nahrungsmittel sind fleischfressende Tiere
• Alkohol
• Reptilien und Insekten
• Sowie Blut
Erlaubt, also Halal ist
• Milch, wovon aber hauptsächlich Milch von Schafen und Kamelen getrunken wird, weniger von Kühen.
• Honig
• Fisch
• Frisches und auf natürliche Weise eingefrorenes Gemüse
• Sowie frische und getrocknete Früchte
• Hülsenfrüchte wie z. B. Erdnüsse, Cashewnüsse, Haselnüsse oder Walnüsse
• Und Getreide: z. B. Weizen, Reis, Roggen, Gerste oder Hafer
Alle Rituale, die jetzt genauer beschrieben werden, werden je nach Region unterschiedlich streng beachtet werden. In Großstädten zum Beispiel halten sich Muslime weniger an die Rituale.
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2. WAS SOLL MAN VOR DEM ESSEN TUN ?
Dämonen, Teufel und das böse Auge
Zuerst noch ein paar Informationen über die Dämonen, dem Teufel und das böse Auge, die eine sehr große Rolle im Islam spielen. Viele Rituale, die meisten, sind einfach dazu da, um sich vor ihnen zu schützen. Die Dämonen werden Djinn genannt. Sie sind der eigentliche Urheber der niedrigen Triebe wie z. B. Neid, Eifersucht, Gier oder Zorn. Sie beherrschen den Menschen. Der böse Blick ist ein Werk der Dämonen und die Gefahr des bösen Auges ist natürlich da am größten, wo man vielen Blicken ausgesetzt ist. Die Dämonen und der böse Blick bedrohen täglich das ganze Leben des Menschen.
Vor dem Essen sind 7 Hauptpunkte zu beachten
• Die Speise muss erlaubt und einwandfrei erworben sein. Erlaubt sein heißt, dass sie zum Beispiel im Namen Gottes vorschriftgemäß rituell geschlachtet wurde.
Einwandfrei erworben sein bedeutet, dass man sie nicht auf eine im Gesetz verwerfliche Weise und nicht durch Begehrlichkeit oder religiöser Heuchelei erwerben darf .
• Beide Hände sollen mit Wasser gewaschen werden, auch wenn man nur mit der rechten Hand essen darf. Es handelt sich hier nicht hauptsächlich um eine körperliche Reinigung, sondern im Vordergrund steht die rituelle Reinigung, die vor dem dämonischen Einfluss schützen soll. Wasser dient als Schutz gegen Teufel, die Krankheiten verursachen.
Unter anderem sagt man, dass das Waschen vor dem Essen die Armut bannt und nach dem Essen die Geistesstörung vertreibt. Es gibt aber keine einheitliche Reinigung des Waschens vor dem Essen. Einige wischen die schmutzigen Hände am Bart oder an der Zeltwand ab. Der Prophet fuhr sich nach dem Genuss von Fleisch und Brot mit dem restlichen Händewaschwasser über das Gesicht. In vereinzelten Fällen werden auch noch die Füße gewaschen.
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Arbeit zitieren:
Angelika Hahl, 2000, Religiöse Essensrituale im Islam, München, GRIN Verlag GmbH
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