Inhalt
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Methodiken empirischer Studien 2
3. Reichweite des Internets in der BRD 4
3.1. Faktor Geschlecht 6
3.2. Faktor Alter 7
3.3. Faktoren Einkommen und Bildung 9
3.4. Faktor Haushaltsgröße 10
3.5. Zwischenfazit 11
4. Motive für die Nutzung von Online-Medien 11
5. Die Gruppe der Offliner 14
6. Zukunft der Internetnutzung 17
7. Zusammenfassung 18
Literaturverzeichnis 19
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: ACTA 2007. Keine feste Gruppe von Internetverweigerern 4
Abb. 2: Reichweite der Medien an einem Durchschnittstag 2005 5
Abb. 3: Internetnutzer in Deutschland nach Geschlecht 2007 6
Abb.4: Alterstruktur der PC- und Internetnutzer im ersten Vierteljahr 2002 im Vergleich zur Alterstruktur der Bevölkerung insgesamt nach Geschlecht 7
Abb.5: Bildungsstruktur der On- und Offliner im ersten Vierteljahr 2002 9
Abb.6: Haushalte mit Internetzugang im ersten Vierteljahr 2002 nach Haushaltszusammensetzung 10
Abb.7: Motive zur Nutzung des Internets 2007 13
Abb.8: Offliner in Deutschland 2002 bis 2007 14
Abb.9: Offliner: Gründe sich keinen Internetzugang anzuschaffen 2005 bis 2007 16
1
1. Einleitung
Das Internet ist ein junges Medium, welches zahlreiche neue Möglichkeiten in den verschiedensten Bereichen des Lebens eröffnet. Es ist „Forschungsraum (Wissenschaft), Lernraum (Schule- und Weiterbildung), öffentlicher Raum (Politik, Verwaltung), kultureller Raum (Kunst und Communities), wirtschaftlicher Raum (E- bzw. M-
Commerce) und privater Raum (Lifestyle).“ 1
Die Auswirkungen auf das Kommunikationsverhalten der Menschen sind somit ebenso vielfältig und revolutionär. Die Dichotomien von Inividual- und Massen-, öffentlicher und privater Kommunikation wurden weitgehend aufgelöst, asynchrone und Gruppenkommunikation wurde gestärkt und der Rezipient kann viel mehr auf Prozesse
einwirken und selbst zum Kommunikator werden. 2
Die Entwicklung des Internets und seine Ausbreitung verliefen dementsprechend unglaublich rasant und dynamisch. Während 1993 gerade einmal 500 Domains
registriert waren, liegt die Schätzung aller Seiten 2007 bei 8 Milliarden. 3
Aufgrund all dieser Fakten liegt es nah, die aktuelle Verbreitung von Onlinemedien innerhalb Deutschlands zu betrachten und eventuelle Schlüsse für die Zukunft daraus zu ziehen.
Daher wurden in dieser Arbeit aus Gründen der Aktualität auch keine Studien von vor 2002 verwendet. Denn ich möchte nicht die Frage der vergangenen Entwicklung, sondern die des derzeitigen Standes und dem daraus resultierenden Potenzial für die Zukunft klären.
Um einen vielfältigen Blick auf die Internetverbreitung zu werfen, wählte ich verschiedene Studien aus, was aber auch dazu führt, dass die Ergebnisse nicht eins zu eins vergleichbar sind. So wurde beispielsweise in manchen Studien die Reichweite nach Haushalten ausgewertet, in anderen wiederum nach Einzelpersonen. Dies ermöglicht es aber die Thematik aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
1 Marotzki, Winfried: Informationelle Selbstbestimmung als bilungstheoretischer Grundsatz am Beispiel
eines pädagogisch sinnvollen Umgangs mit dem Internet. In: Schäfer, Eva (Hrsg.),
Internet.Film.Fernsehen: Zur Nutzung aktueller Medien als Folie für Selbst- und Weltbilder. München:
KoPäd-Verlag, 2000, S. 18.
2 vgl. Eichmann 2000: 237.
3 vgl. van Eimeren/Frees 2007: 326.
2
Im Folgenden wird nur auf die generelle Nutzung eingegangen, aber nicht auf das konkrete Nutzungsverhalten, da dies den Umfang dieser Arbeit überschreiten würde und auch nicht wesentlich für die zukünftige Verbreitung des Internets ist.
2. Methodiken empirischer Studien
Mediennutzung im Allgemeinen, und auch die Internetnutzung im Speziellen, kann mit quantitativen sowie qualitativen Merkmalen beschrieben werden. Zu den quantitativen Indikatoren zählen beispielsweise Dauer, Tageszeit, Häufig- und Regelmäßigkeit der Nutzung, während unter qualitativen Aspekten die inhaltliche Nutzung oder auch die
Aufmerksamkeit bei der Rezeption verstanden wird. 4
Studien der Internetnutzung können methodisch in Beobachtung, mündliche oder schriftliche Befragung und Experimente eingeteilt werden. Des Weiteren unterscheidet
man zwischen „Online- und Offlineerhebungen“ 5 . „Dass gerade zum Thema Online-Nutzung besonders intensiv von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, Daten auch online zu erheben, verwundert auf Grund der Nähe von Untersuchungsgegenstand und
Erhebungsart nicht.“ 6 , meint Welker zur Logik der Onlinemethodiken. So kann anhand von Onlinestudien zwar nichts über den Anteil der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung ausgesagt werden, jedoch gewähren sie Aufschluss über die innere Struktur der Onliner.
Will man aber etwas über Nutzung und Nicht-Nutzung des Internets erfahren, muss auf offline gezogene Stichproben zurückgegriffen werden. Seit der hohen Zahl an Onlinenutzern ist es jedoch auch nicht mehr aufwendig repräsentative Ergebnisse zur Nutzung des Internets anhand von Offlinestudien zu erlangen. Vor beispielsweise 10 Jahren allerdings wäre dies nicht möglich gewesen, da der Anteil der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung so gering gewesen ist, dass eine Offlinestudie unzureichend repräsentative Ergebnisse zur Webnutzung erbracht hätte. Es wurden allerdings auch schon Studien durchgeführt, welche parallel zueinander Online- sowie Offlineerhebungen nutzen. Beispielhaft dafür ist „Online-Nutzung 1999/2000“ von TNS Emnid und ComCult Research. Hierbei wurden 26000 Haushalte
4 vgl. Welker 2000: 72.
5 Welker, Martin: Determinanten der Internet-Nutzung. Eine explorative Anwendung der Theorie es
geplanten Verhaltens zur Erklärung der Medienwahl. München: Verlag Reinhard Fischer, 2000, S.83.
6 Ebd., S.80.
3
telefonisch befragt, während 2000 weitere Personen über ein Online-Panel rekrutiert wurden. Bei derartigen Methoden geht es meist um die Herausstellung der Unterschiede
beider Erhebungsarten. 7
Mit Beobachtungen wird das Nutzungsverhalten kleinerer Nutzergruppen qualitativ ermittelt. Beteiligt sich ein Forscher selbst am Geschehen, wie zum Beispiel in Chats, spricht man von teilnehmender Beobachtung. Bei den Experimenten sind von Labor-
über Feld- nun auch Webexperimente möglich, die eine „Hybridform“ 8 der beiden ersten Gruppen bilden.
Da mittlerweile schon zahlreiche Studien zur Internetnutzung durchgeführt wurden, fällt auch auf, dass es oftmals zu voneinander abweichenden Ergebnissen kommt. Dieses Problem lässt sich durch die verschiedenen Nutzungsdefinitionen erklären. Auch wird teilweise nach der Möglichkeit der Nutzung durch Zugang zu oder Besitz von
9 Seit technischer Ausrüstung gefragt, andererseits aber nach der tatsächlichen Nutzung. der großen Verbreitung von Breitbandverbindungen und Flatrate-Verträgen stellt sich des Weiteren die Frage nach passiver Nutzung im Hintergrund, z.B. beim Downloaden von Dateien. Eine große Problematik speziell beim Online-Research ist die Selbstselektion der Probanden und die niedrige Hemmschwelle zum Teilnahmeabbruch oder zur Falschangabe.
In den in dieser Arbeit behandelten Studien wurden hauptsächlich die klassischen Offlinemethoden der Befragung verwandt. So sind die drei repräsentativen ARD/ZDF-Studien alle telefonisch durchgeführte Langzeitstudien mit Bundesbürgern ab 14 Jahren. Für „Massenkommunikation 2005“ wurden 4500 Personen mit Hilfe von computergestützten gesplitteten Telefoninterviews befragt. Das heißt, die Teilnehmer konnten nach der Hälfte der insgesamt cirka 50-minütigen Befragung entscheiden, ob sie fortfahren oder das Interview zu einem anderen Zeitpunkt beenden möchten. Bei den Onliner- und Offliner-Studien handelte es sich um einen zweistufigen Versuchsaufbau, bei dem aus 2618 Teilnehmern jeweils die Onliner von den Offlinern
7 vgl. Welker 2000: 84ff.
8 Welker (2000), S.100.
9 vgl. Welker 2000: 71.
Arbeit zitieren:
Diana Weschke, 2008, Die Nutzung und Reichweite des Internets in der BRD, München, GRIN Verlag GmbH
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