Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis III
1 Einleitung. 1
2 Begriffsbestimmung Managementkonzept 3
2.1 Begriff des Managements 3
2.2 Begriff des Konzeptes. 4
2.3 Begriff des Managementkonzeptes. 5
2.4 Despektierliche Begriffe 7
3 Funktionen von Managementkonzepten. 8
3.1 Offizielle Funktionen von Managementkonzepten 8
3.1.1 Wissenstransfer. 8
3.1.2 Objektivierungsfunktion 8
3.1.3 Ökonomischer Nutzen 8
3.2 Latente Funktionen von Managementkonzepten 9
3.2.1 Politfunktion. 9
3.2.2 Durchsetzungsfunktion 9
3.2.3 Legitimierungsfunktion. 10
3.2.4 Risikoreduktion durch Managementkonzepte. 11
4 Klassifikationen von Managementkonzepten 12
4.1 Inhaltliche Konzepte und Vorgehenskonzepte nach Ulrich 12
4.2 konstruktivistisch-technomorpher und systemisch-evolutionärer
Ansatz nach Malik. 13
4.3 Systematisierungsansatz nach Eschenbach und Kunesch 14
4.4 Bibliometrische Einteilung nach Teichert und Talaulicar. 15
4.5 Lebenszyklische Einteilung nach Fink 19
5 Relevante Akteure in der Entstehung und Verbreitung von
Managementkonzepten. 21
I
5.1 Akademische Akteure als Urheber und Kritiker von
Managementkonzepten 21
5.2 Berater als Distribuenten und Erzeuger von
Managementkonzepten 23
5.3 Unternehmen als Nutzer und Produzenten von
Managementkonzepten 24
6 Kritische Würdigung 25
6.1 Definition des Managementkonzeptes 25
6.2 Funktionen von Managementkonzepten 27
6.3 „Klassifikationen“ von Managementkonzepten. 31
6.4 Relevante Akteure im Umfeld von Managementkonzepten 36
7 Zusammenfassung 37
Literaturverzeichnis 41
II
Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Sieben Prämissen zum konstruktivistisch-technomorphen und systemisch-evolutionären Paradigma..............14 Tabelle 2: Typenzuordnung der Managementkonzepte ................18
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Systematik strategischer Konzepte nach Eschenbach und Kunesch ...............................................................................15 Abbildung 2: Der Lebenszyklus von Managementkonzepten .....21 Abbildung 3: The Rational Model of Management Knowledge
Dissemination ...............................................................................24 Abbildung 4: Die Wechselbeziehung von Academics, Businesses und Consultants als Netzwerk permanenter Interaktionsbeziehungen36
III
1 Einleitung
Sowohl in der theoretischen Betriebswirtschaftslehre als auch in der Unternehmenspraxis finden sich zahlreiche Managementkonzepte, die zur Lösung verschiedenster Probleme in der Unternehmensführung angeboten werden.
Diese werden von verschiedenen Akteuren aus dem akademischen Bereich, der Beratungsbranche und den Unternehmungen geschaffen, diskutiert, verbreitet und genutzt.
Der Begriff des Managementkonzeptes ist in der Literatur nicht genau definiert. Damit wird durch eine uneinheitliche Verwendung und unterschiedliche Auslegungen des Begriffes häufig keine Trennschärfe zu ähnlichen Begriffen mit anderer Bedeutung, wie z.B. Managementmoden oder Managementmodellen, erreicht. 1
Der intendierte Zweck von Managementkonzepten liegt in der Verbesserung der Marktsituation eines Unternehmens durch ökonomische oder legitimatorische Nutzenerhöhung. Dazu werden den Entscheidungsträgern einer Unternehmung allgemeine Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen gegeben, die ggf. an das jeweilige Umfeld angepasst werden müssen.
Die Funktion von Managementkonzepten muss differenziert betrachtet werden; hier ist insbesondere eine Unterscheidung in offizielle und latente Funktionen sehr wichtig, um die jeweilige Intention erfassen zu können. Die offiziellen Funktionen sind erkennbar auf das Wohl der Unternehmung gerichtet. Latente Funktionen werden häufig durch mikropolitische Prozesse hervorgerufen. Daneben wird die Wirkung des Unternehmens und des Managements von innerhalb und außerhalb betrachtet und bewertet.
Die wissenschaftlich-theoretische, insbesondere klassifizierende Aus-einandersetzung mit Managementkonzepten ist im Gegensatz zu ihrer Anzahl und ihrer Präsenz in der betriebswirtschaftlichen Literatur bis-
1 Vgl.auch Zielowski, C.: Managementkonzepte, 2006, S. 111
1
lang nur äußerst begrenzt vorhanden. Die Perspektive der veröffentlichten Arbeiten unterscheidet sich sehr stark, ebenso wie die Auswahl der zu klassifizierenden Konzepte. Dadurch ist ein direkter Vergleich der bisherigen Literatur deutlich erschwert. Einige Autoren konnten jedoch eine nachvollziehbare und aus der jeweiligen Sicht sinnvolle Einteilung vorhandener Konzepte vornehmen. Eine Klassifikation ist jedoch auf Grund der Schwierigkeit einer fehlenden Trennschärfe nicht gelungen, so dass man bisher eher von Typologien ausgehen sollte. Die maßgeblichen Akteure im Kontext von Managementkonzepten sind akademische Einrichtungen, Unternehmensberater und Unternehmen. Die Wissenschaft gilt als Urheber von Managementkonzepten. Eine weitere Funktion liegt in ihrer kritischen Würdigung im wissenschaftlichen Diskurs, um durch ihre fachliche Autorität eine Einschätzung anderer Konzepte zu bieten. Unternehmensberater bieten neben der Erstellung von Konzepten bereits bestehende zur Problemlösung an. Es ist durchaus möglich, dass Managementkonzepte von Unternehmensberatern entwickelt und weitergegeben werden. Ihre Rolle ist aber eher die des Distribuenten und weniger des Nachfragers. Unternehmen hingegen gelten als Konsumenten von Managementwissen, das teilweise über Beratungsfirmen oder Personaltransfer in die eigene Unternehmung gebracht wird. Da die zu lösenden Probleme jedoch in der Praxis auftreten, kann auch die Lösung aus dem Unternehmen selbst kommen. Durch Kommunikation des selbsterstellten Konzeptes kann das Unternehmen seinerseits zum Anbieter werden. Im Rahmen dieser Arbeit sollen bekannte Definitionen für die Begriffe Management, Konzept und Managementkonzept dargestellt und kritisch gewürdigt werden, insbesondere mit einer Abgrenzung zu ähnlichen, z.T. abfällig benutzten Begriffen. Es wird eine für diese Arbeit gültige Definition festgelegt.
Im Anschluss soll die Funktion von Managementkonzepten dargestellt werden. Hier wird besonders das Spannungsfeld der offiziellen und latenten Funktionen beleuchtet und insbesondere der ökonomische und legitimatorische Nutzen dargestellt.
2
Im Weiteren werden einzelne, bereits veröffentlichte Klassifikationen von Managementkonzepten und deren Kriterien vorgestellt. Es werden die Ansatzpunkte und die jeweilige Absicht dargestellt. Hiernach werden die relevanten Akteure aufgezeigt, die an der Entstehung, Verbreitung und Nutzung von Managementkonzepten beteiligt sind. Dabei wird besonders der Unterschied von der klassischen zur interaktiven Betrachtungsweise hervorgehoben. Im Anschluss an die Darstellung der einzelnen Bestandteile folgen die kritische Würdigung und die Zusammenfassung dieser Arbeit.
2 Begriffsbestimmung Managementkonzept
2.1 Begriff des Managements
Etymologisch ist der Ursprung des Begriffes Management lateinisch und leitet sich von „mansionem agere“ ab und bedeutet „das Haus für einen Eigentümer bestellen“.
Im wirtschaftlichen Bereich wird die Geschäftsführung oder die Leitung einer Organisation und Personen, die eine Vorgesetztenfunktion und Weisungsbefugnisse wahrnehmen, als Management bezeichnet. Es können mehrere Personen sein, die sich die Aufgaben und die Funktionen der Unternehmensführung teilen. Eine weite Verbreitung hat die Unterteilung der Funktionen in die Bereiche Planung, Organisation, Personalbereitstellung, Personalführung und Controlling gefunden. 2 Hierbei kann es zu Überschneidungen zwischen den einzelnen Bereichen kommen.
Des Weiteren beschreibt der Begriff Management die Tätigkeit der Unternehmensleitung. Damit umfasst es die Handlungen, die erforderlich sind, einen arbeitsteiligen Leistungserstellungsprozess zu steuern. 3 Diese Handlungen sollten ein gemeinsames Ziel verfolgen, das wie die Gewinnerzielung und Rentabilität eher taktisch oder die langfristige Überlebenssicherung des Unternehmens eher strategisch sein kann. Des Weiteren sind in der interpersonellen Managementtheorie die Begriffe
2 Vgl. auch Koontz, H./O'Donnell, C.: Principles of Management, 1955, o. S.
3 Vgl. auch Süß, S.: Managementkonzept, 2009, S. 113
3
Organisationsziele, Gruppenziele und Individualziele zu beachten. Es ist eine weitere Aufgabe des Managements, diese Ziele nach Möglichkeit zur Deckung zu bringen.
In dieser Arbeit soll der Definition von Süß gefolgt werden, die unter dem Begriff Management aus institutioneller Sicht alle Positionen mit Weisungsbefugnis oder Vorgesetztenfunktion in einem Unternehmen subsumiert. Aus funktionaler Sicht umfasst es die zur Steuerung eines arbeitsteiligen Leistungserstellungsprozesses notwendigen Handlungen. 4
2.2 Begriff des Konzeptes
Der Begriff des Konzeptes hat seine etymologische Wurzel im lateinischen concipere. Damit ist die Übersetzung der Ableitung conceptus das Erfasste, das Verfasste oder das Aufgenommene. Ulrich definiert ein Konzept als „einen Entwurf für etwas zu Gestaltendes“ 5 . Dies impliziert eine Abgrenzung von einer reinen Darstellung der Realität und beinhaltet eine Vorstellung über ein zukünftiges Ergebnis, das durch die Gestaltung erreicht werden soll. 6 Von besonderer Bedeutung seien hierbei nicht nur die Subsumierung aller wichtigen Einzelfaktoren, sondern auch deren Verzahnung und die Möglichkeiten, steuernd einzugreifen. 7
Um Missverständnisse zu vermeiden, muss der Begriff des Konzeptes besonders von ähnlich und z.T. synonym benutzten Begriffen wie The-orie oder Modell abgegrenzt werden.
Eine Theorie wird durch Deduktion gewonnen. Sie ist widerspruchsfrei, logisch und abstrakt zur Darstellung eines Realitätsausschnittes. Modelle dienen dazu, komplexe Sachverhalte vereinfacht, abstrahiert oder idealisiert darzustellen und unserem Verständnis leichter zugänglich zu machen.
4 Vgl. Süß, S.: Managementkonzept, 2009, S. 113
5 Ulrich, H.: Systemorientiertes Management, 2001, S. 86
6 Vgl. auch Ulrich, H.: Systemorientiertes Management, 2001, S. 86
7 Vgl. auch Ulrich, H.: Systemorientiertes Management, 2001, S. 86
4
Ein Konzept hingegen ist eine gedankliche Zusammenfassung von Gegenständen und Sachverhalten mit gemeinsamen Merkmalen. Damit übernimmt es eine „Mittlerfunktion zwischen Theorie und Praxis“ 8 . Die besondere Schwierigkeit ist die nicht vorhandene Trennschärfe unterschiedlicher Konzepte zueinander. Dadurch entstehen häufig Grenzbereiche oder Schnittmengen.
Konzepte können in der Praxis besser angewendet und übertragen werden, da sie die zu Erkenntnissen verdichteten Alltagserfahrungen nutzen, ohne eine Theoretisierung oder Abstraktion notwendig zu machen. Die wesentlichen Bestandteile und Interaktionen werden aufgenommen, die konkrete Ausgestaltung wird jedoch offen gelassen. Dies erleichtert die Übertragung und Anwendung von Konzepten in unterschiedlichen Bereichen.
Der allgemeine Begriff des Konzeptes muss auf verschiedene Bereiche übertragbar sein. Daher wird in dieser Arbeit die weit gefasste Definition von Ulrich übernommen und im Weiteren für den Begriff des Managementkonzeptes spezifiziert.
2.3 Begriff des Managementkonzeptes
Hofmann hat 2002 folgende Definition veröffentlicht: „Ein Konzept lässt sich auffassen als meist induktiv gewonnene, systematische Interpretation von Erfahrungen - mitunter verbunden mit einem Handlungswissen, das häufig unter einem generalisierten Begriff zusammengefasst wird. Managementkonzepte umfassen sowohl strukturelle Elemente als auch Managementpraktiken.“ 9
Er stellt des Weiteren fest, dass Managementkonzepte keine starren Gebilde sind, sondern durch ihre jeweilige Anpassung an eine Situation einem Wandel unterliegen können, aus dem neue Managementkonzepte entstehen können. 10
Managementkonzepte beruhen auf den Grundannahmen ihrer Entwickler. Die Entstehung des Erfahrungswissens, das zu einem Konzept
8 Scherm, E./Pietsch, G.: Theorien und Konzeptionen, 2004, S. 8
9 Hofmann, E.:„neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 6
10 Vgl. auch Hofmann, E.:„neue“ Managementkonzepte, 2002, S. 6
5
Arbeit zitieren:
Arne Behm, 2009, Managementkonzepte - Begriff, Funktion, Klassifikation, München, GRIN Verlag GmbH
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