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Das Parteiensystem und die Große Koalition

Die Entwicklung des deutschen Parteiensystems bis zur Großen Koalition 2005

Titel: Das Parteiensystem und die Große Koalition

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 25 Seiten

Autor:in: Matthias Dallinger (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 18. September 2005 wurde durch die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland eine seltene Situation geschaffen. Die Ergebnisse der Bundestagswahl dieses Tages sorgten für Verwirrungen. Auch Gerhard Schröder der Kanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zeigt ein eher unverständliches Auftreten an diesem Wahlabend. Er selbst bezeichnete später seinen TV-Auftritt, bei dem er sich zum Sieger erklärte, als „Suboptimal“ und verwies noch darauf, dass Alkohol keine Rolle spielte. Die vorliegende Arbeit rückt die Entwicklung des deutschen Parteiensystems in den Mittelpunkt. Anfangs wird der Frage nachgegangen, was eine Partei und das Parteiensystem grundlegend auszeichnet und wie diese Begriffe zu verstehen sind. Diese Fragen erlauben das verbesserte Verständnis für die Entwicklung des Parteiensystems, welche den Kern der Erarbeitung darstellt. Neben der Beleuchtung der Entwicklungslinie des Systems wird unterstützend nach der Beeinflussung durch die Koalitionskonstellation aus SPD und CDU/CSU gefragt. Die Fragen lauten folglich: Was ist eine Große Koalition? Was zeichnet das Parteiensystem aus? Wie entwickelte sich dieses System? Und abschließend: Welchen Einfluss bzw. welche Auswirkungen hat die Große Koalition aufs Parteiensystem?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Aufbau

2. Begriffsklärung

2.1 Regierungsbildung und Große Koalition

2.2 Partei und Parteiensystem

3. Entwicklung des deutschen Parteiensystems

3.1 Von 1945 bis zur „Deutschen Einheit“

3.1.1 Neuformierungsphase

3.1.2 Konsolidierungsphase

3.1.3 Pluralisierungsphase

3.2 Bis zur Bundestagswahl 2005

3.3 Das neue veränderte Parteiensystem

3.4 Zwischenfazit

4. Auswirkungen der Großen Koalition

4.1 Theoretische Auswirkungen auf das Parteiensystem

4.2 … auf das Parteiensystem

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Entwicklung des deutschen Parteiensystems von 1945 bis zum Jahr 2005 und untersucht dabei kritisch den Einfluss sowie die Auswirkungen der Großen Koalition auf die Parteienlandschaft.

  • Grundlagen der Regierungsbildung und Koalitionstypen
  • Historische Entwicklungslinien des deutschen Parteiensystems
  • Transformation vom Vier- zum fluiden Fünfparteiensystem
  • Theoretische und empirische Analyse der Großen Koalition
  • Rolle von Massenmedien und Politikverdrossenheit

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Am 18. September 2005 wurde durch die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland eine seltene Situation geschaffen. Die Ergebnisse der Bundestagswahl dieses Tages sorgten für Verwirrungen. Auch Gerhard Schröder der Kanzler und Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands zeigt ein eher unverständliches Auftreten an diesem Wahlabend. Er selbst bezeichnete später seinen TV-Auftritt, bei dem er sich zum Sieger erklärte, als „Suboptimal“ und verwies noch darauf, dass Alkohol keine Rolle spielte.

Die Folge dieser Wahl war die Bildung einer Regierungskoalition zwischen der SPD und der CDU/CSU, zum zweiten Male in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach dem Jahr 1966 war nun wieder eine Art Pattsituation entstanden. Rechnerisch war nur die „Zweierkoalition“ zwischen den zwei Volksparteien möglich. Da sowohl „Schwarz-Gelb“ als auch „Rot-Grün“ keine Mehrheit erlangte, stand neben der „Großen“ nur die „Dreierkoalition“ als Möglichkeit parat. Aber aufgrund inhaltlicher Differenzen, persönliche bzw. historisch bedingte Probleme mit der „Linkspartei“ wurde die Bildung einer Verbindung zwischen den beiden Großparteien praktisch zwingend.

Das Parteiensystem hatte sich verändert und brachte in seiner Geschichte wiedermal ein „Experiment“, „zeitlich begrenzte Ausnahme“ oder auch einen „verfassungspolitischen Ausrutscher“ hervor. Die Betitelungen für die „schwarz-rote“ Koalitionsvariante sind vielschichtig, wobei die negative Betonung stark überwiegt. Dies zeugt einerseits vom Unverständnis und anderseits von der Interesse an diesem „Regierungstypus“. Bei der Analyse der Großen Koalition ist ein Blick in die Entwicklungsgeschichte des Parteiensystems hilfreich. Dadurch können beeinflussende Faktoren erkannt werden und möglicherweise auf die Ursachen geschlossen werden. Auch könnte die Geschichte weitere Fragen zur gegenseitigen Einflussnahme von Parteiensystem und „Großen Koalition“ beantworten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Ausgangslage der Bundestagswahl 2005 und Darlegung der Relevanz einer historischen Betrachtung des Parteiensystems.

Begriffsklärung: Definition zentraler Begriffe wie Koalition, Regierungsbildung, Partei und Parteiensystem unter Einbezug politikwissenschaftlicher Typologien.

Entwicklung des deutschen Parteiensystems: Historische Periodisierung des Systems von 1945 bis 2005 in verschiedenen Phasen, von der Neuformierung bis zur fluiden Pluralisierung.

Auswirkungen der Großen Koalition: Untersuchung theoretischer Annahmen und empirischer Befunde zu den Konsequenzen der Großen Koalition auf den parlamentarischen Wettbewerb.

Schlussbemerkung: Fazit über die Zukunft des Parteiensystems und die Stabilität der Großen Koalition in einer sich wandelnden Parteienlandschaft.

Schlüsselwörter

Große Koalition, Parteiensystem, Bundestagswahl 2005, Parteien, Koalitionsbildung, Politische Partizipation, Mehrheitssuche, Fünfparteiensystem, Mediendemokratie, Fragmentierung, Volksparteien, Regierungsbildung, Politische Ideologie, Politikverdrossenheit, Wettbewerbssituation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des deutschen Parteiensystems und analysiert, inwiefern die Große Koalition des Jahres 2005 als Symptom oder als Verstärker von Veränderungsprozessen im Parteiengefüge zu werten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten zählen die Typisierung von Koalitionen, die historische Entwicklung seit 1945 sowie die Untersuchung der Auswirkungen von Großen Koalitionen auf Opposition und Wählerverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine historische Einordnung zu klären, welche Faktoren das heutige Parteiensystem formen und welchen Einfluss die Große Koalition konkret auf die Parteienlandschaft und deren Wettbewerb ausübt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptiv-analytische Methode angewandt, die auf einer Literatur- und Quellenanalyse der Politikwissenschaft basiert und historische Entwicklungen anhand politischer Phasen nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine detaillierte historische Analyse der Parteienentwicklung (von 1945 bis 2005) und eine anschließende Prüfung der Auswirkungen der Großen Koalition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Große Koalition, Parteiensystem, Fünfparteiensystem, Koalitionsbildung, Wettbewerbsdynamik und politische Fragmentierung.

Wie hat sich das deutsche Parteiensystem laut Autor seit 1945 verändert?

Das System wandelte sich von einer frühen Neuformierung über ein stabiles Drei- und später Vierparteiensystem hin zu einem heutigen, „fluiden Fünfparteiensystem“ mit höherer Fragmentierung.

Inwieweit lässt sich der Aufstieg von Kleinparteien direkt auf die Große Koalition zurückführen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Große Koalition zwar als Katalysator wirken kann, aber nicht die alleinige Ursache für den Wandel ist, da die Trends zur Fragmentierung bereits vor 2005 bestanden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Parteiensystem und die Große Koalition
Untertitel
Die Entwicklung des deutschen Parteiensystems bis zur Großen Koalition 2005
Hochschule
Technische Universität Chemnitz  (Institut für Politikwissenschaft)
Autor
Matthias Dallinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V146035
ISBN (eBook)
9783640564668
ISBN (Buch)
9783640564408
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Parteiensystem Große Koalition fluides Parteiensystem Geschischte des deutschen Parteiensystems Parteien Bundestagswahl Demokratie CDU SPD Linke Gerhard Schröder Angela Merkel Auswirkungen der Großen Koalition aufs Parteiensystem Opposition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Dallinger (Autor:in), 2009, Das Parteiensystem und die Große Koalition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146035
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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