Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Zeugen Jehovas 3
3. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) 9
4. Scientology. 14
5. Die Manson-Familie. 20
6. Fiat Lux 23
7. Fazit. 28
8. Bibliographie. 29
2
1. Einleitung
In Anbetracht seiner Endlichkeit versuchte sich der Mensch immer wieder an heilsgeschichtlich-deterministischen Gedankenkonstrukten, um seinen weiteren Weg vorzuzeichnen. In spirituelle Konzepte geformt, spielen solche Gedankenwelten über die Zukunft des Menschen, vor allem innerhalb von religiösen Sekten eine gewichtige Rolle. Diese Tendenz soll im Zuge dieser Arbeit anhand mehrerer Beispiele versucht werden zu eruieren. Die Auswahl der einzelnen Glaubensgemeinschaften beschränkt sich dabei auf den Zeitraum ab dem 19.Jahrhundert bis in die heutige Zeit und geht auf die Absicht des Autors zurück, exemplarisch auf das Selbstverständnis und Zukunftsbild bekannterer spiritueller Gruppierungen einzugehen. Dazu werden im Folgenden die religiösen Sekten Zeugen Jehovas, Mormonen, Scientology, Manson-Familiy und Fiat Lux untersucht werden. Der Autor ist sich dabei der Tatsache bewusst, dass im Rahmen einer Arbeit von dieser Kürze das Thema keinesfalls erschöpfend behandelt werden kann, hofft aber einen guten Einblick in das behandelte Feld zu geben.
2. Zeugen Jehovas
Die Endzeit nach den Vorstellungen der Zeugen Jehovas kündigte der aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania stammende Charles Tazè Russell erstmals im Laufe der 1870er Jahre an. Als selbsternannter Prophet verkündete er, dass Jesus Christus angesichts der bevorstehenden Endzeit 1874 in die „Weltensphäre“ gekommen sei. Seine heilsgeschichtlichen Vorstellungen versuchte Russel mit apokalyptischen und in adventistischer Tradition stehenden Berechnungsmodi zu untermauern, indem er willkürlich Werte, wie etwa die angegebene Jahreszahl der babylonischen Zerstörung Jerusalems, aus der Bibel heranzog. 1
Aus den Ergebnissen interpretierte Russell eine heilsgeschichtliche Chronologie, nach welcher die Menschheitsgeschichte im Jahre 4126 v. Chr. begann und insgesamt 6000 Jahre andauern sollte. Neben dem sich daraus ergebenen Jahr 1874 für die Hehrniederkunft Christi berechnete Russell eine Apokalypse für 1914. 2 Botschaften dieser Art scheinen vor allem in Zeiten der Krise und des Umbruchs zu wirken. 3 So auch bei Russel, dessen Ankündigungen
1 Helmut Obst, Apostel und Propheten der Neuzeit. Gründer christlicher Religionsgemsinschaften des 19. und
20. Jahrhunderts, Göttingen 2000, S. 411.
2 Marion Bayerl, Die Zeugen Jehovas. Geschichte, Glaubenslehre, religiöse Praxis und Schriftverständnis in
spiritualitätstheologischer Analyse (Geist und Wort 2), Hamburg 2000, S. 114ff.
3 Obst, Apostel, S. 411.
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angesichts des herannahenden Jahrhundertwechsels neben Endzeitfurcht auch hoffnungsvolle Zuversicht auslösten und sich dadurch als effizienten Missionsmittel für seine Bewegung erwiesen.
Dieser Umstand wird in Anbetracht der Mitgliederzahlen deutlich, wobei die anfänglich kleine Glaubengemeinschaft durch Umstrukturierungen und Reformen permanent wuchs, später im Jahre 1965 schließlich die Millionengrenze überschreiten sollte 4 und heute fast sieben Millionen Mitglieder weltweit zählt. Betrachtet man die Mitgliederzahlen genau, so nahmen sie im Laufe der Geschichte immer wieder sprunghaft ab, ausschließlich immer als Reaktion auf mehrere apokalyptische Fehlprognosen. 5
Aufgrund der Überzeugung, dass sich der heilsgeschichtliche Verlauf innerhalb biblischer Passagen verbirgt und sich somit anhand der Bibel auch apokalyptische Prophezeiungen wie das genaue Datum der Apokalypse ermitteln lassen würden, trugen die Zeugen Jehovas bis 1931 den Titel „Bibelforscher“. 6
Entgegen den Prognosen Russells fand die Apokalypse im Jahre 1914 nicht statt. In Folge versuchte das WTG-Management die enttäuschte und im Zuge des Nichteintritts stark zurückgegangene Anhängerschaft bei der Stange zu halten, indem die Organisation daraufhin ihrerseits mehrere doppeldeutige Vorhersagen stellte, die sogar so weit gingen, dass sie die Prognosen Russels nicht nur relativierten, sondern ihnen auch in einem beträchtlichem Maße widersprachen. So sei Russel ein Interpretationsfehler in seinen Visionen unterlaufen, da er laut herausgegebener Erklärung den Beginn des Ersten Weltkriegs gesehen habe und diesen fälschlicherweise als vermeintliches „Harmageddon“ gedeutet habe. Doch auch, wenn das „Harmageddon“ noch nicht stattgefunden hatte, so sei doch Jesus in die „Weltenspähre“ eingetreten. Eigentlich ein Widerspruch angesichts der Tatsache, dass Russell die Hehrniederkunft von Jesus Christus in früherer Zeit schon auf das Jahr 1874 festgelegt hatte. 7 Trotz der ersten fehlgeschlagenen Endzeitprognose, fixierte Russell bereits nach kurzer Zeit einen neuen Termin für die Apokalypse. Demnach sollte sich der Weltuntergang nun 1918 vollziehen, wobei Russell die Gewissheit über eine zweite Fehlprognose aufgrund seines Todes im Jahre 1916 verwehrt wurde. 8
Russell hinterließ durch seinen Tod kein Machtvakuum innerhalb der Organisation, da er in seinem Testament ein siebenköpfiges Führungskomitee bestimmte, welches die Geschäfte
4 Ebd., S. 431.
5 Bayerl, Zeugen, S. 119.
6 Andreas Fincke/Matthias Pöhlmann, Kompass. Sekten und religiöse Weltanschauungen. Ein Lexikon,
Gütersloh 2004, S. 231ff.
7 Obst, Bann, S. 420f.
8 Bayerl, Zeugen S. 29f.
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weiterführen sollte. Da zwei der bestimmten Mitglieder verhindert waren, wurden diese durch zwei nachrückende Personen ersetzt. Unter diesen beiden befand sich auch der Geschäftsmann und Rechtsanwalt der „Watch Tower Society“ Joseph F. Rutherford, welcher 1917 zu Jahresbeginn auf der Jahreshauptversammlung der WTG zum Nachfolger Russells bestimmt wurde. Zuerst noch in seinem Spielraum durch Mitglieder des Russell’schen Führungskomitee gehemmt, gelang es ihm seine Macht schrittweise auszubauen und die Organisationsstruktur der Gesellschaft seinen Vorstellungen und Machtansprüchen nach grundlegend zu verändern. 9
Während Rutherford zahlreiche glaubenstechnische und organisatorische Reformen durchführte, welche das Bild seiner Glaubensgemeinschaft nachhaltig scharf konturierten, wie etwa die Einführung der verpflichtenden Missionstätigkeit für Mitglieder, 10 versuchte er sich wie Russell auch an heilsgeschichtlichen Prognosen. Rutherford prophezeite hierbei nicht nur die Apokalypse für das Jahr 1925, sondern auch die gleichzeitige Wiederkunft alttestamentarischer Propheten wie Abraham. 11 Als auch seine Voraussage nicht eintrat und die Glaubengemeinschaft wiederum mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen hatte, verkündete Rutherford sich in Zukunft nicht mehr verbindlich festlegen zu wollen. Er versichere seinen Gläubigen aber, dass die Apokalypse noch zu ihren Lebzeiten stattfinden und nach wie vor, dass ein exklusiver Platz im Reich Gottes für sie bereitstehen würde. Für letzteres Versprechen bemühte Rutherford die Zahl 144.000, welche auf Berechnungen zu den 12 biblischen Stämmen Israels basierte. 12
Ein grundlegendes Problem, dass 1931 aber auftrat war der Umstand, dass aufgrund der immer noch ausstehenden Apokalypse und der starken Mitgliederzuwächse am Ende der 1920er Jahre die 144.000 Plätze an der Seite Gottes zur Neige gingen. Ursprünglich wurde geglaubt, dass wenn die Mitgliederzahl 144 000 erreicht sei, Jesus wiederkommen würde. 13 Darauf reagierend führte Rutherford ein Zweiklassensystem ein, wonach Funktionäre, Würdenträger, Auserwählte und bis 1931 geborene Zeugen Jehovas einerseits in den Himmel auffahren und an der Seite Gottes die Erde regieren würden. Die übrigen Gläubigen, innerhalb der Glaubengemeinschaft auch „andere Schafe“ genannt, dürften den neuen Bestimmungen
9 Obst, Apostel, 422ff.
10 Hugo Stamm, Im Bann der Apokalypse. Endzeitvorstellungen in Kirchen, Sekten und Kulten, Zürich -
München 1998, S. 301f.
11 Bayerl, Zeugen, S. 29.
12 A.Wolfgang Mischitz, Jehovas Zeugen und ihre Umwelt. Zwischen Aneignung und Abwehr, Wien 2003, S.
24f.
13 Friederike Valentin, Das Ende ist nahe. Naherwartung und Parusieverzögerung bei Sekten und religiösen
Sondergruppen, in: Hans Gasper/Friederike Valentin (Hrsg.), Endzeitfieber. Apokalyptiker,
Untergangspropheten, Endzeitsekten, Freiburg im Breisgau 1997, S. 41.
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der WTG-Führung nach aber im Anschluss an die Schlacht von „Harmageddon“ im irdischen Paradies leben, welches Jesus Christus dann unsichtbar vom Himmel herab regieren wird. 14 Nachfolger von Rutherford, der 1942 zu Jahresbeginn verstarb, wurde Nathan Homer Knorr, 15 der nichts aus den fehlgeschlagenen Prognosen seiner Vorgänger zu lernen schien und verkündete, dass Adam laut biblischen Berechnungen im Jahre 4026 v. Chr. geboren worden sei und die Menschheitsgeschichte eine Gesamtdauer von 6000 Jahren haben würde. Diese Zeitspanne wurde aus der Annahme abgeleitet, dass die einzelnen Tage während der Erschaffung der Welt durch Gott nicht einen einzelnen Tag, sondern jeweils 1000 Menschenjahre dauern würden. Ergänzt man nun das Geburtsjahr und die berechnete Gesamtdauer ergibt sich das von Knorr prognostizierte Jahr 1975 für den Beginn der Apokalypse. Vermutlich aufgrund der Furcht vor einer wiederholten Blamage, welche wiederum einen starken Mitgliederschwund mit sich gezogen hätte, versuchte das Management die Prognose wieder abzuschwächen je näher das besagte Jahr rückte. 16 Unter Frederik Williams Franz als vierter Präsident der WTG-Gesellschaft wurde die Lehrmeinung vertreten, dass Jesus Christus im Jahre 1914 den Thron der Himmelsregierung bestiegen habe und von dort aus unsichtbar die Welt regieren würde. 17 Hinsichtlich des Zeitpunkts für das jüngste Gericht steht in einer Ausgabe der Zeitschrift Wachturm aus den 70er Jahren unter anderem geschrieben „Die Generation von 1914 wird nicht vergehen“, und dass die Dauer einer Generation 70 Jahre beträgt. Nachdem auch das aus diesen Berechnungen hervorgegangene Jahre 1984 ohne größere Zwischenfälle verstrich, ergänzte man die Dauer der „letzten Generation“ um 10 Jahre, wonach es 1994 soweit hätte sein müssen. 18 In einer 1989 ausgesendeten Mitteilung der WTG-Zentrale aus Brooklyn hieß es dazu: „Alle Geschehnisse deuten daraufhin, dass die Nationen sich einem großen Höhepunkt nähern. ‚Harmageddon’ steht vor der Tür und es ist der aufrichtige Wunsch vieler Menschen dieser Katastrophe zu entgehen und die Rettung im ewigen Leben zu finden.“ 19 Und auch 1993 propagierte man im Wachturm das vermeintlich bevorstehende Ende: „Jesus kam im Jahre 1914 in seiner Herrlichkeit. Er ging mit all seinen Engeln in die Offensive, indem er seine dämonischen Feinde angriff und aus dem Himmel warf. Was gemäß seinem Gleichnis danach geschah, lässt uns erkennen, dass dadurch, dass sich Jesus
14 Stamm, Bann, S. 301.
15 Eva Maria Kaiser/Ulrich Rausch, Die Zeugen Jehovas. Ein Sektenreport, München 1998, S. 131f.
16 Stamm, Bann, S. 302f.
17 Kaiser/Rausch, Sektenreport, S. 137-140.
18 Stamm, Bann, S. 302f.
19 Ebd.
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auf einen Thron der Herrlichkeit setzte, eine Gerichtszeit während seiner Gegenwart dargestellt wird.“ 20
Das Jahr 1994 nahm seinen Lauf und das Management der WTG musste sich ein neues Argument für die ausbleibende Apokalypse überlegen. Seit 1994 wurde daher kein genaues Datum oder Jahr mehr für einen drohenden Weltuntergang prognostiziert, obwohl das WTG-Management noch am Ende des Jahre 1994 über die Zeitschrift „Erwachet“ verkünden ließ „Da nun schon 80 Jahre seit 1914 vergangen sind, können wir offensichtlich sehr bald mit der Befreiung durch Gottes Königreich rechnen.“ 21
Mit dem Slogan „Millionen jetzt lebender Menschen würden niemals sterben“ 22 warben die Zeugen Jehovas um neue Mitglieder und viele davon lebten „eine letzte Generation“ lang im Gewissen in absehbarer Zeit erlöst zu werden. Statt an den Prophezeiungen zu zweifeln, was aber die versprochene Erlösung gefährdet hätte, richteten viele ihr Leben und ihren Alltag an das bevorstehende Jüngst Gericht aus mit der Folge, dass sie ihre apokalyptische Todessehnsucht mit ins Grab nahmen. 23
Wie versucht wurde darzustellen wurde die Endzeitlehre der Zeugen Jehovas im Laufe der Zeit mehrmals neu ausgelegt. Nach den heutigen Lehren wurde mit dem Sündenfall der universale Herrschaftsanspruch Jehovas durch Satan in Zweifel gezogen. Seit jenem Zeitpunkt existiert laut Zeugen Jehovas eine Streitfrage zwischen Jehova und Satan. 24 Laut aktuellen eschatologischen Ansichten bestieg Jesus Christus im Oktober 1914 schließlich den Himmelsthron, wodurch der Endkampf gegen Satan eingeleitet wurde. 25 Demnach befinden wir uns gerade in einer Endzeit.
Den eschatologischen Vorstellungen der Zeugen Jehovas nach wird kurz vor Anbeginn der „Schlacht von Harmageddon“ die „Große Hure von Babylon“ vernichtet, welche allegorisch für alle „falschen Religionen“ steht. Darauf beginnt die „Schlacht von Harmageddon“, wobei die beiden Begriffe die große Bedeutung des Geschehens untersteichen, sich aber nicht auf einen konkreten Ort beziehen. Nach mehreren verfehlten Vorraussagen für das genaue Datum, verweißt die WTG gegenwärtig auf den vagen Umstand, dass der Beginn der Schlacht sehr nah wäre. 26
20 Ebd., S. 302ff.
21 Ebd., S. 303.
22 Kaiser/Rausch, Sektenreport, S. 130.
23 Stamm, Bann, S. 303.
24 Joachim Müller, Apokalypse. Botschaften der Angst oder Frohbotschaft? (Informationen zur neuen religiösen
Szene 12), Freiburg im Breisgau 1999, S. 18ff.
25 Ebd.
26 Bayerl, Zeugen, S. 80ff.
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„Auf der Seite Jehovas werden Christus Jesus und alle Heere des Himmels kämpfen. Christus wird die himmlischen Heere, die auch mächtigen Engeln bestehen anführen.“ 27 Gegner werden Satan und seine dämonischen Bundesgenossen sein, welche aber im Kampf gegen Jesus Christus deutlich unterliegen. In Folge erwarten die Ungläubigen zahlreiche Plagen und Seuchen, auf welche in den Ausführungen der Zeugen Jehovas betont durch Bibelstellen und bildlichen Darstellungen häufig eingegangen wird. 28
Nach der „Schlacht von Harmageddon“ wird Satan aber noch nicht vernichtet, sondern vorerst gefesselt und damit zu einer tausendjährigen Untätigkeit verdammt, da er noch mal benötigt wird, um den göttlichen Heilsplan zu vollenden. Kurz nach der Schlacht entrücken 144.000 Auserwählte in den Himmel und regieren gemeinsam mit Jesus Christus alias Erzengel Michael die Erde. Unter den Auserwählten befinden sich neben den Zeugen Jehovas aus der Moderne auch biblische Charaktere wie Noah, Sarah, Abraham oder die zwölf Apostel darunter. Die übrige Menschheit wird in drei Kategorien eingeteilt. Dabei ist für die erste Gruppe, in welcher sich etwa Pharisäer, Jesuskritiker oder Mitglieder der falschen Glaubensvorstellungen, allen voran der katholischen Kirche, eine Auferstehung schlicht unerreichbar. Für die Mitglieder der zweiten Kategorie hingegen besteht die Möglichkeit auf Probe auferstehen zu können, da sie durch verschiedene Umstände, wie etwa durch ihre Existenz vor dem Leben Russels, nicht die Möglichkeit bekamen den Glauben der Zeugen Jehovas anzunehmen. Die dritte Gruppe bilden gläubige Zeugen, die keinen Platz mehr unter den 144.000 Auserwählten gefunden haben und dadurch eine Existenz im Tausendjährigen Reich auf Erden antreten, 29 welche zunächst „die Erde säubern und die Ruinen dieses alten Systems beseitigen. Nie wieder wird jemand ohne gute Nahrung und annehmbare Wohnbedingungen leben. Wie schön wird es dann sein, in den Wäldern spazieren zu gehen und eine Weile von einem Löwen oder vielleicht von einem großen Bären begleitet zu sein. Die Alten werden wieder jung. Dann wird es keine Todesannoncen mehr geben, sondern freudige Berichte über die Auferstandenen.“ 30 Für jene auf der Erde wird Gott aber weiterhin unsichtbar bleiben.
27 Ebd.
28 Klaus-Dieter Pape/Gary Lukas Albrecht (Hrsg.), Zeugen Jehovas, in: Harald Baer/Hans Gasper (Hrsg.),
Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen. Orientierungen im religiösen Pluralismus,
Freiburg 2005, Sp. 1416-1418.
29 Bayerl, Zeugen, S. 81f.
30 Müller, Apokalypse, S. 19.
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Hubert Feichter, 2009, Religiöse Sekten und ihr Bild von der Zukunft der Menschheit, München, GRIN Verlag GmbH
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