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Anhangsübersicht
Anhang 1: Kontinentaleuropäische und angloamerikanische Rechnungslegung im Vergleich Anhang 2: Auswahl wesentlicher gesetzlicher Vorschriften zur Harmonisierung der externen Rechnungslegung Anhang 3: Rechnungslegung in der EU ab 2005 bzw. 2007 Anhang 4: Determinants of accounting quality Anhang 5: Ausgewählte Einflussfaktoren auf die Harmonisierungsstrategie
Abkürzungsverzeichnis
Anh. Anhang BilReG Bilanzrechtsreformgesetz bzw. beziehungsweise DRSC Deutsches Rechnungslegungs Standards Comitee e. V. EG Europäische Gemeinschaft etc. et cetera / und so weiter EU Europäische Union EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft HGB Handelsgesetzbuch IAS International Accounting Standards IASB International Accounting Standards Board IFRS International Financial Reporting Standards i. V. m. in Verbindung mit KapAEG Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz KonTraG Gesetz zur Kontrolle und Transparenz Nr. Nummer S. Seite TransPuG Transparenz- und Publizitätsgesetz US-GAAP United States-Generally Accepted Accounting Principles Vgl. Vergleiche z. B. zum Beispiel
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Gliederung
1. Einführung 1
2. Harmonisierung der Rechnungslegung in Europa
2.1 Divergenz der externen Rechnungslegungssysteme 1
2.2 Motive für eine Harmonisierung der Rechnungslegung 2
2.3 Rechtliche Internationalisierung der Rechnungslegung. 5
3. Hindernisse / Konflikte im Harmonisierungsprozess
3.1. Maßgeblichkeit von Umweltfaktoren als Ursache
unterschiedlicher Rechnungslegungssysteme 7
3.2 Harmonisierung durch Standardisierung? 8
3.2.1 Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse
in der Literatur 9
3.2.2 Stellungnahme 11
4. Resümee und Ausblick 13
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1. Einführung
Im Zuge der Globalisierung agieren und/oder expandieren europäische Firmen heute zunehmend über ihre landeseigenen Grenzen hinaus. Insbesondere die verstärkte Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung auf internationalen Märkten macht eine adäquate Vergleichbarkeit von Unternehmen mittels externer Berichterstattung fast unumgänglich. Durch die internationale
Vereinheitlichung von Rechnungslegungsgrundsätzen soll diesem Anliegen einer effizienten Kapitalallokation zwischen den Marktteilnehmern Rechnung getragen werden.
Im Europäischen Binnenmarkt wird diese Vereinheitlichung durch die Europäische Kommission mit Verordnung 1606/2002 forciert, welche ab 2005 bzw. 2007 die verbindliche Anwendung der IAS/IFRS in der Rechnungslegung von kapitalmarktorientierten Unternehmen vorschreibt. Vor diesem Hintergrund setzt sich die vorliegende Arbeit zunächst mit den Motiven und den einhergehenden rechtlichen Maßnahmen zur Harmonisierung der externen Rechnungslegung in Europa auseinander. Im Folgenden wird auf Hindernisse bzw. Konflikte im Harmonisierungsprozess näher eingegangen. Dazu werden - ausgehend von einer Erläuterung maßgeblicher Umweltfaktoren als Erklärung unterschiedlicher Rechnungslegungssysteme - aktuelle ausgewählte Forschungsergebnisse ergebnisfixiert 1 hinsichtlich dieser
Fragestellung reflektiert, um sodann zu einer persönlichen Stellungnahme zu gelangen. Auf eine Schwerpunktsetzung wurde hier explizit verzichtet, um aufgrund des limitierten Umfangs der Arbeit einem allgemeinen Einblick in die Thematik Vorrang zu geben.
Diese Arbeit ist ausschließlich auf die externe Rechnungslegung für kapitalmarktorientierte Unternehmen mit regionalem Schwerpunkt Europa ausgerichtet.
2. Harmonisierung der Rechnungslegung in Europa
2.1 Divergenz der externen Rechnungslegungssysteme
Grundsätzlich basiert das externe Rechnungswesen auf normierten Regelungen, die unternehmensextern durch Dritte vorgegeben und verpflichtend einzuhalten sind. 2
Auf nationaler Ebene divergieren diese Gesetzmäßigkeiten. Dies begründet sich vor allem in unterschiedlichen Ausprägungen der Bedürfnisse und
1 Keine detaillierte Darstellung. Hierzu wird auf die entsprechende Literatur verwiesen.
2 Vgl. Müller, M. (2006), S. 45
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Zwecksetzungen eines Landes hinsichtlich seiner Rechnungslegung. Zwei übergeordnete Rechnungslegungsphilosophien lassen sich in diesem Zusammenhang feststellen - als grobe Strukturierung zwar denn trennscharfer Differenzierung, doch mit entscheidender praktischer Relevanz: die kapitalmarktorientierte, sprich investor- und somit informationsorientierte, angelsächsische Rechnungslegung sowie die gläubigerschutzorientierte kontinentaleuropäische Rechnungslegung. 3 Anhang 1 zeigt stichwortartig eine Gegenüberstellung beider Systeme.
Eine große Rolle bei der Entwicklung dieser Rechnungslegungssysteme spielt das sozioökonomische Umfeld eines Landes, spezifisch wirtschaftliche, politische und kulturelle Umweltbedingungen. Einflussfaktoren 4 dieser Art können u. a. das jeweilige Rechtssystem, die vorherrschende Kapital- und Eigentümerstruktur, das Steuersystem und/oder der Entwicklungsstand wirtschaftsprüfender Berufe eines Landes sein. 5
2.2 Motive für eine Harmonisierung der Rechnungslegung
Harmonisierung im Rahmen dieser Arbeit versteht sich als rationale zweckverträgliche gegenseitige Anpassung der verschiedenen vorher erwähnten Rechnungslegungssysteme. Sie ist abzugrenzen vom Begriff der Standardisierung, die terminologisch deutlich enger gefasst ist. Standardisierung zielt im Vergleich zur Harmonisierung auf die Eliminierung aller Rechnungslegungsunterschiede ab, wogegen letztere -nur- die Eliminierung sich gegenseitig ausschließender Regelungen impliziert und abweichende Regelungen ohne bedeutenden logischen und inhaltlichen Widerspruch fortbestehen lässt. 6 Thema dieser Arbeit ist die Harmonisierung in diesem Sinne.
Ausgangspunkt für die derzeitige Situation und Perspektive des Rechnungswesens bildet die Internationalisierung, sprich der
Globalisierungsprozess der Weltwirtschaft. 7
Betraf die zunehmende Internationalisierung der Geschäftstätigkeit, u. a. auf den Beschaffungs-, Absatz- und Finanzmärkten, und damit einhergehend der
3 Vgl. Spanheimer, J. (2002), S. 24
4 Eine nähere textliche Erläuterung der Einflussfaktoren und ihrer spezifischen Auswirkungen
auf die Gestaltung des Rechnungswesens bleibt an dieser Stelle der Arbeit außen vor. Es wird
auf Kapitel 3 dieser Arbeit verwiesen.
5 Vgl. Wussow, S. (2004), S. 25
6 Vgl. Spanheimer, J. (2002), S. 107
7 Vgl. Hebeler, C. (2003), S. 12
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immer stärker hervortretende globale Wettbewerb, anfangs nur Großunternehmen, stehen heute vermehrt auch mittelständische und kleine Unternehmen, u. a. durch Agitation von Niederlassungen im Ausland, dieser Herausforderung gegenüber. 8 Aufgrund der immanent steigenden Komplexität, z. B. durch wachsende globale Verflechtungen innerhalb der Unternehmensstrukturen von Konzernen, führen parallel existierende, sprich national angewandte Rechnungslegung zu erschwerter Handhabung, daraus folgend zu Akzeptanz- und Verständnisproblemen sowie Interpretations- und Kommunikationsschwierigkeiten unter den Marktteilnehmern. 9 Flowers sagt hierzu: „The financial reporting requirements of the various member states are a major feature of the business environment and can add considerably to the costs of operating in another member state, particularly if these requirements differ significantly from those of the enterprise’s home country. If the requirements ...... are inconsistent, ...., their effects can be most harmful.“ 10 Somit erzeugt der beschriebene Trend den Bedarf internationaler Rechnungslegungsnormen, die in der globalen wie auch nationalen Unternehmenswelt inklusive Kapitalmärkte allgemeingültig akzeptiert und verstanden werden.
Ein weiterer wichtiger Harmonisierungsgrund repräsentiert die zunehmende Kapitalmarktorientierung der Unternehmen, darunter wird hier speziell die „Ausrichtung an den Erfordernissen der Kapitalmärkte, insbesondere im Sinne des Shareholder Value-Ansatzes“ 11 verstanden. Wussow beschreibt als solche den „...gewachsenen Einfluss von institutionellen Anlegern auf börsennotierte Unternehmen und der Trend der weltweiten Kapitalbeschaffung...“. 12 Demnach genügen nationale Kapitalmärkte dem zunehmenden unternehmerischen Kapitalbedarf nicht mehr und verstärken die Ausrichtung auf grenzüberschreitende Kapitalaufnahme im Ausland. Um diese zu ermöglichen, bedarf es vergleichbarer Rechnungslegungsdaten, ferner auch um den Zugang zu internationalen Börsen zu gewährleisten, welche oftmals als Voraussetzung die Aufstellung der Jahresabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards abverlangen. 13 Folge ist ein steigender Druck auf
8 Vgl. Müller, M. (2006), S. 43
9 Ebenda, S. 44
10 Flowers, J. (2004), S. 99
11 Hebeler, C. (2003), S. 39
12 Wussow, S. (2004), S. 33
13 Vgl. Wussow, S. (2004), S. 33
Arbeit zitieren:
Dörthe Krüger, 2009, Harmonisierung der externen Rechnungslegung in Europa, München, GRIN Verlag GmbH
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