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Inhaltsverzeichnis
1 Problemaufriss 2
2 Emanzipation von 1935 bis 2000. 2
2.1 Der Aufstieg der Frau in der Pahlavi-Dynastie 2
2.2 Frauenbewegungen in Folge der
„Islamischen Revolution“ 3
2.3 Die Stellung der Frau in der Regierungszeit
Ahmadinezhads. 5
3 Zusammenfassung 6
4 Bibliografie 7
Emanzipation in Iran - Teilhabe der Frauen in Politik und Arbeitswelt
von 1935 bis 2000
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1 Problemaufriss
Wenn man sich heute die Situation in Iran vor Augen führt, so wird schnell klar, dass sich Iran sowohl politisch und gesellschaftlich als auch wirtschaftlich in einer Übergangsphase befindet. Begründet ist dies durch den Zusammenprall von vorherrschenden und traditionellen Gegebenheiten mit modernen und westlich geprägten Besonderheiten und Rollenmodellen. (vgl. Handler/ Kasbauer 2003, S.28) Dies wird insbesondere in der Betrachtung der politischen Stellung der Frau deutlich, welche von Gegensätzen und Konfrontationen mit dem männlichen, in Iran privilegierten Geschlecht gekennzeichnet ist. Wie sich der oben genannte Zusammenprall darstellt und an welchen Stellen in der Gesellschaft und in der Politik sich Frauen orten lassen, wird im Folgenden anhand von verschiedenen politischen Phasen aufgezeigt.
2 Emanzipation von 1935 bis 2000
2.1 Der Aufstieg der Frau in der Pahlavi-Dynastie
Der 8. Februar 1935 wurde in Iran zum „Tag der Frauenbefreiung” (Kazemi-Trensch 2003, S.170) erklärt, sodass sich die Zeit der monarchischen Pahlavi-Dynastie durchaus als Sinnbild für die Herauskristallisierung der Frauenbewegung bezeichnen lässt. In dieser organisierten sich Frauen, die meist der Oberschicht angehörten, „in häuslichen Versammlungen, in Vereinen und zivilgesellschaftlichen, pädagogischen und medizinischen Institutionen“ (Chafiq 2009). Unabhängig von der Regierungspolitik konnte dabei eine geringe Zahl von Frauen tiefgreifende Veränderungen erreichen, die besonders das Leben des weiblichen Geschlechts in den Städten betrafen. So ergaben sich größere Chancen für Ausbildungen und im Erlangen von Arbeitsplätzen in den urbanen Regionen. Vor allem die Zahl der weiblichen Studierenden stieg drastisch an und stellte schon bald 30 Prozent aller Studierenden in Iran dar. (vgl. ebd.) Der damit verbundene allmähliche Trend der Alphabetisierungsrate und das 1963 verabschiedete Gesetz, das Frauen erlaubte alle Berufszweige ergreifen zu dürfen, führte zu einem gesellschaftlichen Bild, in dem Frauen in verschiedenen Berufen tätig waren, was nicht zuletzt durch die ansteigende Frauenbeschäftigung auf 9 bis 13 Prozent zeigte. (vgl. ebd.; Pahlavi
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Emanzipation in Iran - Teilhabe der Frauen in Politik und Arbeitswelt von 1935 bis 2000
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_____________________________________________________________________________________________________ 2000) Mit dem Eintritt in den öffentlichen Dienst, besonders in das Amt des Lehrers, wurde 1935 der Grundstein für die weitere Integration der Frau in Wirtschaft, Politik und Kultur gelegt, sodass im Jahr 1977 777 Frauen als Dozentinnen und 454 Frauen als Ärztinnen arbeiteten. Weiterhin waren zahlreiche Frauen als Sängerinnen, Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Musikerinnen tätig. (vgl. Kazemi-Trensch 2003, S.170)
Diese Zeit brachte aber nicht nur Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt, sondern ermöglichte es den Frauen auch ihr Wahlrecht wahrzunehmen und selbst gewählt zu werden, sodass im Jahre 1973 eine Minister- , vier amtierende Senatoren- und 17 Abgeordnetenstellen im Nationalrat von Frauen besetzt wurden. (vgl. ebd.) Dennoch zeigte sich die politische Freiheit nur begrenzt. Die Diktatur des Schahs, die steigende Korruption und „der Mangel an zivilgesellschaftlichen Aktivitäten verhinderten die Erweiterung der Reformpolitik [und sorgten so für] den Niedergang der unabhängigen Frauenbewegung“ (Chafiq 2009). Politische Bemühungen gab es zwar noch immer, insbesondere unter höhergestellten Frauen, diese konnten sich aber aufgrund der fehlenden Freiheit und Unterstützung weder entwickeln noch ausreichend verbreiten.
Trotz dieser Hemmnisse seitens der Regierung und der durch Männer dominierenden Gesellschaft, lässt sich diese Zeit dennoch als Geburtsstunde feministischer Willensbildung und Teilhabe an öffentlichen Angelegenheiten bezeichnen. Besonders die Öffnung der Berufswahl stellte sich als wichtiges Merkmal integrationsfördernder Politik dar.
2.2 Frauenbewegungen in Folge der „Islamischen
Revolution“
Die „Islamische Revolution“ von 1978/79 brachte zunächst wieder Wind in die Segel der Frauenrechtlerinnen. Ihre intensive Beteiligung und die Teilhabe vieler weiterer Frauen brachte dieses gesellschaftliche Thema zurück auf die Bühne. So musste Ayatollah Khomeini von seinem in den 1960er Jahren gepredigten Hass auf Gleichberechtigung und dem damit verbundenen sozialen Verderben absehen. Er lobte die weibliche Teilnahme an der Revolution und sprach in diesem Zusammenhang „sogar von gleichen Rechten zwischen Mann und Frau im Islam“
___________________________________________________________________ Emanzipation in Iran - Teilhabe der Frauen in Politik und Arbeitswelt von 1935 bis 2000
Arbeit zitieren:
Michel Beger, 2009, Emanzipation in Iran - Teilhabe der Frauen an Politik und Arbeitswelt, München, GRIN Verlag GmbH
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