1. Einleitung
2. Fragestellung a
3. Definition „Moral“
4. Fragestellung b
5. Beispiele Wirkung des Fußballsports
- Argentinien
- Frankreich
- Kamerun
- Nachahmungsverhalten
6. Wechselbeziehung Spiel- und Alltagswelt (Model Court)
7. Umkehrschluss Model Court
8. Lösungsansätze
9. Abschließende Beantwortung Fragestellung a+b (Fazit)
10. Literaturverzeichnis
(1)
Zum Ende der Halbserie der Fußball Bundesligasaison 2002/03 stand ein Thema bei den Medien im Vordergrund, welches mit dem sportlichen Spiel Fußball an sich nichts zu tun hat: Das Verhalten der Spieler gegenüber dem Schiedsrichter bei vermeintlichen Fehlentscheidungen und Art und Weise des Umgangs mit Gegner und Mitspieler.
Zwar sind dies immer wiederkehrende Diskussionen, bei jeder „Schwalbe“, bei jeder gelben oder sogar roten Karte wegen „Meckerns“ und bei abwertenden Gesten gegenüber des Unparteischens gibt es ein Nachspiel in TV, Rundfunk oder den Printmedien, aber in Anbetracht des im letztem Jahr ungewöhnlich aggressiven Echos in den Vereinen und der Öffentlichkeit und vor allem der sich zuspitzenden Situation im Ausland, ist durchaus ein aktueller Bezug herzustellen. (2)
Nun möchte ich nicht einzelne Gesten und Ausdrücke, die auf dem Spielfeld dargeboten werden, darstellen und bewerten, sondern das Thema als Ganzes, unter einer moralischen Sichtweise betrachten und somit den Versuch unternehmen, einen Brückenschlag zur Philosophie zu führen. Ist es moralisch gut, wenn öffentliche Personen vor ein Millionenpublikum den Schiedsrichter anpöbeln? Was ist falsch daran, wenn ein Spieler für seine Mannschaft versucht, einen Elfmeter zu ermogeln oder vom Schiedsrichter eine Karte für den Gegenspieler zu fordern?
Wie hoch kann der Preis sein, um ein Spiel zu gewinnen? Wo befindet sich die Grenze zwischen öffentlicher Vorbildfunktion und persönlichen Erfolg? Eine allgemeingültige Antwort auf diese Fragen kann es nicht geben, da sie alle auf einen bestimmten Sachverhalt hinauslaufen: dem gesellschaftlichen Verständnis von Moral! Jegliche Empörung oder Unverständnis, die als Reaktion auf die oben genannten beispielhaften Situationen eintreten, sind
Arbeit zitieren:
Thomas Letzian, 2003, Wirkungswelt des Fußballsports - sportliche Ethik vs. Allgemeine Ethik, München, GRIN Verlag GmbH
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