Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Das Fernsehen t Eine Einführung nach Postman 3
3. Transparente Geheimnisse 5
3.1 5 'Z uv Ƶo
3.2 Da 'Z uv 'Áo 6
3.3 'Z uv , v P ºvder Politik 7
3.4 'Z uv À v rankheiten und anderen Übeln 7
4. Kind versus Erwachsener t Der Zugang zu Wissen 8
5. Zugangsbedingungv ( v M 9
6. Bestehende Gefahren? 11
6.1 Die Bedrohung des Schamgefühls und der Höflichkeitsformen 11
6.2 Die Bedrohung von Autorität und Neugier 14
7. Über den Vorwµ ( c Z vZ o Pl 14
8. 15 m cD v Uc vZ µvc'Z uv
9. Was Neil Postman uns verschweigt 17
10. Resümee 21
11. Bibliographie 23
1
1. Einleitung
]µ]vv̵vPu]&PvZucsZÁ]vv
<]vZ]^ 1 konzentriert sich im vorliegenden Text auf die sich verstärkenden Einflüsse des Mediums Fernsehen und den daraus resultierenden Konsequenzen. Im Hinblick auf die bestehende Referenz dieses Teilkapitels zur Gesamtthematik des Buches ergibt sich die Fragestellung, inwieweit das Fernsehen als Apparat der Transformation von privatem zu öffentlichem Wissen fungiert und ob dadurch bedenkliche Auswirkungen für soziale Strukturen, im Speziellen für die `Kindheit´ als gefährdete Kategorie, entstehen. Daher müssen im Folgenden das Medium Fernsehen und seine Funktion, die vermittelten Informationsinhalte und der Zugang zu diesen sowie die Bedeutung der Zugänglichkeit für den Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen eingehend untersucht werden. Zusätzlich soll die Stringenz des Textes anhand eines kritischen Gegentextes überprüft werden.
2. Das Fernsehen Eine Einführung nach Postman
Die offensichtlich propagierte Kritik Neil Postmans 2 zielt hier µZo]o]Z µ( D]µu &vZvU µ( c D]µu }ov vZºooµvP^~^XõóX/vµo]ZPv̵vP̵vv/vµuvv Informationsvermittlung entstehen explizite Definitionsansätze zum Medium Fernsehen, die verschiedene inhärente Eigenschaften aufzeigen sollen. Deren Folgen für gesellschaftliche Entwicklungen werden wiederum auf moralischer Ebene analysiert.
Postman kreiert durch eine sehr exemplarische Einleitung dieses Kapitels eine gewisse Voreingenommenheit, der sich der Leser ohne reflektiertes Herangehen kaum entziehen kann. So wird auf eine Reihe amerikanischer Fernsehsendungen verwiesen, die verschiedene Themen Á] Á /vÌ } ,}u}Ƶo] c]vPv^ ~^XõôU Á}] ] v dieser Stelle wertende Attribute untergebracht sind. Der primäre Eindruck wird demnach aus der Vorstellung begründet, Fernsehen sei eine große Psychoshow, deren Inhalte alleinig der Ausreizung gesellschaftlicher Tabuthemen dienen (vgl. S.98). Sicherlich ist die Banalisierung bestimmter Themen durch das Fernsehen eine Problematik, die einer gründlichen Überprüfung bedarf, dennoch stellt die Hervorhebung dieses Aspekts eine Reduzierung des Fernsehens in seiner Gesamtform auf eine negative Komponente dar. Damit macht sich Postman das subjektive Urteilsvermögen der Leser von Beginn an zunutze. Die Ausgangsposition des Textes fragt direkt nach den Gründen der zwanghaften Publikmachung cPu~v <µoµ^ ~^Xõô µv u] Àµvvv ]v]uv
Angelegenheiten. Darauf basierend folgen Erklärungsversuche, die indirekt einige Aussagen zur Begriffsbestimmung von Fernsehen mitliefern. &vZv Á] }Á}Zo o c]oo]Z^ µZ o cPPvÁÌv]U u] >]ZPZÁ]v]Pl] }]v D]µu^ beschrieben, dessen Aufgabe darin besteht, Informationen nicht nur zu
uuovU}vv]µZ̵cÁPv^~^XõôX^}u]loW}uv] Kurzlebigkeit von Fernsehbeiträgen, denen dadurch jede Möglichkeit zur Durchführung einer gründlichen Analyse der Informationen entzogen wird. Im Gegensatz dazu steht das Buch. Dessen Funktion ist es, Ereignisse [(̵Zov[U ̵ Z]À]v µv ]vPZv - je nach Thema mehr oder weniger wiederholt - zu untersuchen, womit es nach Postman die Rechtfertigung für seinen Status als Medium erhält (vgl. S.98).. Da das Fernsehen auf Unmengen von zu verarbeitenden Themen angewiesen ist, ist es auch nicht wählerisch, vielmehr muss es jeden beliebigen Stoff nutzen, um interessant zu bleiben. Was das Fernsehen bietet, ist in Postmans Augen eine Produktion vorwiegend artifizieller Ereignisse t immer im Hinblick auf kommerzielle Profite. Er bezieht sich hinsichtlich v µ( ] Ì]ZvµvP cWµ}-]Pv]^ ~^Xõô Ì]] vZ u Historiker Daniel Boorstin. Es werden also Ereignisse geschaffen, deren Bedeutung allein darin liegt, hohe Einschaltquoten zu erzielen, und das Publikum zufrieden zu stellen (vgl. S.99). Die ursprüngliche Berichterstattung über die, der Wirklichkeit entsprechenden Ereignisse tritt so in den Hintergrund. Dabei werden die Bedürfnisse des Publikums wiederum auch nur durch die Fernsehprogramme selbst geschaffen, das heißt, es entstehen unmittelbar Gewohnheiten in Bezug auf den Fernsehkonsum, die auf keinen notwendigen und somit realen Bedürfnissen basieren.
Insofern ergibt sich die berechtigte Frage nach der Notwendigkeit des Fernsehens. Was Postman nicht ausdrücklich äußert, was aber aus seinen Schlussfolgerungen unweigerlich hervorgeht, ist seine absolute Verweigerung, das Fernsehen als ein notwendiges Medium anzuerkennen. Inwieweit das in µuuvZvP u] u csZÁ]vv <]vZ]^ steht, soll Kernfrage dieser Arbeit sein. Unter diesem Aspekt ist eine präzise Beleuchtung der These, die besagt, dass Fernsehen dazu dient, privates Wissen publik zu machen, unabdingbar. Grundlage für Postman bietet die Ausschlachtung }PvvvbdµZuv[]viPo]Z&}uÀ}v&vZvµvPvU]
nun eine Talk Show, eine Fernsehserie oder ein Werbespot (vgl. S.98). Privates Wissen öffentlich machen, bedeutet, dass ein bestimmter Vorrat an Wissen, d ̵À} vµ ]v ]uuv 'µ À}v b]vPÁ]Zv[ zugänglich war, in diesem Fall durch das Fernsehen plötzlich für eine breite Masse verfügbar ist. Diese Erklärung erfolgt über den Bezug auf G.B. Shaw 3 , (ooU ci µ(v ]v Verschwörung gegen die >]vZ(^]~^XíìíXµP]]Z(ºW}uvUµZ}Ì]o Gruppierungen in einer solchen Weise geprägt sind, als dass den Angehörigen dieser Gruppe Informationen bereit gestellt werden, während sie Außenstehenden hingegen unzugänglich bleiben (vgl. S.101). Diese Aussage tendiert zu einer Definition sozialer Kategorien, auf die im Kapitel 4 näher eingegangen werden soll.
3. Transparente Geheimnisse
Da im vorliegenden Text die Beziehung Kind versus Erwachsener (}lµ]Á]UvµÌW}uvvµµl[ÁZvvPZ]uv][
(S.107) für den Anteil privaten Wissens, der im Fernsehen veröffentlicht wird. Worin diese Geheimnisse im Wesentlichen bestehen, führt er akribisch auf.
uäsïï¡
Eine bekannte, viel diskutierte Rolle spielt dabei der Aspekt der Sexualität. Im Text unterteilt er sich einerseits in das Problem des 'µZÀ}v<]vvoc}]ZKil^Uvrseits in den Aspekt µZoZµvP iPo]Z cµµl(}uv uvZo]Z ^Ƶo]^ (S.108). Letzteres zeigt sich in der Verwendung sekundärer Geschlechtsmerkmale zu allen sich anbietenden Gelegenheiten und öffentlichen Diskussionen zu verschiedenen Themen der Sexualität. Um
Arbeit zitieren:
M.A. Theresa Schmidt, 2004, Textinterpretation zu Neil Postman: „Das Medium der totalen Enthüllung“, München, GRIN Verlag GmbH
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