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Die Semantik von Bildern

Titel: Die Semantik von Bildern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 40 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Brockmeier (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Fachkommunikation, Sprache
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Begriff der Semantik am Paradigma der Sprache entwickelt wurde und sodann untersucht, ob und wie er sich auf Bilder übertragen lässt.
Zu diesem Zwecke werden zunächst verschiedene Teildisziplinen der Semantik vorgestellt und dann in Bezug auf Bilder geprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Semantik – Die Sprache als Paradigma

2.1 Referenzsemantik

2.2 Strukturelle Semantik

3 Semantik von Bildern

3.1 Die Ähnlichkeitstheorie

3.2 Goodmans Ansatz

3.3 Der Gegenentwurf von Klaus Sachs-Hombach

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, zwei konträre bildsemantische Ansätze kritisch gegenüberzustellen und zu untersuchen, wie bildliche Bedeutung konzipiert werden kann, ohne dabei in eine rein sprachwissenschaftlich geprägte Semantik zu verfallen. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie Bilder als Zeichen fungieren, wobei besonders der Konflikt zwischen der klassischen Ähnlichkeitstheorie und systemtheoretischen Ansätzen beleuchtet wird.

  • Kritische Analyse der Referenz- und strukturellen Semantik im bildwissenschaftlichen Kontext.
  • Auseinandersetzung mit der Ähnlichkeitstheorie und deren Grenzen bei der Bildanalyse.
  • Diskussion des symboltheoretischen Ansatzes von Nelson Goodman.
  • Vergleich und Bewertung des Gegenentwurfs von Klaus Sachs-Hombach zur Bildsemantik.
  • Untersuchung der Bedeutungskonstitution durch pragmatische und wahrnehmungsorientierte Ansätze.

Auszug aus dem Buch

3.2 Goodmans Ansatz

Das Problem an der Behandlung von Goodmans Symboltheorie in dieser Arbeit liegt darin, dass Goodman keine gesonderte, zusammenhängende Bildsemantik formuliert hat. In seinem für die Symboltheorie zentralen Werk lautet die zentrale These gerade, dass der wesentliche Unterschied zwischen Sprache und pikturalen Symbolen eben nicht in der Semantik liegt, sondern in der Syntax. Um diese These zu untermauern, legt Goodman eine ausführliche Argumentation gegen die Ähnlichkeitstheorie vor – wie im vorherigen Kapitel ansatzweise wiedergegeben – in der er zu beweisen versucht, dass die semantischen Unterschiede nur vermeintliche sind.

Zugleich sollte man jedoch nicht davon ausgehen, dass die Semantik von verbalen und pikturalen Symbolsystemen einfach identisch ist. Bereits in der Einleitung hatte ich darauf hingewiesen, dass es sprachsemantische Fragestellungen gibt, die sich nicht einmal übersetzen lassen. Eine solch egalisierende Position würde Goodman sicherlich nicht gerecht werden. Das lässt sich schon daran erkennen, dass aus referenzsemantischer Sicht die Denotation die primäre Bezugnahmerelation für Sprache ist, für Bilder hingegen ist die Exemplifikation die weitaus wichtigere Relation. Durchforstet man Goodmans Werk nach Thesen zur Bildsemantik, so zeigt sich, dass er dabei besonders vier semantische Aspekte von Bildern immer wieder betont: Erstens ist die Grundlage jeder Symbolisierung für Nelson Goodman Bezugnahme im Allgemeinen. Zweitens ist für Bilder die Exemplifikation die wichtigste Form der Bezugnahme. Drittens ist der Systemcharakter wiederum für alle Symbole notwendig und für pikturale Symbolsysteme ist viertens die semantische Dichte entscheidend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die kritische Gegenüberstellung zweier Bildsemantiken vor und thematisiert die Herausforderung, bildliche Bedeutung jenseits rein sprachbasierter Paradigmen zu analysieren.

2 Semantik – Die Sprache als Paradigma: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Referenz- und strukturellen Semantik und hinterfragt, inwiefern diese sprachwissenschaftlichen Disziplinen auf Bilder übertragbar sind.

2.1 Referenzsemantik: Hier wird das klassische Konzept der Referenz als Symbol-Objekt-Relation kritisch betrachtet und die Problematik der Etiketten-Theorie sowie der Bedeutungskonstitution in Sprachspielen diskutiert.

2.2 Strukturelle Semantik: Dieser Abschnitt beleuchtet die Bedeutung von Zeichen innerhalb eines Systems und betont, dass Bedeutung nicht isoliert, sondern durch das Prinzip der Differenz und den Kontext konstituiert wird.

3 Semantik von Bildern: Das Kapitel führt in die bildsemantische Problematik ein, insbesondere in die Frage, wie Bilder Bedeutung erlangen, wenn sie nicht bloß auf Ähnlichkeit reduziert werden.

3.1 Die Ähnlichkeitstheorie: Eine Untersuchung der Mimesis-Lehre und der Kritik daran, insbesondere durch Denker wie Nelson Goodman, der die Unzulänglichkeit des Ähnlichkeitsbegriffs für eine präzise Bildanalyse aufzeigt.

3.2 Goodmans Ansatz: Darstellung der vier zentralen semantischen Aspekte von Bildern nach Goodman, mit Fokus auf Bezugnahme, Exemplifikation, Systemcharakter und semantischer Dichte.

3.3 Der Gegenentwurf von Klaus Sachs-Hombach: Analyse von Sachs-Hombachs bildtheoretischem Ansatz, der versucht, die Ähnlichkeitstheorie durch einen internalisierten Ähnlichkeitsbegriff und die Einbeziehung der Wahrnehmungskompetenz zu retten.

4 Fazit: Eine abschließende Synthese der diskutierten Bild-Semantiken, die das Scheitern rein referenzsemantischer Ansätze konstatiert und den Bedarf an weiteren, interdisziplinären Forschungen unterstreicht.

Schlüsselwörter

Bildsemantik, Ähnlichkeitstheorie, Nelson Goodman, Referenzsemantik, Strukturelle Semantik, Bildwissenschaft, Klaus Sachs-Hombach, Exemplifikation, Denotation, Repräsentation, Wahrnehmungskompetenz, Symbolsystem, Bedeutungskonstitution, Semantische Dichte, Linguistic turn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Möglichkeiten und Grenzen von Bildsemantiken und vergleicht dabei die Entwürfe von Nelson Goodman und Klaus Sachs-Hombach vor dem Hintergrund der allgemeinen Semantik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Ähnlichkeitstheorie, die Referenzsemantik, der Systemcharakter von Symbolen sowie die Frage, wie Bilder durch Wahrnehmung und Konventionen Bedeutung erlangen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Ansätze zur Bildsemantik, um herauszufinden, ob und wie bildliche Bedeutung wissenschaftlich fassbar ist, ohne sie auf rein sprachliche Konzepte zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literatur- und Diskursanalyse basiert, indem sie die Thesen der genannten Philosophen und Bildwissenschaftler analysiert und miteinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die sprachwissenschaftlichen Grundlagen der Semantik, dann die Kritik an der Ähnlichkeitstheorie und schließlich die spezifischen Bildsemantiken von Goodman und Sachs-Hombach detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Bildsemantik, Ähnlichkeitstheorie, Referenz, Symbolsystem, Exemplifikation und der "linguistic turn".

Was ist Goodmans zentrales Argument gegen die Ähnlichkeitstheorie?

Goodman argumentiert unter anderem, dass Ähnlichkeit weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für Repräsentation ist und dass jede Bildbedeutung erst durch ein Symbolsystem und dessen interne Konventionen etabliert wird.

Wie versucht Sachs-Hombach die Ähnlichkeitstheorie zu modernisieren?

Sachs-Hombach schlägt einen "internalisierten Ähnlichkeitsbegriff" vor, der nicht mehr auf einer physikalischen Abbildung basiert, sondern auf der menschlichen Wahrnehmungskompetenz, etwas als etwas zu erkennen.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Semantik von Bildern
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar: Sprache und Bild: die Spannung zwischen ‚iconic’ und ‚linguistic turn’
Note
1,3
Autor
Daniel Brockmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
40
Katalognummer
V146549
ISBN (eBook)
9783640575527
ISBN (Buch)
9783640575466
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Semantik Sprache Bild Bilder Bildwissenschaft Sprachwissenschaft Goodman Nelson Goodman Klaus Sachs-Hombach Sachs-Hombach Referenzsemantik Strukturelle Semantik Ähnlichkeitstheorie Peirce Ludwig Jäger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Brockmeier (Autor:in), 2008, Die Semantik von Bildern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/146549
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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