Wahrnehmung und Bewertung von Frauen in Führungspositionen - 2 -
Inhaltsverzeichnis
Zusammenfassung S. 3
Einleitung S. 4
1. Theoretische Grundlagen 5
1.1 Deskriptive und präskriptive Normen als Klassifizierungsmöglichkeit 5
1.2 Soziale Stereotype 5
1.3 Geschlechtsstereotype 6
1.4 Labor- vs. Feldstudien 7
2. Befunde 7
2.1 Führungsmerkmale und Führungsstile 7
2.2 Das „think-manager-think-male“ Phänomen 8
2.3 Das physische Erscheinungsbild 8
2.4 Der „head-of-the-table“ Effekt (HOT) 9
2.5 Das “lack-of-fit -Modell 9
2.6 Rollenkongruenztheorie 10
3. Diskussion 10
Literaturverzeichnis S 12
Wahrnehmung und Bewertung von Frauen in Führungspositionen - 3 -
Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage wie Frauen, die in einer Führungsposition tätig sind, von anderen Personen wahrgenommen werden und wie sie hinsichtlich ihrer Führungsqualitäten bewertet werden.
Die Untersuchung bzw. Beantwortung der Frage findet immer im Vergleich mit einer männlichen Führungsperson statt. Es werden Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten, aber auch Veränderungen in Wahrnehmung und Bewertung von Frauen und Männern in der Führung herausgearbeitet.
Die vorherrschenden Geschlechtsstereotype üben in diesem Zusammenhang einen bedeutsamen Einfluss auf das Bild der Managerin bzw. des Managers aus, doch ist dieser Einfluss recht unterschiedlich in Feld- und Laborstudien. Verschiedene Untersuchungsergebnisse zeigen auf, dass sich das Bild der Managerin im Wandel befindet, aber immer noch der Mann in der Position des Managers eine so genannte Vormachtsstellung einnimmt. Einerseits wird eine Person in einer Führungsposition vorrangig mit einem Mann assoziiert, andererseits werden einem Mann die besseren Führungsqualitäten zugeschrieben.
Doch neuste Studien zeigen, dass nicht hauptsächlich das biologische Geschlecht einen Einfluss auf die Zuschreibung von Führungskompetenz hat.
Wahrnehmung und Bewertung von Frauen in Führungspositionen - 4 -
Wahrnehmungund Bewertung von Frauen in Führungspositionen
Warum sind Frauen im Management so drastisch unterpräsentiert? In den westlichen Industrienationen liegt der Frauenanteil im mittleren Management bei etwa 8%, im Topmanagement bei ca. 2% (Domsch & Lieberum; Wunderer & Dick; Statistisches Bundesamt, zit. v. Rosenstiel & Wegge, 2004, S. 511). Nicht nur in der Wissenschaft, gerade auch in der Öffentlichkeit ist diese Thematik viel diskutiert. Wissenschaftliche Erklärungen wurden aus zwei sehr unterschiedlichen Forschungsparadigmen geliefert. Einerseits wird die Unterpräsentation der Frau aus einem personenzentrierten Ansatz heraus erklärt. Geschlechtsspezifische
Persönlichkeitseigenschaften spielen hier eine ausschlaggebende Rolle, das bedeutet, dass die geschlechtsspezifische Sozialisation und die damit verbundenen Rollenerwartungen sowie das Selbstbild der Frau ursächlich sind für den geringen Frauenanteil im Management. Andererseits erklärt der situationszentrierte Ansatz, dass die Belastung durch familiäre Aufgaben, die vorherrschende Männerkultur, die unterprivilegierte Position der Frau und ihre erschwerten Zugänge zu informellen Netzwerken zu einer Unterpräsentation führen (Riger und Galligan, zit. nach v. Rosenstiel & Wegge, 2004, S. 511).
Arbeit zitieren:
Dipl.-Psychologin Franziska Sinnig, 2007, Wahrnehmung und Bewertung von Frauen in Führungspositionen, München, GRIN Verlag GmbH
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