Die Interaktion zwischen Moderator und Teilnehmern als Wirkungsgrößen des Moderationserfolgs II
Inhaltsverzeichnis
Einf ührende Fragestellung 1
Definition Moderator 2
Definition und Etymologie Moderation 2
Idealtypischer Prozess einer Moderation 3
Literaturzverzeichnis 7
Die Interaktion zwischen Moderator und Teilnehmern als Wirkungsgrößen des Moderationserfolgs 1
Einführende Fragestellung
Die Moderation erfreut sich zunehmender Popularität 1 . Dies ist kaum verwunderlich, hat sie sich doch als ein zuverlässiges Instrument bewährt, wenn es darum geht innerhalb einer Diskussion Prozesse transparent zu machen, Ziele abzuleiten und Ergebnisse zu liefern. Kommunikation und Problembewältigungskompetenz sind zunehmend wichtige Faktoren im Alltag, insbesondere auch in der Berufswelt 2 . Hier gewinnt die Moderation als Verständigungsinstrument zunehmend an Bedeutung. Bekannte Anwendungsbereiche liegen hierbei in der Organisationsgestaltung, dem Projektmanagement sowie der Arbeit in Projektgruppen 3 .
Spannend ist die Frage nach den Erfolgsbedingungen eines Moderationsprozesses. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass sich die Moderation gegenüber anderen Formen der Gesprächsführung besonders in der Führung durch einen Dritten unterscheidet. Diese Rolle wird dem Moderator zu Teil 4 . Er ist demnach konstitutiver Bestandteil des Moderationsbegriffs.
Zu klären ist daher, inwieweit neben dem Engagement der Teilnehmer auch das Verhalten des Moderators Einfluss auf den Verlauf und das Ergebnis einer Moderation nimmt. Aufgrund der charakterisierenden Stellung des Moderators soll nachfolgend untersucht werden, inwiefern sein vieldiskutiertes Rollenverhalten den Ausgang und den Erfolg einer Moderation beeinflusst. Um eine seriöse Aussage über die Wirkungsgröße des Moderators und der Diskussionsteilnehmer treffen zu können soll dazu zunächst eine kurze begriffliche Abgrenzung erfolgen, wonach die Termini Moderation und Moderator grob umrissen werden. Im Fokus der Betrachtung steht dabei der komplette Ablauf eines Moderationsprozesses. Um ein abschließendes Fazit ziehen zu können, wird auch untersucht werden, was genau unter dem Erfolg einer Moderation verstanden wird. Die Untersuchung bezieht sich dabei vorwiegend auf den Kontext der Berufswelt.
1 Vgl. Hartmann, M./ Rieger, M./ Funk, R., Zielgerichtet moderieren, 2007, S. 134.
2 Vgl. Gehm, T., Kommunikation im Beruf, 2007, S. 211.
3 Vgl. Merchel, J., Organisationsgestaltung in der sozialen Arbeit, 2005, S. 82.
4 Vgl. LeMar, B., Menschliche Kommunikation im Medienzeitalter, 2001, S. 238.
Die Interaktion zwischen Moderator und Teilnehmern als Wirkungsgrößen des Moderationserfolgs 2
Definition Moderator
Die berechtigte Frage, wodurch sich die Moderation von anderen professionellen Gesprächszusammenhängen unterscheidet, führt zwangsläufig zur Rolle des Moderators. Der Begriff des Moderators ist nicht einheitlich belegt. Die Literatur nennt hierzu unterschiedliche Definitionen 5 . Funktional beschreiben diese das Wesen des Moderators jedoch sehr ähnlich 6 . Demnach ist dieser den Teilnehmern einer Moderation nicht notwendigerweise hierarchisch höher gestellt. Er wahrt während der Moderation Neutralität und Toleranz und ist frei von Werturteilen. Zu beachten ist hierbei, dass sich die Neutralität auf die Inhalte der Diskussion bezieht, nicht aber auf die dem Gespräch zugrundeliegenden Regeln. Demnach agiert der Moderator als Garant für einen möglichst produktiven Gesprächsraum während der Moderationssituation 7 . Innerhalb dieses Raums können Austausch- und Arbeitsprozesse ohne hierarchisch oder persönlich bedingte Befangenheiten stattfinden.
Definition und Etymologie Moderation
Maßgebenden Einfluss auf das allgemeine Verständnis von Moderation nahmen die in den 90er-Jahren aufkommenden TV-Moderationen. Diese richteten sich sehr stark an den Belangen der Zuschauer aus. Erste Priorität war es, Einschaltquote zu generieren. Das Begriffsverständnis von Moderation als einer ergebnisorientierten Technik der Gesprächsführung ist daher weit weniger populär als das Verständnis von Moderation im Sinne eines Unterhaltungsprogramms. Gerade im geschäftlichen Kontext ist jedoch die Ergebnisorientierung maßgebend. Zwar soll auf tiefschürfende etymologische Exkurse an
dieser Stelle verzichtet werden 8 , relevant für den Fokus der Arbeit ist jedoch die lateinische Bedeutung des Wortes Moderation. Übersetzt steht dies für „mäßigen“, „lenken“, und „einrichten“. Interessant ist folglich die Frage, wie dominant der Moderator in seiner Rolle als Prozesslenker und Gesprächsleiter agieren soll. Besteht seine Aufgabe vor dem Hintergrund dieser Erklärung in der Mäßigung, Beschwichtigung oder gar Maßregelung der Moderation und ihrer Teilnehmer?
5 Vgl. Doppler, K./ Lauterburg, C., Change Management, 2005, S. 278.
6 Vgl. Malorny, C./ Langner, M. A., Moderationstechniken, 2007, S. 11.
7 Vgl. Drescher, P., Moderation von Arbeitsgruppen und Qualitätszirkeln, 2003, S. 96.
8 Eine umfassende etymologische Einordung ist zu finden bei Steinlehner, M., Qualitätsmoderation oder
moderative Qualität, 2005, S. 18ff.
Arbeit zitieren:
Maximilian Henke, 2009, Im Spannungsfeld von Chaos und Systematik, München, GRIN Verlag GmbH
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