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Inhaltsverzeichnis:
Seite
1.Einleitungsgedanke 3
2. Hauptteil
2.1 Das Bilderbuch- eine Definition 3
2.2 Die Geschichte des Bilderbuchs 4
2.3 Die Bild- Textinterdependenzen 5
2.4 Die Typologien des Bilderbuchs 6
2.5 Das Bilderbuch im Unterricht 7
2.6 Bilderbuchbeispiel 1: „Jutta Bauer/Kirsten Boie- Juli tut Gutes“
2.6.1 Sachanalyse 9
2.6.2 Didaktische Überlegung 10
2.6.3 Besondere unterrichtliche Aspekte 11
2.6.4 Methodische Überlegungen 11
2.7 Bilderbuchbeispiel 2: „Leo Lionni: Mister McMaus“
2.7.1 Sachanalyse 12
2.7.2 Didaktische Überlegungen 13
2.7.3 Besondere unterrichtliche Aspekte 13
2.7.4 Methodische Überlegungen 14
3. Schlussgedanke 14
4. Bibliographie 15
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1. Einleitungsgedanke
„Eigentlich sollte selbstverständlich sein: Lesen ist eine Lust. Aber Kinder werden nicht als Leseratten geboren und manche von ihnen verbinden Lesen eher mit Frust als mit Lust.“ 1) Gerade in der heutigen Zeit, in der das Medienangebot für Kinder stetig wächst, verliert die Kinder- und Jugendliteratur in den einigen Familien an Bedeutung. Doch Lesen ist für Kinder und Jugendliche von immenser Wichtigkeit. Es fördert die Phantasie und Kreativität, vermittelt soziale Verhaltensweisen, Wertevorstellungen sowie sprachliche Kompetenzen und ist wichtig für eine gesunde Entwicklung. Nicht zuletzt ermöglicht Lesekompetenz den Kindern den Zugang zu anderen Medien, die in der heutigen Wissensgesellschaft wichtig sind. Ob Kinder Lesemotivation und -freude entwickeln, „hängt in starkem Maße von der Auswahl der literarischen Stoffe und der der Art des Umgangs mit ihnen ab. Dem Bilderbuch, der Bilderbuchgeschichte kann dabei eine besondere Bedeutung zukommen.“ 2) Bilderbücher sind die ersten literarischen Werke mit denen Kinder in Berührung kommen und durch die sie eine intensive Beziehung zu Literatur aufbauen können. Auf die Besonderheiten der Bilderbücher im Bereich der Kinder-und Jugendliteratur sowie den Umgang mit ihnen und die Einsatzmöglichkeiten im Unterricht, möchte ich in meiner Arbeit näher eingehen.
2. Hauptteil
2.1 Das Bilderbuch- eine Definition
Was das Bilderbuch auszeichnet und somit vom herkömmlichen, illustrierten Buch abgrenzt, ist „die enge Wechselbeziehung von Bild und Text“. 3) Bild und Text vereinen sich im Bilderbuch zu einem komplexen Gebilde; dies wird auch als Doppelqualifikation bezeichnet. Das Bilderbuch hat, als narratives Medium, durch die Bilder sinnlich- ästhetische Qualitäten und beschränkt sich meist auf einen begrenzten Text- und Bildumfang. Die Textebene ist zumeist eine Kurzform der Erzählung.
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1) Deutscher Bundestag: „Leselust statt Lesefrust“ vom 29.03.2007 www.bundestag.de 2) Zeit Online: Richter, Karin:„Über das Lesen von Bildern“ www.zeit.de 3) Thiele Jens: Das Bilderbuch. In: Lange, Günter(2000): Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Band 1. Hohengehren. S. 228
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Durch die Offenheit, die zwischen Bild und Text besteht, werden dem Betrachter vielfältige Möglichkeiten gegeben, diese Ebenen zueinander in Verbindung zu setzen, sodass sich das Bilderbuch als ein ästhetischer Erfahrungs- und Lerngegenstand versteht. 4)
2.2 Die Geschichte des Bilderbuchs
Die Anfänge des Bilderbuchs liegen im 19. Jahrhundert. Damals war es eine Gebrauchskunst, die man kommerzialisierte ohne auf den späteren Adressaten Kind Rücksicht zu nehmen. Volkssagen, Dichtungen und Märchen sowie alles, was dem breiten Publikum gefiel, wurde illustriert. Mit zunehmender Popularität gab es immer mehr Berufsgrafiker, die sich nach und nach auf Kinder-, Tier- und Naturdarstellungen spezialisierten. Somit wanderte das Kind als Motiv in den Mittelpunkt und wurde demzufolge auch Adressat der Bilderbuchkunst. In diesem Zusammenhang ist eine Person sehr wichtig, nämlich der erfolgreichste Zeichner von Kindern im illustrierten Buch des 19.Jahrhunderts, Oscar Petsch. Er prägte durch seine Zeichnungen, die als pädagogische Modelle des liebevollen Umgangs miteinander und des kindlichen Spiels zur Einübung gesellschaftlicher Normen gesehen werden konnten, stark die heutige Bildillustration. 5) Die Reformpädagogik um 1900 forderte eine Klarheit und Eindeutigkeit des Bildes, das es den Kindern ermöglichen sollte, die ästhetische Wahrnehmung zu schulen und das genaue Sehen zu erlernen. Die Künstler in dieser Zeit wollten, um dieser Forderung gerecht zu werden, mit ihren Illustrationen die Seele der Kinder erreichen, sie berühren und einen Anreiz schaffen. Daher handelten die erfolgreichsten Bilderbücher nach 1900 von den inneren Erlebniswelten der Kinder, wie sie die Erwachsenen sahen.
Prägende Einflüsse aus der bildenden Kunst überzogen im 20. Jahrhundert die Bilderbuchillustrationen. Expressionismus und Popart mit den Vertretern Schwitters, Dix und Warhol veränderten die Grafiken stark. _____________________________________________ 4) vgl. Thiele, Jens: Das Bilderbuch. S. 229 5) vgl. Thiele, Jens: Das Bilderbuch. S. 235
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Auch die Einflüsse der neuen Medien in den 80er/90er Jahren führten zu einer zeitgemäßeren Bildsprache, sodass es gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine breite bildnerisch- stilistische Vielfalt gab. Vom malerischen Stil, über die Collage, realistische und surrealistische Einflüsse sowie Karikatur, bis hin zum grafischen Stil findet sich in den heutigen Bilderbüchern nahezu alles wieder. Trotz dieser künstlerischen Vielfalt versteht sich das Bilderbuch als einfaches Medium für Kinder, da seine Hauptaufgabe die Erziehung des Kindes im Bereich der Ästhetik und Wahrnehmung ist.
Heute prägen neue Einflüsse die Figuren des Bilderbuchs. Viele Bilderbücher, wie beispielsweise die Geschichten um den kleinen Bär und Tiger von Janosch werden zu Fernsehserien verarbeitet, die Tigerente gibt es in den verschiedensten Variationen, aus Plüsch oder Holz zu kaufen und die Kinder werden immer mehr in den Mittelpunkt der Konsumgesellschaft gedrängt.
Hier ist es umso wichtiger, dass das Bilderbuch durch seine Einfachheit eine Schutzfunktion übernimmt, um dieser Mediatisierung des Kinderalltags entgegenzuwirken.
2.3 Die Bild- Textinterdependenzen
Wie bereits erläutert, ist das besondere am Bilderbuch die Wechselbeziehung von Bild und Text. „Erst in der Verzahnung und Durchdringung beider Stränge entwickelt sich die Sprache des Bilderbuchs.“ 6)
Bei der Verknüpfung von Bild und Text gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen die Bild- Text- Parallelität. Hier erzählen Bild und Text parallel. Man spricht auch von einer produktiven Korrespondenz beider Erzählschichten. Wenn beide narrative Ebenen ineinander übergreifen so spricht man vom geflochtenen Zopf. Bild und Text wechseln sich hier ab. Die dritte Möglichkeit ist die kontrapunktische Beziehung von Bild und Text. Entscheidend ist hier, dass die Bildrealität abweichend oder entgegengesetzt zur Textebene ist. So werden zwischen den Bild- und Textseiten Räume geschaffen, die das wahre Thema des Bilderbuchs zeigen.
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6) Thiele, Jens: Das Bilderbuch. S. 230
Arbeit zitieren:
Kathrin Günther, 2008, Das Bilderbuch im Unterricht der Grundschule, München, GRIN Verlag GmbH
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