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DIGITAL RADIO in Deutschland - Entwicklungsstand und Perspektiven

Title: DIGITAL RADIO in Deutschland - Entwicklungsstand und Perspektiven

Diploma Thesis , 2003 , 79 Pages , Grade: Sehr gut

Autor:in: Mike Schliekau (Author)

Communications - Broadcast and entertainment
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Summary Excerpt Details

Radio ist das Massenmedium mit der größten Verbreitung weltweit. In
Deutschland erfolgt die Nutzung des Mediums Radio zum überwiegenden
Teil über den terrestrischen1 Empfang von Hörfunkprogrammen. Rund
85 Prozent aller Radiogeräte sind somit nicht an eine feste Kabeloder
Satellitenversorgung angeschlossen. Das ist in erster Linie dadurch
begründet, weil das Radio als Begleitmedium genutzt und überall über
eine Vielzahl verschiedenster Gerätetypen empfangen wird. Die wichtigste
Rolle spielt dabei mit mehr als 95 Prozent der Nutzung das analoge
Übertragungssystem UKW (Ultrakurzwelle).2
Nach 50 Jahren intensiven Ausbaus ist das UKW-System heute jedoch
„ausgereizt“ und am Ende seiner Entwicklungsmöglichkeiten angelangt.
Die zur Verfügung stehenden Frequenzressourcen sind im Zuge der
Einführung privater Programmanbieter bis an die Grenze des technisch
machbaren belegt worden. Es ist abzusehen, dass das vorhandene UKWFrequenzspektrum
zukünftig nicht mehr in der Lage ist, eine qualitativ
hochwertige Erweiterung des Hörfunkangebotes zu ermöglichen. Schon
jetzt ist eine Verschlechterung von neu hinzukommenden Frequenzen
gegenüber im Betrieb befindlichen UKW-Frequenzen festzustellen. Diese
Entwicklung nimmt seit Jahren immer stärker zu.3
Um diesen Engpass zu beseitigen, soll auch der Hörfunk in Deutschland
digitalisiert werden. Die Digitalisierung hat sich bereits in anderen
Bereichen der Telekommunikation als ökonomisch überzeugender Weg
zur besseren Nutzung der Ressourcen erwiesen. Neben der effizienteren
Ausnutzung der Frequenzkapazitäten werden mit einer Digitalisierung der
Hörfunkübertragung die folgenden Ziele verfolgt:

· Eine bessere Klang- und Empfangsqualität
· Die Senkung der Verbreitungskosten
· Die Übertragung von Zusatzdiensten
· Die Integration in andere digitale Kommunikationsangebote 4

1 terrestrisch = erdgebundene Übertragung von Rundfunkprogrammen und deren Empfang über
Antenne
2 vgl. Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) (Hrsg.) „Digitalisierung der
Terrestrik“ Stuttgart 2001, S. 16 f.
3 vgl. Initiative Digitaler Rundfunk (IDR) - Arbeitsgruppe Digital Radio (Hrsg.) „Sachstandsbericht
Digital Radio in Deutschland“ München 2002, S. 3
4 vgl. ebd., S. 4

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 DAB - Das System hinter DIGITAL RADIO

1.1 Die Entwicklung

1.2 Das System

1.2.1 PAD und NPAD Datendienste

1.2.2 Das Datenreduktionsverfahren MUSICAM

1.2.3 Das Übertragungsverfahren COFDM

1.2.4 Programmverbreitung über Gleichwellennetze

1.3 Zusammenfassender Vergleich von UKW und DAB

2 Die Einführung von DIGITAL RADIO in Deutschland

2.1 DAB-Frequenzen im Band III und L-Band

2.2 Pilotprojekte in Deutschland

2.2.1 Zielsetzung

2.2.2 Ergebnisse

2.3 Die unterschiedlichen Interessengruppen bei der Markteinführung

2.4 Die „Initiative Digitaler Rundfunk“

3 Der Entwicklungsstand von DIGITAL RADIO in Deutschland

3.1 Netzausbau und Frequenzsituation

3.2 Hörerzahlen

3.3 Marketingmaßnahmen

3.4 Kostenentwicklung und Finanzierung

3.5 Medienpolitischer Entwicklungsstand

3.6 Einschätzung der aktuellen Situation

4 Die Perspektiven für DIGITAL RADIO in Deutschland

4.1 DIGITAL RADIO im Ausland

4.2 Gibt es Alternativen zu DAB?

4.2.1 DVB-T

4.2.2 IBOC

4.2.3 DRM

4.3 Ergebnis und Prognose

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Diplomarbeit analysiert den Markteinführungsprozess von Digital Radio (DAB) in Deutschland, bewertet den aktuellen Entwicklungsstand und untersucht die Zukunftsperspektiven des Systems. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, ob Digital Radio den analogen UKW-Hörfunk in Deutschland ablösen kann.

  • Technische Grundlagen und Funktionsweise von DAB im Vergleich zu UKW
  • Analyse der Markteinführungsprozesse und Pilotprojekte in den deutschen Bundesländern
  • Untersuchung der Rollen und Interessen verschiedener Akteure (Verbraucher, Industrie, Rundfunkanstalten, Politik)
  • Kostenentwicklung, Finanzierung und medienpolitische Rahmenbedingungen
  • Evaluierung alternativer Übertragungsstandards wie DVB-T, IBOC und DRM

Auszug aus dem Buch

1.2.2 Das Datenreduktionsverfahren MUSICAM

Bei der Umwandlung analoger Toninformationen in digitale Datenströme entstehen sehr große Datenmengen, die unbearbeitet nur mit aufwendigen und teuren Verfahren gesendet und empfangen werden könnten. Zudem machen es die beschränkt zur Verfügung stehenden Frequenzressourcen im Rundfunkbereich notwendig, die Programme so platzsparend wie möglich zu übertragen. Aus diesem Grund verfügt DAB über das Datenreduktionsverfahren MUSICAM (Masking Pattern Universal Subband Integrated Coding and Multiplexing), mit dem die Klangdaten vor der Übertragung komprimiert werden.

Das MUSICAM-Verfahren basiert auf Effekten der Psychoakustik. Dabei nutzt es im wesentlichen zwei Eigenschaften des menschlichen Gehörs. Zum einen werden Töne, die unterhalb einer bestimmten Mindestlautstärke liegen, vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen. Diese Mindestlautstärke wird als „Ruhehörschwelle“ bezeichnet. Alle Töne, die unterhalb der Ruhehörschwelle liegen, müssen deshalb nicht mit übertragen werden. Zum anderen werden in einem Tonsignal die leiseren Anteile von den lauteren überlagert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 DAB - Das System hinter DIGITAL RADIO: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von DAB, einschließlich der Datenreduktion durch MUSICAM und der COFDM-Übertragungstechnik.

2 Die Einführung von DIGITAL RADIO in Deutschland: Hier werden der frequenztechnische Rahmen, die Pilotprojekte sowie die unterschiedlichen Interessenlagen der beteiligten Akteure beleuchtet.

3 Der Entwicklungsstand von DIGITAL RADIO in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert den Stand des Netzausbaus, die Hörerzahlen, die Wirkung von Marketingmaßnahmen sowie die medienpolitischen Herausforderungen.

4 Die Perspektiven für DIGITAL RADIO in Deutschland: Es werden der internationale Vergleich und alternative Technologien (DVB-T, IBOC, DRM) diskutiert, um eine Prognose zur Zukunft des digitalen Hörfunks abzugeben.

Schlüsselwörter

Digital Radio, DAB, UKW, Hörfunk, Markteinführung, Digitalisierung, Rundfunktechnik, Frequenzökonomie, Musikam, COFDM, Medienpolitik, Sendeleistung, Mehrwegeempfang, Netzabdeckung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Entwicklungsstand und den Perspektiven von Digital Radio (DAB) in Deutschland und untersucht dessen Chancen gegenüber dem analogen UKW-Hörfunk.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die technische Funktionsweise, der bisherige Markteinführungsprozess, wirtschaftliche Herausforderungen, medienpolitische Rahmenbedingungen sowie ein Vergleich mit alternativen digitalen Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Markteinführungsprozess zu analysieren und zu bewerten, ob das System Digital Radio den UKW-Hörfunk in Deutschland tatsächlich ablösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des aktuellen Markteinführungsprozesses, einer Auswertung von Pilotprojekten und der Betrachtung von medienökonomischen und technischen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die technischen Systemgrundlagen, die Historie der Einführung, die aktuelle Situation bei Netzausbau und Nutzerzahlen sowie die Perspektiven durch alternative Standards wie DVB-T oder DRM.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Digital Radio, DAB, Digitalisierung, Hörfunklandschaft und medienpolitische Rahmenbedingungen charakterisieren.

Welche Bedeutung hat das L-Band für die DAB-Versorgung?

Das L-Band wurde für regionale und lokale DAB-Versorgungen vorgesehen, erwies sich jedoch aufgrund hoher Sendekosten und Empfangsprobleme als problematisch, weshalb viele Bundesländer den Betrieb dort einstellten.

Warum wird der "Henne-Ei-Kreislauf" als Problem genannt?

Hersteller zögern mit Investitionen in Empfangsgeräte wegen mangelnder Verbrauchernachfrage, während Sender zögern, in digitale Inhalte zu investieren, solange keine ausreichende Endgeräterate im Markt vorhanden ist.

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Details

Title
DIGITAL RADIO in Deutschland - Entwicklungsstand und Perspektiven
College
University of Applied Sciences Mittweida  (Fachbereich Medien)
Grade
Sehr gut
Author
Mike Schliekau (Author)
Publication Year
2003
Pages
79
Catalog Number
V14744
ISBN (eBook)
9783638200592
Language
German
Tags
DIGITAL RADIO Deutschland Entwicklungsstand Perspektiven
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mike Schliekau (Author), 2003, DIGITAL RADIO in Deutschland - Entwicklungsstand und Perspektiven, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14744
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