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Biographieforschung

Theoretische Grundlagen, Geschichte, empirische Anwendungsfelder, Ziele, methodologische Grundlagen und Techniken, Klassiker, Forschungsvorgehen, Vor- und Nachteile

Title: Biographieforschung

Scientific Essay , 2010 , 22 Pages

Autor:in: Sonja Deml (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die Biographieforschung ist eine relativ neue Richtung der qualitativen Sozialforschung, die sich aber auch in anderen Wissenschaften findet. Sie umfasst im Prinzip sämtliche Forschungsansätze, die mit biographischem Material arbeiten. Die Biographieforschung ist der qualitativen Forschungsrichtung zuzuordnen, die sich mit interpretativen Analysen autobiographi-scher Erzählungen beschäftigt. Die biographische Forschungsmethode erhält immer mehr Aktualität und Akzeptanz und zielt auf die Erlangung von Kenntnissen über die soziale Wirklichkeit mithilfe des Lebenslaufes ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Biographieforschung

Theoretische Grundlagen

Geschichte der Biographieforschung

Empirische Anwendungsfelder

Ziele der Biographieforschung

Methodologische Grundlagen und Techniken

Klassiker

Forschungsvorgehen

Vor- und Nachteile der Biographieforschung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Biographieforschung als qualitative Methode der Sozialforschung. Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe, die historische Entwicklung sowie die praktischen Techniken der Datenerhebung und -auswertung darzulegen und kritisch zu reflektieren.

  • Theoretische Fundierung (Phänomenologie, Interaktionismus, Grounded Theory)
  • Historische Entwicklung und bedeutende klassische Studien
  • Empirische Anwendungsbereiche wie deviante Biographien oder Migrationsforschung
  • Methoden der Datenerhebung (insbesondere narratives und problemzentriertes Interview)
  • Methoden der Auswertung und Interpretation biographischer Daten

Auszug aus dem Buch

Methodologische Grundlagen und Techniken

Die qualitativen Untersuchungsmethoden, die in der Tradition der Chicagoer Schule stehen, bedienen sich unterschiedlicher Techniken wie qualitatives Interview, Einzelfallstudie, Gruppendiskussion, Inhaltsanalyse, Beobachtung, Experiment oder eben Biographie- bzw. Lebenslaufforschung. Es gibt viel Literatur, die sich mit den Grundsätzen und Zielen (vgl. Strauss 1994; Flick 2002; Girtler 1992; 2001; Lamnek 1995a; 1995b) und dem typischem Ablauf (vgl. beispielsweise Witzel 1982) dieser Forschungsrichtung befassen. Hopf (1984) thematisiert Probleme des qualitativen Ansatzes. Eine Einsicht in die verschiedenen Formen und Techniken des Interviews geben Flick (2002, S. 117ff.) oder Schnell/Hill/Esser (2005, S. 321ff.) genauso wie Hopf (2005, S. 351ff.), Schütze (1976) oder Merton/Kendall (1984). Katz (1953) und Diekmann (2002, S. 456ff.) beschreiben die (teilnehmende) Beobachtung genauso wie Schnell/Hill/Esser (2005, S. 390ff.), Atteslander (2000, S. 73ff.) oder Flick (2002, S. 199ff.).

Wie wir bereits wissen liegen dem qualitativen Forschungsansatz die zwei Elemente „Offenheit“ und „Authentizität“ zugrunde. Die Wichtigkeit der Grounded Theory und des going native kennen wir auch schon. Die qualitative Forschung ist als flexibler, offener, dynamisch-prozesshafter Kommunikationsprozess zwischen Forscher und der zu untersuchenden Personengruppe zu sehen. Die qualitative Forschungsmethode kann als subjektiv, interpretativ und historisierend bezeichnet werden. Der Forscher soll sich mit den Befragten identifizieren, um dadurch Nähe zu erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

Biographieforschung: Einführung in das Feld der Biographieforschung als qualitative Sozialforschung, die Lebensgeschichten aus dem Blickwinkel der Akteure untersucht.

Theoretische Grundlagen: Darstellung der zentralen theoretischen Bezugspunkte, darunter Phänomenologie, (symbolischer) Interaktionismus und Grounded Theory.

Geschichte der Biographieforschung: Überblick über die Entwicklung von den frühen Ansätzen in der Chicago School bis zur Renaissance der Methode in den letzten Jahrzehnten.

Empirische Anwendungsfelder: Aufzeigen typischer Forschungsbereiche wie deviante Biographien, Berufsbiographien, Migrationserfahrungen und kritische Lebensereignisse.

Ziele der Biographieforschung: Erläuterung der Absichten hinter der Methode, insbesondere die Rekonstruktion von Eigenperspektiven und Sinnkonstruktionen.

Methodologische Grundlagen und Techniken: Detaillierte Betrachtung der methodischen Werkzeuge, insbesondere verschiedener Interviewformen und der qualitativen Forschungslogik.

Klassiker: Vorstellung wegweisender Studien, die das Feld der Biographieforschung maßgeblich geprägt haben.

Forschungsvorgehen: Beschreibung des idealtypischen Ablaufs einer biographischen Studie von der Konzeption über die Datenerhebung bis hin zur Archivierung.

Vor- und Nachteile der Biographieforschung: Kritische Auseinandersetzung mit der Methode sowie Würdigung ihrer spezifischen Stärken in der sozialwissenschaftlichen Praxis.

Schlüsselwörter

Biographieforschung, qualitative Sozialforschung, Lebenslauf, narrative Interviews, Grounded Theory, Symbolischer Interaktionismus, Phänomenologie, Chicago School, Datenerhebung, Fallstudie, Identitätsentwicklung, Sozialisation, Interpretative Analyse, Oral History, Triangulation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Biographieforschung, beleuchtet deren theoretische Fundamente, die historische Entwicklung und erläutert praktische Anwendungsfelder sowie methodische Vorgehensweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Ansätze (Phänomenologie, Interaktionismus, Grounded Theory), die Geschichte der Methode, Anwendungsbereiche wie Migrations- oder Berufsbiographien sowie die methodische Umsetzung in der Forschungspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Studierenden und Forschenden die Biographieforschung als legitime und wertvolle qualitative Methode nahezubringen, die Komplexität des sozialen Lebens und individuelle Sinnkonstruktionen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit befasst sich mit der qualitativen Sozialforschung, wobei der Schwerpunkt auf narrativen und problemzentrierten Interviews zur Rekonstruktion von Lebensgeschichten liegt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, geschichtliche Einordnung, spezifische Anwendungsfelder, methodische Techniken, klassische Studien sowie eine detaillierte Anleitung zum Forschungsvorgehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Biographieforschung, qualitative Sozialforschung, Lebenslauf, narrative Interviews, Grounded Theory, Identitätsentwicklung und interpretative Analyse.

Warum ist das "going native" in der Biographieforschung umstritten?

Diese Technik, bei der der Forscher die Perspektive der Untersuchten übernimmt, ist umstritten, da sie die für die wissenschaftliche Distanz notwendige Objektivität gefährden könnte, wobei Befürworter betonen, dass nur so authentische Ergebnisse erzielt werden können.

Welche Rolle spielt das "Feldforschungstagebuch"?

Das Feldforschungstagebuch dient dazu, den gesamten Forschungsprozess zu dokumentieren, Hypothesen anzupassen und den Verlauf sowie die eigenen Motive und Erfahrungen des Forschers nachvollziehbar zu halten.

Warum ist das narrative Interview für die Biographieforschung besonders geeignet?

Es erlaubt dem Befragten, seine Lebensgeschichte zusammenhängend und ohne Unterbrechung durch starre Fragen zu erzählen, wodurch biographische Prozessstrukturen und individuelle Deutungsmuster deutlicher sichtbar werden.

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Details

Title
Biographieforschung
Subtitle
Theoretische Grundlagen, Geschichte, empirische Anwendungsfelder, Ziele, methodologische Grundlagen und Techniken, Klassiker, Forschungsvorgehen, Vor- und Nachteile
Author
Sonja Deml (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V147754
ISBN (eBook)
9783640590681
ISBN (Book)
9783640591015
Language
German
Tags
Biographieforschung Lebenslaufforschung Biografieforschung qualitative Sozialforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Deml (Author), 2010, Biographieforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147754
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