behauptet, dass die Kritik an den Hochschulen schon zur Normalität geworden ist, wobei vergessen wird, dass die Studierenden ebenfalls Kompetenzen besitzen sollten. Dabei differenziert er zwischen den allgemeinen Leistungsdispositionen, die man vor dem Studium besitzen sollte und der Grundbildung allgemeiner Kenntnisse, die man gezielt erwerben kann.(2.1) Die speziellen Voraussetzungen für ein Studium der Erziehungswissenschaften betrachtet er im Anschluss gesondert.(2.2) Das wichtigste ist dabei die Allgemeinbildung und die sozialen Fähigkeiten des Studierenden. Ein Studium dauert durchschnittlich 6 bis 8 Jahre und ist mit vielen Entscheidungen verbunden, die die Zukunft eines Studenten nachhaltig verändern können. Dazu wird im Unterkapitel 2.3 näher auf spezielle Entscheidungen, wie die Auswahl des Studiengangs, des Studienorts und der Wahl der Lehrveranstaltungen eingegangen. Um Hilfestellungen zu Beginn seines Studiums zu geben, werden die Strukturen der Erziehungswissenschaft und ihre Dimensionen übersichtlich in Tabellenform dargestellt(2.4). Im dritten Kapitel werden folgend die verschiedenen erziehungswissenschaftlichen Fachrichtungen und pädagogischen Berufe näher erläutert. Dabei unterscheidet er zwischen der Allgemeinen bzw. Systematischen Erziehungswissenschaft sowie der Vergleichenden
Erziehungswissenschaft und den differenzierten Fachrichtungen. Im dessen ersten Unterkapitel geht er dabei genauer auf die Allgemeine und Systematische Pädagogik ein, die als Leitdisziplinen definiert werden und dementsprechend pädagogische Handlungsorientierungen und -Prinzipien produzieren und kommunizieren. Außerdem beschäftigt er sich exakter mit den Begriffen pädagogische Ethik, Bildungstheorie und allgemeine Erziehungswissenschaft und veranschaulicht deren Entwicklung in einem geschichtlichen Exkurs. Im darauffolgenden Unterkapitel (3.2) geht er gegenüberstellend auf die vergleichende Erziehungswissenschaft ein, welche ähnlich der allgemeinen Erziehungswissenschaft eine übergreifende Fragestellung verfolgt, aber durch historische und institutionelle Gründe von ihr abgegrenzt wird. Vergleichende Pädagogik hat immer die Aufgabe, umfangreiche Informationen bereitzustellen, sodass bildungspolitisches Handeln in Kenntnis der Implikation möglich ist. Während mit den zuvor genannten Fachrichtungen kein Berufsfeld korrespondiert, außer dem des Lehrenden an einer Hochschule, ist es bei den anschließend erklärten Fachrichtungen anders. Anfangs geht er genauer auf die Sozialpädagogik ein.(3.3) Nach einer detaillierten Erläuterung der Fachrichtung befasst er sich erneut mit den Anforderungen an zukünftige Studenten und beschreibt verschiedene Institutionen der Sozialpädagogik. Außerdem gibt er von neuem Entscheidungshilfen für Studenten und erläutert die Studiengänge der Sozialpädagogik. Eine weitere Fachrichtung, die direkt mit einem Beruf verbunden ist, ist die Erwachsenenpädagogik und -bildung.(3.4) Diese hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und kann sie auch weiterhin festigen, was durch Statistiken belegt
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wird. Die Schulpädagogik die sich ebenfalls in die Liste der berufsorientierten Fachrichtungen einreiht, wird anschließend sehr detailliert erläutert. Dabei geht er besonders auf die spezifische Ausbildung eines Lehrers, das Deutsche Bildungssystem und die allgemeine Didaktik ein. Außerdem zeigt er Arbeitslosigkeitsstatistiken und prognostiziert die Berufschancen.(3.5) Im folgenden Unterkapitel geht Lenzen ähnlich vor, diesmal nur bezüglich der Berufs- und Wirtschaftspädagogik.(3.6) Im Anschluss beginnt der 2. Teil des Buches, der sich vornehmlich an bereits Studierende richtet. Dementsprechend definiert er hauptsächlich Erziehungswissenschaftliche Konzeptionen und die Pädagogischen Grundvorgänge. Er beginnt dabei im vierten Kapitel mit den Erziehungswissenschaftlichen Konzeptionen, die jeweils definiert werden, beginnend mit der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, indem er den Vorgang des Verstehens und des Gewinnens an Erfahrung übersichtlich erklärt.(4.1) Dabei differenziert er zwischen Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften. Die Geisteswissenschaftliche Pädagogik hilft dabei, die Erziehungswirklichkeit zu verstehen. Die folgende Empirische Erziehungswirklichkeit unterzieht Hypothesen und Aussagen einer rationalen Kritik und mit den gewonnenen Erkenntnissen die Erziehungswirklichkeit zu erklären.(4.2) Im Gegensatz zu den vorherigen Konzeptionen versucht die Prinzipienwissenschaftliche Pädagogik Axiome zu entwickeln, die Normen, Einsichten und Ziele verallgemeinern und dadurch helfen sollen, orientiert und zielgerichtet zu Handeln.(4.3) Dabei stellt die Kritische Erziehungswissenschaft den Versuch dar, theoretische Grundannahmen auf Erziehung und Bildung anzuwenden und kritisch zu betrachten.(4.4) Da aber in dieser Konzeption nur oberflächliche Strukturen der Gesellschaft betrachtet wurden, fing die Strukturalistische und Poststrukturalistische Erziehungswissenschaft an, Tiefenstrukturen der Gesellschaft zu betrachten um genauere Überlegungen möglich zu machen.(4.5) Die Systemtheoretische und Konstruktivistische Erziehungswissenschaft beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit der Struktur der Teilsysteme der Erziehungswissenschaft. Dadurch steht nicht mehr das Individuum im Vordergrund, sondern die Strukturen und Mechanismen der einzelnen Systeme.(4.6) Am Ende der Konzeptionen steht die Reflexive Erziehungswissenschaft. Sie baut auf alle vorangegangenen Konzeptionen auf und betrachtet sie reflexiv, wodurch man begreift, dass viele Konzeptionen nur die Antworten und Ablösungen vorangegangener sind.(4.7) Nach der Betrachtung der Konzeptionen gibt Lenzen Definitionen der einzelnen pädagogischen Grundvorgänge wieder , wobei er die Unterkapitel in einzelne Abschnitte gliedert, denn die Definitionen der Grundvorgänge sind von den Betrachtungen oder den jeweiligen Aufgaben abhängig. Er beginnt mit der Erziehung, die er abhängig von der jeweiligen Konzeption definiert.(5.1) Die Bildung, die neben der Erziehung ein weiterer Grundbegriff der Erziehungswissenschaft ist wird ebenfalls erläutert. Interessant ist auch, dass der Begriff
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Arbeit zitieren:
Tim Bandow, 2009, Rezension des Buches von Dieter Lenzen: "Orientierung Erziehungswissenschaft. Was sie kann, was sie will.", München, GRIN Verlag GmbH
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