Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Was ist Web 2.0? 4
2.1 Definition 4
2.2 Theoretischer Hintergrund 5
2.2.1 Wikinomics 5
2.2.2 Technologische Entwicklung und Voraussetzungen für Web 2.0 6
2.3 Funktionsweisen 7
2.3.1 Wiki 7
2.3.2 Blogs 8
2.3.3 Podcasts. 9
2.3.4 Communitys 9
3 Die Folgen des Web 2.0. 10
3.1 Folgen für die Webnutzung. 10
3.2 Folgen für die Medienbranche 11
4 Fazit 12
5 Literaturverzeichnis 13
Grafikverzeichnis
Illustration 1: Dreiecksmodell (Ebersbach et al. 2008, S. 35) 6
Illustration 2: Aufkommen und Zuordnungen von Anwendungen im Kontext Web 2.0
(nach Beck 2007, S. 10) 7
2
1. Einleitung
Die Medienwelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in rasanter Weise verändert. Das heute jedem bekannte World Wide Web (www) gibt es erst seit 20 Jahren. Nach der ARD/ZDF-Online-Studie 2007 von Van Eimeren/Frees (zit. in: Wöhr 2008, S. 108) stieg der Anteil der gesamten Internetnutzung in Deutschland zwischen 1997 und 2007 von 6,5 % auf 62,7 %. In der jüngeren Generation (14 bis 19-Jährigen) beträgt nach derselben Studie der Anteil der Internetnutzer 95,8 % (zit. in: ebd., S. 114). Heutzutage werden auf Videoportalen wie YouTube, MySpace oder Clipfish private Ausschnitte öffentlich dargestellt oder ausgetauscht. Auf StudiVZ, SchülerVZ oder auch Facebook verabreden sich Freunde zu Unternehmungen und präsentieren sich auf eigens angefertigten Seiten. Bei XING sucht man sich neue Geschäftspartner und tritt mit Unternehmen in Verbindung. Unternehmen und Medien, die „up to date“ sein wollen, führen einen Blog, um in Kontakt mit den Kunden zu treten oder gar die Kunden an dem Entwurf eines Autos zu beteiligen (Bsp.: Fiat500). 1
Diese Entwicklung wird mit dem Begriff Web 2.0 umschrieben. Was im Einzelnen dahinter steckt, welche theoretischen Gedanken, technischen Produkte und praktische Anwendungsmöglichkeiten sich hinter diesem 'hippen' Begriff verbergen und welche Risken für den User die Nutzung birgt, wird sich im Folgenden mit befasst, beginnend mit einer Definition von Web 2.0 und ihrer Abgrenzung vom Social Web (Kap. 2.1), fortfahrend mit dem theoretischen Hintergrund (Stichwort: Wikinomics) sowie den technologischen
Voraussetzungen (Kap. 2.2), bevor dann (Kap. 2.3) auf die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten (Wiki, Blog, Podcast, Social Sharing) eingegangen wird. Abschließend wird in Kapitel 3 die Folgen der Nutzung dieser Anwendungen problematisiert, insbesondere im Hinblick auf die Medienbranche
1 Vgl. Beck 2006, S.7; S. 15 sowie Ebersbach et al. 2008, S. 15-22.
3
und dem Bereich des Sports.
2. Was ist Web 2.0?
2.1 Definition
Der Begriff Web 2.0 wurde von Tim O'Reilly (vgl. O'Reilly 2005) geprägt und bezeichnet neue Entwicklungen in Bezug auf das Internet und seine Nutzung, die sich in sieben Punkten zusammenfassen lassen: 2 1 Das Web als Serviceplattform (Terminplanung, Projektmanagement und -kooperation, Datenablage im Netz etc.)
2 Einbeziehung der kollektiven Intelligenz der Nutzer (z.B. bei den insgesamt qualitativ hochwertigen Wikipedia-Artikeln, ermöglicht durch einfache Benutzeroberflächen) 3 Daten stehen im Mittelpunkt der Anwendungen
4 Neue Formen der Softwareentwicklung (keine abschließenden Software-Produkte, sondern ständig - auch von den Nutzern - weiter entwickelte Beta-Versionen) 5 „Leichtgewichtige“ Programmiermodelle (neue einfach zu bedienenden Schnittstellen (APIs), die das Vermischen digitaler Daten (Mashups) ermöglichen)
6 Konvergenz und Remixiability (Software, die auf vielen Geräten nutzbar wird, also nicht nur auf PC, sondern auch auf Handys oder Personal Digital Assistants (PDAs)) 7 Rich User Experience (Bedienbarkeit der Applikationen immer und überall, dank AJAX)
Auf eine kurze, griffige Definition gebracht, steht Web 2.0 „für eine dezentrale und an den Interessen der Nutzer orientierten Nutzung des Internets“ (Godau/Ripanti 2008, S. 205), die durch Social Software ermöglicht wurde. Die Nutzer müssen nicht mehr - wie früher - mühsam Programmiersprachen erlernen, um Inhalte im Internet zu publizieren oder eigene Homepages zu erstellen. Web 2.0 wird zudem durch technologische Entwicklungen wie zum Beispiel Handys und Digitalkameras erleichtert, die eine Vernetzung früher strikt getrennter Medien (Fotos, Musik, Videos) und deren Hochladen und Herunterladen im Internet ermöglicht (Huber 2008, S. 16).
2 Vgl. für das Folgende Ebersbach (2008, S. 24ff.) und Wöhr (2008, S. 105-107)
4
Häufig wird „Social Web“ als Synonym für Web 2.0 verwendet. Social Web ist jedoch ein Teilbereich des Web 2.0 und zwar jene Bereiche, bei denen es nicht um neue Formate oder Programmarchitekturen, sondern um die Unterstützung sozialer Strukturen und Interaktionen über das Netz geht. (Ebersbach et al. 2008, S.29)
Zusammenfassend geht um die sozialen (geselligen und gesellschaftlichen) Aspekte der Webnutzung, das heisst um den Austausch von Informationen, Aufnahme und Pflege von Kontakten und Beziehungen (soziale Interaktion), gemeinsames Produzieren von Neuem, Partizipation am Geschehen im Netz und weitere Aktionen darüber hinaus (ebd., S. 30).
2.2 Theoretischer Hintergrund
2.2.1 Wikinomics 3
Die wichtigsten Begriffe in der Theorie des Web 2.0 sind Partizipation und Kooperation, welche sich nicht nur auf Personen im näheren Umfeld (Familie, Nachbarschaft, Clique, Arbeitskollegen) beziehen, sondern auch auf Personen unabhängig von ihrem Wohnort. Ein wichtiger Begriff der sog. Wikinomics ist die Selbstorganisation, das heisst Kooperationsformen, welche dynamische neue Waren und Dienstleistungen gemeinsam produzieren und so mit ähnlichen Produkten von Konzernen konkurrieren. Ein Beispiel dafür ist die Open Source-Software, die von Computerfreaks gemeinsam (immer weiter) entwickelt und kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Wikipedia ist ein weiteres Beispiel für „Massenkooperationswaffen“ (Tapscott/Williams 2007, S. 11). Dadurch dass viele Menschen nun Zugang zu Informationstechnologien haben, verfügen sie auch über die Werkzeuge, „um zu kooperieren, Werte zu schaffen und zu konkurrieren (...)“ (ebd., S. 10).
3 Vgl. für das Folgende Tapscott/Williams (2007, S. 10-33)
5
Arbeit zitieren:
Lina Heintschel von Heinegg, 2009, Web 2.0 - Der Wandel des World Wide Webs, München, GRIN Verlag GmbH
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