Inhaltsverzeichnis
ZUSAMMENFASSUNG 4
SUMMARY 4
1 KURZE BIOGRAPHIE DES THEORIEBEGRÜNDERS 5
2. PHILOSOPHISCHES MENSCHENBILD HINTER DER THEORIE 7
3 ENTWICKLUNG DER PERSÖNLICHKEIT 8
Akzeptanz und positive Anerkennung durch die Eltern 8
Subzeption 9
Übernommene Bewertungen 9
4 AUFBAU DER "PERSÖNLICHKEIT" (STRUKTUR VS. PROZEß) 10
Struktur 10
Proze ß 10
Die Beziehung als Ausgangspunkt 12
5 ANWENDUNGSBEREICHE DER PERSÖNLICHKEITSTHEORIE 13
Zur Geschichte der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie 13
Encounter -groups 14
Gr ünde für die starke Ausbreitung der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie 15
Charakteristik 15
Theoretische Annahmen 16
Voraussetzungen 16
Die 3 Kernvariablen 17
Die Variable Anteilnahme - Achtung - Wärme 17
Die Variable Empathisches Verstehen bzw Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte 18
Die Variable Echtheit - Kongruenz vs Unechtheit - Inkongruenz 18
Ablauf in Umrissen 19
Erwartete Veränderungen in der Verhaltens- und Erlebniswelt des Klienten 20
2
Die Veränderungen im Überblick: 21
6 MESSUNG DER PERSÖNLICHKEIT 22
7 KRITISCHE BEWERTUNG DER PERSÖNLICHKEITSTHEORIE 23
LITERATUR 25
Anmerkung: Da es für das Problem der Gleichbehandlung weiblicher und männlicher Formen von Substantiven, Adjektiven und Pronomen bis heute keine stilistisch und ökonomisch überzeugende Lösung gibt, wurde nach 'alter' Konvention - jedoch im vollen Bewußtsein um diese Problematik - jeweils die männliche Form gewählt.
3
1 Kurze Biographie des Theoriebegründers
Geboren am 8. Januar 1902 in Oak Park, Illinois USA, wächst Carl Ransom Rogers in einem Elternhaus auf, "das gekennzeichnet war durch enge Familienbindungen, eine strenge und kompromißlose religiöse und ethische Atmosphäre" (Rogers, 1973, S.46). Im wohlbehüteten Elternhaus kann Carl ungestört seinen Interessen nachgehen, die sich vorerst - sein Vater, ein vermögender Geschäftsmann, hat in Carls zwölftem Lebensjahr eine Farm erworbenauf das Gebiet der Agronomie beziehen. So ist es keine Überraschung, daß Rogers nach dem Schulabschluß an der Universität von Wisconsin das Fach Agrarwissenschaft inskribiert und auch tatsächlich zwei Jahre lang studiert. Dann ändert sich sein Berufsziel recht plötzlich "als Resultat meiner Teilnahme an einigen emotionsgeladenen, religiösen Studententreffen" (ebda., S.47). Rogers wechselte zum Fach Theologische Geschichte. Wenig später lernt er seine spätere Frau kennen und besucht ab 1924 das damals liberale Union Theological Seminar, "um mich auf die Kirchenarbeit vorzubereiten; die zwei Jahre dort habe ich nie bereut. (…) Sie brachte mich auf dem Weg zu einer eigenen Philosophie des Lebens ganz erheblich vorwärts" (ebda., S.47). Nolens volens wird hier der Grundstein für seine spätere Arbeit als Psychologe gelegt, denn die Starrheit der Theologie belasten ihn bald. "Deshalb wollte ich einen Arbeitsbereich finden, der mir die Freiheit der Gedanken beließ" (ebda., S.49).
5
Rogers wendet sich also der Psychologie zu, anfangs mit pädagogischem Einschlag, später in der klinischen Arbeit mit Kindern bzw Erziehungsberatung. Er beschäftigt sich außerdem intensiv mit Psychoanalyse. "Es war ein Schritt, den ich langsam, und ohne groß oder bewußt mich zu entscheiden, machte; ich folgte eher den Tätigkeiten, die mich interessierten" (Rogers, 1973, S.50).
Im Dezember 1940 tritt Rogers mit einem aufsehenerregenden Vortrag (Titel: Einige neuere Konzepte neuerer Psychotherapie) in Minnesota an die Öffentlichkeit. Diese wiederum reagiert auf seine Aussagen "…teils verwirrt, teils kritisch-ablehnend bis enthusiastischzustimmend. (…) Er war mit diesem Vortrag der nahezu unbekümmerte Herausforderer der bis dahin anerkannten Psychotherapie seiner Zeit" (Stipsits, 1992, S.14). Als Folge dieses revolutionär wirkenden Konzepts und auch in Reaktion auf die Publikation seines Buches über die Behandlung des Problemkindes (1939a) wird Rogers 1940 als ordentlicher Professor an die Ohio State University berufen. "Auf dieser Ebene in der akademischen Welt anzufangen, kann ich nur empfehlen" (ebda., S.50). Und in Ohio ist es auch, wo er sein bahnbrechendes Buch 'Counseling and Psychotherapy' (1942e) vorlegt, "worin ich weiter ausführte, was ich für einen effektiveren Weg in der Therapie hielt" (ebda., S.55). Bahnbrechend und aufsehenerregend deshalb, weil es - für die damalige Zeit eine Sensation - erstmals das vollständige Tonbandprotokoll einer Einzeltherapie enthält. Und auch die psychologische Fachwelt anerkennt seine Verdienste und die American Psychological Association beruft ihn von 1946-1947 zu ihrem Präsidenten. - 1951 folgt dann 'Client-centered Therapy', sein zweites Grundlagenwerk über die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie.
Wissenschaftsgeschichtlich ist Rogers der Humanistischen Richtung zuzurechnen, er steht in engem Kontakt mit Maslow, Ch. Bühler und Bugental, der die Humanistische Psychologie sogar mit der Entdeckung Amerikas verglich: Es sei, als ob eine ganze neue Hemisphäre entdeckt worden wäre. Und Rogers formuliert es anläßlich der Gründung der American Association of Humanistic Psychology - deren Mitbegründer er 1962 ist - so: Die Humanistische Psychologie würde zu theoretischen Formulierungen führen, die für konventionelle Psychologen genauso schockierend sein werden, wie es die Theorien über den nicht-euklidischen Raum für konventionelle Physiker gewesen wären. Es erfolgt also gleichsam ein Paradigmenwechsel hin zur Frage: 'Wie erlebe ich dich in der Beziehung zwischen uns?' (vgl. Schmid, 1991, S.22).
1968 gründen Rogers und einige seiner humanistisch orientierten Mitarbeiter das Center for Studies of the Person, womit Rogers auch äußerlich seine Wendung weg "…von der Arbeit innerhalb formaler akademischer Strukturen zur Arbeit mit mehreren Individuen, (…) von individueller Therapie zur intensiven Arbeit mit Gruppen" (Pervin, 1993, S.195). Diese The-rapieform geht als Encounter-groups (s.u.) in die Literatur ein.
6
Obwohl die Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie anfangs - vor allem von dynamisch orientierten Psychotherapeuten - skeptisch beurteilt wird, findet sie besonders in den Fünfzigern und Sechzigern breite Anerkennung. Sie etabliert sich als dritte große Hauptströmung neben Psychoanalyse und Verhaltenstherapie (vgl. Ulich, 1993, S. 205) und 40 Jahre nach ihrer Begründung heißt es sogar: "In 1982, a survey of eight hundred clinical and counseling psychologists published in the APA`s 'American Psychologist' showed that Rogers was regarded as currently the most influential psychotherapist. (…) Thereafter ist influence waned; today it is the preferred technique of about 6 percent of clinical psychologists and similarly small percentages of other psychotherapists" (Hunt, 1993, S.583). Rogers stirbt fünfundachtzigjährig im Jahre 1987 in den USA, seine Vorstellungen vom Wert der zwischenmenschlichen Beziehung in allen Bereichen - nicht nur dem der Therapie - aber insbesondere seine Dimensionen Echtheit, Einfühlendes Verstehen, Kongruenz, etc. "…gehören heute zu den Grundvoraussetzungen angewandter Sozialpädagogik und haben vor allem in der Lehrer- und Erzieherausbildung, aber auch in der Erwachsenenbildung große Bedeutung" (Kern, 1991, S.204).
2. Philosophisches Menschenbild hinter der Theorie
Carl Rogers zählt mit seiner Auffassung vom Menschen als selbstbestimmendes oder selbststeuerndes Individuum zur vielschichtigen Gruppe der Humanistischen Psychologie, in der sich u.a. Namen wie Frankl, Bühler, Erikson, Ellis, Perls, Goffman, Fromm, Lazarus finden und die als ein Produkt der 'Kognitiven Wende' gelten kann. "Wir Humanistischen Psychologen sind es leid, Psychologen zu sein, wenn Psychologie darin besteht, den Menschen als eine größere weiße Ratte oder einen langsameren Computer zu betrachten" (Bugen-tal,1967; zitiert nach Benesch,1987,S.245).
Der Kern unserer Natur ist für Rogers im wesentlichen positiv, sein Streben ist auf Selbstverwirklichung, Reife und Sozialisation gerichtet. Er lehnt die These der Religion, besonders die der christlichen, wonach der Mensch von Grund auf sündig sei, ebenso ab, wie die Ansicht von Freud und seinen Schülern, nach der Es und Unbewußtes bei den Menschen Inzest, Mord und andere Verbrechen auslösen. "Rogers meint, daß der Mensch sich möglicherweise zeitweilig so verhält, aber dann ist er neurotisch und reagiert nicht wie ein reifes, menschliches Wesen" (Pervin, 1993, S.196). Kann er allerdings ungehemmt und freiwillig seine Erfahrungen sammeln, ist er ein positives Lebewesen, dem man vertrauen kann und das sich konstruktiv verhält.
Rogers Schwerpunkt liegt also auf der Selbstbestimmung oder Selbstemanzipation mit den drei Grundpfeilern Selbstkritik, -organisation und -sicherheit, wobei besonders der erste Aspekt einen Ausgleich oder eine Übereinstimmung (Kongruenz) zwischen Ideal- und Realbild
7
Arbeit zitieren:
Mag. Arno Krause, 2000, Kognitive Persönlichkeitstheorien: Carl Rogers' klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Jesu Salbung durch die Sünderin - Eine Auslegung von Lk 7, 36 - 50
Theologie - Biblische Theologie
Seminararbeit, 20 Seiten
Exegese Lukas 7.36-50 - Jesu Salbung durch die Sünderin
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit, 27 Seiten
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
A. Krause hat einen neuen Text hochgeladen
611 Ways to Boost Your Self-Esteem: Accept Your Love Handles and Every...
Jamie McCullers, Bryan, PH. D. Robinson, Jamey McCullers
0 Kommentare