Einleitung
Die vorliegende Hausarbeit nimmt Bezug auf das am 01.12.2008 gehaltene Referat zum Thema Ä$UEHLWVEOlWWHULPErdkunde- 8QWHUULFKW³
Die Arbeit teilt sich in zwei Abschnitte. Der Erste besteht aus einem Theorieteil, in dem die Entwicklung und Bedeutung, die Funktionen und die unterschiedlichen Arten von Arbeitsblättern erläutert werden. Es ZLUGGHU%HJULIIÄ$UEHLWVEODWW³DXVUHLFKHQGGHILQLHUWXQG dessen Gestaltungskriterien dargestellt.
Der zweite Abschnitt, eine Reflexion, spiegelt den Ablauf des gehaltenen Referats wieder. Darüber hinaus wird kritisch bewertet, was gut und was verbesserungswürdig ist.
Das Arbeitsblatt (Theorieteil)
Die Verwendung des Arbeitsblattes im Unterricht reicht weit in die Historie hinein. Vereinfacht lässt sich in der Geschichte von einem Arbeitsblatt sprechen, sobald ein Arbeitsauftrag auf einer Schiefertafel festgehalten wurde. Somit ist zu vermuten, dass im weitesten Sinne das Arbeitsblatt ab dem Zeitpunkt besteht, seit dem es eine Interaktion zwischen Schrift- Lehrer- und Lernen gibt (vgl. BRETTSCHNEIDER 2001:1). Heute wird das Arbeitblatt als eines der am meisten benutzen Unterrichtsmedien eingesetzt. Die Entwicklung von speziellen Software- Programmen zur Erstellung von Arbeitsblättern und das Bereitstellen von Kopiergeräten zur schnellen Vervielfältigung, haben dem Arbeitsblatt diesen hohen Stellenwert im Unterricht verschafft.
'HQ%HJULIIÄ$UEHLWVEODWW³LQnur einer Definition zu erfassen ist auf Grund seiner komplexen Bedeutung schwer. Demzufolge werden mehrere Definitionen wiedergegeben. Nach Hilbert Meyer ist das Arbeitsblatt ein ÄGLGDNWLVFKVWUXNWXULHUWHUVFKULIWOLFKUHFKQHULVFK oder bildnerisch zu lösender Arbeitsauftrag³ (Meyer 1987:307).
Volker Brettschneider versteht unter einem Arbeitsblatt ein Lehr- und Lernmittel, das vom Lehrer eingebracht wird und mit dessen Hilfe die Arbeit im Unterricht angeregt, gesichert oder kontrolliert wird (vgl. Brettschneider, 2001:1). 0ROOXQG/LHEKHUUJUHLIHQGLHVH'HILQLWLRQHQDXIÄ(LQ$Ubeitsblatt ist ein didaktisch strukturierter Arbeitsauftrag, der schriftlich oder bildlich zu lösen ist. Auf einem Arbeitsblatt ist ein Weg vorstrukturiert, auf dem sich die Schülerinnen und Schüler VHOEVWWlWLJPLWGHQJHVWHOOWHQ7KHPHQDXVHLQDQGHUVHW]HQ³ (Moll, Liebherr 1998:91).
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In dieser Arbeit soll die Begriffserklärung von Moll und Liebherr verwendet werden, da sie die Aspekte anderer Autoren mit aufgreift und zusammenfasst. Das Arbeitsblatt beinhaltet nach Brettschneider drei didaktische Funktionen: Ä'ie Motivierungsfunktion, die Aktivierungsfunktion und die LeistungsgewöhnungsfXQNWLRQ³ (Brettschneider, 2001:1).
Mit der ÄAktivierungsfunktion³ ist gemeint, dass das Arbeitsblatt die Aktivität des Schülers fordert und jeder Schüler aktiviert wird.
Die zweite didaktische Funktion, die das Arbeitsblatt erfüllt, ist die der ÄLeistungsgewöhnungsfunktion³. Beim Bearbeiten von Arbeitsblättern gewöhnen sich die Schüler daran, inhaltlich und zeitlich begrenzte Aufgaben zu lösen. Sie gewöhnen sich somit an Leistungsanforderungen.
Eine weitere Aufgabe erbringt das Arbeitsblatt, in dem es den Schüler in seinem Können EHVWlWLJWZHQQHUGLHÄLQKDOWOLFKH$QIRUGHUXQJ³%UHWWVFKQeider 2001:1) lösen kann. Diese Funktion, die Brettschneider ÄMotivierungsfunktion³QHQQW, spornt den Schüler an, fördert und begünstigt das Lernen (vgl. Brettschneider 2001:1). Unterschieden wird bei den Arbeitsblättern nach den vier folgenden Varianten: Das Informationsblatt (Materialblatt, Präsentationsblatt, Darbietungsblatt): Es hält ausschließlich Informationen in Textform bereit. Diese stammen größtenteils aus Tageszeitungen, Quellentexten oder wissenschaftlichen Beiträgen. Das Informationsblatt kann aber auch Tabellen, Statistiken oder Fotos beinhalten (vgl. Rinschede 2007: 369). Es hat ÄHLQHQKRKHQDNWXHOOHQXQGUHDOLWlWVQDKHQ%H]XJ³%UHWWVFKQHLGHU 2001:1). Verwendung findet diese Art von Arbeitsblatt am besten im Unterrichtseinstieg. Es soll die Schüler zu der Problemstellung hinleiten oder dient als Mittel zur Information in der Erarbeitungsphase eines jeden Unterrichts (vgl. Rinschede 2007:369).
Das Erarbeitungsblatt (Ergebnissicherungsblatt, Versuchsbegleitblatt): Das Erarbeitungsblatt wird im Unterricht von den Lernenden selbstständig oder im Unterrichtsgespräch mit dem Lehrenden erarbeitet. Es dient zur Festlegung der Reihenfolge von Lernschritten. Je besser sein Aufbau ist, desto höher ist der Lernerfolg im Unterricht (vgl. Brettschneider 2001:1). Das Sicherungsblatt (Ergebnisblatt, Übungsblatt, Merkblatt): Das Sicherungsblatt ist ein Arbeitsblatt, das zur Sicherung von Teilergebnissen oder Übungen dient.
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Es bewirkt dieses, in dem es einen Ä0HWKRGHQZHFKVHOYRP)URQWDOXQWHUULFKW]X$OOHLQ-, Partner- RGHU*UXSSHQDUEHLWHUP|JOLFKW³%UHWWVFKQHLGHU 2001:1). Somit ist es jedem Schüler möglich, selbsttätig zu üben. Außerdem verlangt das Arbeitblatt nicht ausschließlich eine reproduktive Arbeitsweise. Die Schüler sollen ausdrücklich an neuen Inhalten neue Antworten finden (vgl. Rinschede 2007:369).
Das Testblatt (Bewertungsblatt, Prüfungsblatt): Das Testblatt ermöglicht das Erfassen von Fortschritten und Lücken der zu erlernenden Unterrichtsinhalte. Es dient dem Lehrenden und Lernenden zur Bewertung von Lernzielen und Kompetenzen, die nach den Vorgaben des Lehrplans zu erbringen sind (vgl. Rinschede 2007:369). Es dient der Leistungskontrolle und wird deshalb meistens am Ende einer Unterrichtseinheit eingesetzt. Je nach dem welche Ziele bei dem Arbeiten mit dem Arbeitsblatt erreicht werden sollen, ist im Voraus zu entscheiden welche Art des Arbeitsblattes gewählt wird. Es muss allerdings beachtet werden, dass die vorgestellten Varianten der Arbeitsblättern VHOWHQLQLKUHUÄUHLQHQ)RUP³5LQVFKHGHYRUNRPPHQViel mehr kommt es zu ÄMischformen³.
Für die Gestaltung eines guten Arbeitsblattes (im Erdkunde- Unterricht) müssen einige formale und inhaltliche Kriterien berücksichtigt werden (Abb. 1). Diese sollen in diesem Abschnitt der Hausarbeit wiedergegeben werden.
Jedes Arbeitsblatt sollte immer eindeutig einem Fach, einem Inhalt und/oder einem Thema zu zuordnen sein, damit es den Schülern einfacher fällt ihre Arbeitsmaterialen zu ordnen. Kopf- und Fußzeilen, dienen dabei als Hilfe, da sie diese Angaben beinhalten. Linker und rechter Seitenrand:
Der linke Seitenrand eines Arbeitsblattes sollte mindestens 3cm betragen. Er dient als Ä/RFKUDQG³6RPLWLVWHVP|JOLFKGDV$UEHLWVEODWWLQGLH0DSSH]X heften, ohne die Schrift oder Abbildungen zu durchlochen. Auch die Inhalte sind dann noch vollständig zu erkennen, obwohl das Blatt in der Mappe eingeheftet ist. Sollen zusätzliche Notizen auf dem Arbeitsblatt vermerkt werden, ist es von Vorteil auch rechts einen Rand zu erstellen.
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Arbeit zitieren:
Ina Vredenborg, 2008, Das Arbeitsblatt im Erdkundeunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Die Gestaltung eines guten Arbeitsblattes
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