Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 03
2. Analyse S. 04 bis 10
2.1 Der Begriff der Neuen Medien 04
2.2 Nutzung der Neuen Medien in „Faust“ 05
2.3 Wirkungsweisen der Neuen Medien auf das Publikum S. 06 bis 10
2.3.1 aggressiv-aktive Neue Medien - Szene „Verführungskiste“ S. 06 bis 09
2.3.2 teils-aktive Neue Medien - Inszenierung allgemein 10
3. Fazit 11
Literaturverzeichnis S 12
1. Einleitung
Das Zitat Bechsteins könnte durchaus ausschlaggebend gewesen sein für die Arbeitsweise der Regie Sebastian Baumgartens in seiner „Faust“-Inszenierung: Nicht der Stoff muss reduziert, sondern der „enge Raum der Bühne“ erweitert werden. Baumgarten verfolgte diesen Gedanken konsequent durch den enormen Einsatz von Neuen Medien, wofür die Presse sowie das Publikum teilweise stürmischen Applaus zollte, aber auch harte Kritik mit modernen Schlagwörtern wie „reines Medientheater“ und „Reizüberflutung“ auszuteilen vermochte.
Dieser Thematik möchte ich mich in dieser Hausarbeit neutral und objektiv widmen, insbesondere unter dem Aspekt der folgenden, von mir aufgestellten These: Der Zwiespalt in der Kritik gegenüber den Einsatz von Neuen Medien in Baumgartens „Faust“-Inszenierung besteht nicht in der Flut von Reizen, sondern in der gesteigerten Interaktionsmöglichkeit des Publikums durch die Neuen Medien.
In dieser Ausarbeitung werde ich folgendermaßen vorgehen: Zu Beginn werde ich eine Definition für Neue Medien aufbauen, worauf sich meine gesamte Analyse beziehen wird. An Hand dieser Begriffsdefinition werde ich die verschiedenen Nutzweisen der Neuen Medien in „Faust“ aufzeigen, worauf dann die unterschiedlichen Wirkungsweisen auf das Publikum folgen - erst speziell auf einen ausgewählten Abschnitt einer Szene fixiert, dann noch ergänzend auf die gesamte Inszenierung selbst. Als Fazit folgt ein Resümee, wo ich den Wahrheitsgehalt eben dieser abschließend zu bestimmen versuchen werde mit Hilfe der ersten These von Erika Fischer-Lichte (aus „Einleitende Thesen zum Aufführungsbegriff“), welche ich mit Baumgartens „Faust“ in Beziehung setzen werde, da sie sich insbesondere mit der Interaktion beschäftigt, wodurch sich hoffentlich wichtige Endergebnisse für oder gegen meine These ergeben.
Zur simpleren Überprüfung der von mir angegebenen Daten werde ich auf die DVD-Aufzeichnung zurückgreifen, um Zeitspannen zu benennen.
1 Vgl. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/757667.
3
2. Analyse
2.1 Der Begriff der Neuen Medien
Bei meiner Definition von Neuen Medien möchte ich mich auf vergangene universitätsinterne Seminarergebnisse stützen. Dr. Christiane Schmidt - ehemalige Lehrbeauftragte im Bereich der Allgemeinen Pädagogik an der Universität Hildesheim - leitete im Sommersemester 2005 ein Seminar unter dem Titel „Gender und neue Medien“ und versuchte hierbei eine Arbeitsdefinition aufzustellen, an welcher ich mich anlehne. Medien sind nach ihr „apersonale Träger und Vermittler von Information und Kommunikation“, der Zusatz Neu hingegen bezieht sich auf die moderne Technik: Neue Medien sind Medien, welche auf neuere, elektrotechnische Entwicklungen (insbesondere diejenigen, welche durch eine Verknüpfung durch interaktive Benutzungsschnittstellen von Computern mit anderen technischen Geräten die Möglichkeit der digitalisierenden Verarbeitung, Bearbeitung, Speicherung und Vermittlung von visuellen und akustischen Daten darbieten) basierend arbeiten, wobei sie interaktiv arbeiten - somit soll ihr Nutzer die Möglichkeit besitzen, in mediale Systeme eingreifen und die Informationen (mit-)bestimmen zu können.
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Arbeit zitieren:
Sebastian Standke, 2009, Der Einsatz von Neuen Medien in der Faust-Inszenierung von Sebastian Baumgarten, München, GRIN Verlag GmbH
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