Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Interkulturalität. 3
2.1 Interkulturelle Kompetenz 4
2.2 Interkulturelles Lernen 4
2.2.1 Kompetenzebenen. 5
2.2.2 Phasen des interkulturellen Lernens 6
3. Interkulturelles Training. 7
3.1 Trainingsinhalt 7
3.1.1 Didaktische Trainingsmethode. 9
3.1.2 Erfahrungsorientierte Trainingsmethode. 11
4. Interkulturelles Lernen in der Schule. 12
5. Fazit 14
6. Literaturverzeichnis 16
2
1. Einleitung
Die zunehmende Globalisierung und Multikulturalisierung unserer
Lebensverhältnisse stellt vielfältige neue Anforderungen, auf die wir uns durch interkulturelles Lernen vorbereiten müssen. Durch interkulturelles Training wird interkulturelles Lernen in gezielter Weise unterstützt. Deutschland ist ein Einwanderungsland, in dem Menschen verschiedenster nationaler und kultureller Herkunft leben. Diese Vielfalt ist ein großes Potenzial für unsere Gesellschaft. Um diese Chance nutzen zu können, muss allerdings aus dem beziehungslosen Nebeneinanderleben ein gemeinsames Zusammenleben werden. Der erste Schritt hierzu besteht darin, uns selbst in unserer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen, einander zuzuhören und idealerweise etwas zusammen zu machen.
Das interkulturelle Training wirbt für wechselseitigen Respekt, für Toleranz und Vertrauen. Jugendliche unterschiedlicher Herkunft werden dazu angeregt, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Trennendes besser zu verstehen.
In dieser Arbeit wird zunächst auf den Begriff der Interkulturalität eingegangen. Anschließend wird die interkulturelle Kompetenz erläutert und beschrieben. Im Zusammenhang mit der interkulturellen Kompetenz wird auf das Thema interkulturelles Lernen erläutert. Hier werden die verschiedenen Kompetenzen und Phasen erörtert, um daraufhin auf das interkulturelle Training einzugehen. Mit diesem Vorwissen wird interkulturelles Lernen mit Schule in Verbindung gebracht und betrachtet, wie man beides miteinander verknüpfen kann. Im abschließenden Fazit wird das interkulturelle Lernen noch einmal reflektiert.
2. Interkulturalität
Der Gebrauch des Begriffes Interkulturalität setzt voraus, dass es mehrere Kulturen gibt zwischen denen interagiert wird. Laut Hamid Reza Yousefi ist dieser Kulturbegriff in einer globalen Welt nicht mehr haltbar und bedarf einer gründlichen Erweiterung 1 . Yousefi nach gibt es eine reine eigene Kultur „ebensowenig, wie es eine reine
1 Dr. Hamid Reza Yousefi. „Toleranz als Weg zur interkulturellen Kommunikation und Verständigung“ In: Wege
zur Kommunikation. Theorie und Praxis interkultureller Toleranz. Nordhausen 2006. S.19 3
andere Kultur gibt“ 2 , denn „Kulturen sind wie die Fäden eines Gewebes, die auf vielfältige Weise miteinander verwoben sind.“ 3 Interkulturalität beschreibt also daraus abgeleitet die Unterschiedlichkeiten zwischen Individuen, die sich aus der Zugehörigkeit anderer Gruppen ergeben.
2.1 Interkulturelle Kompetenz
Die Begrifflichkeit der Interkulturellen Kompetenz zu definieren ist im ersten Augenblick nicht einfach, da verschiedene Autoren auch verschiedene Begriffe gebrauchen. So tauchen z.B. die Begriffe Interkulturelle Kommunikation oder auch Interkulturelle Handlungskompetenz auf. Eine allgemeine Definition finden wir aber beispielsweise bei Grosch, Groß und Leenen, welche besagt, dass „unter interkultureller Kompetenz (…) ein ‚set‘ von Fähigkeiten verstanden (wird), die es einer Person ermöglichen, in einer kulturellen Überschneidungssituation unabhängig, kultursensibel und wirkungsvoll zu handeln.“ 4 Darüber hinaus lässt sich Interkulturelle Kompetenz durch die Einteilung in verschiedene Teilkompetenzen, wie die Sachkompetenz, Sozialkompetenz, Selbstkompetenz und Handlungskompetenz noch weiter spezifizieren. Darüberhinaus werden Einzelfähigkeiten, wie z.B. Empathie, Sprachkenntnisse, Fähigkeiten zur Metakommunikation und Abbau von Vorurteilen vorausgesetzt. Aus dieser Kompetenz kann man nun das Interkulturelle Lernen ableiten.
2.2 Interkulturelles Lernen
Um zu der zuvor angesprochenen Interkulturellen Kompetenz zu gelangen, muss zunächst das Interkulturelle Lernen erlernt werden. Denn dieses bezeichnet eine Form des sozialen Lernens, welches zur Interkulturellen Kompetenz führen soll. Als Teilziele des interkulturellen Lernens können demnach der bewusste und kritische Umgang mit Stereotypen, Aufbau von Akzeptanz für andere Kulturen, Überwindung von Ethnozentrismus, das Verständnis der eigenen Kulturverhaftung und das Fremdverstehen gesehen werden. Im nächsten Punkt werden diese Ziele systematisiert.
2 Dr. Hamid Reza Yousefi. S.19
3 Dr. Hamid Reza Yousefi. S.19
4 Grosch, H.; Groß, A.; Leenen, W.R.: Methoden interkulturellen Lehrens und Lernens. Saarbrücken 2000. S.8
4
2.2.1 Kompetenzebenen
Um die Ziele des interkulturellen Lernens besser einordnen zu können, werden sie in drei Kompetenzebenen 5 eingeordnet:
Abb.1 Birgit Jagusch
Die erste Phase beschreibt die Analysekompetenz, in der zentral das Wissen über die eigene und fremde Kultur vermittelt wird. Die darauffolgende Handlungskompetenz ermöglicht die Ausbildung zur Fähigkeit bewusst mit einer anderen Kultur in Kontakt zu treten. Dieses bezieht sich allerdings nicht nur auf eine rein sprachliche Kompetenz, sondern auch auf die Konfliktfähigkeit oder Empathie gegenüber anderer Kulturen. Da diese Fähigkeit nicht von vornerein vorhanden ist, muss sie erst angeeignet werden. In der dritten Phase ermöglicht die Reflexionskompetenz das Erkennen des Einflusses von den eigenen und fremden kulturellen Werten und Normen. Diese Kompetenz „ermöglicht einen Perspektivwechsel, der offen für die Reflexion von Eigen- und Fremdbild macht, um dadurch Stereotypisierungen erkennen zu können bzw. vermeiden zu helfen.“ 6 Eine weitere Aufgabe des interkulturellen Lernens stellt die Herausbildung einer flexiblen
5 Birgit Jagusch Interkulturelles Lernen in internationalen Jugendbegegnungen - aber wie?
http://www.idaev.de/html/Interkulturelles_Lernen%20.pdf
6 Birgit Jagusch, Interkulturelles Lernen in internationalen Jugendbegegnungen - aber wie?, S.4 5
Arbeit zitieren:
Julia Alina Laufmann, 2009, Interkulturelles Lernen durch interkulturelles Training, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Zur Entwicklung des interkulturellen Lernens
Politik - Didaktik, politische Bildung
Hausarbeit, 13 Seiten
Förderplan - Diagnose und Förderung einer Schülerin der einjährigen Be...
BWL - Didaktik, Wirtschaftspädagogik
Unterrichtsentwurf, 12 Seiten
Cantar de Mio Cid - Glossar spanisch-deutsch (V. 1-1086, V. 2278-304...
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Ausarbeitung, 27 Seiten
Die Verwandlung als Wunscherfüllung und gleichzeitige Selbstbestrafung...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Meinungsstreit um den Selbstmord in Goethes 'Die Leiden des jungen...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 20 Seiten
Der Einsatz literarischer Texte im DaF-Unterricht
Wissenschaftliche Studie, 10 Seiten
Motive und Ziele einer neuen P...
Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache
Seminararbeit, 18 Seiten
Interkulturalität in der Schule
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Hausarbeit, 17 Seiten
Vergangenheit als Erlebte Wirklichkeit
Zu Stil und Sprache in Hermann...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 14 Seiten
Interreligiöses Lernen an der Hauptschule
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Examensarbeit, 46 Seiten
Julia Alina Laufmann hat einen neuen Text hochgeladen
Mit Beiträgen zum Deutsch- und...
Petra Meurer, Martina Ölke, Sabine Wilmes
Zu Gast in China. Interkulturelles Lernen in chinesischen Gastfamilien
Eine Längsschnittstudie über d...
Gwendolin Lauterbach
Interkulturelles Lernen in der Grundschule - Wer lernt von wem
Miteinander und übereinander l...
Hans Bühler, Simone Fuoss-Bühler
Interculturele Leerprocessen - Interkulturelles Lernen: Hoe Verandert ...
Dipl -Soz -Wiss Guenter Wiedemann
0 Kommentare