Inhaltsverzeichnis Seite
1. Einleitung 1
2. Charakteristik der Ordnungssysteme HGB, IAS/IFRS und US-GAAP
2.1 Das Handelsgesetzbuch. 2
2.2 IAS/IFRS 2
2.3 US-GAAP. 3
3. Bewertungsgrundsätze
3.1 Grundsatz der Bilanzidentität und der Vergleichbarkeit. 4
3.2 Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going concern) 5
3.3 Grundsatz der Einzelbewertung 5
3.4 Grundsatz der Vorsicht und der Stichtagsbezogenheit. 6
3.5 Grundsatz der Periodenabgrenzung. 6
3.6 Grundsatz der Bewertungsstetigkeit. 7
3.7 Wirtschaftliche Betrachtungsweise (Substance over form) 7
3.8 Weitere Grundsätze 7
4. Wertansätze des Vermögens
4.1 Anschaffungskosten 8
4.1.1 Anschaffungspreis 9
4.1.2 Anschaffungspreisminderungen. 9
4.1.3 Anschaffungspreisnebenkosten 9
4.1.4 Nachträgliche Anschaffungskosten 10
4.2 Herstellungskosten 10
4.2.1 Materialeinzelkosten. 11
4.2.2 Fertigungseinzelkosten. 11
4.2.3 Variable und fixe Material- und Fertigungsgemeinkosten. 12
4.2.4 Sonderkosten der Fertigung. 12
5. Zusammenfassung 13
Anh änge III
Literaturverzeichnis IV
II
1. Einleitung und methodisches Vorgehen
Globalisierung und Internationalisierung der Märkte bieten den Unternehmen neue Absatzmärkte und Geschäftsfelder, die Bedeutung der Verkäufe im Ausland nimmt stetig zu. Um Zugang zu den Finanzmärkten zu erhalten, müssen die Unternehmen die jeweiligen Vorschriften und Gesetze der Länder beachten. Insbesondere im Bereich der Rechnungslegung existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Vorschriften, welche die Rechtsauffassungen und soziokulturellen Besonderheiten der jeweiligen Staaten wiederspiegeln.
Die vorliegende Arbeit betrachtet die Wertansätze des Vermögens der Ordnungssysteme Handelsgesetzbuch (HGB), International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie Generally Accepted Accounted Principles (US-GAAP).
Hierfür werden die Systeme im zweiten Kapitel zunächst kurz vorgestellt und im dritten Kapitel allgemeine Bewertungsgrundsätze erläutert. Im vierten Kapitel werden dann die Unterschiede in den Wertansätzen der Ordnungssysteme herausgearbeitet. Das Assignment schließt mit einer kurzen Zusammenfassung.
1
2. Charakteristik der Ordnungssysteme HGB, IAS/IFRS und US-GAAP
2.1 Das Handelsgesetzbuch
Das Handelsgesetzbuch (HGB) ist am 01. Januar 1900 in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hat damit versucht, den Erfordernissen des Handelsverkehrs gerecht zu werden. Das Handelsgesetzbuch stellt die Grundlage für die Rechnungslegung in Deutschland dar. Es enthält Bestimmungen zur Bilanzierung, auch wenn dessen Ziele nicht explizit im HGB genannt werden.
Jeder Kaufmann wird durch das Handelsgesetzbuch verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) ersichtlich darzustellen (siehe Anhang 1). 1
Letztere wurden vom Gesetzgeber nicht definiert. Ihr Ursprung sind vor allem Wissenschaft, Praxis, Rechtssprechung und Empfehlungen von Wirtschaftsverbänden. Viele dieser Grundsätze finden ihren Niederschlag in handels- und steuerrechtlichen Vorschriften. 2
2.2 IAS/IFRS
1973 wurde das International Accounting Standards Committee (IASC) durch eine Vereinbarung von Berufsverbänden unterschiedlicher Länder gegründet. Die International Accounting Standards (IAS) wurden durch dieses Gremium bestimmt. Die IAS erlauben seit 2000 den Zugang für ausländische Unternehmen zum amerikanischen Börsenmarkt, seit 2001 werden die IAS als International Financial Reporting Standards (IFRS) benannt. Die IFRS sind international anerkannte und einheitliche Richtlinien für die Rechnungslegung und sollen Vergleiche unterschiedlicher Unternehmen erleichtern. Gleichzeitig sind sie Pflicht für die Börsenzulassung. 3
Im Folgenden wird auf die Nennung von IAS im Zusammenhang mir IFRS verzichtet.
1 Vgl. § 238, Abs. 1, Satz 1, Handelsgesetzbuch.
2 Vgl. Born, Karl: Rechnungslegung nach IAS, US-GAAP und HGB im Vergleich. Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 1999, Seite 16.
3 Vgl. www.controllingportal.de, Abruf am 08. Juli 2007, 15.42 Uhr.
2
2.3 US-GAAP
Die United States Generally Acceptet Accounting Principles legen die usamerikanischen Rechnungslegungsvorschriften für den Jahresabschluss der US-Unternehmen fest. Hierbei handelt es sich nicht um allgemeine Vorschriften, vielmehr sind diese speziell auf Einzelfälle bezogen. 4
Die US-GAAP werden durch das FASB 5 in Form der Statements of Financial Accounting Standards (SFAS) und vergleichbaren Verlautbarungen geschaffen. Diese stellen das Ergebnis eines formalisierten Prozesses dar, auf den die interessierte Öffentlichkeit durch Anhörungen einen wesentlichen Einfluss ausübt. Die Wirtschaftsprüfer üben auch einen Einfluss auf die Entwicklung der US-GAAP aus, indem sie durch ihr Testat im Jahresabschluss angewandte Vorgehensweisen hinsichtlich der Zielsetzung der Rechnungslegung bestätigen. Durch das Testat der Wirtschaftsprüfer erhalten diese Praktiken erst ihre Bedeutung. Bei häufiger Wiederholung werden aus diesen Einzelnen, von Unternehmen gewählten Rechnungslegungsmethoden allgemein anerkannte Rechnungslegungsgrundsätze und damit die US-GAAP. 6 Im Conceptual Framework (CON) des FASB sind unter anderem die Zielsetzungen der Rechnungslegung nach US-GAAP verankert.
4 Vgl. www.controllingportal.de, Abruf am 08. Juli 2007, 16:02 Uhr.
5 Institution für die Entwicklung von US-GAAP.
6 Vgl. Ballwieser, Wolfgang: US-amerikanische Rechnungslegung, 3. Auflage, Schäffer-Poeschel Verlag, Stuttgart 2000, Seite 21.
3
Arbeit zitieren:
B.A. Claas Michelsen, 2007, Analyse der Wertansätze des Vermögens nach HGB und IAS/IFRS sowie US-GAAP, München, GRIN Verlag GmbH
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