Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Sommersemester 2003 Fachbereich: Sozialwesen Seminar: Lebenskompetenzentwicklung, Lebenskunst und Suffizienz Lernbereich: LB III / WP / HS / 087
Prüfungsleistung
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Buddha
3. Das Wort Buddhismus
4. Die Grundlagen der buddhistischen Lehre
5. Die Vier Edlen Wahrheiten
6. Der Edle Achtfache Pfad
7. Das Nirvana
8. Die Entwicklung des Buddhismus
9. Ethik
10. Meditation
11. Tod und Wiedergeburt
12. Der buddhistische Tempel
13. Buddhistische Feiertage
14. Glauben oder Philosophie
15. Verbreitung des Buddhismus
16. Buddhist werden
16.1 Bekenntnis zum Buddhismus
17. Buddhismus im Vergleich
18. Buddhismus in Deutschland
18.1 Buddhistische Gemeinschaften in Deutschland
19. Der Dalai Lama
19.1 Der XIV. Dalai Lama
20. Buddhismus und Soziale Arbeit
21. Resümee
22. Literaturverzeichnis
3
1. Einleitung
In der vorliegenden Hausarbeit haben wir uns mit dem Thema Buddhismus auseinandergesetzt.
Als erstes beschreiben wir das Leben des Siddharta Gautama und seinen Werdegang zum Buddha.
Darauf folgt die Bedeutung des Wortes Buddhismus.
Dann gehen wir auf die Grundlagen des Buddhismus ein. Hier wird erklärt, welche Absichten Buddha mit seiner Lehre verfolgte. Die „Vier Edlen Wahrheiten“, die unter diesem Punkt genannt werden, werden im darauf folgenden Punkt näher erläutert. Unter Punkt 5 beschreiben wir den „Edlen Achtfachen Pfad“, der die Basis der buddhistischen Praxis und Lehre darstellt.
Ihm folgt dann eine Erläuterung des Nirvana aus Sicht des Buddhismus. Auf die Entwicklung des Buddhismus gehen wir in Punkt 7 ein. Hier werden in den Unterpunkten die verschiedenen Richtungen bzw. Schulen des Buddhismus und ihre Entstehung erläutert.
Mit der Ethik des Buddhismus haben wir uns in Punkt 8 auseinandergesetzt. Diesem Punkt folgt die Beschreibung der Meditation und welche Rolle sie in einem buddhistisch ausgerichteten Leben spielt.
Auch die Ansichten über den Tod und die Wiedergeburt im Buddhismus werden in dieser Hausarbeit behandelt.
Dann folgt eine Beschreibung der buddhistischen Tempel und ihre Bedeutung für die Buddhisten.
Unter Punkt 12 sind einige buddhistische Feiertage mit ihrer Erklärung aufgeführt. Weiter geht es mit der Frage, ob es sich beim Buddhismus um einen Glauben oder eine Philosophie handelt.
Wie verbreitet der Buddhismus heute ist, wird im nächsten Punkt behandelt. Hier wird zum einen die geographische Verbreitung erläutert und zum anderen die Zahlen der Anhänger genannt.
Darauf folgend haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie man Buddhist wird. In diesem Zusammenhang wird im Unterpunkt 15.1 auch das Bekenntnis erläutert, dass in Deutschland als Formel der Bekennung zum Buddhismus gilt. Unter Punkt 16 ist eine Tabelle zu finden, die den Buddhismus mit anderen Glaubensrichtungen vergleicht.
Im Anschluss daran, ist eine Erläuterung zum Buddhismus in Deutschland zu finden.
4
Auf diese Erläuterung folgt eine Beschreibung des XIV. Dalai Lamas, einer der wohl bekanntesten Buddhisten. Hier werden sein Leben und sein Werdegang beschrieben. Unter Punkt 20 wird versucht zu klären, welche Bedeutung bzw. welchen Einfluss der Buddhismus auf die Soziale Arbeit haben könnte
Abschließend ist dann ein Resümee der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus zu finden.
2. Der Buddha
Als Lebenszeit von Siddharta Gautama (Buddha) wird die Zeit im 6./5. Jahrhundert v. Chr. angenommen.
Die Lebenszeit von Siddharta Gautama ist nicht mehr eindeutig festzustellen. In den alten Texten gibt es zwei Chronologien, wonach er entweder 623 v. Chr. oder 566 v. Chr. geboren worden sein soll. Einig sind sich alle Überlieferungen nur darin, dass er 80 Jahre alt geworden ist. Die neuere westliche Forschung nimmt als Lebenszeit etwa 450 bis circa 370 v. Chr. an.
Er wird als Sohn des Regenten der Shakya-Republik in Nordindien geboren und verbringt eine unbeschwerte Jugend in materiellen Überfluss. Nach der Sitte der Zeit wird er sehr jung, im Alter von 16 Jahren, mit der Prinzessin Yasodhrara, vermählt.
Eines Tages verlässt Gautama die Palastanlagen seiner Familie und begegnet dabei zum ersten Mal einem Greis, einem Schwerkranken und einem Toten. Nun weiß er, dass Alter, Krankheit und Tod unausweichlich mit dem menschlichen Leben verbunden sind. Aufgrund dieser Begegnungen entschließt er sich, nach der Aufhebung des Leidens zu suchen und den Weg aus dem allgemeinen Leid zu finden.
Im Alter von 29 Jahren, bald nach der Geburt seines einzigen Sohnes Rahula, verlässt er sein Königreich und wird, auf der Suche nach Erlösung, ein Asket.
Sechs Jahre lang wandert er als Asket Gautama durch das Tal des Ganges. Während dieser Zeit trifft er berühmte religiöse Lehrer, studiert und folgt ihren Systemen und Methoden und unterwirft sich selbst strenger asketischen Übungen.
5
Auch die Auseinandersetzung mit Philosophen seiner Zeit verschafft ihm keine Befriedigung. Diese vergeblichen Versuche, die Grundlagen für nicht vergängliches und dauerhaftes Glück zu finden, sind der Grund für seine Aufgabe der überlieferten Religionen und ihre Methoden. Er geht seinen eigenen Weg.
Eines Abends geht er nach Bodh-Gaya und lässt sich unter einem Feigenbaum, der heute als Bodhi-Baum -Baum der Weisheit- verehrt wird, nieder, um zu meditieren. Er verspricht, nicht eher wieder aufzustehen, bis er sein Ziel erreicht hat.
Schließlich erkennt er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wird damit erleuchtet, also ein „Buddha“, ein „vollkommen Erwachter“.
Nach mehrwöchiger Meditation entwickelt er die Lehre, die es ermöglicht, dem Leid ein Ende zu setzen und Befreiung zu finden.
Anschließend geht er zum Gazellenhain in Sarnath bei Benares, trifft dort auf fünf Asketen, seine früheren Gefährten, und hält vor ihnen seine erste Lehrrede. Mit dieser Predigt von Benares setzt er das „Rad der Lehre“ in Gang.
Von jenem Tag an spricht und lehrt er vor Männern und Frauen aller Volksschichten, vor Königen und Bauern, Brahmanen und Ausgestoßenen, Geldverleihern und Bettlern, Heiligen und Räubern.
Die Unterscheidung der Kastenordnung oder die Verschiedenheit der sozialen Gruppen erkennt er nicht an; der Weg, den er lehrt, steht allen Männern und Frauen, also allen Menschen, offen, die bereit sind ihn zu verstehen und zu gehen.
Seine öffentliche, geistige Lehrertätigkeit übt er 45 Jahre lang aus, gründet einen Mönch- und Nonnenorden und gewinnt viele Laienanhänger.
6
Er stirbt mit 80 Jahren bei Kushinagari im Land der Mallas und empfiehlt kurz vor seinem Tod seinen Anhängern, seiner Lehre nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrungen zu überprüfen. Microsoft® Encarta® Professional 2002. © 1993-2001 Microsoft Corporation.
3. Das Wort Buddhismus
Das Wort Buddhismus ist in westlichen Sprachen entstanden und ist gebildet mit der lateinischen Nachsilbe -ismus, die in vielen Wörtern wie in Judaismus, Amerikanismus usw. Verwendung gefunden hat. Im Buddhismus selbst wird der Ausdruck Dharma verwendet.
7
4. Grundlagen der buddhistische Lehre
Am Anfang steht für die Buddhisten das Leid, am Ende die Erlösung davon. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin ist die Erkenntnis, dass All und Individuum, Vergangenheit und Zukunft einander bedingen.
Buddha erklärt, wie die Welt funktioniert -also was letztendlich wirklich und was bedingt ist. Dieses Verständnis ermöglicht das Erleben dauerhaften Glücks.
Die buddhistische Lehre wendet sich an alle suchenden Menschen, unabhängig von Nationalität, sozialer Herkunft und Geschlecht. Sie weist Wege aus Leid und Unvollkommenheit zu Harmonie und Glück. Die „Vier Edlen Wahrheiten“ bilden ihren Kern.
Die wesentlichen Merkmale und Übungen dieses spirituellen Weges sind ethisches Verhalten, Meditation und tiefe Einsicht. Dabei stellt die Lehre des Buddha den Menschen immer in seine eigene Verantwortung. Sie zeichnet sich zudem durch Toleranz und Dialogbereitschaft, Dogmenfreiheit und Gewaltlosigkeit aus. Einen Anspruch auf alleingültige Wahrheiten erhebt sie nicht.
http://www.geo.de/geo/kultur_gesellschaft/geschichte/2002_8_special_buddhismus_extra_grundgedanken/index.html?SDSIS=01093000000
21053935123
Microsoft® Encarta® Professional 2002. © 1993-2001 Microsoft Corporation. http://www.buddhismus.de_2_buddha_lehre.htm
5. Die Vier Edlen Wahrheiten
Der Kern der Lehre des Buddhas sind die „Vier Edlen Wahrheiten“, die er in seiner allerersten Rede in Sarnath bei Benares vor seinen ehemaligen Gefährten, den fünf Asketen, erläuterte. Die „Vier Edlen Wahrheiten“ sind:
Es gibt Leid.
Die erste Wahrheit ist die Wahrheit vom Leid, die Erkenntnis, dass alles Anhaften an vergänglichen Dingen zur Frustration führt.
D.h., solange der Geist seine Natur nicht erkannt hat, gehört zum Leben zwar Freude, aber auch Leid. Zumindest Alter, Krankheit und Tod sind unvermeidbar und werden als unangenehm erlebt.
8
Es gibt eine Ursache für das Leid.
Die zweite Wahrheit bezeichnet die Aufdeckung der Ursache dieses Sachverhalts, die Wahrheit von der Entstehung des Leidens.
D.h., es gibt eine bestimmte Ursache, warum der Geist seine wahre Natur nicht sieht. Es ist möglich, sich vom Leid zu befreien.
Die dritte Wahrheit beinhaltet die Einsicht in die Möglichkeit, diesen leidvollen Zustand zu beenden, es ist die Wahrheit von der Überwindung des Leidens. D.h., jeder kann die Natur seines Geistes erkennen, also erleuchtet werden. Es gibt einen Weg aus dem Leid.
Die vierte Wahrheit meint die Wahrheit vom Weg zur Überwindung des Leidens, der im „Edlen Achtfachen Pfad“ beschrieben wird. D.h., es gibt einen praktische Mittel, um das zu erreichen.
Buddha hat die edlen Wahrheiten mit folgenden Worten unterrichtet:
Die „Vier Edlen Wahrheiten“ können auch als der kürzeste Ausdruck der gesamten Lehre des Buddha und als der gemeinsame Nenner aller buddhistischen Richtungen bzw. Schulen angenommen werden. Sie bilden bis heute die Basis.
Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als ginge es im Buddhismus ausschließlich um die düsteren Seiten des Lebens. Im Gegenteil, sagt Buddha: „Diese Lehren haben nur einen Geschmack: den der Befreiung.“
„Leid“ oder „Leidhaftigkeit“ sind Wörter, mit denen der Begriff dukka traditionell übersetzt wird. Heute würde man eher Resignation, Unglück oder Depression sagen.
Arbeit zitieren:
Finja Nissen, Marc Hohmann, 2003, Der Buddhismus, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Wenn Schüler mobben - Aspekte Neuer Medien und Herausforderungen an di...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 113 Seiten
Spucken, schlagen, schikanieren - Mobbing in der Schule
Wie praktikabel und aussichtsr...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 309 Seiten
Adolf Hitlers Politisierung: Prägende Faktoren während seiner Wiener Z...
Politik - Politische Systeme - Historisches
Seminararbeit, 17 Seiten
Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Seminararbeit, 35 Seiten
Der Bildungsbegriff des Neuhumanismus: Wilhelm von Humboldt
Hausarbeit, 26 Seiten
Offener Unterricht - Wochenplanarbeit im Sachunterricht
Sachunterricht, Heimatkunde (Grundschulpädagogik)
Hausarbeit, 21 Seiten
Simul iustus et peccator - Die Anthropologie der Rechtfertigungslehre ...
Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
Seminararbeit, 17 Seiten
Die Besonderheiten des tibetischen Buddhismus und sein Interesse für W...
Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Hausarbeit, 21 Seiten
Die Konversion zum Zen-Buddhismus in Deutschland
Psychologie - Sozialpsychologie
Hauptseminararbeit, 22 Seiten
Ursprung, Entstehung und Verbreitung des Buddhismus
Geowissenschaften / Geographie - Sonstiges
Hausarbeit, 25 Seiten
Konfliktfeld Schule - Mobbing in der Schule
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hauptseminararbeit, 47 Seiten
Finja Nissen hat den Text Der Buddhismus veröffentlicht
Finja Nissen hat einen neuen Text hochgeladen
Ethik - Wissenschaft oder Lebenskunst? / Ethics - Science or Art of Li...
Modelle der Normenbegründung v...
Sabrina Ebbersmeyer, Eckhard Keßler
Green New Deal, Suffizienz oder Ökosozialismus?
Konzepte für gesellschaftliche...
Frank Adler, Ulrich Schachtschneider
How to Develop and Promote Successful Seminars and Workshops: The Defi...
Howard L. Shenson, Shenson
The Psychology of Kundalini Yoga: Notes of the Seminar Given in 1932 b...
Carl Gustav Jung, Sonu Shamdasani
0 Kommentare