Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
2. Definitionen 2
2.1. Definition: „Soziales Netzwerk“ 2
2.2. Definition: „Mobbing“ 2
2.3. Definition: „Cyber-Mobbing“ 3
3. Medienumgang 12- bis 19-Jähriger 4
4. Was Jugendliche an sozialen Netzwerken fasziniert 10
5. Nachteile sozialer Netzwerke 11
6. Unterschiede direktes Mobbing und Cyber-Mobbing 12
7. Funktionen und Auslöser von Cyber-Mobbing 13
8. Auswirkungen von Cyber-Mobbing 14
9. Aktuelle Zahlen 15
10. Fallbeispiele 17
11. Rechtsgrundlagen 18
12. Wie man sich schützen kann 20
13. Fazit 23
14. Quellen 25
1. EINFÜHRUNG
Für einen Großteil der Kinder und vor allem Jugendlichen gehören der Computer und das Internet heutzutage ganz selbstverständlich zum alltäglichen Leben dazu. Laut JIM-Studie 2008 gehen 84% der 12- bis 19-Jährigen regelmäßig ins Internet. Besonders beliebt sind bei ihnen soziale Netzwerke, in denen sie sich selbst darstellen, Freunde finden, Nachrichten schreiben und Fotos veröffentlichen können. Dazu zählen vor allem Portale wie Facebook, MySpace und die VZ-Netzwerke (SchülerVZ, StudiVZ, MeinVZ).
Das Leben vieler Jugendlicher verschiebt sich immer mehr in die Onlinewelt. Wo früher Fotos von einer Party oder vom Urlaub noch entwickelt und dann im Freundeskreis umher gezeigt wurden, werden heute einfach alle Bilder in einem virtuellen Fotoalbum veröffentlicht und darauf haben dann oft nicht mehr nur die eignen Freunde Zugriff. Sogar Freundschaften werden heutzutage zum Teil im Internet geschlossen und Verabredungen vereinbart. Die Sozialisation von Jugendlichen findet heute unter anderen technisch-medialen und sozialen Bedingungen statt als die früherer Generationen.
Neben dem Spaßfaktor, kann es aber auch zu negativen Erfahrungen kommen, die die sozialen Netzwerke mit sich bringen. Dazu gehört z.B. das Lästern und Schikanieren anderer. Anders als im realen Leben, verhallt der Klatsch und Tratsch im Internet nicht wieder so schnell, wie er entstand. Unvorteilhafte Bilder und böse Behauptungen können, auch nach dem Löschen, dauerhaft im weltweiten Netz nachvollziehbar bleiben. Ein neues, aber dennoch sehr aktuelles Thema ist das „Cyber-Mobbing“, dessen „Trend“ leider auch in Deutschland immer weiter zunimmt. Was fasziniert die Jugendlichen nun so an diesen Online-Plattformen? Und wo liegen ihre Vor- und Nachteile? Diese Fragen möchte ich in meiner Hausarbeit klären und dabei vordergründig das Thema „Cyber-Mobbing“ beleuchten.
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2. DEFINITIONEN
Zunächst einmal möchte ich die wichtigen Begriffe, um die es hier vordergründig gehen soll definieren: „Soziales Netzwerk“, „Mobbing“ und „Cyber-Mobbing“.
2.1. DEFINITION: SOZIALES NETZWERK
Ein soziales Netzwerk (engl. social network) ist ein Beziehungsgeflecht, welches Menschen miteinander verbindet (vgl. Soziale Rolle, o. J.). Diese Netzwerke werden technisch von Web 2.0- Anwendungen unterstützt. Die angemeldeten User können ein eigenes Profil anlegen und dort Informationen über sich selbst, wie Hobbys, Interessen, Beruf, Wohnort usw. preisgeben. Unter den Mitgliedern können Freundschaften geschlossen, Nachrichten verschickt, Einträge auf die Pinnwand geschrieben und gemeinsam über verschiedene Themen diskutiert werden. Weiterhin können unter anderem Fotos oder Videos hochgeladen und veröffentlicht und Bilder kommentiert werden (vgl. Wikipedia, o. J., Soziales Netzwerk- Informatik).
Soziale Netzwerke gibt es für verschiedene Bereiche. Für Geschäftspartner bietet z.B. „Xing“ eine geeignete Plattform und für Schüler und Studenten „SchülerVZ“ und „StudiVZ“. Es gibt aber auch breit angelegte Netzwerke, wie „Facebook“ oder „MySpace“. Für jedes Alter und jede Personen- bzw. Berufsgruppe ist also etwas dabei (vgl. IT Wissen, o. J., Soziales Netzwerk).
2.2. DEFINITION: MOBBING
„Mobbing“ leitet sich ab vom Englischen „to mob“, was so viel bedeutet wie „anpöbeln“, „über jemanden herfallen“, „angreifen“, und „mob“ (Bande, Gesindel, Meute) (vgl. Wikipedia, o. J., Mobbing).
Es gibt immer ein Opfer, welches von einem oder mehreren Tätern gemobbt wird. Dabei kommt es zu einem Macht-Ungleichverhältnis. Über einen längeren Zeitraum hinaus wird das Opfer negativen Handlungen ausgesetzt, es soll sozial ausgegrenzt werden. Dabei wird es bedroht, (sexuell) belästigt, verletzt, schikaniert, gedemütigt, bloßgestellt usw.
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Es gibt drei Formen von Mobbing: verbales, physisches und psychisches Mobbing (vgl. Buchenegger, o. J., S. 10).
2.3. DEFINITION: CYBER-MOBBING
Andere Begriffe für „Cyber-Mobbing“ sind auch „Cyber-Stalking“ und „Cyber-Bullying“. Cyber-Mobbing ist eine Erweiterung des direkten Mobbing auf das Internet bzw. Handy. Dabei wird eine Person über das Internet beleidigt, bloßgestellt oder belästigt. Vor allem soziale Netzwerke, wie StudiVZ, Facebook oder MySpace, sowie Foto- und Videoplattformen, wie Flickr und Youtube, werden genutzt, um das Opfer bloßzustellen. Es werden peinliche Fotos hochgeladen, bösartige Kommentare zu Bildern geschrieben oder Drohnachrichten verschickt.
Vor allem unter Kindern und Jugendlichen kennen sich Täter und Opfer meist auch in der realen Welt (vgl. Buchegger, o. J., S. 6).
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3. MEDIENUMGANG 12- BIS 19-JÄHRIGER
Anhand der JIM-Studie 2008 möchte ich nun den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren untersuchen. In fast allen Haushalten (99%) ist ein Computer bzw. ein Laptop vorhanden. Auch sind mit 96% fast alle mit Internet ausgestattet (vgl. JIM-Studie 2008, S. 8).
Mit 71% haben mehr Jugendliche einen eigenen Computer in ihrem Zimmer als einen Fernseher (61%). Und auch jeder zweite der Befragten (51%) kann von seinem Zimmer aus ins Internet gehen. Vor allem Haushalte mit einem höheren Bildungsgrad verzeichnen einen höheren Anstieg in der Ausstattung mit Computer und Internet, als Haushalte mit einem etwas niedrigeren Bildungsniveau (vgl. JIM-Studie 2008, S. 9). Zur Medienbeschäftigung ist zu sagen, dass Fernseher und Computer gleichermaßen zu 89% regelmäßig, also mehrmals in der Woche, genutzt werden. Zu 84% wird das Internet genutzt. Geschlechtsspezifische Unterschiede sind dabei kaum zu erkennen. Während 91% der Jungen den Computer nutzen, sind es bei den Mädchen nur 4% weniger und auch bei der Nutzung des Internets liegen die Jungen mit 85% vor den Mädchen (83%) (vgl. JIM-Studie 2008, S. 12- 14).
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Man kann also sehen, dass die 12- 19-Jährigen mit elektronischen Medien, v.a. Computern und Internet, bestens ausgestattet sind und sich auch regelmäßig damit beschäftigen. Nun stellt sich natürlich die Frage, inwieweit die Jugendlichen noch in der realen Welt miteinander kommunizieren oder ob sich die Kommunikation weitestgehend auf soziale Netzwerke, Instantmessenger und E-Mail verschoben hat. „91 Prozent geben an, dass sie sich mindestens mehrmals pro Woche real von Angesicht zu Angesicht mit ihren Freunden treffen, die häufigsten medienvermittelten Kontakte erfolgen per Festnetztelefon (72 %) und im Internet (71 %) über Instant Messenger, Chat oder über Online-Communities“ (JIM-Studie 2008, S. 14).
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Mit zunehmendem Alter gewinnen das Handy und das Internet immer mehr an Bedeutung für die Jugendlichen, um Kontakt zu ihren Freunden aufzunehmen. Allein, dass 71% der Befragten das Internet für die Kontaktpflege nutzen, zeigt, dass Soziale Netzwerke, E-Mails und Instant Messenger für Jugendliche eine große Rolle spielen und sie sich dort am besten selbst darstellen können. 29% der Jugendlichen können am wenigsten auf das Internet und 22% können am wenigsten auf den Computer verzichten. Da jedoch für die meisten Befragten der Computer mit Internet gleichzustellen ist, kann man zusammenfasend sagen, dass für gut die Hälfte das Internet das Medium ist, auf das am wenigsten verzichtet werden kann. Während bei Jüngeren noch das Fernsehen eine bedeutendere Rolle spielt, nehmen mit zunehmendem Alter der Computer und das Internet an Bedeutung zu (vgl. JIM-Studie, S. 16- 18).
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Arbeit zitieren:
Anna Kuphal, 2009, Soziale Netzwerke und ihre Vor- und Nachteile, München, GRIN Verlag GmbH
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am Thursday, December 15, 2011-