INHALTSVERZEICHNIS
I. Einleitung. 2
II. Was ist Supervision? - Begriff, Entwicklung, Definition 3
III. Supervision in der Schule - Formen, Inhalte, Ziele 4
1. Supervisionsformen 4
2. Professionelle Hilfe von außen: Der Supervisor 5
3. Individuelle Beratung: Die Einzelsupervision 6
4. Miteinander statt gegeneinander: Die Gruppensupervision 7
4.1. Die Phasen der Supervision 7
4.2. Hilfe durch einen „Klärungskatalysator“: Die angeleitete Gruppensupervision. 9
4.2. Intervision statt Supervision: Die Kollegiale Supervision 10
IV. Resümee 10
V. Literatur 12
1
I. Einleitung
Vorbereitung, Unterricht, Korrekturen - Lehrerinnen und Lehrer arbeiten fast ausschließlich allein. Auch die beruflichen Probleme und Belastungen müssen sie meist mit sich selbst ausmachen. Schwierige Situationen im Unterricht, Leistungsdruck, Erwartungen von Eltern, eigene Ansprüche, Konkurrenz, mangelnde Unterstützung durch Kolleg/Innen oder Schulleitung münden nicht selten in Angst- und Ohnmachtsgefühlen oder in Resignation. Hinzu kommt der Druck von außen: das sich wandelnde Image des Lehrers im gesellschaftlichen Umfeld, der beklagte Bildungsnotstand in Deutschland, der auf dem Rücken der Lehrer ausgetragen wird. Stress, Burn out, Unzufriedenheit und gesundheitliche Mängel sind die Folgen, die wiederum zu Lasten der Unterrichtsqualität gehen - ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt?
Vor dem Hintergrund dieser Problematik hat sich das Arbeitsfeld Schule in den letzten Jahren notwendigerweise geöffnet und Hilfe in außerschulischen Bereichen wie zum Beispiel der Kommunikationstheorie oder Psychotherapie geholt. Dabei sind zahlreiche Modelle der Konfliktlösung, Entlastung und Beratung entstanden. „Supervision“ ist eine solcher Beratungsformen, die ursprünglich aus dem außerschulischen Bereich stammt, sich jedochmehr oder weniger willkommen - zunehmend im Arbeitsfeld Schule und in der beruflichen Weiterbildung von Lehrern etabliert.
so berichtet eine Lehrerin von ihrer Supervisionserfahrung.
In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, was Supervision für ein „(Wunder)Mittel“ ist und wie sie im Arbeitsfeld Schule eingesetzt wird. Dabei soll zunächst mit Hilfe einer Begriffsdefinition gezeigt werden, was Supervision allgemein ist und wie sie ihren Weg in die Schule gefunden hat. Es folgt dann eine Betrachtung dreier unterschiedlichen Formen von Supervision, unterstützt durch Fallbeispiele aus dem Arbeitsfeld Schule. Die mit Fallbeispielen ausgeschmückten Modelle stellen die Hauptformen von Supervision dar, die jeweils noch weitere Variationen erfahren können, deren Präsentation hier zu weit führen würde. Außerdem werden die Verlaufsphasen einer Supervision kurz vorgestellt und erläutert. Am Schluss soll resümierend Bilanz gezogen und kurz auf die Möglichkeiten und Grenzen eingegangen werden, die Supervision im Kontext von Schule mit sich bringt. Diese
1 So berichtet die Sonderschullehrerin Ursula Steuter auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V.: www.dgsv.de.
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Ausarbeitung versteht sich nur als erster Impuls zum Thema „Supervision und Schule“ und betrachtet Supervision vor allem im Bereich der Lehrerweiterbildung. 2 Für weitere Informationen sind die im Literaturverzeichnis angegebenen und zum Teil hier verwendeten Internetlinks empfehlenswert. Besonders die Homepage der Deutschen Gesellschaft für Supervision (www.dgsv.de) bietet zahlreiche Informationsangebote für Interessierte.
II. Was ist Supervision? - Begriff, Entwicklung, Definition
Der Begriff „Supervision“ stammt ursprünglich vom lateinischen Verb „supervidere“, was übersetzt „von oben sehen“ bedeutet. Im Englischen bedeutet „supervision“ - „Inspektion“, „Kontrolle“, „Leitung“ oder „Aufsicht“ und hat sich dort zunächst im Kontext der amerikanischen Sozialarbeit etabliert im Sinne von Beratung und Bewertung der praktischen Arbeit der Sozialarbeiter. Mit dem Aufkommen der Psychotherapie zu Beginn des 20.Jh. wurde der Begriff zunehmend psychologisiert und bezog sich auf das Gespräch von
Psychotherapeut und Patient. 3 Supervision steht heute in einem engen Wechselverhältnis mit benachbarten Disziplinen, zu denen nicht nur die Psychotherapie und die humanistische Psychologie, sondern auch Bereiche wie Kommunikationstheorie, Verhaltensforschung, Lerntheorie oder Gruppendynamik zählen. 4 Sie dehnt sich auf immer mehr Arbeitsbereiche aus und ist nicht mehr nur im Bereich der Psychologie und Psychotherapie angesiedelt, sondern findet sich auch auf medizinischen, industriellen, sozialpädagogischen und pädagogischen Arbeitsfeldern.
Eine einheitliche Definition von „Supervision“ liegt aufgrund ihrer vielfältigen Verwendung
und Zusammensetzung nicht vor 5 . Pallasch spricht von einem „Supervisionsdschungel“ 6 . Gemäß der deutschen Gesellschaft für Supervision definiert sich „Supervision“ wie folgt:
2 Darüber hinaus ist Supervision auch anderweitig in der Schule einsetzbar, zum Beispiel im Kontext des Unterrichts, auf methodisch-didaktischer Ebene. Vgl. hierzu: Pallasch, Waldemar: Supervision. Neue Formen pädagogischer Praxisbegleitung in pädagogischen Arbeitsfeldern, München 1993, S.66ff.
3 Zur historischen Entwicklung der Supervision vgl. Pallasch , 1993, S.20.
4 Vgl. Pallasch, 1993, S.21ff.
5 Zur Problematik der Begriffsdefinition siehe Pallasch, W. / Mutzeck, W. / Reimers, H. (Hg.): Beratung -Training - Supervision, München, 2.Aufl., 1996, S.20.
6 Pallasch, 1993, S.3.
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Arbeit zitieren:
Katharina Tiemeyer, 2004, Supervision in der Schule: Der Rettungsanker für den gestressten Lehrer?, München, GRIN Verlag GmbH
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Lehrersupervision - Supervision als Spezialform der Beratung
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