Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Cultural Studies - Miscellaneous

Alan Dundes - Sie mich auch!

Resümee und Rezension

Title: Alan Dundes - Sie mich auch!

Literature Review , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Daniel Jungblut (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der amerikanische Volkskundler Alan Dundes sorgte durch unbequeme Thesen Zeit seines Lebens für zahlreiche Kontroversen. "Sie mich auch!" (engl.: "Life is like chicken coop ladder") ist dabei sein wohl umstrittenstes Werk. Dundes untersucht anhand zahlreicher Beispiele aus Literatur, Musik und Historie den deutschen Nationalcharakter, und kommt dabei zu einem unangenehmen Ergebnis: Der typische Deutsche sei analfixiert, von Fäkalien besessen und durch einen zwanghaften Reflex zur Reinlichkeit von jeder Form des Drecks heimgesucht. Die Arbeit fasst die Thesen des Buches anhand ausgewählter Beispiele zusammen, diskutiert dessen Auswertung und übt Kritik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ausgangspunkt des Buches

3. Beispiele

a. Sprache

b. Alltagskultur

c. Literatur

d. Persönlichkeiten

e. Antisemitismus

4. Motivation

5. Zusammenfassung und Kritik

6. Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Alan Dundes' Werk „Sie mich auch!“ auseinander, welches den deutschen Nationalcharakter durch eine psychoanalytische Deutung skatologischer Phänomene in der Folklore zu erklären versucht. Dabei wird hinterfragt, inwieweit Dundes' methodisches Vorgehen tragfähig ist und welche Rückschlüsse seine Argumentation auf das Verständnis deutscher kultureller Identität zulässt.

  • Psychoanalytische Fundierung des Nationalcharakters
  • Analyse skatologischer Ausprägungen in Sprache und Alltagskultur
  • Kritische Würdigung der methodischen Vorgehensweise von Alan Dundes
  • Untersuchung der Verbindung zwischen Reinlichkeitserziehung und kultureller Identität
  • Auseinandersetzung mit der Interpretation historischer Persönlichkeiten durch Dundes

Auszug aus dem Buch

3. BEISPIELE

„In der deutschen Folklore findet man eine Unzahl von Texten, die sich mit der Analität beschäftigen. Scheiße Dreck, Mist, Arsch und ähnliche Ausdrücke sind alltäglich. Volkslieder, Volkssagen, Sprichwörter, Rätsel, Mundart – alle bezeugen ein anhaltendes besonderes Interesse der Deutschen an diesem Gebiet menschlicher Aktivität.“

Diese Erkenntnis dient als roter Faden der Empirie des Buches. Dundes führt in diesem Sinne Beispiele aus der deutschen Folklore an, und bezieht sich darüberhinaus auf Äußerungen verschiedener historischer Persönlichkeiten, um seine Annahme zu stützen.

Das Leitmotiv bildet ein Sprichwort, dessen englisches Pendant auch Titel der Originalveröffentlichung ist: „Das Leben ist wie eine Hühnerleiter – kurz und beschissen.“ Dundes sammelte zwischen 1979 und 1982 während mehrerer Besuche in Deutschland zahlreiche Varianten dieser Redensart. Trotz mannigfaltiger Variationen des Inhaltes ist die Kernaussage stets gleich: In einer Metapher wird das Leben oder der Lebensweg in pessimistischer Weise mit einem fäkaliennahen Gegenstand verglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Kontext der Arbeit ein und erläutert die zentrale Fragestellung sowie den wissenschaftlichen Ansatz, mit dem Alan Dundes' umstrittenes Buch „Sie mich auch!“ betrachtet wird.

2. Ausgangspunkt des Buches: Hier wird Dundes' Konzept des „Nationalcharakters“ beleuchtet, das er als eine empirisch verifizierbare Anhäufung spezifischer Persönlichkeitseigenschaften definiert, die durch Folklore zum Ausdruck kommen.

3. Beispiele: Dieses Hauptkapitel analysiert skatologische Tendenzen in der deutschen Sprache, Alltagskultur, Literatur sowie im Wirken historischer Persönlichkeiten und geht zudem auf die Verbindung zum Antisemitismus ein.

4. Motivation: Das Kapitel untersucht die psychoanalytische Begründung für das vermeintlich „deutsche“ Interesse an Sauberkeit und verknüpft dieses mit der frühkindlichen Reinlichkeitserziehung.

5. Zusammenfassung und Kritik: Die zentralen Thesen von Dundes werden hier kritisch reflektiert, wobei methodische Schwachstellen, wie der argumentative Zirkelschluss und die Oberflächlichkeit der Analyse, herausgearbeitet werden.

6. Bibliographie: Dieses Kapitel listet sämtliche für die Analyse herangezogene Fachliteratur sowie die verwendeten Webseiten auf.

Schlüsselwörter

Alan Dundes, Nationalcharakter, Folklore, Skatologie, Psychoanalyse, Deutschland, Reinlichkeitserziehung, Sprache, Kultur, Analität, Kritik, Methodik, Volkskunde, Identität, Antisemitismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine kritische Rezension und ein Resümee des Werkes von Alan Dundes über die vermeintliche Fixierung der deutschen Folklore auf skatologische Themen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die psychoanalytische Deutung deutscher kultureller Ausdrucksformen, die Analyse von Kindheitserziehungspraktiken und deren Einfluss auf den vermeintlichen Nationalcharakter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Dundes' Argumentationsstruktur freizulegen und seine Thesen einer fundierten wissenschaftlichen Kritik zu unterziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen und kritischen Ansatz, um Dundes' psychoanalytische und kulturwissenschaftliche Argumente auf ihre logische Konsistenz und empirische Belastbarkeit hin zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit Dundes' Beispielen aus Sprache, Alltagskultur, Literatur und Geschichte sowie die Untersuchung seiner psychoanalytischen Herleitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalcharakter, Folklore, Psychoanalyse, Skatologie und Kritik.

Wie bewertet der Autor Dundes' Umgang mit historischen Persönlichkeiten?

Die Arbeit kritisiert, dass Dundes historische Figuren wie Luther oder Mozart sehr selektiv und eklektisch betrachtet, um sie für seine psychoanalytische These zu instrumentalisieren.

Welche methodische Schwäche identifiziert die Arbeit bei Dundes am stärksten?

Als größte Schwäche wird der argumentative Zirkelschluss genannt: Dundes nutzt Ergebnisse, die er durch seine Methode gewonnen hat, gleichzeitig als Beweis für die Richtigkeit der Methode selbst.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Alan Dundes - Sie mich auch!
Subtitle
Resümee und Rezension
College
University of Münster  (Seminar für Volkskunde / Europäische Ethnologie)
Course
Nationale Stereotypen
Grade
1,2
Author
Daniel Jungblut (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V148251
ISBN (eBook)
9783640599424
ISBN (Book)
9783640600106
Language
German
Tags
Kulturwissenschaft Nationalcharakter Dundes Volkskunde Rezension Kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Jungblut (Author), 2008, Alan Dundes - Sie mich auch!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148251
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint