Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 5
2. Entwicklung der Frauenforschung 6
2.1. Die Frauenforschung oder „women’s studies“ 7
2.2. Die Geschlechterforschung oder „Gender Studies“ 7
2.3. Gleichheits- und Differenzansatz. 8
3. Ergebnisse der Geschlechterforschung im Bereich Journalismus und Journalistik10
3.1. „Global Media Monitoring Projekt“ 12
4. Schlussbetrachtung. 13
Bibliographie. 16
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1. Einleitung
Sabine Christiansen bekam im Jahre 1999 die „Saure Gurke“ für die frauenfeindlichste Sendung des Jahres und bereits zwei Jahre später den „Bambi 2001“ für eben diese sonntägliche Politik-Talkshow überreicht.
(vgl. Mohr, 2002, „Die sanfte Inquisition“. In: der Spiegel, online Archiv) Vielleicht zeigt aber gerade das den Trend der letzten Jahre am deutlichsten. Überall haben Frauen, auch im journalistischen Bereich, Fuß gefasst. Man hat nur immer noch nicht den Eindruck, dass sie etwas an der Berichterstattung ändern würden, oder gar die zum Teil immer noch erschreckend klischeehafte Darstellung der Frau in den Medien aufbrechen könnten.
Mit dem Beginn der Frauenbewegung wurden auch die ersten Studien zu diesem Thema in Auftrag gegeben. Seit dieser Zeit hat sich auf dem Gebiet der Forschung einiges getan. Nach Behnke/Meuser (1999, S. 8) hat sich die Frauenforschung von der Betroffenenforschung weg, hin zu einer sozialkonstruktivistischen Perspektive entwickelt. Grenzverwischungen zwischen Forschenden und Erforschten als auch zwischen Datenerhebung, Begründungs- und Verwertungszusammenhang traten weiter in den Hintergrund. Gleichzeitig wurde der Fokus auf Männer und männliche Lebenszusammenhänge verschoben und auf die Verhältnisse der Geschlechter erweitert. Behnke/Meuser (1999, S. 9) beschreiben dies als Übergang von der Frauen- zur Geschlechterforschung.
Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich also die Entwicklung der damaligen Frauenforschung oder „women’s studies“ darstellen. Besonderen Wert habe ich dabei auf die drei feministischen Strömungen, des liberalen, radikalen und linken Feminismus gelegt, die jeweils ihren eigenen Einfluss auf die Frauenforschung hatten. Im Anschluss stelle ich dann die Frauenforschung der aktuelleren Geschlechterforschung oder „gender studies“ gegenüber.
Des weiteren werde ich noch genauer auf den Gleichheits- und den Differenzansatz eingehen. Der zweite Part dieser Hausarbeit wird sich dann mit den spezifischen Ergebnissen der Genderforschung im Bereich Journalismus und Journalistik beschäftigen. Ergebnisse der Studien von Erich Küchenhoff, Siegfried Weischenberg, Margret Lünenborg und des „Global Media Monitoring Projekts“ (GMMP) sollen Aufschluss über die Entwicklung zwischen den Jahren 1975 und 2002 geben. Während Küchenhoff, Weischenberg und Lünenborg lediglich am Rande erwähnt bleiben, habe ich besonderes Augenmerk auf die Entwicklung des GMMP von 1995 bis 2002 gelegt.
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Meine Hausarbeit schließt mit einer Schlussbetrachtung zur aktuellen Situation von Frauen in den Medien mit dem Versuch einer Bewertung, angereichert mit aktuellen Meinungen zu der „Geschlechterfrage“ und deren Entwicklung.
2. Entwicklung der Frauenforschung
Anfang der 70er Jahre gab die Frauenbewegung den Wissenschaften neue Impulse. Die extreme Kluft zwischen den Geschlechtern ist als Ausgangspunkt der Frauenforschung zu betrachten.
Einfluss auf die Frauenforschung hatten unter anderem drei feministische Strömungen:
Die Vertreter der ersten Strömung, des liberalen Feminismus, gehen davon aus, dass eine Gleichstellung der Frau möglich ist, ohne die sozialen Gegebenheiten und Strukturen komplett umzuwerfen.
Die Differenz zwischen den Geschlechtern ist ihrer Meinung nach das Ergebnis einer geschlechtsspezifischen Sozialisation und kulturell definiert getrennten Lebensweisen. Mit Hilfe von sozialem Lernen könnte das Resultat, das relative Ungleichgewicht, jedoch wieder aufgehoben werden.
Die Anhänger des liberalen Feminismus fordern Reformen, die auf Gleichberechtigung der Geschlechter gründen. Das beinhaltet unter anderem die Förderung von Frauen in Journalismus und Medienwissenschaft, sowie die Entwicklung neuer Wege, um die klischeehaft verzerrte Darstellung und gleichzeitige Unterrepräsentanz von Frauen in den Medien aufzubrechen.
Grundlegende Prämisse der zweiten Strömung, des radikalen Feminismus, ist die „biologisch bedingte, natürliche“ Geschlechterdifferenz sowie die Allgemeingültigkeit und
Unveränderbarkeit der männlichen Geschlechterherrschaft.
Die Vertreter dieser radikalen Theorie fordern, dass autarke weibliche Lebensbereiche geschaffen werden müssen. Sie gehen davon aus, dass die gelebten Erfahrungen von Frauen den Ausgangspunkt weiblicher Perspektiven, Werte und Normen bilden. Ebenso wie die radikale Strömung geht die dritte und letzte hier genannte Feminismus-Theorie von der Unveränderbarkeit gesellschaftlicher Strukturen aus. Der linke Feminismus sieht aber im Unterschied zum radikalen die soziale Rolle der Frau nicht nur in ihren
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Arbeit zitieren:
Katharina Weckner, 2003, Journalismus und Journalistik aus der Perspektive der Genderforschung, München, GRIN Verlag GmbH
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