Life -Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis III
1 Einführung 4
1.1 Problemstellung 4
1.2 Zielsetzung 4
2 Erläuterung des Begriffs Life-Cycle-Costing und die Abgrenzung zum Total
Cost of Ownership 5
3 Das Life-Cycle-Costing im Unternehmen 8
3.1 Vor- und Nachteile für Anbieter und Käufer 8
3.2 Kostenbestandteile im Nutzungszeitraum eines Investitionsgutes 10
3.3 Gegenüberstellung der bestehenden Ansätze 12
3.4 Berechnungsmodell am Beispiel des VDMA-Einheitsblatt 34160 13
4 Beispiele der Beschaffung von Investitionsgütern unter Anwendung von Life-
Cycle -Costing 16
4.1 Die günstigste Energiesparlampe in der 11 Watt-Klasse 16
4.2 Autos der Kompaktklasse im Berechnungsmodel 17
4.3 Wirtschaftlichkeitsberechnung von Flachbildschirmen im Format 19 Zoll
Widescreen 19
5 Fazit und Ausblick 22
6 Literatur- und Quellenverzeichnis IV
7 Eidesstattliche Erklärung V
II
Life-Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Der sprichwörtliche Eisberg der Kosten bei der
Investitionsgüterbeschaffung ........................................................................................... 5
Abbildung 2: Grundidee bei LCC-Betrachtungen ............................................................ 6
Abbildung 3: Vor- und Nachteile aus Anbieter- und Nutzersicht ...................................... 9
Abbildung 4: Bestandteile der Lebenszykluskosten ...................................................... 11
Abbildung 5: Phasenmodell VDMA-Einheitsdatenblatt 34160 ....................................... 15 Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Gegenüberstellung der LCC-Berechnungsansätze ...................................... 13
Tabelle 2: Vergleich zwischen zwei Energiesparlampen und einer Standartglühlampe 16
Tabelle 3: Gegenüberstellung dreier Kompaktklasse Wagen ........................................ 18
Tabelle 4: Vergleich dreier Flachbildschirme ................................................................. 20
III
Life-Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik
1 Einführung
1.1 Problemstellung
Die Weltwirtschaftskrise 2009 zwingt die ganze Welt in die Knie. Nicht nur kleine Firmen verschwinden vom Markt, auch die ganz Großen bleiben nicht verschont. Sparen ist angesagt. Sparen heißt meistens: weniger Geld ausgeben und dadurch auch weniger Produkte kaufen. Doch wenn nun etwas gekauft werden muss, weil es dringend benötigt wird, welches Produkt erfüllt die Anforderungen am besten? Welches Produkt ist am sparsamsten und somit am günstigsten?
Um diese Fragen beantworten zu können, bedarf es eines Berechnungssystems, dass nach Möglichkeit alle Kosten im Zeitraum der Benutzung betrachtet, die am Investitionsgut anfallen. Also nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Folge- und Entsorgungskosten, um nur einige wenige zu nennen. Hier kommt das so genannte Life-Cycle-Costing mit seinen Berechnungsmodellen zum Einsatz.
1.2 Zielsetzung
Ziel dieser Seminararbeit ist es, dem Leser aufzuzeigen, dass es bei der Produktbeschaffung und in der Logistik nicht nur den Anschaffungspreis zu berücksichtigen gilt. Es soll verdeutlicht werden, dass sich ein höherer Anschaffungspreis durchaus rechtfertigen lässt, wenn sich durch eine im Vorfeld durchgeführte Life-Cycle-Costing Berechnung heraus gestellt hat, dass die Gesamtkosten eines Produktes mit höheren Anschaffungskosten niedriger sind als die Gesamtkosten eines vermeidlich günstigeren Produktes. Zudem soll ein Überblick gegeben werden, welche Bestandteile im Life-Cycle-Costing wichtig sind und wann die Anwendung Sinn macht.
Des Weiteren wird das Prognosemodell für die Lebenszykluskosten von Maschinen und Anlagen (VDMA-Einheitsblatt 34160) betrachtet und erläutert. Durch anschließende Praxisbeispiele wird dann die sinnvolle Anwendung des Life-Cycle-Costing demonstriert und vorgerechnet. Schlussendlich wird ein zusammenfassendes Fazit Ausblick auf die Zukunft des Life-Cycle-Costing geben.
4
Life-Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik
2 Erläuterung des Begriffs Life-Cycle-Costing und die Abgrenzung
zum Total Cost of Ownership
Die Grundidee von Life-Cycle-Costing (zu deutsch: (Produkt)Lebenszykluskosten, abgekürzt mit LCC) ist nicht nur die unmittelbaren Kosten die mit dem Erwerb eines Investitionsgutes anfallen, sondern auch die Kosten für den Betrieb, die Wartung, die In-standhaltung und auch die Entsorgung zu berücksichtigen. Meist sind es noch deutlich mehr Punkte die beachtet werden müssen, wie in Abbildung 1 ersichtlich ist. Beispiele aus dem täglichen Leben zeigen, dass schon lange unbewusst mehr oder weniger qualitativ hochwertige Entscheidungen auf Basis dieser Überlegungen getroffen werden. Ein gutes Beispiel ist der Siegeszug des Diesel-Pkws. Die Käufer haben hier die Vermutung, dass der höhere Preis beim Kauf sich über einen geringeren Kraftstoffverbrauch und einer höheren Lebensdauer rechnet. 1
laufkosten, Berlin/Heidelberg 2006, S. 120
1 Vgl. Schweiger S. (Hrsg.); Bünting, F.: Lebenszykluskosten optimieren, Wiesbaden 2009, S.36
5
Life-Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik
Die Abbildung 2 stellt anschaulich den Zusammenhang zwischen den Beschaffungskosten, Instandhaltungskosten und den Betriebskosten eines Investitionsgutes dar. Dies könnte zum Beispiel eine CNC-Fräse sein. Abbildung 2: Grundidee bei LCC-Betrachtungen
Quelle: Bünting, F.: Lebenszykluskosten optimieren, Wiesbaden 2009, S.36
Für eine Berechnung der Lebenszykluskosten müssen folgende Punkte klar definiert werden: 2
• Die Aufgabenstellung
• Die Spezifikationen • Der Betrachtungszeitraum • Der Output / Die Leistung.
Dies ist wichtig, damit Güter verglichen werden können. Als Beispiel sei hier der Vergleich zwischen einem Ford Fiesta und einem Audi A5 als Firmenwagen genannt. Beide könnten in Frage kommen, doch wenn im Vorfeld nicht festgelegt wurde, welche Strecken im Jahr zurück gelegt werden sollen und wie lange die geplante Nutzungsdauer ist, kann eine sinnvolle Entscheidung nicht getroffen werden.
2 Vgl. Schweiger S. (Hrsg.); Bünting, F.: Lebenszykluskosten optimieren, Wiesbaden 2009, S.37
6
Arbeit zitieren:
Heiko Henn, 2009, Life-Cycle-Cost in der Beschaffung und Logistik, München, GRIN Verlag GmbH
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