Inhaltsverzeichnis
1 THEMA DER UNTERRICHTSEINHEIT/ UNTERRICHTSSTUNDE 1
2 DIDAKTISCHE ENTSCHEIDUNGEN UND BEGRÜNDUNGEN 2
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde 2
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes 2
2.2.1 Bedeutung des Inhalts im Bewusstsein der Schüler 3
2.3 Sachanalyse 3
2.3.1 Die Autorin Ingrid Uebe 3
2.3.2 Das Buch „Fliegender Pfeil“ 4
2.4 Voraussetzungen für den Unterricht 6
2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler 6
2.4.2 Äußere Voraussetzungen 7
3 METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN UND BEGRÜNDUNGEN 8
3.1 Einstiegssituation 8
3.2 Artikulation 8
3.3 Sozial- und Aktionsformen 10
3.4 Differenzierungsmaßnahmen 11
3.5 Medien und Material 11
3.6 Unterrichtsgrundsätze 12
4 VERKNÜPFUNG DER WISSENS- UND KOMPETENZENTWICKLUNG
MIT GEPLANTEN HANDLUNGSSITUATIONEN 13
5 GEPLANTER UNTERRICHTSVERLAUF 14
4
LITERATURVERZEICHNIS 17
6 ANHANG 17
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Sebastian Stark: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde
Thema der Unterrichtseinheit: Vielfältige Erschließung des Kinderbuches
„Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
Thema der Unterrichtsstunde: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender
Pfeil “ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck
Stellung des Unterrichtsinhaltes innerhalb der Unterrichtseinheit:
1.Stunde: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
und Sabine Scholbeck
2.Stunde: Kapitel 1 „Der Streit“
3.Stunde: Gestaltung eines Indianerlexikons
4.Stunde: Lasst uns ein Mini-Tipi basteln
5.Stunde: Wir geben uns Indianernamen
6.Stunde: Kapitel 2 „Hilfe für Kleine Wolke“
7.Stunde: „Vater, Mutter und Kind “- die unterschiedlichen Aufgaben der
Frauen und Männer bei den Lakota
8.Stunde: Wir basteln einen Medizinbeutel
9.Stunde: Kapitel 3 „Am silbernen See“
10.Stunde: „Kleine Wolke lernt schwimmen“ - kreatives Schreiben zu Bildern
11.Stunde: „Am silbernen See“ - Gestaltung und Lösung eines Wörterrätsels
12.Stunde: Kapitel 4 „Die Lüge“
13.Stunde: Was Indianer lernen müssen
14.Stunde: Wir entdecken und spielen Indianerspiele
15.Stunde: Die Zeichensprache - Erprobung und Umsetzung
16.Stunde: Kapitel 5 „Wieder Freunde“
17.Stunde: Freundschaft - ein Rollenspiel
18.Stunde: Wir stellen ein „Freunde - Puzzle“ her
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Sebastian Stark: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
Ziel der vorliegenden Stunde ist es, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, um ein störungsfreies, sinnerfassendes Lesen zu ermöglichen. Dazu sollen in der Stunde wichtige Sachinformationen über das Leben der Indianer vermittelt werden. Die Kinder sollen den Lebensraum der Indianer selbstständig erschließen. Über die Kenntnisse der Lebenswelt der Indianer sollen die Schüler zum Buch hingeführt werden. Es soll eine Motivation aufgebaut werden, die die Kinder neugierig auf das Buch macht. Die Lesemotivation soll bei den Schülern geweckt werden.
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes
Der Rahmenplan Grundschule, Teilrahmenplan Deutsch (2005, S.10) fordert, dass die Schüler erfahren sollen, dass Lesen Vergnügen bereitet. Die Schüler sollen über eine tragfähige Lesefertigkeit und grundlegende Lesetechniken verfügen. Die Schüler sollen erleben, dass Lesenkönnen und Lesenwollen wichtige Grundvoraussetzungen sind zur ganzheitlichen persönlichen Weiterentwicklung.
Auch innerhalb der Wissens- und Kompetenzentwicklung fordert der Rahmenplan Grundschule, Leseerfahrungen zu machen. Ebenso soll der Deutschunterricht insbesondere durch literarische Texte die Freude an der Sprache und die Hinführung zu ihrer ästhetischen Dimension pflegen. Die Schüler sollen früh Lesefreude erfahren, was zusammen mit der Hinführung zum Buch zu einem dauerhaften Element der persönlichen Lebensgestaltung werden soll(vgl. Rahmenplan Grundschule, Teilrahmenplan Deutsch, 2005, S. 14).
Die Thematik des ausgewählten Kinderbuches „Fliegender Pfeil“ eignet sich besonders dazu, eine Lesebereitschaft bei den Kindern hervorzurufen. Durch das Beschreiben der Freundschaft zweier Kinder, die aufgrund des Erwachsenwerdens zu zerbrechen droht, wird eine realistische Situation aus dem kindlichen Erfahrungsbereich aufgegriffen und verarbeitet. Die beiden Hauptfiguren des Buches, Fliegender Pfeil und Kleine Wolke, stellen Identifikationsfiguren für Jungen und Mädchen dar, so dass die Kinder das
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Sebastian Stark: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
Thema Freundschaft problemlos in ihren eigenen Lebensbereich übertragen können. Dadurch, dass die Handlung des Buches in das Lebensumfeld der Indianer verlagert wird, werden die Kinder durch die fremde und zugleich faszinierende Welt zum Lesen motiviert.
Die heutige Unterrichtsstunde stellt eine Einführungsstunde in die geplante Unterrichtseinheit dar. In dieser Einheit soll das gesamte Buch gemeinsam mit den Schülern auf vielfältige Weisen erschlossen werden.
2.2.1 Bedeutung des Inhalts im Bewusstsein der Schüler
Das Buch „Fliegender Pfeil“ wurde exemplarisch aus dem vielfältigen Angebot der Kinderliteratur ausgewählt. Die Buchauswahl wurde bewusst nicht mit den Kindern zusammen getroffen, um einen Überraschungseffekt bei der Präsentation des Buches zu gewährleisten. Zukünftig sollen die Schüler allerdings in die Auswahl der Klassenlektüre einbezogen werden. Durch die Thematik des Buches und die Einbettung in die fremde Welt der Indianer sollen die Schüler zu außerschulischem Lesen verlockt werden. Zu diesem Zweck soll das Buch eine Lesemotivation aufbauen und eine positive Lesehaltung bei den Kindern entwickeln. Durch das Lesen von Büchern nehmen die Kinder am literarischen Leben teil. Sie sollen erfahren, dass Lesen etwas Aufregendes ist, dass Lesen Freude macht, sie sich in Büchern wiederfinden und in eine neue Welt eintauchen können.
2.3 Sachanalyse
2.3.1 Die Autorin Ingrid Uebe
Ingrid Uebe ist eine erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin. Viele ihrer verfassten Bücher wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet. Die Autorin ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller und des Friedrich-Bödecker-Kreises.
Ingrid Uebe wurde in Essen an der Ruhr geboren, wo sie auch aufwuchs. Nachdem sie ihr Abitur gemacht hatte, besuchte sie eine höhere Handelsschule, bevor sie als Sekretärin in einer Zeitungsredaktion tätig war. Anschließend war sie sechs Jahre lang Redakteurin der Neuen Ruhr-Zeitung in Essen. 1977 verfasste sie ihr erstes Kinderbuch. Bis heute sind etwa 100 Bücher von ihr erschienen (vgl. www.ingrid-uebe.de).
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Sebastian Stark: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
2.3.2 Das Buch „Fliegender Pfeil“
Das Taschenbuch „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe ist bereits zum Jugendbuchklassiker geworden.
Die eindeutige Zuordnung zu einer Gattung innerhalb der Jugendliteratur gestaltet sich als schwierig.
Im Mittelpunkt des Buches „Fliegender Pfeil“ stehen das Thema Freundschaft und die Probleme und Schwierigkeiten, die diesbezüglich durch das Erwachsenwerden auftreten. Somit ist es in den Gattungsbereich „Das problemorientierte Jugendbuch“ einzuordnen. Ein Kennzeichen des problemorientierten Jugendbuches ist nach Meier (1993, S.199) unter anderem, dass Probleme thematisiert werden, die für den jugendlichen Menschen Gewicht und besondere Bedeutung haben. Weiterhin charakteristisch für diese Gattung ist die Auseinandersetzung mit Vorgängen des Suchens und Findens neuer Beziehungen bzw. der Lockerung und des Lösens alter Bindungen.
Durch die Verlagerung der Handlung in das Lebensumfeld der Indianer könnte man das Buch auch zur Gattung „Abenteuerbuch“ zählen. Diese Gattung zeichnet sich nach Meier (1993, S.160) durch die Bevorzugung des Außergewöhnlichen und Fremdartigen aus. Somit zählt Meier (1993, S. 173) die Indianergeschichten zur Gattung „Abenteuerbuch“. Dabei ist zu beachten, dass der Begriff Gattung nicht im traditionellliteraturwissenschaftlichen Sinne zu verstehen ist, sondern nur die unterschiedlichen Arten der Jugendliteratur bezeichnet (Meier, 1993, S.14). Die Erzählung „Fliegender Pfeil“ spielt in Nordamerika. Dort lebt der Stamm der Lakota, die zur großen Familie der Sioux-Indianer gehören. Zu diesem Stamm gehören auch die beiden Hauptpersonen, der Indianerjunge Fliegender Pfeil und seine Freundin, das Indianermädchen Kleine Wolke. Die Lakotaindianer lebten ursprünglich im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Montana, Wyoming, North Dakota, South Dakota und Nebraska in der Prärie. (vgl. Niederstraßer, 2005, S.5). Die Lakota wohnten in Tipis, kegelförmigen Zelten aus Stangen und Bisonhäuten und lebten von der Bisonjagd, die ihre alleinige Lebensgrundlage darstellte.
Fliegender Pfeil wird bald acht Jahre alt und hat dann für seine Freundin keine Zeit mehr, da er zu den „Großen“ gehören wird. Kleine Wolke ist darüber sehr traurig, doch sie gibt nicht so schnell auf und lässt sich auf den Rat ihrer Großmutter hin von ihrem Bruder das Schwimmen beibringen. Beim nächsten Zusammentreffen fordert sie Fliegender Pfeil zum Wettschwimmen auf. Beide Kinder springen ins Wasser und es ist Kleine Wolke, die Fliegenden Pfeil vor
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Sebastian Stark: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe
dem Ertrinken rettet und ihn aus dem Wasser zieht. Danach gibt der Junge zu, dass er gar nicht schwimmen kann und dies nur nicht eingestehen wollte aus Angst, ausgelacht zu werden. Kleine Wolke erklärt, dass sich Freunde niemals auslachen. Daraufhin bringen sich die beiden Kinder gegenseitig das Schwimmen und das Reiten bei.
Das Buch ist mit 63 Seiten vom Unfang her für die Kinder der zweiten Klassenstufe gut zu bewältigen. Alle fünf Kapitel sind bei durchgehender Handlung so weit in sich geschlossen, dass sie als Unterrichtseinheit dienen können. Auch innerhalb der einzelnen Kapitel werden übersichtliche Abschnitts- und Inhaltsgliederungen vorgenommen. Der Umfang der einzelnen Kapitel beläuft sich zwischen 10 und 14 Seiten. Die Kapitel sind durch zahlreiche bunte Bilder aufgelockert, so dass auch die schwachen Leser keine Probleme bei der Bewältigung des Buches haben sollten. Somit ist eine hohe Lesemotivation auch bei den schwächeren Lesern zu erwarten. Die Analyse des Buches zeigte, dass einige Begriffe auftauchen, die den Kindern Schwierigkeiten bereiten werden und somit vor der Lektüre des Buches umfassend erarbeitet werden müssen:
Nach Ketelsen (2000, S.133) ist der Bison ein mächtiges Wildrind, das zu der Familie der Hornträger gehört. Die Stiere können eine Schulterhöhe von 1,5 bis 1,8 Meter, ein Gewicht von 1000kg und eine Länge von drei Metern erreichen. Der Bison trägt seinen Kopf tief und hat einen mächtigen Widerrist (Buckel). Seine Behaarung wird bis zu 50cm lang und er besitzt verhältnismäßig schmale Hüften. Die Kühe sind viel kleiner. Die Bisons leben in Gruppen. Der Bison war die Lebensgrundlage der Prärieindianer. Er gab ihnen Nahrung, Kleidung, Behausung und Werkzeug. Mit dem Untergang der Bisons verloren auch die Indianer ihre Freiheit. Das Stangenzelt der Indianer wurde nach Ketelsen (2000, S.126) Tipi genannt. Der Name stammt von den Dakotas. Es bestand aus einem Stangengerüst aus drei oder vier oben zusammengebundenen Grundpfosten, an die bis zu 10 weitere Stangen verankert wurden. Darüber wurde eine aus Büffelleder zusammengenähte Zeltplane, die häufig farbig bemalt war, gespannt. An der Spitze befand sich meistens eine Rauchklappe, die geschlossen werden konnte. Der Eingang befand sich im Osten, um ihn vor dem ständig blasenden Westwind zu schützen. Die Frauen waren für den Auf-und Abbau zuständig und benötigten dafür jeweils ca. eine halbe Stunde. Der Durchmesser des Tipis variierte zwischen drei und acht Metern. In der Mitte befand sich die Feuerstelle, der Boden war mit Büffelfellen bedeckt. Nach Ketelsen (2000, S.124) befindet sich die Prärie im Zentrum Nordamerikas südlich der Subarktis auf dem Gebiet der heutigen US-
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Sebastian Stark, 2009, Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck, München, GRIN Verlag GmbH
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