1. Bemerkungen zur Lerngruppe und Einordnung in die Unterrichtseinheit
Die Klasse 7a des Gymnasiums setzt sich aus insgesamt 28 SuS zusammen, davon 13 Mädchen und 15 Jungen. Ich habe zunächst einige Stunden in der Klasse hospitiert, bevor ich mit dem Ausbildungsunterricht begonnen habe.
Soweit ich es bisher beobachtet habe, bildet die Klasse eine heterogene Lerngemeinschaft: die Leistungen reichen von sehr gut bis mangelhaft. Die SuS arbeiten gut zusammen und zeigen ein positives Sozialverhalten. Sie sind aufmerksam und haben in der Regel eine positive Arbeitseinstellung. Die Mitarbeit ist meist rege und die SuS können Probleme erkennen und diskutieren. Die Klasse ist häufig unruhig und einige SuS können sich nur schlecht auf das Unterrichtsgeschehen konzentrieren.
Es sollte noch erwähnt werden, dass die SuS in der dritten und in der fünften (jeweils nach den großen Pausen) einige Minuten nach dem Klingeln in die Klassen kommen, da die Schulglocke nur ein einziges Mal, nämlich zu Beginn des Unterrichts, läutet und die SuS sich meist erst nach diesem Gong vom Schulhof in die Klassen begeben.
6HLW%HJLQQPHLQHU+RVSLWDWLRQEHKDQGHOWGLH.ODVVHGDV7KHPDÃ6WDGWLP0LWWHODOWHU¶'LHVHV Thema wurde in der Stunde vor der Lehrprobe mit der Klärung noch offener gebliebener Fragen abgeschlossen. Diese Stunde bot gleichzeitig einen Einstieg in das Thema der Reihe Ã%HJHJQXQJYRQ&KULVWHQXQG0XVOLPHQLP0LWWHDOWHUGLH.UHX]]JH¶'LH6X6EHVFKULHEHQ ein Bild bei dem sich Christen und Muslime im Kampf gegenüber standen, und stellten dies einem weiteren Bild, auf dem ein Moslem und ein Christ gemeinsam Schach spielten, gegenüber. Anschließend stellten die SuS Fragen, die sie zu diesem Thema haben und die im Verlauf der Reihe geklärt werden sollen. Diese schülerorientierte Vorgehensweise fördert die Motivation bei den SuS, da ihre Fragen behandelt werden und sie somit das Unterrichtsgeschehen mitbestimmen.
Im Verlauf der Reihe sollen die SuS die Geschichte, Ursachen, Besonderheiten und Folgen des ersten Kreuzzuges exemplarisch kennen lernen. Dabei sollen sie sich mit dem Christentum und dem Islam beschäftigen und so die Motive für die verschiedenen Handlungen und Haltungen der jeweiligen Gläubigen erarbeiten. Bei der Behandlung dieses Themas soll die Berichtserstattung beider Seiten berücksichtigt werden. Außerdem sollen die ersten größeren Judenverfolgungen in deutschen Städten behandelt werden. Da dieses Thema
2
bis heute die deutsche Geschichte durchzieht, sollte es auch schon während der Kreuzzüge behandelt werden.
Religiöse Konflikte stellen auch heute noch ein Problem dar, daher ist das Thema gegenwartsrelevant
2. Begründung der didaktisch-methodischen Entscheidungen
Motivation und Spannung werden bei den SuS durch die Präsentation des Bildes im Einstieg erzeugt. Zudem bietet die Bildbeschreibung auch schwachen SuS die Möglichkeit, sich aktiv mündlich zu beteiligen. Die Bildüberschrift bleibt zunächst noch verdeckt, da sie den SuS die Interpretation vorwegnehmen würde. Erst nachdem die Interpretation abgeschlossen wird, soll die Bildüberschrift aufgedeckt werden. Die SuS formulieren Vermutungen, warum der Papst zum Kreuzzug aufruft. Auf diese Weise wird eine Erwartungshaltung bei den SuS aufgebaut. Die Vermutungen werden auf Folie festgehalten, damit sie am Ende der Stunde von den SuS überprüft werden können.
'LH 6X6 N|QQHQ LKUH (UZDUWXQJHQ DQ +DQG GHU 7H[WTXHOOH Ã$XIUXI 3DSVW 8UEDQ ,, ]XP .UHX]]J¶ EHUSUIHQ 'LH YRQ PLU JHZlKOWH 4XHOOH HLJQHW VLFK JXW ]XU (UUHLchung des Stundenziels, da der Papst sowohl die Situation in Jerusalem und somit den Anlass schildert, als auch Beweggründe zur Teilnahme an den Kreuzzügen nennt. Der Text soll von einem/r SoS laut gelesen werden, damit anschließend mögliche unbekannte Wörter geklärt werden können.
Die anschließende Einzelarbeit zur Klärung der auf dem Arbeitsblatt stehenden Aufgaben ermöglicht, dass sich alle SuS zunächst eigenständig Gedanken zu den gestellten Fragen machen können. Zudem stellen die Fragen eine Hilfe zur Quelleninterpretation dar.
Die Sicherung erfolgt im Plenum mit Hilfe einer Meldekette. Die SuS sind mit dieser Methode vertraut und bietet eine Rückzugsmöglichkeit für den Lehrer. So wird gewährleistet, dass verschiedene SuS ihren Beitrag leisten können. Die zweite Aufgabe auf dem Arbeitsblatt wird auf der Folie festgehalten, damit die SuS die Möglichkeit erhalten, fehlende Antworten zu ergänzen und ihre Antworten zu überprüfen.
Anschließend an die Überprüfung der Aufgaben werden die zu Beginn der Stunde gestellten Vermutungen abgeglichen und ggf. revidiert.
3
Am Ende der Stunde erteilt die Lehrerin den Arbeitsauftrag für die Hausaufgaben. Diese erhalten die SuS aus Gründen der Zeitersparnis auf einem Blatt, so dass sie nichts mehr abschreiben müssen. Die Aufgabe wird von einem/r SuS vorgelesen, um anschließen mögliche Fragen bezüglich der Hausaufgabe zu klären.
Sollte noch Zeit in dieser Stunde übrig sein, können die SuS die für die Hausaufgabe bestimmte Aufgabe schon in der Stunde bearbeiten. Die Hausaufgabe dient dazu, dass die SuS sich die Beweggründe zur Teilnahme an dem Kreuzzug noch einmal bewusst machen.
Literatur:
Lendzian, Hans- Jürgen und Mattes, Wolfgang (Hg.): Zeiten und Menschen 2, Paderborn, 2001.
Brückmann, Kunz u.a. (Hg.): Geschichte Geschehen, Band 2, Leipzig 2004. Kunz, Christoph u.a. (Hg.): Forum Geschichte 2, Berlin 2001.
4
Arbeit zitieren:
Janine Diedrich-Uravic, 2007, 1. UB Geschichte KLasse 7: Motive des Papstes für den Aufruf zum Kreuzzug, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Die Frauenfiguren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm
Magisterarbeit, 93 Seiten
Narrative Strukturen in Märchen. Darstellung der Untersuchungen von Ma...
Hausarbeit (Hauptseminar), 48 Seiten
Herkunftsspezifische Bildungsbenachteiligungen in Deutschland
Soziologie - Soziales System, Sozialstruktur, Klasse, Schichtung
Zwischenprüfungsarbeit, 27 Seiten
Geschichte im Spielfilm - Spielfilme im Geschichtsunterricht?
Hausarbeit, 20 Seiten
Armut verhindert Bildung - Lebenslagen und Chancen von (armen) Kindern
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 24 Seiten
Unterrichtsskizze: Zwischen Wahnsinn und Wahrnehmung - eine ästhetisch...
Unterrichtsentwurf, 11 Seiten
Unterrichtsentwürfe für den Geschichtsunterricht von der 7. bis zur 9....
Hexenverfolgung, Gründung der ...
Unterrichtsentwurf, 66 Seiten
Essay: Friedrich Schillers ‚Maria Stuart’ im Literaturunterricht
Vorschläge und Überlegungen zu...
Essay, 18 Seiten
"Wasser als Symbol des Lebens" als Thema einer Unterrichtsst...
Theologie - Religion als Schulfach
Unterrichtsentwurf, 26 Seiten
Wortbildung im Deutschunterricht – Wortschatzarbeit und Sprachreflexio...
Hausarbeit (Hauptseminar), 24 Seiten
Unterrichtsstunde: Die Folgen der Eroberung Mittel- und Südamerikas
Unterrichtsentwurf Geschichte,...
Unterrichtsentwurf, 8 Seiten
Stundenentwurf zur Einführungsstunde - Thema: Aktiv und Passiv
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 37 Seiten
Christen in der Gemeinde (Religionsunterricht in der Klasse 5)
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Unterrichtsentwurf, 8 Seiten
Lessings "Ringparabel", ein Stundenentwurf mit 4 Arbeitsblät...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Unterrichtsentwurf, 20 Seiten
Analyse des Märchens "Rumpelstilzchen" nach Max Lüthi
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 17 Seiten
Janine Diedrich-Uravic hat einen neuen Text hochgeladen
Leseverstehen trainieren mit kurzen, spannenden Geschichten. Ab Klasse...
Leseförderung ab Mitte Klasse ...
Gero Tacke
Leseverstehen trainieren mit kurzen, spannenden Geschichten. Ab 3. Kla...
Leseförderung ab der 3. Klasse...
Gero Tacke
Sachrechnen mit Bildern und Geschichten. 1. und 2. Klasse
Kopiervorlagen
Angelika Rehm, Dieter Rehm
Bonagratia Von Bergamo: Franziskanerjurist Und Wortfuhrer Seines Orden...
Eva Luise Wittneben
0 Kommentare