Inhaltsverzeichnis
1.EINLEITUNG...................................................................................................................................................... 3
2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER BEZIEHUNGEN 3
2.1 VON 1945 BIS 1989 3
2.2 VON 1990 BIS 2004 5
2.3 SEIT 2005 6
3. RUSSLANDS INTERESSEN IM IRAN. 7
4. DAS IRANISCHE ATOMPROGRAMM 8
4.1 IRANS MOTIVE 8
4.2 ANFÄNGE UND VERLAUF DES ATOMSTREITS 9
4.3 RUSSLANDS INTERESSEN UND DESSEN ROLLE ALS VERMITTLER 13
5. FAZIT 14
6. LITERATURVERZEICHNIS 16
INTERNETQUELLEN......................................................................................................................................... 16
2
1.Einleitung
Im Kaukasus kreuzen sich die Interessen Russlands und Irans schon seit mehreren Jahrhunderten. 1 Hauptinteresse beider Staaten waren schon immer die Grenzgebiete in der Region. Schon im 17. Jahrhundert war das Gebiet von territorialen Auseinandersetzungen geprägt und die Staatsgrenzen waren häufigen Veränderungen unterlegen. Um den Rahmen dieser Arbeit allerdings nicht zu sprengen, werde ich mich auf einen ausgewählten Zeitraum beschränken, um die Beziehungen der beiden Länder darzustellen. Als Ausgangspunkt habe ich das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Beginn des Ost-West-Konfliktes gewählt, da sich ab diesem Zeitpunkt die Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern am besten skizzieren lässt und sich auch ein starker Wandel vollzogen hat. Im Anschluss gilt es, die Interessen Russlands im Iran aufzuzeigen; sowohl die politischen, als auch die wirtschaftlichen. Da das russisch-iranische Atomprogramm eine der wichtigsten Zusammenarbeiten beider Länder darstellt, werde ich den Schwerpunkt meiner Arbeit auf dieses und dessen Entwicklung legen und den Verlauf des international geführten Streites skizzieren. Hierbei gehe ich insbesondere auf die Rolle Russlands als Vermittler und dessen Interessen ein. Vorab werden noch mögliche Motive Irans aufgezeigt, die Gründe für dessen Streben nach Kernenergie sein könnten. Ebenso werde ich auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern eingehen, die sich aufgrund Irans Atomprogramm abzeichnet. In Anbetracht der Entwicklungen aufgrund er internationalen Debatte um das iranische Atomprogramm, ist das Verhältnis Russlands zum Iran von Interesse und es soll abschließend geklärt werden, ob dieser Streit auch Auswirkungen auf die Beziehungen hat und ob es zu einer erneuten Abkühlung oder gar zu einem Abbruch dieser kommen könnte.
2. Historische Entwicklung der Beziehungen
2.1 Von 1945 bis 1989
Da Iran zur Zeit des Schahs Mohammad Reza Pahlavi als ein Verbündeter der USA, im Rahmen der Eindämmungspolitik gegen die Sowjetunion, galt, gestalteten sich die Beziehungen beider Länder zueinander als schwierig. 2 Zudem waren sie durch historische Ereignisse vorbelastet. So gab es etwa immer wieder Streitigkeiten um die Grenzgebiete zwischen
1 Vgl. Fürtig, Henner, Iran - Großmacht mit Ambitionen?, in: von Gumppenberg, Marie-Carin/ Steinbach Udo
(Hrsg.), Der Kaukasus. Geschichte - Kultur - Politik, München 2008, S.80.
2
Vgl. Barett, Simon, Hintergründe der russisch-iranischen Beziehungen,
eu.org/site/c.9dJBLLNkGiF/b.2733533/k.31ED/RussischIranische_Beziehungen.htm>, am 11.03.2010.
3
beiden Ländern. Auch hat die Sowjetunion in der Vergangenheit, und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, Teile des Irans besetzt und somit eine positive Entwicklung der Beziehungen nicht gerade gefördert. 3 Als im Mai 1946 die Amerikaner sowjetische Truppen erfolgreich zum Rückzug aus dem Iran zwangen, förderte das ebenso die Annäherungen zu den USA. Die USA nutzten den Iran fortan als Stützpunkt für verdeckte Aktionen zur Unterminierung des Einflusses der Sowjetunion. Allerdings führten die zunehmenden Beteiligungen Irans an militärischen Aktionen gegen muslimische Bruderstaaten - im Bündnis mit den USA und Israel - zu wachsendem Widerstand im eigenen Land. 4 Die islamische Revolution wurde eingeleitet und führte zur Absetzung des Schahs 1979 und zum Ende der Monarchie im Iran. Unter dem Anführer der Revolution, Ayatollah Ruhollah Khomeini, entwickelte sich zunehmend eine anti-amerikanische Haltung, die im Anschlag auf die US-Botschaft in Teheran, und das sich anschließende Geiseldrama (Feb.1979 bis Jan.1981), ihren Höhepunkt fand und die Beziehungen der beiden Länder völlig zum Erliegen brachte. Die USA wurden als „Großer Satan“ dargestellt, die konspirative Pläne gegen die Nation geschmiedet haben sollen. 5
In dieser Zeit waren die Beziehungen zwischen der Sowjetunion und dem Iran nicht völlig abgebrochen, wenngleich sie auch in eher abgeschwächter Form bestanden. Jedoch verbesserten sie sich zunehmend mit Irans Misstrauen gegenüber den USA. In den 1960er und 1970er Jahren etwa nahm der Handel zu und der Iran entwickelte sich zum wichtigsten Absatzmark im Nahen Osten für russische (nicht-militärische) Güter. Auch hat die Sowjetunion mit der Vergabe von Krediten zum Bau von Stahlwerken in Isfahan versucht, sich dem Iran wieder anzunähern. Durch die islamische Revolution und die Einnahme der antiamerikanischen Haltung des Iran, verbesserte sich der Standpunkt der Sowjetunion zunehmen. Auch wenn die neue Führung Irans nicht pro-sowjetisch ausgerichtet war, so war es doch eine Verbesserung der Beziehungen, die sich auch in den Handelsbilanzen niederschlug. 6 Durch den Ausbruch des Irak-Iran-Krieges 1980 (bis 1988), verschlechterten sich die Beziehungen wieder, da die Sowjetunion einer der wichtigsten Waffenlieferanten des Iraks war. Aber gleichzeitig hatten die Sowjets auch ein Interesse an einer Stabilisierung der Beziehungen zum Iran und lieferte auch an diesen Rüstungsgüter. 7 Es kam zu erneuten Annäherungen Mitte der 1980er Jahre und wirtschaftliche Handelsbeziehungen wurden weiter
3 Vgl. Perthes, Volker, Iran. Eine politische Herausforderung (Schriftenreihe bpb Band 754), Bonn 2008, S.86.
4 Vgl. Bayat-Philipp, Mangol, Die Beziehungen zwischen den USA und Iran, in: Aus Politik und Zeitgeschichte,
B 9/2004, S.33.
5 Vgl. ebd., S35.
6 Vgl. Shaffer, Brenda, Partners in need. The Strategic Relationship of Russia and Iran (The Washington Institute
for Near East Policy, Policy Paper no. 57), Washington 2001, S.9f.
7 Vgl. Perthes, Volker, Iran. Eine politische Herausforderung, S.86.
4
ausgebaut. Unter anderem unterzeichnete Iran ein Abkommen über weitere Lieferungen von Rüstungsgütern. 8 Die Beziehungen verbesserten sich sprunghaft, als die Sowjetunion einen Waffenstillstand aushandelte und dieser schlussendlich zum Ende des Ersten Golfkrieges führte. Ein weitere Faktor war der Tod Khomeinis 1989 und die damit beginnende Liberalisierung des Landes. Ebenso positiv wurde auch der Abzug sowjetischer Truppen aus Afghanistan bewertet. 9
2.2 Von 1990 bis 2004
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Machtübernahme durch Michail Sergejewitsch Gorbatschow, verbesserte sich das Verhältnis weiter. Da die islamische Republik zunehmend international isoliert wurde - vorangetrieben von den USA - , nutze Russland die Gunst der Stunde und baute die Beziehungen weiter aus. Es taten sich auch gemeinsame Interessen in der Kaukasusregion auf, die zu weiteren Annäherungen führte. So unterstützten beide Staaten das christliche Armenien im Konflikt um Berg Karabach, und somit gegen das muslimische Aserbaidschan. Gründe hierfür waren etwa, dass beide Staaten eine westlich geführte wirtschaftliche Entwicklung Aserbaidschans ablehnten und diese durch das Herauszögern des Konfliktes ausbremsen wollten. Iran im Besonderen fürchtete auch, dass sich Aserbaidschan zu einem Vorbild für die eigene aserbaidschanische Bevölkerungsgruppe entwickeln könnte. Dennoch hatten beide kein Interesse an einer zu starken Eskalation des Konfliktes, da sie mögliche Flüchtlingsströme befürchteten. 10 Ebenso arbeiteten beide Staaten an einer Lösung des tadschikischen Bürgerkrieges mit, da eine Kooperation bei Konflikten in der Kaukasusregion mögliche Eskalationen vorbeugen kann.
Der Konflikt im Nahen Osten hingegen stellt eine Herausforderung für die Beziehungen dar, da beide Staaten unterschiedliche Ansichten haben. Während Russland sich an Lösungsfindungen beteiligt, lehnt Iran die Modelle ab. Ebenso haben beide Länder einen anderen Standpunkt in Bezug auf Israel. Dennoch wird hervorgehoben, dass diese Meinungsverschiedenheiten die Beziehung der beiden Länder zueinander nicht negativ beeinflussen sollen und somit bleibt gegenseitige Kritik weitestgehend aus.
Die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sind nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hingegen stark zurückgegangen. War in den 1980er Jahren Russland
8 Vgl. Golan, Galia, Russia and Iran: a strategic partnership? (The Royal Institute of International Affairs, Russia
and Eurasia Programme, Discussion paper 75), London 1998, S.1.
9 Vgl. Shaffer, Brenda, Partners in need, S.11.
10 Vgl. ebd., S.47-54.
5
Arbeit zitieren:
Friederike Wagner, 2010, Russlands Beziehungen zum Iran, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
F. Wagner hat einen neuen Text hochgeladen
Kulturell bedingte Konflikte in den Deutsch-Russischen Wirtschaftsverh...
Eine sozialpsychologische Pers...
Antje Bühler
Internationale Beziehungen aus der Perspektive nationaler Öffentlichke...
Beiträge zur Soziologie intern...
Paul Pachernegg, Christine Pichler, Christine Pilz, Dieter Reicher, Daniel Semper
0 Kommentare