Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Inhaltlicher Überblick
2.1. Zur Erzählung 2
2.2. Zur Vorgehensweise 3
3. Wie wird erzählt?
3.1. Zeit 3
3.2. Modus 5
3.3. Stimme 6
4. Was wird erzählt?
4.1. Motive und Motivierung 7
4.2. Erzählte Welten 8
4.3. Tiefenstrukturen 8
5. Kritische Anmerkungen 9
6. Fazit 9
Literaturverzeichnis
1
1. Einleitung
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handelt sich um ein Kunstmärchen aus der Frühromantik, das den Beginn dieser Epoche markiert. Tieck beschreibt einen Ritter, der dem Wahnsinn verfällt. Grundsätzlich stellt sich immer die Frage nach Interpretationsmöglichkeiten eines solchen fiktiven Textes. Den Autor kann man in diesem Fall nicht mehr befragen. Ein Hilfsmittel für die Erschließung und Deutung von Erzählungen ist die so genannte Erzähltheorie oder auch Narrativik. Mit dem richtigen Begriffsapparat kann eine gute Vorstellung von Werken und deren Intention gegeben werden. Manche Autoren machen sich die Theorien auch bewusst zu Nutze, um bestimmte Strukturen zu formen. Diese Strukturen, seien sie bewusst oder unbewusst geschaffen, haben einen ganz erheblichen Einfluss auf das Verständnis der Leser und auch auf die Wirkung des Textes. ]À}o]Pv]Á]]Zu]vÌZoZ}]Zv}vZ]vco}vv l^(vµv]Z]]vÁ]vd]ovµ(]lvvv]À}vD]v̵v
Scheffel beziehen. Im Anschluss an einen kurzen inhaltlichen und interpretatorischen Überblick, wird der Text nach verschiedenen Kriterien analysiert. In diesem Zusammenhang werden auch die Grenzen der Methode und einige Kritikpunkte beleuchtet.
2. Inhaltlicher Überblick
2.1. Zur Erzählung
,QGHU(U]lKOXQJÄ'HUEORQGH(FNEHUW³YRQ/XGwig Tieck wird von einem Ritter namens
Eckbert und seiner Frau Bertha berichtet, die sehr zurückgezogen leben. Der einzige Freund
des Ehepaares ist Philipp Walther. Eckbert bittet eines Tages seine Frau, dem Freund als
Vertrauensbeweis von ihrer Jugend zu erzählen:
Bertha flüchtet im Alter von acht Jahren vor ihrem Vater, der sie grausam behandelt hat, in
den Wald und begegnet dort einer alten Frau, die sie aufnimmt und ihr die Hausarbeiten und
auch Lesen beibringt. Sechs Jahre versorgt Bertha die bei der Alten lebenden Tiere, einen
Hund und einen wunderlichen Vogel. Die alte Frau ist sehr zufrieden mit ihrer Schülerin. Das
Geschehen steht diametral zu den schlimmen Vorkommnissen beim Vater. Eines Tages jedoch verlässt Bertha die alte Frau um die Welt kennen zu lernen und erwürgt
unterwegs den mitgenommenen Vogel, der ihr mit seinem Lied Angst macht. Sie kommt in
ihr Heimatdorf, stellt fest, dass ihre Eltern tot sind und heiratet schließlich Eckbert. Dieser kennt die Geschichte seiner Frau und befürchtet Unheil. Als Bertha krank wird,
nachdem Walther den Namen des Hundes aussprach, obwohl sie ihn nicht genannt hatte,
erschießt Eckbert den Freund weil er ihn für die Krankheit seiner Frau verantwortlich macht.
Bertha stirbt daraufhin und Eckbert verfällt sukzessive dem Wahnsinn.
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Auf einer Reise trifft er die alte Frau aus Berthas Erzählung, die ihm erklärt, sie sei sowohl
Walther als auch Hugo, ein anderer Freund, gewesen und Bertha sei Eckberts Schwester.
Eckbert verzweifelt völlig und stirbt.
2.2. Zur Vorgehensweise
Zunächst muss festgehalten werden, dass es keine einheitliche Begrifflichkeit und auch keine überzeugende Systematik im Bereich der Erzählanalyse gibt. Viele Begriffe überschneiden sich mit Alltagsausdrücken oder sind nicht genau genug. Im Folgenden werden die Begriffe µc]v(ºZµvP]v]ÌZoZ}]^À}vD]v̵v^Z((oÀÁvX
Allgemein wird davon ausgegangen, dass der Text für einen Leser geschrieben wurde und auch in der Form des Lesens oder Vorlesens rezipiert wird. co}vl^]]v(]l]}vodƵv(ºoo}u]]s}µÌµvPv(º]
Analyse. Die berichteten Ereignisse sind nicht fingiert, vielmehr ist der Leser angehalten, sie sich vorzustellen.
Die Fragen die sich während der Analyse u.a. stellen sind: Welche Distanz hat der Leser zum Text? Wo steht der Erzähler und was weiß er? Was wird erzählt? Wie wird erzählt?
Eºo]ZPZv]ZvµµuU]vc>]̵Zlv^Xs]ouZ}ooPv]]v
solchen Analyse einen neuen Blick auf den Text ermöglichen, die Intention des Autors deutlich machen und auch für mehr Textverständnis sorgen. ^}uµ]viu&oo]uuP(PÁvWtoZt]lµvPZ]ÌZovM^
3. Wie wird erzählt?
Geschichten kann man auf viele unterschiedliche Arten erzählen. Jeder Autor steht damit vor der Entscheidung eine bestimmte Form für seinen Text zu wählen.
Martinez und Scheffel unterscheiden drei Hauptkriterien bei der Analyse der Erzählart: Zeit, Modus und Stimme
3.1. Zeit
Zunächst muss zwischen der Erzählzeit und der erzählten Zeit unterschieden werden. Ì]Zv]]U]]v>(º>vdÆv]PXco}v l^µu(UivZµPUÌÁ]Zvîîµvîô^]vX]e erzählte Zeit gibt an,
3
Arbeit zitieren:
Rebekka Haas, 2010, „Der blonde Eckbert“ von Ludwig Tieck - Eine Erzähltextanalyse, München, GRIN Verlag GmbH
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